Kleinwechselrichter: Dreiphasig?

Oct 23, 2024 Last reply: vor 1 Jahr 35 Replies

Hi,



Hier(tm) gäbe es noch die Mgl. eine Süd-Giebelwand im oberen Bereich mit zwei großen Modulen zu bestücken. (-> Balkon-Solar) Allerdings haben WR für Balkonanlagen immer nur einen 1-phasigen Ausgang. Gibt es solche Kleinwechselrichter auch mit 3-phasigem Ausgang? Wenn ja, welche?



Bernd


Hi Bernd,

Wozu das denn?

Marte

Vielleicht will Bernd tagsüber eine kleine Tischbohrmaschine mit Drehstromanschluss betreiben. Ansonsten sehe ich bei der geringen Ausgangsleistung keine Notwendigkeit für 3 Phasen.

Bernd schrieb am 23.10.24 um 09:40:

den kleinsten den ich kenne ist der Hoymiles-HMT-2250-6T. Der hat

6 Eingänge und 2.2kW Leistung.

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Sinnvoll ist das aber nicht, wenn man nur 2 Module anschließen kann. Ein 3phasiges Gerät hat eine Reihe Nachteilen:

- 3x so viele Bauteile für das Netzfrontend (Drossel, Filter, Leistungsschalter)

- dadurch einiges größer als ein 1ph Gerät

- höhere innere (Zwischenkreis-)Spannung, dadurch müssen Bauteile verwendet werden mit höherer Sperrspannung, was die Verluste erhöht

- Mehraufwand bei der Absicherung / Blitzschutz

Jan

Genau der ist so ziemlich der einzige dreiphasige.

Es hilft, wenn irgendwo nur ein dreiphasiges Kabel liegt (z.B. Herdanschlussdose), damit man die 2 kW Leistung überhaupt einspeisen kann. 2 kW sind zwar eigentlich unkritisch (Absicherung 16 A * 230 V =

3680 W), auf gemischten Netzen aber unzulässig - da greift das 600/800 W Limit. Dreiphasig hat man um Idealfall 2400 W auf dreimal 800 Watt verteilt, also BKW-tauglich. Aber Achtung, das geht nur bei echt dreiphasigem Anschluss (400 V zwische den drei Phasen).

Am 23.10.24 um 10:00 schrieb Marte Schwarz:

Verbraucher sind (hier(tm)) auf drei Phasen aufgeteilt. Steckdosen; Beleuchtung; Etage; ... Wenn ich nun also nur in eine Phase L1 einspeise (zb. 500W) dort aber gerade nur 40W (Beleuchtung) benötigt werden, in einer andern Phase L2 (z. B. Kühlschrank) aber gerade 280W; Verschenke ich 460W und kaufe 280W obwohl ich die eigentlich noch hätte.

Minuten später sieht das dann anders aus weil nun der Kühlschrankkompressor auf L2 nicht mehr läuft aber dafür z.B. ein Plasmafernseher auf der Beleuchtungsphase L1.

Daher mein Wunsch nach drei Phasen.

Bernd

Nein. Der Zähler Deines Stromversorgers bildet die Summe der (gleichzeitigen) Energieflüsse und zählt die. Du verschenkst nichts.

Ist unnötig und kontraproduktiv.

Ein Problem, das ich hier in der Gruppe weiter oben angesprochen hatte und das auch andere nicht lösen konnten, ist, daß nachgekaufte Zwischenzähler (hier Protokollierung über Modbus) genau so arbeiten, wie von Dir vermutet. Meine tatsächliche Selbstnutzung sehe ich also nur nach dem Ablesen im Keller, das bei mir aus praktischen Gründen nur monatlich erfolgt.

Ja, aber 208V.

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Wie hübsch ... danke für die Klarstellung!

Bernd

Herdanschluss hat aber üblicherweise mind. 4mm² wegen Dauerlast, wohingegen einphasige Steckdosen mit 1.5, bestenfalls 2.5mm² angeschlossen sind.

Und für den WR brauchst du dann möglicherweise eine zusätzliche UV, wenn der WR mit weniger als 16A abgesichert werden will.

Echt? Wo kennst du das?

Wenn, dann wird üblicherweise 2,5 qmm verwendet, sinnvollerweise, wobei aber auch 1,5 qmm durchaus ausreichend ist.

In der Tat.

Warum? Was hindert dich, 16-A-Sicherungen gegen 13 oder 10 A austauschen zu lassen?

da gibts endlose Diskussionen und sicher auch Ermessensspielräume. Lt. VDE 298-4 darf (bei 25°, was im Sommer schon grenzwertig ist) eine 3x1.5mm² mit 13A abgesichert werden,

2.5mm² mit 16A. Für 40° ist z.B. schon die Verlegeart A (in (Trockebau-)Wänden) nicht mehr zulässig, üblicherweise nimmt man dann den nächst größeren Querschnitt (zu B).

Der Elektriker, der bei uns einen Durchlauferhitzer (Kurzzeitbelastung, Verlegart B) mit 10kW in der Küche anschließen sollte, hat das bei 3x2.5mm² verweigert.

Ein anderer hat eine mit 16A abgesicherte Wallbox mit 5x6mm² angeschlossen.

Der Telekom-Elektriker hat bei einem Kollegen bei 5x2.5mm² die Wallbox nur mit Begrenzung auf 7kW /10A angeschlossen.

Natürlich nichts. Außer, dass man selten ein unbenutztes Kabel im Haus hat - schon gar 5 adriges...

Tut es, hängt natürlich von Länge (Spannungsabfall) und Verlegeart ab. Aber egal was die VDE vorsieht, 1,5 qmm und 16 A sind in jedem Sicherungskasten Standard, außer beim Berufsschullehrer Elektrik.

...was mit der Kabellänge begründbar sein mag.

Och, ich hab' die reichlich verlegt, lieber 5x1,5 als zweimal 3x1,5 (und ich weiß, dass ich das ich darf, nehme das aber auf meine Kappe).

Aber 4 qmm ist einfach schon brutal sperrig, das kriegt man nicht wirklich in einer handelsüblichen Herdanschlussdose verlegt, außer vielleicht in Laborbedingungen mit optimaler Kabeleinführung.

Gerd Schweizer schrieb am 24.10.24 um 16:34:

10A*400V*sqrt(3)=6928W

Am 25.10.24 um 10:54 schrieb Jan Schmidt:

Anders gesagt: über zwei Phasen, ohne Neutralleiter.

Bye/ /Kay

!0 A * 230 V * 3 auch

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Hi Jan,

Ist das ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für Kupferminenarbeiter und Elektriker? Wo sind denn die vielen abgefackelten Häuser gestanden? Ich gebe zu, dass mein Medienkonsum nicht allzu ausgeprägt ist, aber davon hätte ich doch die letzten 50 Jahre mitbekommen müssen.

Nicht wahr ... Wie konnten wir die letzten 50 Jahre überleben?

Herr, lass Hirn regnen.

Wo kan man das sinnvoll nachlesen? Ich spiele tatsächlich damit, mit Secondhand-Solarzellen ein Stück Dach, das gerade ohnehin ansteht zu sanieren. Wenn ich dafür aber die komplette Elektrik rauswerfen muss, dann lass ich das lieber :-(

Marte

Am 24.10.2024 um 10:52 schrieb Jan Schmidt: ...

Ich suchte vor einiger Zeit vergeblich CEE16 Stecker+Kupplung mit 4mm² Anschlussmöglichkeit um eine "mobile Wallbox" 11kW anzuschließen.

4mm², nicht 6, auch Mennekes nur bis 2,5mm².

Nicht notwendig. Saubere Kabelverlegung in Räumen, die nicht mir selbst gehören, und durch Brandschutzwände mache ich nicht selbst. Wenn Nachbarn Wallboxen intallieren, will ich bei der Gelegenheit eine Steckdose anbringen -- auch 3 * 16 A. Es wird wohl trotzdem 6 mm2. Bei der Sache ist der Materialpreis das wenigste und und die spätere Nachrüstbarkeit auf 3 * 32 A (22 kW) ohne Kabeltausch ist m.E. den geringen Mehrpreis wert.

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