Seltsame Wahrnehmung

Der Transrapuid-Unfall beschäftig Presse, Politik und auch hier die Group.
Der explodierten Flüssiggasbehälter bei Feldbach wird
ünerhaupt nicht wahrgenommen.
Wobei der Transrapid-Unfall uns persönlich so gut wie nicht betrifft (wer ist denn damit schonmal gefahren?). Flugzeugunglücke mit gleichen und mehr Toten sind schon fast alltäglich.
Aber Flüssiggasbehälter stehen fast an jeder Häuserecke. Wenn so einer hoch geht, kann jeder von uns betroffen sein.
Nur das nehmen wir offensichtlich überhaupt nicht wahr.
Seltsam, oder?
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begin quoting, Michael schrieb:

Der Ort heißt Lehrberg, Flüssiggasbehälter explodieren nicht und haben das auch dort nicht getan (macht Mühe, einen Unfallhergang korrekt nachzulesen und zu verstehen?), und Du bist hoffentlich nur Gewerkschafts- oder Parteifunktionär und hast keine verantwortungsvollen Aufgaben.

Den meisten Teilnehmern dieser NG dürfte die Spitzentechnologie einigermaßen nahestehen, viele davon sind sicher schon mit dieser Bahn gefahren, und die meisten dürften ein gewisses Verantwortungsgefühl für den technischen Fortschritt empfinden und daß er stattfindet - der Wohlstand unseres Volkes hängt davon ab.
Noch was?

Die meisten Haushaltsunfälle passieren, weil Hausfrauen von der Leiter fallen. Verbietet Leitern, stellt Volksredner aufs hohe Roß!
Gruß aus Bremen Ralf
--
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wrote:

Wenn ich von der Leiter falle, bin erstmal selber darauf gestiegen. Wenn ein Flüssiggas-Luft-Gemsich (ja.. ich weiss, Flüssigas alleine explodiert auch nicht) in der Nachbarschaft explodiert und mich wegpustet, hatte ich keinen Einfluss darauf.
Die Gefahr in der eigenen Nachbarschaft sollte eigentlich jeden interessieren - oder?
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Michael schrieb:

zudem fahren Flüssiggasbehälter immer wieder durch unsere Straßenzüge. Ja sie stehen oft auch in direkter Nachbarschaft.
Fakt dürfte aber halt sein das mit dem Transrapidunglück ein Treffer ins high-tech-wirtschaftspolitische Herz gesetzt wurde. Die gleiche Anzahl Toter bei einem Busunglück nach einem geplatzten Reifen würde vermutlich nicht die gleichen Folgen auf politischer Ebene nach sich ziehen (Abbruch von Auslandsreisen durch hochrangiger Politiker).
Michael, die gleiche Frage hatte mich auch beschäftigt. Ebenfalls bin ich stark irtitiert wie schnell und stark man sich hier den Kopf darüber zerbricht wie blöd doch der einzelne Mensch sein muß das es zu dem Unfall kam. Was weiß man den schon konkret von den administartiven Vorgängen, Verantwortlichkeiten, Zeitplänen, Ausbildungen, technischen Sicherungsmaßnahmen oder gar Fehler in der Steuerungstechnik?
Am Düsseldorfer Flughafen kann man vermutlich Froh sein das die Einschienenbahn nicht auf 400km/h beschleunigt - denn fahren tut sie kaum. Und wenn man das immer wider mit bekommt sollte es schon seit Jahren ein Dorn im Auge einer "High-Tech"-Nation und dessen Konzerne sein.
Zu den beiden aktuellen Unfällen möchte ich lieber weiter abwarten und bin in Gedanken bei den Hinterbliebenen.
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
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Hallo Ralf,

Huh? Das letzte Mal hier im Ort war im Sommer. IIRC blieb das Haus zwar stehen, aber deren Nachbarhaus brannte ab. Sah fast wie ein Atompilz aus, nur dass die Wolke pechschwarz war.
--
Gruesse, Joerg

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begin quoting, Joerg schrieb:

Angst?
WAS war da?

Ich weiß, was da
nicht
passiert ist: Da ist kein Flüssiggasbehälter explodiert, die haben nämlich selbst im Land der Beschränkten, wo in Filmen regelmäßig Benzintanks bei Verfolgungsjagden explodieren, Überdruckventile.
Gruß aus Bremen Ralf
--
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Hallo Ralf,

Du weisst? Hmm, interessant.
Ueberdruckventile koennen versagen. Das Problem ist, dass man erst bei einer Kontrolle merkt, ob sie noch funktionieren oder zugerostet sind. Und diese Kontrollen finden oft kaum bis gar nicht statt.
Ich kann mich da so dunkel an einen Vorfall in Portugal (oder Spanien) erinnern. Um die 30 Jahre her. IIRC hat es einen ganzen Campingplatz versengt, inklusive vieler der Leute dort.
--
Gruesse, Joerg

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Joerg schrieb:

Das war allerdings ein Unfall des Tanklastzuges auf der vorbeiführenden Straße, ist also nicht vergleichbar.
Jürgen
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Hallo Juergen,

Schon, aber so etwas kann auch passieren, wenn z.B. ein grosses Fahrzeug von der Strasse abkommt und einen Behaelter trifft. Jemand von der Feuerwehr sagte mir einmal, dass die Gefahr bei fast leeren Behaeltern noch groesser sein kann als bei vollen.
--
Gruesse, Joerg

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Moin,
Joerg schrub:

Wobei sich auch da die Frage stellt, ob da der Behälter _explodiert_ ist. Wenn das Gas austritt und sich entzündet heißt das noch nicht, dass der Behälter explodiert ist.

Dann bekommt der Behälter einen Riss, Gas tritt aus und entzündet sich.

Das ist in der Formulierung allerdings eine Nullaussage.
CU Rollo
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Hallo Roland,

Weiss ich in dem Fall nicht, aber ich habe in der Zeitung Bilder von anderen Faellen gesehen, wo der Behaelter nachher so gut wie weg war (nicht geschmolzen, sondern zerfetzt).

Oder es entzuendet sich beim Reissen.

Wuerde ich nicht sagen, der hatte ein paar Jahrzehnte harte Job-Erfahrung.
--
Gruesse, Joerg

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On Thu, 28 Sep 2006 16:42:57 GMT, Joerg

Ist ganz simpel:
Ein voller Behälter enthält kein zündfähiges Gemisch, die Gasphase enthält keinen Sauerstoff. Da kann nichts brennen oder explodieren.
In einem fast leeren Behälter mit Resten von Flüssiggas kann durchaus eine nennenswerte Menge Sauerstoff vorhanden sein - so das eine explosionsfähige Atmosphäre zu erwarten ist.
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begin quoting, Michael schrieb:

ACK
Wie sollte denn der Sauerstoff da hineingelangt sein? Ein Flüssiggastank steht unter Druck, auch in fast leerem Zustand.
Gruß aus Bremen Ralf
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Hallo Ralf,

Wenn er beschaedigt wird. Dann entweicht der Druck, ein Gemisch kann sich bilden und wenn der Kram rundherum brennt, na denn...
--
Regards, Joerg

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begin quoting, Joerg schrieb:

... kommt es auf das bißchen Gemisch in dem kaputten Tank auch nicht mehr an.
Gruß aus Bremen Ralf
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Moin,
Joerg schrub:

Seine Erfahrung will ich ihm nicht absprechen.
Aber du musst den Satz genau lesen. Da steht ein Feuerwehrmann vor einem Behälter, rundherum brennt es und er bekommt die Info, der Behälter sei fast leer. Was für eine Schlußfolgerung kann er aus dem obigen Satz ziehen? Klar, die Gefahr das der Behälter jetzt explodiert kann größer sein, als sie gewesen wäre, wenn der Behälter voll gewesen wäre - aber auch kleiner. Na toll. Und wovon hängt es bitteschön ab, ob die Gefahr größer oder kleiner ist?
Selbst nach dem Knall ist der Feuerwehrmann nicht schlauer, weil wie groß war denn jetzt bitteschön die Gefahr, dass das passiert, was passiert ist? Und ist es passiert, weil der Tank so leer war oder ist es wegen was anderem passiert was er nicht kennt und der Leere des Tanks hätte den Knall fast verhindert?
Bestenfalls kann man aus dem Satz den Schluss folgern, dass der Füllstand einen geringeren Einfluss auf die Explosionsgefahr hat (und über das Vorzeichen des Einflusses gibt es obige Vermutung), als andere Größen, die hier aber nicht genannt sind und die vielleicht auch unbekannt sind.
Oder um es kurz zu Vergleichen: Die Gefahr, dass ich von einem Auto angefahren werde, kann Mittwochs größer sein als Donnerstags. :-)
CU Rollo
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Hallo Roland,

Bei uns ist sie Freitags abends und Samstags abends am groessten, denn dann wird gepichelt. Kann Dir jeder Feuerwehrmitarbeiter sagen, weil das die Leute sind, die die Leute da rauspellen muessen.
--
Gruesse, Joerg

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Moin,
Joerg schrub:

^^^

Das ist (wegen dem _ist_) schon eine viel verwertbarere Aussage.
Falls du mich falsch verstanden hasst, mit ging es nicht um die Aussage eine Experten und darum, dass ich seine Meinung nicht teile. Mir ging es allein um die Formulierung, die rein logisch betrachtet Aussagefrei ist.
CU Rollo
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Flüssiggas in Tanks ist Uralttechnik. Die wesentlichen Dinge sind längst erfunden. Man kennt die Gefahren. Meistens passiert nichts. Wenn was passiert, dann gleich spektakulär. Wer hat ein Rezept dagegen? Viel fällt mir nicht ein. Außer vielleicht, dass man solche Behälter vielleicht auf das Dach stellen sollte. Dann fliegt dieses evtl. weg. Aber es bricht nicht gleich das ganze Haus zusammen, weil die Fundamente stehen bleiben. Was die Sicherheitsbestimmungen angeht: Dies gibt es sicher schon lange. Es wird Viele geben, die sie für übertrieben halten. Andere nehmen sie ernster. Was soll man dazu sagen? Ist wohl eher ein psychologisches als ein technisches Problem. Aber hier ist eine technische Gruppe.
Servus Christoph Müller http://www.astrail.de
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On Sun, 24 Sep 2006 18:26:08 +0200, Christoph Müller

full ack Der Mensch vergisst gerne und schnell. Wenn eine zeitlang nichts passiert, werden die Sicherheitsmaßnahmen für unnötig und übertrieben gehalten und verworfen.
Andersherum geht das auch: Auch wenn präventiv erkannt wurde, dass ein bedeutsames Risiko besteht, werden Sicherungsmaßnahmen erst für erforderlich gehalten, wenn Schäden eingetreten sind.
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