3-Wege-Box mit schwachem Hochtöner

Hallo,
habe hier ein Paar Dreiwege-Boxen älteren Datums, die klingen mittlerweile so, als wären die Hochtöner kaputt. Soll ja vorkommen. Nun hatte ich die
Gelegenheit für einige Versuche mit einem Sinus-Generator und stellte zweifelsfrei fest, dass die Hochtöner doch funktionieren: erst bei tiefer Frequenz vernünftigen Pegel eingestellt, dann Frequenz hochgedreht, Ohr direkt am Hochtöner.
Bevor ich die rundum verklebten Boxen gewaltsam öffne, hier die Frage an die Fachleute:
Kann es sein, dass in der Frequenzweiche ein (bipolarer) Elko steckt, der mit der Zeit ein Großteil seiner Kapazität eingebüßt hat? Dann sollte ein Austausch zu machen sein. Hat jemand entsprechende Erfahrungen?
--

Heinrich
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Heinrich Pfeifer schrieb:

Würde mich nicht wundern. Die Zeiten, als noch Qualität eingebaut wurde, sind vorbei. Ich hab schon jede Menge _gepolte_ Elkos gesehen an besagter Stelle. Da ist kein Pfusch billig genug. Ich könnte höchstens mal nen gut abgelagerten solchen Bipolaren nachmessen, das wäre aber nicht repräsentativ und für den Einzelfall eh nicht von Belang.
--
mfg Rolf Bombach

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"Rolf Bombach" schrieb:

Ja, kommt so nach 20 Jahren schon mal vor. Gib beim Ersatz 5 EUR mehr aus (MKT) und du hast Ruh.

Jaja, Pavlov, frueher war alles besser... :-/ BTW, seine LS _sind_ aelter.

Bei serioesen LS (!) der letzten 20 Jahre? Kaum... (Aus aktuellem Anlass: Medi*n und Konsorten gehoeren definitiv nicht dazu!)

Selbst bei JBL-China-Kopien ala http://www.thomann.de/de/the_box_total_control_5_bk.htm - Stueckpreis 44EUR - gibts an dieser Stelle MKT.
Rudi Fischer
--
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Rudi Fischer schrieb:

Naja, "Kompaktanlagen" jüngeren Datums...

Ja nich weggeben.

Eher der letzten 40 Jahre. Nein, früher war nicht alles besser. Im Gegenteil, unglaublich miese Qualität gab es immer schon. Allstromempfänger (U-Röhren) in Pappbauweise. Nur konnte man IMHO früher dem leichter ausweichen, indem man a) nicht wirklich viel mehr Geld anlegte und b) man seine Oppenheimer[1] kannte.
Und nein, das war kein wirklich seriöser LS, eben damalige Billigware. Kann mich nicht mehr ans Fabrikat erinnern. Beim letzten epileptischen Beinaheanfall sah ich zwar so was wie eine königliche Glühlampenfabrik vor meinem geistigen Auge vorbeiziehen, hat aber nichts mit dem Thema zu tun.
Vor'm Celestion war was aufwendigeres, BTW.

Wir werden uns alle noch wundern. China ist heute das Japan von damals[tm].
Hab grad doch noch per Zufall einen vielleicht 40Jährigen Frako-II bipolar gefunden, galt damals als bedenkliche Notlösung. Hat immer noch >165 Uffs, Aufschrift 220. Bei 10kHz Z <= 0R2, kann man nix sagen. Vielleicht macht auch gerade das Impedanzmessgerät die Grätsche, Batterien "best before Jan 2004".
[1]Pappenheimer in non sci ngs.
--
mfg Rolf Bombach

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"Rolf Bombach" schrieb:

Aha, "Kannste nicht mal..." Du kannst dich also auch nicht wehren ;-)

ACK und danke, es faellt mir naemlich zunehmend schwerer, diese manchmal von jeglicher Realitaet 'entfesselte' Nostalgie zu ertragen. Andererseits waechst ja auch die Sorge ob etwa die groesseren Erinnerungsluecken schon auf meiner Seite liegen :(
[...]
Rudi Fischer
--
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Hallo,
Heinrich Pfeifer wrote:

die übliche Methode ist Tieftöner rausschrauben und durch das Loch greifen.

Möglich. Allerdings habe ich es bei BP-Elkos in Weichen schon öfter erlebt, dass die Formierung nach und nach aufgegeben hat, wenn nie nennenswert Pegel auf den Boxen war. Das hat tragischerweise zur Folge, dass die Kapazität deutlich steigt und natürlich die Spannungsfestigkeit in den Keller geht. Alles in allem der Lebenserwartung des HT unzuträglich.
Aber mache sie halt mal auf. Ich meine, so klingen sie ja offenbar nicht zufriedenstellend. Und da ist es letztlich Banane, ob es nun am Elko am oder HT liegt oder immer schon so war.
Marcel
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"Marcel Müller" schrieb:

Stimmt, aber fuer mich klingt das da oben stark nach 'Chassis von innen montiert'.

Ich hab hier Bipol-Elkos (Wego, 40 VAC, 4,7 u und 100 u aus Isophon-Boxen, Bj Mitte 70), die messen sich (und klingen sogar ;-)) wie neu.
Andere, ca Bj 80, haben nur noch ca 30% der urspruenglichen Kapazitaet und einen ESR von locker ueber 2 Ohm - das nennt man doch wohl 'trocken', oder?

Letzte Woche zum Reanimieren auf dem Tisch: Medi*n, verbaut ein 4 cm Konus-HT, 8 Ohm/2 W ueber 0,47 uF/16V. Das Ding hatte wohl schon im Neuzustand gerade mal Kopfhoerer- 'Lautstaerke'.
Das ist genau der Pfusch den Rolf meinte, den man IMNSHO aber eben weder auf Aktuelles beschraenken noch einfach so verallgemeinern kann.
BTW: Sorry, dass ich in einer 'Elektriker-NG' wie gewohnt LS fuer Lautsprecher geschrieben habe - das Thema gehoert aber eh nach drmh.
Rudi Fischer
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Also schrieb Heinrich Pfeifer:

... dem ist in aller Regel so ...

Naja, wenn nicht "mit der Zeit", dann evtl. durch grenzwertige Überlastung bei Parties, wo der Klirrfaktor, äh, sagen wir mal, eine untergeordnete Rolle spielte. *g*
IOW: Ja, kann sein.
Ansgar
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