Meines Wissens nicht. Eine Asynchronmaschine geht allein durch Variation der mechanischen Anbindung stufenlos vom Generator zum Motor über und überträgt unterhalb der Überlastung beliebige Leistungen. Eine Regelung braucht man dann (bei fremderregten Maschinen) nur noch für die Blindleistung.
Didn't find your answer? Ask the community — no account required.
Hallo,mir ist schon zum Zweiten mal folgendes passiert:Bei Bastelarbeiten im...
K
Kay Martinen
Kannst du mir bitte mal erklären von was für einer "Kupferplatte" du da redest? Wenn das Slang ist dann ist er mir unbekannt.
Schon klar.
Bye/ /Kay
H
Hergen Lehmann
Am 11.09.26 um 14:06 schrieb Kay Martinen:
"Kupferplatte" ist der ökonomische Modellbegriff für ein ideales Verbundnetz, in dem jederzeit beliebig viel Energie von jedem Ort zu jedem anderen Ort fließen kann.
Und ja, das weiss auch Google. ^_-
A
Axel Berger
Das stimmt zwar und ich habe es auch ohne Google verstanden.
Trotzdem möchte ich an meine mehrfach geäußerte bitte erinnern, in heterogen zusammengesetzten Gruppen Abkürzungen, Akronyme und Insidersprachgebrauch möglichst zu vermeiden oder beim ersten Auftreten zu erklären.
S
Stefan Wiens
Ohne Fachsprache und Jargon macht es keinen Spaß.
H
Hergen Lehmann
Am 11.09.26 um 15:59 schrieb Axel Berger:
Ich habe dort auch nur nachgeschaut, um mich noch mal zu vergewissern, das das wirklich ein etablierter Begriff ist.
Nunja, die Gruppe trägt "sci", "ing" und "elektrotechnik" im Namen.
Ein gewisses Grundlagenwissen, eine gewisse technische Neugierde, sowie die Bereitschaft, die eigenen Kenntnisse der Fachsprache zu erweitern, darf man da schon voraussetzen.
A
Axel Berger
Fachsprache und Insiderjargon sind nicht dasselbe.
-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069 X in | D-50829 Köln-Ossendorf
formatting link
\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --
K
Kay Martinen
Guter Einwand.
Fachsprache ist das eine, Jargon/Slang das andere. Das erstere lernen die "Licht-stifte" schon in der Berufsschule, das andere schnappen sie wohl eher in der Praxis von Kollegen auf und das kann doch regional sehr verschieden sein. Hättest du vom GAK (Größten Anzunehmenden Kondensator) gesprochen hätte ich vielleicht eher verstanden das du damit das "Netz" meintest. Aber "Kupferplatte" (Singular) war im Kontext Generatoren eher irreführend. :-) Wenn du das unter Spaß verstehst dann solltest du noch mal zur Schule.
Und nein. Ich verweigere Google meine (such)daten wo ich nur kann! Da der Kontext eh diffus war frage ich auch lieber den der den Begriff gebraucht hat statt nach "<irgendwas mit Kupferplatte>" zu suchen.
Bye/ /Kay
K
Kay Martinen
Am 11.09.26 um 17:28 schrieb Hergen Lehmann:
Hier in meiner Gegend war er zumindest nicht etabliert. Noch nie gehört.
Steht in der Charta etwas über "gehobene Plaudereien Gebildeter Leute die mindestens Ing. Doktor von-und-zu oder Prof. sein müssen um teilnehmen zu können"? Ich denke nicht.
de.elektro o.ä. gibt es m.W. nicht. Zum Thema ist die Gruppe also faktisch alternativlos.
Slang, zumal ggf. Regional unterschiedlich ist allerdings was anderes als Fachsprache. Ich habe ja selbst mehrfach "Verbundnetz" geschrieben. Und dann kommt im Kontext Kraftwerk und Generatoren einer mit "Kupferplatte". Da denke ich zuerst in Richtung Generator (Wicklungen?) was nicht weiter führt.
Hier bei uns war das bekanntere Synonym für das Verbundnetz eher "Schleswag" weil das seinerzeit der Lokale Versorger, Netzbetreiber und Ansprechpartner für alles (Netz, Zähler, TRE & Nachtspeicher u.s.w.) war. Ich zweifele ob ich hier von jedem verstanden worden wäre wenn ich das Synonym verwendet hätte - statt "Kupferplatte".
Bye/ /Kay
S
Stefan Wiens
Ein andere NG-Teilnehmer hat den Begriff ausreichend erläutert, das ist halt die Illusion mancher Politiker, man könne halt an jedem Zipfel des Verbundnetzes jederzeit beliebig viel Leistung einspeisen oder entnehmen. Hauptsache Markt.
V
Volker Staben
Moin Stefan,
Am 10.09.2026 um 12:32 schrieb Stefan Wiens:
bei uns um die Ecke steht seit 2019 ein Batteriespiecher mit 15 MWh Kapazität, der im Normalbetrieb Primärregelenergie liefert. Der kann im netzbildenden Betrieb fahren, ist inselfähig und schwarzstartfähig.
Gruß, V.
S
Stefan Wiens
Bei den Akkuspeichern wird anscheinend ganz gut zugebaut.
Besser ist das vielleicht ...
A
Alexander Schreiber
Vor allem werden die ehemaligen Kernkraftwerk-Standort in Deutschland da sehr clever genutzt: Der Teil, der beim Bau eines grossen Batterie- speichers am längsten dauert (vor allem heutzutage), nämlich die An- bindung an das Stromnetz mit hinreichend Leistung (100+ MW), ist dort ja schon vorhanden. Muss man "nur noch" den Batteriespeicher hinstellen, aber das geht deutlich schneller, als die Netzanbindung neu zu beantragen und installiert zu bekommen heutzutage.
Auf jeden Fall. Jeder grosse Batteriespeicher (100+MW Leistung mit
100+ MWh Kapazität) ist nicht nur Netzreserve um Ungleichmässigkeiten von Sonnen- und Windenergie abzufangen, sondern auch extrem schnelle Netzstabilisierung die dadurch den Gaskraftwerken abgenommen wird, siehe die Erfahrungen mit der Hornsdale Power Reserve in Australien.
Man liest sich, Alex.
H
Hergen Lehmann
Am 11.09.26 um 21:40 schrieb Stefan Wiens:
Nicht nur die Politik, sondern auch die Technik verlässt sich darauf, das die rotierenden Massen in den Großkraftwerken über leistungsstarke Trassen (aka Kupferplatte) so hart gekoppelt sind, das sich vieles von selbst ausregelt.
Nachdem solche Kraftwerke aber zugunsten einer dezentralen Erzeugung eine zunehmend geringere Rolle spielen, wird diese Fiktion noch zum Problem werden.
A
Axel Berger
Hier in der direkten Nachbarschaft sind gerade 3 GW schlagartig auf einmal weggebrochen (5 Blöcke, 4.2 GW Nennleistung). Als, ich das vor
1990 studierte, hätte der plötzliche Wegfall von mehr als zwei Kernkraftblöcken (Leistungsmaß, Technik egal) einen regionalen Blackout erzeugen müssen. Tatsächlich ist nichts zu erkennen, weder in der Spannung noch der Frequenz. Gar nichts. Die Anpassung an den Flatterstrom hat unser Netz also auch für andere Störungen massiv ertüchtigt.
Interessant ist der Zeitpunkt. 20:00 h war das Preismaximum des Tages. Das heißt die Nachfrage war gerade besonders hoch und das Angebot besonders knapp, in meiner naiven Ersteinschätzung das Netz also besonders empfindlich. Das Gegenteil war der Fall. Es waren genau zu dem Zeitpunkt besonders viele regelbare Kraftwerke in Teillast und mit schneller Reserve nach oben in Betrieb.
Der Zeitpunkt war sicher nicht zufällig. Entweder unterlag der Einzeltäter demselben Irrtum wie zunächst ich oder ein gut informierter staatlicher Täter wollte bewußt nur ein deutliches Zeichen setzen ohne Schaden anzurichten.
A
Axel Berger
Seit sie den Hauptteil der Grundlast tragen, sind es keine kleinen Spitzenlastturbinen mehr. So schnell sind große GuD-Blöcke gar nicht. Zumindest in Stundenauflösung ist der Tagesgang der Braun- und Steinkohle oft tiefer als der der Gaskraftwerke.
R
Ralph Aichinger
Nicht wirklich. Man wird gerade im Kurzzeit/Regelleistungs-Bereich problemlos mit Batteriespeichern auskommen können. Halt mit mehr Überlegung bezüglich Synchronisation und Steuerung.
/ralph -- aber zur Abkopplung des baltischen Netzes sind noch große Schwungräder installiert worden.
M
Marc Haber
Es wäre nett wenn Du etwas weniger rechte Propagandabegriffe verwenden würdest.
Hast Du hierfür Belege?
Dass der Einzeltäter verwirrt war dürfte inzwischen unstrittig sein.
Grüße Marc
A
Axel Berger
Keine belastbaren, aber es klang plausibel:
formatting link
-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069 X in | D-50829 Köln-Ossendorf
formatting link
\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --
V
Volker Staben
Moin, Axel,
Am 12.09.2026 um 17:34 schrieb Axel Berger:
typisches AI-Gefasel.
Der Ausfall von 3 GW sollte im Verbundnetz durch den Einsatz von Primärregelleistung vollständig kompensierbar sein, ohne dass ein Blackout droht. Das verbundnetzweite Primärregelleistungsband beträgt
3,45 GW, es wird 24/7 separat vorgehalten. Das hat zunächst einmal wenig damit zu tun, ob, dass oder warum "besonders viele regelbare Kraftwerke in Teillast" im Betrieb waren oder nicht.
Natürlich hatte das Auswirkungen auf die Netzfrequenz, s.
formatting link
Und unter
formatting link
kann man sehen, dass am 01.09.2026 um 20.00 Uhr tatsächlich deutschlandweit 1,035 GW positive Regelleistung abgefordert wurden. An der Grafik sieht man, dass das zwar viel ist, aber innerhalb des Auslegungsbands der Primärregelleistung liegt.
Gruß, V.
Join the Discussion
Have something to add? Share your thoughts — no account required.
Didn't find your answer?
Ask the community — no account required
Report Content
You are reporting this content to the moderators. They will look at it
ASAP.