Bleistift als Halbleiter?

Am 27.03.2013 07:21, schrieb Hans-Jürgen Schneider:


Sowas gibt's auch in verschleißfrei. Google mal nach "Wandstrahlelemente". Damit werden (wurden?) u.a. pneumatische Computer für extrem stark verstrahlte Umgebungen gebaut.
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Servus
Christoph Müller
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Christoph Müller schrieb:

Ich habe schon in den 60er Jahren darüber nachgedacht, meine Computer statt mit Relais und Germaniumtransistoren mit Fluidik zu bauen. Da kamen mir dann aber noch größere Probleme in die Quere als mit den Relais, so daß ich letztendlich doch bei der Elektronik geblieben bin. Hätte ich einen Mechaniker mit den notwendigen Werkzeugen an der Hand gehabt hätte, dann hätte ich mir ICs in Fluidik produzieren lassen können, während selbst große Firmen noch an Dickfilmschaltungen gearbeitet haben.
Mit den jetzt verfügbaren 3D-Druckern sollte es eigentlich kein großes Problem sein, SSI Bausteine in Fluidik herzustellen. Für die Serienproduktion sollte man dann aber doch besser auf gepreßte oder gestanzte Teile übergehen...
DoDi
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Also schrieb Dieter Grosch:

Es geht auch mit Fluidik... habe da noch ein Buch wohl aus den 70ern. Hat da Vorteile wo Strom generell ungern gesehen ist. Etwa in (N)EMP-sicheren Anwendungen, oder als Steuerung in explosionsgefährdeten Bereichen. Oder so.
Ansgar
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*** Musik! ***

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Am 02.04.2013 11:46, schrieb Ansgar Strickerschmidt:

Ich habe da noch ein Buch aus dem Jahr 1969 rumliegen. Dr.-Ing. H. Wiesner: "Über die Entwicklung von Wandstrahl-Elementen und ihre Anwendung in einer Steuerung" Damit kann man - wie in der Elektronik auch - richtige Logikschaltungen aufbauen mitsamt Sensoren und Aktoren.
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Servus
Christoph Müller
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Am 26.03.13 21:06, schrieb Helmut Wabnig:

Man hatte, zur Zeit der TTL Logik Bausteinen, eine digitale Logik nur mit Pneumatik Gattern realisiert. Wie eine moderne CPU realisiert mit Millionen von Pneumatik Gattern wohl aussehen würde .... und welche Takt-Zeit ...?
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Fritz

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Die minimalen Taktzeiten kann man relativ leicht abschätzen indem man die typische Bauteilgröße durch die Schallgeschwindigkeit teilt. Viel kleiner als Millimeter wird man nicht werden wollen (wegen der Viskositäten) und damit wird man kaum schneller werden können als ~MHz. Bevor man da ankommt, muss man sich aber Gedanken darüber machen, wie man mit Laufzeiteffekten innerhalb der 'CPU' klar kommt. Deren Dimensionen dürfte eher im Bereich ~Meter liegen, d.h. realistisch sind vielleicht ein paar kHz.
Es gibt schon gute Gründe, warum man mit Halbleitern arbeitet.
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Space - The final frontier

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Am 28.03.13 17:35, schrieb Oliver Jennrich:

Mein Beitrag war auch mit kräftigem Augenzwinkern versehen ;-))))
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Fritz

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Am 28.03.2013 17:04, schrieb Fritz:

Also in DRR* bzw DR Logik gab es Beispiele.
https://www.google.de/search?q=univac&hl &client=firefox-a&hs=Vfe&rls=org.mozilla:en-US:official&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=PZtUUYz_FYmStQb7tICABQ&ved FAQsAQ&biw67&bihx4
*Diode-Röhre-Relais
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mfg hdw


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Fritz schrieb:

Ich würde mich da eher fragen, welche Leistung für deren Betrieb notwendig ist. Fluidik entspricht im Leistungsbedarf etwa ECL, mit einer reinen *Umverteilung* des durchfließenden Stroms bzw. Mediums, statt einer Potentialsteuerung wie bei TTL oder CMOS-Logik. Damit kann ich mir wirklich nicht vorstellen, wie neben der Logik auch einigermaßen schnelle *Speicher* in Fluidik praktisch realisiert werden könnten. Schaltungen mit Ventilen entsprächen dann der Verwendung von Relais, mit den entsprechenden Schaltzeiten und Verschleiß.
DoDi
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Hallo,
On 26.03.2013 20:43, Ralf . K u s m i e r z wrote:

<http://www.sarganserland-walensee.ch/radio_tv_historisch/radiomann/radiomann0.htm

Die Produktionstechnik war nicht reif.
Marcel
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Marcel Müller schrieb:

Aha, Wikipedia ist aufschlußreich: <http://de.wikipedia.org/wiki/Kristall-Detektor#Kristall-Detektor_zur_Demodulation
Und daß der "Rost" (was genau?) offenbar eine wesentliche Rolle spielt, erklärt dann wohl auch meine gleichrichtende Sicherung.
Wieso gerade rostiges Blech und Bleistiftmine?

Aber für die Atombombe hat es gereicht? Seltsame Sache...
(Wäre die breite Verfügbarkeit eines AC122 o. ä. kriegsentscheidend gewesen? Vielleicht... (Handsprechfunken etc.).)
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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Ralf . K u s m i e r z schrieb:

Hallo,
während des Krieges entwickelte James van Allen spezielle elektronische Vakuumröhren die den Abschuß in einer Artilleriegranate überstanden um damit einen elektronischen Näherungszünder für Flugzeugabwehrgranaten zu bauen.
Für die elektronische Zündung der Plutoniumbomben waren auch nur Röhren verfügbar, Halbleiterbauelemente waren für die nötigen hohen Spannungen und präzises, schnelles Schalten erst Jahrzehnte später verfügbar.
Bye
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Am 27.03.2013 17:15, schrieb Uwe Hercksen:

Ein in DE entwickelter Näherungszünder arbeitet mit zwei RV12P2000 und überstand Beschleunigungen über 20g.
--
hdw

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horst-d.winzler schrieb:

Röhren waren sowieso in Blüte. Aber wenn es sich ergab kamen auch Halbleiter zum Einsatz, z.B. als Detektoren für 9cm Radarwarnempfänger ab Anfang 1943, kurze Zeit später auch für 5 und 3cm.
Siegfried
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horst-d.winzler schrieb:

Elektronik kann mit handelsüblichen Bauteilen so aufgebaut werden, daß sie sogar 50000g (radial) aushält. Erst dann sind uns die ersten - absichtlich schlecht eingelöteten - Bauteile um die Ohren geflogen.
Dabei sollte man nur Tantal- statt Elektrolytkondensatoren verwenden, und Transistoren oder ICs im Plastikgehäuse, weil bei den teureren Ausführungen die frei im Gehäuse herumhängenden Bond-Drähte viel zu früh abreißen.
DoDi
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Die gute, alte P 2000 ! mit dem pilzfoermigen Demontageknopf zum Entfernen aus der Roehrenfassung!
Wir haben sie eingestzt als
Gleichrichter (alle drei Gitter + Anode paralell )
HF, Nf bis zur Lautsprecher -Endstufe.
Entschuldigung, passt zwar nicht ganz zur Sache. Aber Errinnerungen und Nostalgie ;-))
Rudi
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/ Rudi Horlacher - Am Pfarrgarten 42 - 73540 Heubach /
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Rudi Horlacher [Paul von Staufen] schrieb:

+1
Etwas später gab es sogar schon sowas wie integrierte/hybride Schaltkreise, in denen zwei Röhren übereinander montiert und die passiven Bauteile rundrum angelötet wurden, mit einem Röhrensockel statt DIL Fassung unten dran. Und das sogar noch mit einem Griff (Bügel) oben dran, zum einfachen Auswechseln so einer Baugruppe - was ja bei Röhren desöfteren notwendig war. Ich vermute mal, daß die in Röhren-Rechnern zum Einsatz kamen.
Als ich bei meinem Schrotthändler eine ganze Ladung alter Röhrensockel ergattern konnte, und bei Völkner die dazu passenden Fassungen, habe ich mir ein ganzes Logik-Experimentiersystem daraus gebaut, allerdings mit Halbleitern aus denselben Quellen. Da paßte ein Flipflop leicht in den Röhrensockel, und oben drauf konnte man noch einen Deckel mit dem Schaltsymbol anbringen.
Auch für die Strippen zwischen den Bausteinen haben sich Röhrenfassungen als nützlich erwiesen, diesmal allerdings die für Glassockel-Röhren. Aus denen konnte man die Federkontakte herausoperieren, und die ließen sich halbwegs zuverlässig ineinanderstecken. Später habe ich das nochmal mit DIL Fassungen oder SIL Streifen probiert, in die sich ein Schaltdraht notfalls auch direkt einstecken läßt - die sind dann aber zu schnell ausgeleiert oder verbogen :-(
DoDi
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Uwe Hercksen schrieb:

Vakuumröhren die den Abschuß in einer Artilleriegranate überstanden um damit einen

Andere Quellen, Crowther and Whiddington, "Science at War" (1947) etwa, nennen D.I. Lawson bei Pye Ltd. als Entwickler. Später an GE übertragen, welche dann 1500 Entwickler nachschoben und schliesslich 150 Mio Zünder bauten. War dann das Ende der V1, da praktisch 100% Treffer mit V-T gezündeten Granaten erreicht wurden. Benutzt wurde AFAIK auch die von Centralab ab 1940 verwendete Dickfilmtechnik. Waren da drei Röhren in einem Zünder (sieht auf Fotos anno 1945 jedenfalls so aus)?

verfügbar, Halbleiterbauelemente waren für die nötigen hohen Spannungen und präzises,

Naja, Krytrons, spezielle Thyratrons waren das. Kann man kaum als Elektronenröhre ansehen.
--
mfg Rolf Bombach

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wrote:

Vakuumröhren die den Abschuß in einer Artilleriegranate überstanden um damit einen

verfügbar, Halbleiterbauelemente waren für die nötigen hohen Spannungen und präzises,

Krytrons, waren das eine Art Ignitrons? Fragt sich
Rudi
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/ Rudi Horlacher /
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Am 02.04.2013 19:16, schrieb Rudi Horlacher [Paul von Staufen]:

Vakuumröhren die den Abschuß in einer Artilleriegranate überstanden um damit einen

verfügbar, Halbleiterbauelemente waren für die nötigen hohen Spannungen und präzises,

Ignitrons waren steuerbare Quecksilberdampfgleichrichter.
Krytrons hingegen waren gasgefüllte Funkenstrecken mit Zündelektrode. Damit war es möglich sehr flankensteile, kurze und energiereiche Impulse zu erzeugen.
--
hdw

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