Blitzschutz und Radius der "Blitzkugel"

Hallo,
mal eine allgemeine Frage zum Blitzschutz:
http://www.brieselang.net/blitzschutz-nach-vde.php
Dort wird unter "Berechnungsverfahren" auf die Radien der anzunehmenden
"Blitzkugel" eingegangen. Kleinster Radius ist 20m was einem Durchmesser von ganzen 40m entspricht.
Was bedeutet das für mich, wenn mehrere Gebäude nebeneinander stehen und zwischen den Gebäuden keine 10 Meter Abstand sind? Ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass an der Fassade ein Blitz in zwischen den Gebäuden montierte Einrichtungen einschlängt, verschwindend gering, weil dieser eher ins Dach einschlagen würde?
Wenn hier jemand mitliest, der mit dem Thema beruflich zu tun hat, dann kann ich gerne später auch ein Foto der Situation hochladen und verlinken.
Gruß
Manuel
--
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Alle wollen zurück zur Natur - aber keiner zu Fuß
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Manuel Reimer schrieb:

Ja. (Jedenfalls weiter unten. Oben an der Dachkante kann die Blitzkugel berühren, und dazwischen etwas in den Zwischenraum hineinragen.)
Gruß aus Bremen Ralf
--
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adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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Am 06.06.2011 13:32, schrieb Manuel Reimer:

Schlägt der Blitz irgendwon in die Erde, so bildet sich um den Einschlagspunkt ein elektrisches Feld mit einem Mindestradius. Die Ausbreitung des Feldes variiert je nach Gewitterstärke vom Mindestradius bis theoretisch unendlich.
--
Gruß
Karl Friedrich
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Am 06.06.2011 13:32, schrieb Manuel Reimer:

Stimmt. Allerdings findet die SK 4 kaum praktische Anwendung im öffentlichen Bereich, höchstens im privaten Wohnbau. Für eine schnelle Abschätzung, welches Gebäude welche Blitzschutzklasse erfordert, gibt es eine Übersicht vom VdS (VdS 2010 Tab. A03)

Ja. Es gibt von Dehn einen "Blitzschutzplaner". Darin sind einige Beispiele zum Blitzkugelverfahren angeführt.
Regards Karsten
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Hallo,
danke erstmal an alle.
Demnach sind die Angaben zu empfohlenen Abständen von an der Fassade angebrachten Sat-Schüsseln auch eher theoretischer Natur?
Ich habe mittlerweile einen anständigen Potentialausgleich vorgesehen, aber die Abstände bekomme ich nicht richtig hin. Abstand Schüssel zu Dach ist etwa 1,50 Meter.
Gruß
Manuel
--
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Hallo, Manuel,
Du meintest am 09.06.11:

Eher eine andere Baustelle: es gibt ein Regelwerk im Blitzschutz-Umfeld, das pauschaliert benennt, bis zu welchem Abstand ein förmlicher (und teurer) Blitzschutz nicht nötig ist.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen wrote:

Bleibt die Frage, was ich in der Situation machen soll.
Tiefer ist nicht, da man dann beim Gehen am Balkon dran hängenbleibt.
Blitzschutz ist auch nicht.
Wer kann da Auskunft geben, ob etwas zu tun ist und was?
Frage ist z.B. ob es etwas an der Situation ändert, dass auf dem Dachvorsprung über der Schüssel nun ein Alugestell mit Solarzellen montiert wurde, dass wohl vom Blitz bevorzugt würde.
Im Zweifelsfall bleibt halt nur es so gut zu machen wie möglich. Die ganze Zeit war die Schüssel auf dem Dach. Der Mast geerdet mit 10mm² Kupfer, welches einmal quer durchs Haus gegangen ist. Unter anderem befestigt an Balken des Dachstuhls. Ich glaube kaum, dass die Erdung den Blitzstrom vertragen hätte. Wenn doch, dann hätte sie den Blitz kaum auf kürzestem Weg in die Erde geführt, da der Blitz eher nicht nur wegen 10mm² Kupfer etwa 5 Meter waagerecht dem Kabel folgt, ehe es in einem Kabelschacht nach unten führt. Der hätte sich wohl einen kürzeren Weg gesucht. Dieses Erdungskabel taugt mir wunderbar für den Potentialausgleich der Sat-Leitungen, ich werde es aber eher nicht mehr am Wandhalter der Schüssel festmachen, da das nicht viel bringen wird.
Gruß
Manuel
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Hallo, Manuel,
Du meintest am 09.06.11:

Einen Antennenbauer fragen, vielleicht bei der Handwerkskammer fragen, wer bei der Meisterausbildung (E-Installation) den Bereich Blitzschutz und Antennenbau unterrichtet.
Der kann Dir vielleicht erst mal den Hinweis auf leicht erhältliche weiterführende Literatur geben - meistens bei den/einigen Antennenherstellern zu bekommen.

Hilft (haftungsrechtlich) nicht weiter. Nach der Beschreibung ist auch dieses Bauwerk nicht in den formvollendeten Biltzschutz einbezogen, eben weil Dein Haus so etwas bisher nicht hat.

Das ist Erdung/Potentialausgleich, das ist kein Blitzschutz.

Und dabei einen Teil seiner Energie in Wärme und Licht umgesetzt.
Viele Gruesse! Helmut
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snipped-for-privacy@Hullen.de (Helmut Hullen) wrote:

Das gilt auch für "private" Gebäude?
Norbert
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Hallo, Norbert,
Du meintest am 09.06.11:

"Im Prinzip ja". Betrifft u.a. Antennenbau, betrifft Gebäudeversicherungen. Ist der Grenzbereich zwischen "Regeln der Technik", Rückversicherung, Haftung usw.
Viele Gruesse! Helmut
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Am 09.06.2011 16:20, schrieb Helmut Hullen:

Verrätst du bitte, welches Regelwerk das sein soll?
M.W. gibt es die jeweiligen Landesbauordnungen. In denen steht, welche Gebäude Blitzschutz haben müssen. (LBO = Gesetz) Die Ausführung des Blitzschutzes wird in den entsprechenden DIN VDE... beschrieben, diese stellen Empfehlungen im Sinne der "anerkannten Regeln der Technik" dar. Für andere Gebäude kann anhand einer Risikoabschätzung die Notwendigkeit eines Blitzschutzes ermittelt werden. Die Ausführung des Blitzschutzes... siehe oben...
Der Abstand äussere Blitzschutzanlage (Fangleitung, Ableitung) zu anderen Leitungen und Kabeln wird als Trennabstand bezeichnet. Wenn kein äusserer Blitzschutz vorhanden ist, gibt es keinen Trennabstand einzuhalten.
Regards Karsten
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Hallo, Karsten,
Du meintest am 14.06.11:

Danke für die Ergänzungen!
Viele Gruesse! Helmut
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