DB und Vereisung der Oberleitungen

Ich erinnere mich noch der Werbeaussage der DB:"Alle reden vom Wetter,
wir fahren erst gar nicht" ;-)
Hatt unbestreitbar Realitätsbezug wenn man folgenden Artikel liest.
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Ich hing irgendwie der Vermutung an, die DB könnte im Fall der Vereisung
von Oberleitungen diese heizen.
Die Idee ist ja nicht so völlig aus der Welt gegriffen, da sowas auch
bei Überlandleitungen praktiziert wird. Zumal der Hersteller von
Hochspannungseinrichtungen auch Derselbe ist, der die DB beliefert.;-)
Praktisch könnte durch Belastung von Blindstrom, der sich bei Erhöhung
des Wirkstroms automatisch abschaltet,verwirklicht werden.
Bevor ich der Mutmaßung verfalle, das diese Möglichkeit des Börsengangs
der DB geopfert wurde, frage ich doch mal, ob diese Möglichkeit des
Fahrdrahtsheizens überhaupt möglich ist bzw praktiziert wird?
Wie machen es eigentlich die Russen bei ihrer "Transsibirskaja magistral"?
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horst-d.winzler
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... Ich habe eine Zusatzfrage: was flie=DFt denn in einer Oberleitung? Es d=FCrften doch etliche hundert Ampere sein, besonders, wenn mehr als ein Zug auf der Strecke ist, wenn dazwischen kein Einspeisepunkt ist. Reicht dieser Strom denn nicht f=FCr eine Erw=E4rmung?
Bei den Russen in Sibirien d=FCrfte das Problem nicht vorhanden sein, da es dort so kalt ist, da=DF kein gefrierender Regen auftritt und der Schnee friert ja nicht fest.
Frohes Fest bei den standesgem=E4=DF hier wohl vertretenen elektrischen Kerzen Bernd
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bernd
horst-d.winzler schrieb:
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Dort ists kälter.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
Am 24.12.2010 15:44, schrieb Dieter Wiedmann:
Mit Wechselspannung >10_kHz dürfte es sogar noch eleganter gehen als mit Blindstrombelastung. Durch den größeren Verlustwinkel bei Vereisung des Fahrdrahtes dürfte es sich sogar selbst regeln.
Ja, richtig. Stichwort: Gefriertrocknung.
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horst-d.winzler
bernd schrieb:
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Meist schon.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
Heute morgen war zu lesen, da=DF die DB auf der Hauptproblemstrecke einen =FCberschweren G=FCterzug ganz langsam fahren lie=DF, um die Leitung freizukriegen.
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bastian
Am 24.12.2010 17:44, schrieb bastian:
Sinnvoller wäre es, eine Dampflok zu reaktivieren. Die hätte gleich noch beidseitig die Trasse freischmelzen können. ;-)
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horst-d.winzler
Am 24.12.2010 15:24, schrieb horst-d.winzler:
Haben die denn eine Oberleitung?
Gl
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Franz Glaser
Franz Glaser schrieb:
Ja, die durchgehende Elektrifizierung wurde 2002 fertiggestellt.
Gruß Willi
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Willi Marquart
liest.http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,736504,00.html>>
ICE Leitungen haben angeblich 120mm^2 Querschnitt und beim kräftigen "Gas"geben zieht der 1400A. Das gäbe dann so 250-300W pro Meter an Heizung, kurzfristig. Bei nur wenig Wind ist das schon IMHO bedeutungslos.
Vielleicht könnte man bei den Unterstationen die Spannung etwas "schief" einspeisen, um mit der Differenz und viel Ampere nachhelfen.
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Rolf Bombach
"horst-d.winzler" schrieb im Newsbeitrag news:if2jmo$6kq$00$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...
Hi, woher bloß immer die Wahnideen kommen, daß Dampfloks sonderlich viel "Power" hätten. Die spucken Dampf, aber möglichst wenig. Und damit würden dann nur die Weichen vereisen. Und die Signalanlagen...
Die Stromstärke ist zwar bei Elektroloks erheblich, aber der "Fahrdraht" ist nur stückweise der Hauptleiter. Die eigentliche Leitung ist weiter oben. Muß man sich doch bloß mal angucken. Und selbst wenn das ginge, es wäre nur mit geringem Tempo machbar, und unter Abschaltung aller Sicherheitsfunktionen, was man bei Personenzügen nicht riskiert. Ein "Bürstensystem" in Verbindung mit einem breiteren Stromabnehmer oder einem mit mehreren Gleitern wäre da besser. Doch das abfallende Eis würde sich auf der Lok türmen...wi die Schnellzüge doch sowieso oben fehlkonstruiert sind. Die Methode, mit einem schweren Güterzug mit Schwung und mehreren Abnehmern sozusagen die Strom-Lücken "freizufahren" klingt ja auch sehr nach Bastelei.
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gUnther nanonüm
Am 24.12.2010 21:29, schrieb gUnther nanonüm:
2 oder 3 Lokomotiven, dazwischen ein offener Waggon und einer mit Betschwestern.
Gl
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Franz Glaser
Am 24.12.2010 20:30, schrieb Rolf Bombach:
Rim 120 mm², allerdings parallel zum Tragseil 70mm²/120mm² geschaltet
Butzo
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Klaus Butzmann
horst-d.winzler schrieb:
Wie's die Bahn macht, weiss ich nicht.
Im Verteil- bzw. Übertragungsnetz gibt's die Möglichkeit der Stromfahrt. Vereiste Leitung an einem Ende erden, anschliessend eine Maschine im Richtbetrieb auf Nenn- strom erregen und Strippe auftauen. Zugegeben, im Verteilnetz nur einmal erlebt, im Übertragungs- netz gibt es noch andere Möglichkeiten, den Strom auf einer Leitung zu erhöhen. Die Effekte, wenn sich die Eiswalzen lösen sind nicht zu verachten ;-). In einem UW hatte sich mal 'ne Eiswalze aus der Überspannung gelöst, gab einen netten Doppel-Sammelschienen-Kurzschluss.
LG Jörg
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Joerg Bradel
Klaus Butzmann schrieb:
Das Tragseil hat aber eine erheblich geringere Leitfähigkeit.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Rolf Bombach schrieb:
Gepulst wäre evtl. noch besser.
Wobei ich mich frage, warum an die Bügel keine "Eisbrecher" drangebaut werden, also irgendwas Stabiles, das isoliert montiert ist und vor der Schleifleiste herläuft und das Eis weghaut.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf . K u s m i e r z
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Joerg Bradel schrieb:
Weil das Leiterseil dann einen Satz machte. Das Eis selbst ist mehr oder weniger nichtleitend.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf . K u s m i e r z
Am 24.12.2010 23:28, schrieb Dieter Wiedmann:
Kupferseil nach Ebs 20.01.01? Bei Bz-Seil ja.
Butzo
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Klaus Butzmann
Am 24.12.2010 23:28, schrieb Dieter Wiedmann:
Nachtrag: Die Re 330 ist wohl mit Bz II als Tragseil aufgebaut.
Kappa Cu = 56, Kappa Bz II = 36
Butzo
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Klaus Butzmann
Klaus Butzmann schrieb:
Ja.
Oha, doch immerhin 2/3.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann

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