Halogenbirnen Reihe flackert und scheint dunkler

Jul 23, 2024 Last reply: vor 1 Jahr 20 Replies

Hi,



wir haben eine in Profilholz eingelassene Hallogen-Deckenstrahler-Reihen, GU5.3 an nem Trafo in der Decke. Da verabschieden sich v.Zt.z.Zt. Birnen (haben noch n ein kleines Reservoir). Jetzt ist (scheint) wieder eine kaputt. Die anderen drei sind merklich dunkler und flackern ein klein wenig. Wenn ich die kaputte gegen ihre funktionierende Nachbarin tausche, leuchtet der Standort trotzdem nicht, ergo: Leitung kaputt? Wie kann ich den Fehler finden? Habt ihr Tipps?



Dank für Hilfen, Sonja


Am 23.07.24 um 18:42 schrieb Sonja Schleswig:

Elektronischer Trafo verreckt?

Isolierung defekt/Kurzschluss/Nagetierschaden?

Auseinander nehmen und Kabel auf Beschädigungen prüfen. Falls da wirklich ein Schaden an den Kabeln vorliegt, besteht durchaus eine Chance auf Heißsanierung des Hauses.

Marcel

Hi,

danke!

Am 23.07.24 um 19:18 schrieb Marcel Mueller:

könnte man das messen? Mit was für einem Gerät? Phasenprüfer zeigt 'natürlich' nichts an. (und auch "LED-Strom")

Gibt es Nagetiersicherungen? So Gitterrohr um die Kabel oder so? Es gibt hier Mäuse in Zwischendecken.

Sonja

Am 24.07.2024 um 11:03 schrieb Sonja Schleswig:

Eher unwahrscheinlich, wenn 1 von 4 ausfällt.

Bei Halogenlampen, wo der Strom deutlich höher ist als bei Leds, spielen Übergangswiderstände (gerne auch in den Fassungen) eine Rolle. Dunkel und flackern passt dazu.

Wenn man das kann, dann kann man das messen, ja.

Mit einem Multimeter.

Phasenprüfer, also so ein Schraubendreher vermute ich mal, ist für 230V. Klar dass der bei 12V nichts anzeigt,

Am 24.07.24 um 13:43 schrieb Thorsten Böttcher:

Ein richtiger Elektriker sagt Schraubenzieher.

Friedrich Karl Siebert schrieb:

Stimmt, ich auch obwohl es Schraubendreher sind ;-)

Oder Sockel.

cu Michael

Am 23.07.24 um 18:42 schrieb Sonja Schleswig:

wir werden das von einer Firma "reparieren" lassen.

Eine Frage noch: unsere zwei 4er-Reihen Niedervolt-Halogenstrahler in der Zimmerdecke: Würdet ihr da eher auf GU10-Hochvolt oder GU5.3-Niedervolt setzen? Es sollte möglichst nachhaltig & umweltschonend werden.

(ein Elektriker meinte, er würde GU10-Hochvolt einbauen)

Dank für Tipps, vG. Sonja

Am 02.08.2024 um 13:47 schrieb Sonja Schleswig:

Wenn GU5.3 drin ist, warum wechseln? Ich würde nur die Halogenlampen gegen Led tauschen, wenn man schon von nachhaltig und umweltschonend redet. Passendes Netzteil natürlich auch.

Warum?

Am 02.08.24 um 13:58 schrieb Thorsten Böttcher:

"zukunftssicher" und "GU10 soll der momentane Standard für diese Art Beleuchtung sein"

Am 02.08.24 um 13:47 schrieb Sonja Schleswig:

Keinesfalls HV-Halogen. Die sind ineffizient, gehen doppelt so oft kaputt und dürften demnächst auch schwer beschaffbar sein.

Ist halt weniger Arbeit, weil braucht kein Netzteil.

Noch besser wäre allerdings LED, wobei das mit dem nachhaltig so eine Sache ist. Wenn die Dinger selten brennen sparen sie halt auch keinen Strom. Und wenn sie recht hübsch eingebaut und klein sind, aber trotzdem Licht wie NV-Halogen machen, verrecken sie oft vorzeitig, weil sie sich selbst grillen. Kurzum: LED braucht Kühlung oder geringe Leuchtdichte, also lieber viele schwache LEDs als wenige starke.

Falls die Lampen oft länger an sind. Sollte man dennoch über LED nachdenken, wenn einen die geringere Lichtqualität nicht allzusehr stört.

Marcel

Am 02.08.24 um 16:48 schrieb Marcel Mueller:

egal ob NV- o. HV-LED's?

"das passt nicht ins Design" bzw. passen da nicht mehr Bohrungen. Die liegen jetzt einen knappen Meter auseinander.

werden Hallogen langfristig nicht auch "ausrangiert"?

Am 03.08.24 um 09:52 schrieb Sonja Schleswig:

Ja. Der Wirkungsgrad ist ähnlich und die Hitzebeständigkeit gleich.

Nicht falsch verstehen, LEDs machen deutlich /weniger/ warm als echte Halogenstrahler, aber sie vertragen die Wärme halt auch erheblich schlechter, da es alles Elektronik ist und nicht einfach nur Metall und Glas.

Dann sind LEDs nur schlecht geeignet.

Es kommt halt auf die benötigte Lichtmenge an. Wenn da nur 20W Halogen ersetzt werden soll, ist LED kein Problem. So bis 5W LEDs (ca. 400-550 Lumen) überleben das in der Regel noch ganz gut. Hilfreich ist, wenn sie komplett frei hängen und nicht zusätzlich noch mit einer Glasscheibe der Lampe in den Hitzestau verfrachtet werden.

Aber das Licht eines 50W NV-Halogenstrahlers (knapp 700 Lumen) durch LED zu erzeugen ist ein Kühlungsproblem.

NV-Halogen-Strahler bekommt man noch eine Weile, weil die einen besseren Wirkungsgrad haben als HV Glühobst. Aber natürlich haben auch die Händler ein Interesse daran, lieber LEDs zu verkaufen, weil die "moderner" und teurer sind und damit auch mehr Gewinn abwerfen.

Man kann sich aber mit NV-Halogen problemlos bevorraten. So ein 10-er Pack 50W-Strahler kostet keine 10€, und die Dinger sind unbegrenzt lagerfähig. (LEDs mögen 10 Jahre ohne Betrieb nicht so.)

Marcel

Hey,

Danke!

Am 03.08.24 um 15:04 schrieb Marcel Mueller:

die alten Halogen-Trafos haben ja ein Anlaufspannung, durch die man oft eine Hallogen drin lassen musste, damit der Trafo was merkt & liefert.

Ich tendiere ja zu NV, da man dann nicht jede Birne mit "Niederspann-Extras" haben muss.

##Gibt es Trafos, die sowohl komplett Halogen als auch komplett LED's bedienen können? Also sowohl nur 12W o. 20W (LED's) als auch 200W (4 Halogen).

Dann würden wir die Reihen erstmal mit LED's bestücken lassen und hätten noch eine Hallogen-Option (wir haben noch einige 50W-Strahler liegen).

Die Birnen dann alle an neuen GU5.3-Dosen, da die bisherigen schon einige Jährchen auf dem Sockel haben und bröselig erscheinen bzw. die Birnenstifte bisweilen sehr schwer reinzustecken sind.

Ich denk, das wäre gut.

( Bei LED's musste ich auch "lernen", dass die versprochene Lebensdauer oft scheinbar schon lange angefangen wurde runterzuzählen. :-\ )

Sonja

Hallo!

Am 04.08.24 um 14:43 schrieb Sonja Schleswig:

Ist da wirklich ein Trafo drin (schwer und klumpig) oder schon ein elektronisches Netzteil? Nur letztere haben das Problem mit der Mindestlast.

Bei alten Trafos ist das Problem eher, dass ihre Spannung lastabhängig ist. Wenn wenig dran hängt, kann die Spannung um bis zu 40% höher liegen. Die Nennspannung dieser Trafos ist (aus diesem Grund) nicht 12V, sondern 11,5V. Das kann aber bei sehr geringer Last immer noch bis 16V hoch gehen. Bei größeren Leistungen und runden Trafos ist der Effekt weniger ausgeprägt, zuweilen geht es nur bis +15%, also gut 13V.

Manche LEDs kommen mit deutlich höheren Spannungen klar und ziehen dann einfach weniger Strom. In dem Fall ist das auch dauerhaft kein Problem. Dem Trafo macht es nichts.

Bei klassischen Birnen ist einfach der Glühdrahtdraht dünner und länger.

Bei Retrofit-LEDs wird sowieso immer Elektronik gebraucht. Die ist bei

12V allerdings etwas einfacher gestrickt.

Geben tut es alles. Aber es ist natürlich nicht sonderlich sinnvoll, ein

200W Netzteil zu installieren, wenn man nur 20W braucht.

Nebenbei bemerkt, der Faktor 10 bei der Leistung stimmt nicht. Der Unterschied ist deutlich kleiner. Bei den LEDs gibt es deutliche Unterschiede im Wirkungsgrad, aber ich würde grob mit Faktor 5-6 kalkulieren.

So ein Trafo würde beides packen ist aber groß, schwer und nicht billig.

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dürfte bei 40W Last maximal 13,5V liefern, eher noch etwas weniger.

Heutzutage gibt es aber meistens nur noch elektronische Netzteile für NV-Halogen. Dies sind wegen typischerweise LED allerdings auch kleiner. Die haben sowohl eine Mindest- als auch eine Maximallast. Beispiel:

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Einige davon können auch bis Mindestlast 0 arbeiten. Beispiel:
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wird es davon nicht. Allerdings ist das jetzt auch Markenware.

Eine Sache ist auch noch problematisch. Die für LEDs gedachten Netzteile, packen zuweilen den Einschaltstrom der konventionellen Birnen nicht. Diese brauchen nämlich, wenn sie kalt sind, für Sekundenbruchteile ein Vielfaches an Leistung. Wenn das Netzteil das nicht liefert, gehen sie womöglich nie an. Konventionelle Trafos haben mit dieser kurzzeitigen Überlast hingegen keine Probleme.

Den Mischbetrieb möchte man eher nicht. Da merkt man dann recht deutliche Unterschiede in der Lichtfarbe.

Du brauchst knapp 700 Lumen, um einen 50W-Strahler zu ersetzen. Bei den LEDs sollte die Lumen-Angabe immer dabei sein. Ich komme da so auf 8-10W LED. Das liegt zumindest schon im Bereich der Selbstmordklasse. Mehr als 8W bekommt man auch schon kaum noch.

Ich habe eine 8W Retrofit LED hier in einem Strahler an Schreibtisch. Ist allerdings 230VAC, aber auch deutlich größer als ein Halogenstrahler. Die wird trotz von mir zusätzlich angebrachter Bohrlöcher in der Lampe schon sehr heiß.

Ich bleibe dabei. Für 50W NV-Halogen gibt es keinen brauchbaren LED-Ersatz. Wenn man bei der Lichtmenge Kompromisse macht, und auch mit 450 Lumen zufrieden ist, kommt man mit ca. 6W LED hin, die zumindest eine Chance auf eine vernünftige Lebensdauer hat. Wenn keine zusätzlichen Gläser vor den LEDs sitzen und noch oben ein paar Ritzen in der Konstruktion sind, wo die heiße Luft abziehen kann, hat man sogar recht gute Karten. Entgegen kommt einem dabei, dass die schlechtere Lichtqualität der LED oft subjektiv etwas heller wirkt.

Powerpoint-Zahlen halt.

Üblicherweise gelten die unter komplett unrealistischen Umgebungsbedingungen, wie z.B. 25°C Umgebungstemperatur. Im inneren einer Lampe kann man froh sein, wenn man unter 60°C kommt. Naja, und als grobe Hausnummer gilt, alle 10° halbiert sich die Lebensdauer von Elektronik.

Marcel

Nicht nur das. Lumen ist die gesamte Lichtleistung. LED sind prinzipbedingt von Haus aus gerichtet, ein Glühfaden strahlt in alle Richtungen. Das Reflektieren und Bündeln ist immer mit Verlusten verbunden. Außer bei Rundstrahlern tendieren LED dazu, besser zu sein als der reine Meßwert suggeriert.

Am 04.08.24 um 18:08 schrieb Marcel Mueller:

m.E. große, etwa 10x10x10cm

vllt. sind die Birnen deswegen häufiger durchgebrannt?

sieht gut aus. Mal sehen, was der Elektriker meint ...

ok - achte ich drauf.

vG. Sonja

Bei Ersatz für eine Leuchtstoffröhre gebe ich dir recht.

Aber bei einem Strahler als Leuchtmittel muss doch die vom Leuchtmittel insgesamt abgegebene Lichtmenge angegeben werden. Da wären die Reflektorverluste schon drin. Das gilt für LED und Halogen gleichermaßen.

Marcel

Am 04.08.24 um 18:54 schrieb Sonja Schleswig:

Ja, die Bauform spricht für Eisentrafo mit EI-Kern. Die steigen etwa 30% bei Niedriglast.

Ja, genau das passiert, wenn man den Trafo deutlich zu wenig belastet.

Aber d kommen auch andere Faktoren dazu. So kann die Netzspannung ja auch um 10% schwanken.

Das hat aber zu wenig Leistung für 4 * 50W Halogen. Und ich weiß auch nicht, ob es den Einschaltstorm von 2 * 50W packen würde.

Marcel

Am 02.08.24 um 13:47 schrieb Sonja Schleswig:

Firma war da. Nach Sichtung:

Sicherung vom Trafo kaputt und zwei Lüsterklemmen zwischen Zuleitung und Sockeln krass schwarz verkohlt. (...)

Plan: alles auf normal Wechselstrom mit GU10-LED's

- muss er noch bestellen etc. ...

soweit, Grüße, Sonja

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