Halogen- und LED-Dimmen

Hallo,
ich habe an einer Dreiphasenschiene Hochvolt-Halogen- und LED- Strahler (letztere in blau für "Nacht"betrieb). Damit ich die
getrennt schalten und/oder dimmen kann, wollte ich die auf ver- schiedene Phasen der Schiene schalten. (Wie's im "Tag"betrieb ausschaut:
http://www.hanft.de/mbahn/2007/lampen1.jpg )
Für den "Sonnenuntergang" wollte ich dann erst mal die blauen LED-Strahler anknipsen (oder auch immer an lassen, Tageslicht ist ja auch ein wenig bläulich) und dann langsam die Halogen- strahler runterdimmen.
Weil die ganze Installation noch nicht ganz fertig ist, habe ich beide (weiß+blau) erst mal gemeinsam auf eine Phase gelegt.
Und da gibts nun den interessanten (und für mich überraschenden) Effekt, daß die LEDs immer gleich hell bleiben, auch wenn man die Halogenstrahler bis auf 1% runterdimmt und da nur noch der Glühfaden schwach glimmt.
Da hätte ich mir die Dreiphasenschiene doch glatt sparen können, wenn ich den Nachtbetrieb auch mit nur einer Phase hinkriege :-)
Frage: Warum ist das eigentlich so? Nachdems ja nirgendwo einen Trafo gibt (in den Leuchtmitteln werden ja wohl keine drin sein, auch keine anderen passiven Bauteile?), ist das wohl eine ohmsche Last, da macht der Dimmer angeblich Phasenabschnittsbetrieb (mißt die Last selbsttätig und paßt sich automatisch an).
Die resultierende Spannung muß doch dann eigentlich sehr gering sein - ändert sich dann der virtuelle Innenwiderstand der LEDs passend mit, oder wie kann man sich das Ersatzschaltbild einer solchen Leuchte vorstellen? Oder spielt es eine Rolle, daß die Halogenstrahler nach wie vor parallelgeschaltet sind? (Ich hab jetzt nicht alle abgemacht zum Test.)
Danke für die Auflösung des Rätsels... :-)
Gruß Matthias.
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Matthias Hanft schrieb:

Hallo,
LEDs müssen mit Stromquelle betrieben werden, nicht mit konstanter Spannung. Wenn in den LED Strahler eine etwas bessere Stromregelung drin ist, dann hält die den Strom auch beim Dimmen noch so lange wie möglich aufrecht.
Bye
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Uwe Hercksen schrieb:

Du meinst, es ist doch ein bißchen Elektronik drin? Hm, auf http://www.lichtkaufhaus.de/product_info.php/products_id/18823 steht auch nicht so arg viel, und zerlegt hab ichs noch nicht :-)
Aber eine integrierte Regelung wäre natürlich denkbar...
Gruß Matthias.
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Matthias Hanft schrieb:

Ein Kondensator und ein Widerstand.

Wer will das bezahlen...
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann schrieb:

Einfach in Reihe zu den LEDs? Ist da auch noch ein Gleichrichter wie in http://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatornetzteil beschrie- ben (wenn man den Begriff "Kondensatornetzteil" kennt, weiß man auch, wonach man suchen muß :-) )? Eigentlich _sind_ die LEDs ja der Gleichrichter :-)
Gruß Matthias.
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Matthias Hanft schrieb:

Bei den ganz billigen ist sogar der Gleichrichter wegrationalisiert, es sind einfach je zwei LEDs antiparallel geschaltet, und diese Pärchen dann in Reihe.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann schrieb:

Ah richtig, wenn man 18 Stück hat, kann man ja einiges mit Reihen- und Parallel- (und Antiparallel-) -schaltungen drehen :-)
Aber den Trick, warum die auch bei einer 1%-Dimmung noch mit 100% leuchten, hab' ich immer noch nicht so richtig kapiert - wird der Wechselstromwiderstand des Kondensators mit geringerer Spannung kleiner, so daß immer noch genügend Strom fließt?
(Eigentlich müßt' ich mich ja schämen, sowas nicht zu wissen - hab das vor N Jahren alles mal lernen müssen. Aber wenn mans halt im täglichen Leben nie braucht...)
Gruß Matthias.
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Matthias Hanft schrieb:

Der Stromflusswinkel ist beim Kondensatornetzteil eh schon klein, da kann der Dimmer nicht mehr viel reduzieren. Und 1% Dimmung sind gängigerweise immer noch etwa 30-40°, da fließt immer noch locker der halbe Nennstrom durch die LEDs, und wegen der logarithmischen Empfindlichkeit des Auges merkt man den Unterschied nur im direkten Vergleich mit einer ungedimmten Lampe.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann schrieb:

Ah - also sind sie dann eigentlich nur noch halbhell, nur sieht man's nicht: So leicht läßt man sich also betrügen :-)
Also vielen Dank jedenfalls, das mit dem Kondensator hat das Rätsel ja zu 93,7% gelöst. Aber eigentlich ist ja klar, daß da _irgendwas_ noch in der Lampe mit drin sein muß: Selbst wenn alle 18 LEDs in Reihe ge- schaltet wären, ginge das ja immer noch nicht ohne Vorwiderstand...
Gruß Matthias.
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Dieter Wiedmann schrieb:

Dazu kommt dann noch, daß AFAIK der Wirkungsgrad von LEDs mit abnehmendem Vorwärtsstrom ansteigt.
Tschüs,
Sebastian
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..

Hi, willst Du wirklich an einer Hochvoltleitung sowas anklemmen? Denk an die Durchbruchspannung der LEDs, ohne einen Regelchip gehts nicht. Gibt doch so feine Dingelchen, kaum mehr Sand als in einer LED drin, trägt nicht auf und läßt das Ganze länger leben. Meine Selbstbauten haben son Supertex-Teil drin, das geht schon bis 92Volt.
--
mfg,
gUnther
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Matthias Hanft schrieb:

Ganz normal, die LEDs haben ein Kondensatornetzteil.
Gruß Dieter
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