Pflichtempfangsrelais in Lautsprecheranlagen

Sep 22, 2009 12 Replies

Hallo,



in 100-V-Lautsprecheranlagen gibt es die die Möglichkeit, Durchsagen auch bei abgeregeltem Lautsprecher zu machen. Der örtliche Lautstärkesteller wird dabei umgangen, wie hier zu sehen:


Aber warum verwendet man da dezentrale Relais? Viel einfacher wäre doch, den Fußpunkt des Lautsprechers und den Fußpunkt des Reglers separat in die Zentrale zu ziehen:


- Im Normalbetrieb sind beide Fußpunkte verbunden.


- Im Durchsagebetrieb wird der Fußpunkt des Reglers mit auf den "aktiven" Ausgang des Verstärkers geschaltet. Die Spar-Trafowicklung wird dadurch kurzgeschlossen und wirkt nur noch mit ihrem ohmschen Anteil.



Ersparnis: Eine Ader, viele Relais.



Habe ich was übersehen?



(Die im obigen Link dargestellte Schaltung kann allerdings nicht ganz stimmen, da bei Nullstellung des Reglers das Durchsagesignal kurzgeschlossen wird und bei kleinen Einstellungen der Trafo in die Sättigung geraten könnte. Es bleibt aber dabei, dass dezentrale Relais überflüssig zu sein scheinen. Ich suche noch Links zur Auslegung von 100-V-Anlagen hat.)



XPost, FollowUpTo de.sci.ing.elektrotechnik


Daß man evtl. die Gleichspannung auch über die NF-Adern führt und vor den Trafos mit einem C entkoppelt? So würde das _ich_ jedenfalls machen. Somit wäre keine einzige Ader zusätzlich notwendig, und die Cs und Relais kosten auch net die Welt.

-ras

Ja - in der 100V-Technik werden alle Lautsprecher parallel angeschlossen. Der jeweilige Übertrager im einzelnen Lautsprechergehäuse sorgt dann dafür, dass die richtige Leistung abgegeben wird, und mit solchen Reglern wie im obigen Link kann man dann noch eine Feinanpassung machen. Dadurch braucht man nur noch einen Leitungsstrang, der von Lautsprecher zu Lautsprecher geführt wird. Für die Umschaltung reicht dann ein zweiter solcher Strang, man kommt also mit insgesamt zwei Leitungssträngen aus.

Ack.

Tschau Andreas

Ist bekannt.

Hier geht es weniger um Feinanpassung sondern um jederzeitige Lautstärkeeinstellung nach Wunsch, bis hinab zu aus.

Die von mir vorgeschlagene Lösung spart demgegenüber eine Ader und die Relais. Und ich vermute, dass das in der vor Jahrzehnten gesehenen Anlage auch so ähnlich war, wie von mir vorgeschlagen.

Andreas Huennebeck schrieb:

Liest und verstehst du eigentlich das, worauf du antwortest? Oder warum plapperst du jetzt so einen völligen Nonsens daher?

Er möchte nur 3 Leitungen und die Relais einsparen.

Werner Holtfreter schrieb:

Wenn ich dich richtig verstehe: Dann wären ALLE Fußpunkte der LS parallel und über einen einzelnen Kontakt schaltber - keine Lautstärkeregelung im Normalbetrieb möglich. Oder mittels entsprechend vielen Relais entkoppelt, keine Ersparnis.

Peter

Oder auch das.

Wenn man Signal-GND und Relais-GND auf einer Ader führt, spart man auch eine Ader. Die Relais braucht man natürlich weiterhin.

Gut möglich. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass bei einem Lautsprecher, der lokal auf die Hälfte heruntergeregelt ist, im Durchsagemodus nicht sonderlich viel Leistung ankommt. Ich glaube nicht, dass man den ohmschen Widerstand dieser Übertrager vernachlässigen kann.

Tschau Andreas

wauzipeter schrieb:

du verstehst offensichtlich völlig falsch

doch - wie er ja schon beschrieben hat

doch - nur noch ein zentrales Relais-

Dafür kann es mehrere Gründe geben. Zum Beispiel kann ein Relais seine Schaltspannung von verschiedenen Orten bekommen. Vielleicht will man nicht alle Lautsprecher damit ausrüsten.

Dann hat man aber keinen Bus mehr.

Das ist einerseits richtig, andererseits habe ich auch schon erlebt, dass es bei der Nullstellung auch keinen Pflichtempfang mehr gab...

Norbert

Moin,

Norbert Hahn schrub:

Das ist nach obiger Schaltung auch der Fall.

CU Rollo

Das zentrale Relais ebenfalls.

Dann schließt man den betreffenden Lautsprecher eben nur zweipolig an.

Doch, der Bus hat dann drei statt zwei Adern.

Dann ist der Pflichtempfang defekt/falsch angeschlossen.

Ich hoffte eigentlich, hier meldet sich jemand, der etwas von

100-V-Anlagen weiß :-/

Werner Holtfreter schrieb:

IMHO müsste man dann aber jede Rückleitung einzeln zum Sender zurücklegen. Bei gemeinsam weitergeführter Leitung hätte man durch die Last der andern Verbraucher immer etwas Spannungsabfall, welcher dann auch von Lautsprechern, die auf Null gestellt sind, "abgehört" werden. Man könnte also nie ganz leise stellen.

Am Dienstag, 22. September 2009 14:28:21 UTC+2 schrieb Werner Holtfreter:

Also, ein externes Relais hätte den Charme, dass man lokal auch verschied ene Musik einspielen könnte und im Notfall zentrale Durchsagen machen k önnte.

Zum Beispiel im Einkaufscenter.

Gruß

Daniel

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