Und noch eins

Hallo,
ich nehm noch einmal den Teich und den Bachablauf.
Am Ende des Bachablaufes ordne ich ein Wasserrad an.
An die Welle des Wasserrades wird mit Hilfe einer Pleuelstange
usw. eine Kolbenpumpe angeschlossen, mit der ich das
Wasser auf eine größere Höhe als beim Auslauf bringen will.
Der Teich hat die Höhe h, der Bach führt zu einer
Verlusthöhe dh.
Meine Frage ist jetzt, ob ich durch den genannten
Mechanismus Wasser (und wenn es auch wenig ist)
auf eine größere Höhe als h-dh bringen kann.
Anschaulich würde ich sagen nein, aber es gibt ja den
Wasserwidder, der schafft so etwas.
Mit Gruß
Ernst Sauer
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Ernst Sauer
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Ernst Sauer schrieb:
Das geht durchaus, aber du kannst nur eine geringere Menge hochfördern - was beim Wasserwidder nicht anders ist.
Tobi
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Tobias Meyer
Warum soll das denn nicht gehen? Der in der Kolbenpumpe erzeugte Druck kann auch bei kleinen Kräften sehr hoch sein (p=F/A). Aber wie beim hydraulischen Widder kann nur eine geringere Menge Wasser auf ein höheres Niveau gebracht werden. Für den Widder gibt es auch genauere Berechnungen. MfG Roland
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Roland Michl
*Ernst Sauer* wrote on Thu, 06-08-24 19:52:
Aber natürlich, warum denn nicht? Im Prinzip sogar beliebig hoch. Du mußt eben nur, wie Du selbst schon erkannt hast, das Produkt aus Massenfluß und Höhendifferenz des abfließenden Wassers größer halten als das des hochgepumpten, je nach Qualität und Aufwand Deines Aufbaus ziemlich viel größer.
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Axel Berger
Ernst Sauer schrieb:
Der hydraulische Widder erinnert mich immer irgendwie an die Thermodynamik. Prinzipiell ist es folgendes:
Du bekommst 100% Wasser mit einer bestimmten, gleich verteilten kinetischen Energie. Durch eine Mechanik verteilst Du die kinetische Energie um:
- Ein Teil des Wassers läuft ab und wird seiner kinetsichen Energie beraubt
- Dem anderen Teil wird diese kinetische Energie zugeschlagen und er kann über die Quellhöhe hinaus steigen
Wie in der Thermodynamik. einen Teil der Wärme läßt Du als Anergie ziehen, dafür machst Du aus dem anderen Teil der Wärme reine Exergie.
Gruß, Ralf.
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Ralf Pfeifer
Am Thu, 24 Aug 2006 19:52:33 +0200 schrieb Ernst Sauer:
[...]
Der dynamische Druck bewegt das Wasserrad indem die Bewegungsenergie an das Rad übergeben wird. Du kannst aber nicht die gesamte Energie umwandeln - das Wasser bleibt nach dem Rad ja nicht stehen.
Wenn die Welle nun eine Kreiselpumpe direkt antreibt, dann hängt es von der übertragenen Wellenleistung ab, wieviel Wasser Du wieder nach oben pumpen kannst. Dem Rad der Pumpe ist es egal woher die Energie kommt.
Die Wellenleistung hängt wiederrum von der Fläche der Schaufeln und der Wassergeschwindigkeit ab. Kraft = (dyn.) Druck x Fläche.
Ciao CHRiSTiAN.
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Christian Küken
"Ralf Pfeifer" schrieb im Newsbeitrag
Richtig, das ist wie ein Stirlingmotor mit einer Wärmepumpe gekoppelt. Die Maschine benötigt 3 Energiereservoirs und hat einen eigenen Namen (leider habe ich das Buch, in dem sie beschrieben ist, verschenkt). Das "mittlere" Reservoir liefert die Energie, der Stirlingmotor wird zwischen "mittlerem" und "unterem" R. betrieben und die so angetriebene Wärmepumpe transportiert die Wärmeenergie vom "mittleren" zum "höheren" R. Das Buch, in dem auch der hydraulische Widder beschrieben ist, nannte sich "Vergessene Erfindungen".
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Roland Michl

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