Servo -> lineare Anlenkung ->wieviel DualRate?

Hallo Experten,
Um mit "normalen" Servos einen linearen(!) Verstellweg zu erreichen muß ich
die Steuerkurve mit DualRate anpassen. Stimmt doch so, oder?
Äh,... reicht eigentlich DualRate, oder brauch ich zusätzlich noch xy% Expo
dazu?
Mein Ziel ist, das dafür nötige Dualrate (Expo?) vorab zu berechnen. So in
etwa:
Eingabe: Drehwinkel (= -100% bis +100%), Abstand Anlenkungspunkt,
gewünschter linearer(!) Weg
Ergebnis: xy% Dualrate, xy% Expo
Hat jemand von euch hierfür brauchbare Formeln in seiner Sammlung?
oder gibt es gar fertige Software-Tools dafür?
Servus.
Peter
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Peter Knallinger
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Hallo Peter!
Peter Knallinger schrieb:
Ich fürchte, DualRate ist dafür überhaupt nicht geeignet!
Expo schaut schon besser aus, aber damit kannst du auch max. den halben Servoweg linearisieren.
Damit kann ich leider nicht dienen.
ciao, Fritz
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Hans Otto Ruck
Nein, Du würdest normales, also positives Expo brauchen. Du willst aber nicht den Verstellweg linearisieren, weil dann der Winkelweg an der Steuerfläche unlinear werden würde.
Idealerweise wären die Winkelausschläge bei Ruderhorn und Servohebel gleich groß. Dann gleicht sich das gegenseitig perfekt aus, wenn beide Hebel auch noch parallel zueinander sind.
Im wirklichen Leben ist der Winkel den das Servo macht aber meist größer, als der Winkel den das Ruderhorn beschreibt. In dem Fall reicht dann etwas normales Expo um das zu kompensieren. Für Symmetrie ist dann aber ein zu beiden Hebeln senkrechter Gestängeverlauf zu wählen. Dabei meint senkrecht zum Ruderhebel die Senkrechte auf die Verbindungslinie von Auge zu Drehpunkt(Schanier) und nicht etwa senkrecht zum Ruderhorn selber.
Gruß Dieter
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Dieter Brueggemann
Hallo, Peter,
Peter Knall> Um mit "normalen" Servos einen linearen(!) Verstellweg zu erreichen muß ich
Expo und Dual-Rate sind IMHO wenig geeignet Dual-Rate gar nicht, weil nur Wegevergrößerung, Expo bedingt, weil die Nichtlinearität der Servos normalen Winkelfunktionen folgt und keinem Logarithmus.
Hast Du vielleicht einen Sender mit Kurvenmischer? Den kannst du sicher so einstellen, daß er bei 100% Ausschlag das 1,41-fache an Drehwinkel fährt. Die Stützpunkte dazwischen lassen sich ja einfach mit
Faktor = 1 / cos (Drehwinkel) wobei Drehwinkel 45° in etwa 100% Ausschlag entsprechen sollte.
Hmm ... wilde Rechnung ... Widerspruch gestattet.
Gruß Hajo
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Hajo Giegerich
Hallo Peter,
Peter Knallinger schrieb:
Die mx22 hat (zumindest) bei ihren Helimischern die Möglichkeit, das zugunsten einer linearen Pitchsteuerung zu kompensieren. Aber das ist vielleicht doch mit Kanonen auf Spatzen geschossen, wenn Du extra eine neue Anlage kaufst. Wofür brauchst Du das überhaupt? Ich gebe meinen Rudern im gerne satt Expo, da ist das egal, ob die vorher linear liefen. Pitch wäre wirklich das einzige, wo ich mir vorstellen könnte, das haben zu wollen.
Gruß Martin
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Martin Schoenbeck
Hallo Experten, hier die Antwort, stellvertretend für alle Tipps von Euch. Den Betreff hab ich mal abgeändert ... "Dualrate" ist ja so nicht korrekt.
Natürlich NICHT DualRate! Da hab ich Expo und Dual verwechselt... Das "Expo"-Problem hatte ich auch schon vor Augen: Unterschied Drehwinkel (sin-Funktion) zu Expo (log-Funktion). Nun von euch bestätigt. :-(
Ja hab ich: MC-24. Nur gerade DAS wollte ich vermeiden.
Zur Funktion: Ein Servo soll eine Schubstange ansteuern. Der Weg dieser Stange soll insgesamt ca. 6-8cm betragen. Kräfte sind minimal, der Servoarm kann also so lang werden wie nötig. Bei einem so langen Arm kommt die Winkelfunktion aber nun extrem zum tragen. Das ist das Problem! Denn die Stange muß sich zwingend über ihren gesamten Weg absolut gleich schnell (also linear) bewegen. Zweiter Anlenkhebel, Ruderhorn, o.ä. geht aus Platzmangel nicht. Stellt euch das etwa so vor, dass ein Servo eine 8cm lange Schiebetür gleichmäßig auf/zu machen soll...
Die Ansteuerung vom Sender aus, geschieht durch Zumischung eines bestimmten Senderbefehls (zb. analog zum Gas). Evtl. auch über einen eigenen Schieberegler oder Poti usw....muß ich noch ausklamüsern wie ich das bewerkstellige. Wichtig ist nur der absolut(!) lineare Weg der Schubstange.
Am liebsten wäre mir ein (Billig)Microservo und dann "irgendwie" durch eine math.-elektr. Funktion die Linearität erzwingen. Soweit ich weiß gibt es zwar extrem kleine Linearservos aber die sind mir einfach zu teuer. Habe da irgendwas mit 120,-Euro pro Servo im Hinterkopf. Brauche aber deren 4... :-(
Vielleicht gibt es ja auch eine rein elektronische Lösung... Eine kleines Platinchen das mir empfängerseitig die Signale "geradebiegt" könnte ich evtl. unterbringen, nur haperst da wieder am Fachwissen sowas zu bauen. oder gibt es sowas fertig zu kaufen? *dummkuck*
Naja, mal sehen... wird schon irgendwie werden. Hoffentlich.
Servus. Peter
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Peter Knallinger
Tach Peter, endlich mal wieder ein netter Fred ;-)
Peter Knall>
Das iss falsch: je laenger der Hebelarm desdo KLEINER der Einfluss der Winkelfunktion (bei gleichem Weg des Steuerdrahtes).
Wenn Du die Ruderstange endsprechend fixieren kannst, kannst Du die Winkelabhaengigkeit mechanisch abschwaechen. Mach am Servoabtriebshebel ein ovales Loch so dass folgendes:
o o | \ +---------- \----------- | \
Der lotrechte Abstand Ruderdraht - Servodrehpunkt bleibt gleich. Das geht zwar mit dem tan(Winkel), tut aber bei kleinen Winkeln den cos etwas kompensieren.
Gemeinsam mit langem Servohebel iss das dann ja vielleicht knallig genug fuer Dich ;-)
Gruss, Wolfgang
Anno Tobak, als alle Servos noch so teuer waren, gabs die auch zu dem Preis...
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Wolfgang Kouker
Hallo,
In de.rec.modelle.misc hatte Peter Knallinger geschrieben:
Gleichbleibende Geschwindigkeit einer Zug-Schub-Stange bedeutet nicht gleichbleibende Geschwindigkeit des Angesteuerten Bauteils, meist eher das Gegenteil.
Die Schiebetür die Du ansprichst arbeitet z.b. mit Zahnriemem recht Gut.
Gruß
Markus
Gruß
Markus Courage
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Markus Courage
Winkelfunktion ja, Logarithmus nein! Mit Expo wirste das zwar "linearer", aber nicht linear kriegen!
ok, verstanden, möglich, wenn obige Einschränkung Dir genügt.
Dann IMHO nicht Expo! Gegenbeweis erlaubt.
Hmm, grübel ... Impulslänge einfach mit ner cos-Funktion anpassen ... hast dann halt "nur" ca. 70% des Ausschlags senderseitig zur Verfügung und bist dann bei 100% Servoweg. Läßt sich aber bestimmt mit nem Microcontroller lösen.
Gruß Hajo
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Hajo Giegerich
Es gab mal Liearservos, die durften die Loesung sein, Als Eigenbauvariante koennte man das Servopoti durch ein Schiebepotti , das mit dem Gestaenge verbunden ist ersetzen. Zu pruefen waere da noch , ob die Potis ueberhaupt linear genug sind:-)
Gruss Sven
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Sven Stoecker
Hallo Peter,
Peter Knallinger schrieb:
Warum schraubst Du nicht einfach ein Zahnrad auf das Servo und nimmst eine Zahnstange. Sonst hast Du ja auch noch das Problem, das die Stange seitlich wegwandert, wenn das Servo ausschlägt. Das mußt Du dann auch noch ausgleichen.
Gruß Martin
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Martin Schoenbeck
Hi Peter!
Peter Knall> Vielleicht gibt es ja auch eine rein elektronische Lösung...
Es gibt auch eine rein mechanische Lösung. Orientier dich dabei an den Steuerscheiben für Seilanlenkungen. Dort laufen die Seile ja tangential und damit linear.
ciao Tobi
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Tobias Schlegl
Hallo,
Am 25.09.03 schrieb Sven Stoecker:
Die hatten auch nur eine bzw. zwei Zahnstangen auf dem letzten Rad sitzen, die Potis sind/waren ganz normale.
servus, Patrick
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Patrick Kuban
Hallo Martin,
Zahnstange geht nicht... Kann aber statt der Schubstange an dem zu bewegenden Teil einen "Zapfen" ranmachen, den Servohebel schlitzen und dann "rumschieben".
Das "Teil" läuft in einer Führung, die Schubstang wäre wie bei einem Ruder über Kugelköpfe befestigt worden. Aber werde wahrscheinlich die Schlitzmethode verwenden... mal ausprobieren.
Danke! Peter, der immer Wochenends den PC auslässt, Knallinger
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Peter Knallinger
Hallo Hajo,
Frag mich langsam warum es bei den heutigen HighTech-Sendern keine SIN/COS-Funktion gibt.... Händlerabsprache? oder ins-eigene-fleischschneid? ;-) Naja, egal...
Mirocontroller? Warum nicht? Aber was kostet mich so´n Teil, inkl. "Entwicklung"? Mehr als 4 echte Linearservos? sicher.... :-( ;-))
OK, hab schon gesehen, muß das doch mal praktisch ausprobieren, statt nur theoretisch rumlabern. *grins*
Danke! Peter, der immer Wochenends den PC auslässt, Knallinger
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Peter Knallinger
Hallo Tobias,
Ja wär vom "Ablauf" her ideal, hab ich mir auch schon überlegt. Die kleinere Frage ist wie ich das Seil dann mit dem Servo "durchrutschsicher" anlenken kann. OK. Das wird zu lösen sein, nur:
Das größere Problem ist der lange Weg den ich "abfahren" muß -> ca. 8cm Mit einem normalen Servo gehts sicher nicht, weil der Drehwinkel des Servos bei Weitem nicht reicht. Es wäre dann eine extrem große Seilrolle nötig, und das fällt wegen Platzmangel aus... *katzeindenschwanzbeiß*
Schau mir aber trotzdem mal so ein Servo für Segelwinden (oderso) genauer an. Nur glaube ich kaum das es die als "Microservo" gibt.
Danke! Peter, der immer Wochenends den PC auslässt, Knallinger
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Peter Knallinger
Tach Peter,
Peter Knall> Hallo Hajo,
das iss softwaretechnisch schwierig. Du musst dann on-line Reihenentwicklung durchfuehren, und das sogar ziemlich weit, um auch grosse Winkel einigermassen zu treffen.
Die EXP Funktion ist dagegen simpel: In (richtigen?) Computern werden Zahlen durch Ihre Ziffernfolge und Expont dargestellt Im 10er System halt zB so: 345 * 10**37. Im Komposter gibts dann halt Bits und das 2er System. Die EXP Funktion ist dann eine pupige lineare vergroesserung des Exponenten (hier 37), also genau so einfach wie die lineare Funktion eine lineare Veraenderung der Ziffernfolge (hier 345) ist.
Viele Gruesse, Wolfgang
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Wolfgang Kouker
Nö.
Auch nicht. Der eingeschränkte Wertebereich und vor allem die geringe Auflösung (z.B. 2048 Schritte) der übrigen Komponenten lassen den Einsatz einer Tabelle (0..Pi/2) sehr sinnvoll erscheinen. Und wenn man die klein halten muß, interpoliert man zwischen Stützstellen, das fällt sicher auch nicht auf.
Bernd
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Bernd Laengerich
Problemlos wie in jedem Radiogerät: Zwei Windungen um die Trommel und am Ende eine Zugfeder, die das Seil auf Spannung hält. Die feder kann man auch in die Rolle einbauen.
man Segelwinde?
Bernd
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Bernd Laengerich
Vielleicht ist die Idee mit dem Schiebepoti gar nicht so schlecht. Man schließt es anstelle von dem internen Poti an. Jetzt muß man nur noch die Servogeschwindigkeit am Sender soweit reduzieren, daß das Servo bei großer Auslenkung noch "nachkommt". Gruß Peter
"Peter Knallinger" schrieb im Newsbeitrag news:bkrlr2$1ba$03$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...
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Peter Müller

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