Wieviel Blindleistung verursacht ein Trafo?

Hi,
folgende Frage(n): Wieviel Blindleistung verursacht ein Trafo mit einer Bemessungsleistung von 1000kVA - typischerweise? Ist eine Blindleistung von ca. 50kVA denkbar?
Gibt's da Richtwerte? Kann man das berechnen? Pi x Daumen? Inwieweit ist die verursachte Blindleistung von der Belastung abhängig?
Danke.
MfG Andreas
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Andreas Poprawa schrieb:

Das hängt vom Transformator ab.
In erster Näherung (Annahme: Hauptinduktivität>>Streuinduktivität) kann die Blindleistung über den durch die Hauptinduktivität fliessenden Strom errechnet werden. Hierzu musst du entweder die Induktivität oder den Blindstrom bzw. die Blindleistung kennen resp. messen. Allerdings wird als Ergebnis eine Blindleistung in 'Var' bzw. 'kVar' ermitteln und nicht in kVA.

Ja. Schau Dir mal das Ersatzschaltbild eines Trafos an, da wird vieles klar.
Gruss Udo
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Hallo, Udo,
Du (ifmd.messdatensysteme) meintest am 22.02.07:

Das hat zwar Tradition, ist aber Unfug.
Nur als Denkanstoss:
S^2 = P^2 + Q^2
Da ist es zwingend notwendig, dass alle 3 Grössen die gleiche Einheit haben. Ergänzend: in der Bautechnik haben Länge, Breite und Höhe (auch) die gleiche Einheit; die spezielle Bedeutung gehört in den Namen der Grösse, nicht in die Einheit.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen schrieb:

Bis vor kurzem war das schon offiziell so geregelt, auch wenn es mir Leid tut, das schreiben zu müssen.

Haben sie ja auch, die Einheit der Leistung eben. Die Unterscheidung zwischen W, VA und var ist mehr als eine Zusatzinformation bzw eine Abkürzung zu sehen, um nicht bei jeder Leistungsangabe explizit zu erklären, ob es sich um Blind- Schein oder Wirkleistung handelt. Das ist wohl eher als Vereinfachung zu sehen, auch wenn es der formellen Welt nicht mehr entspricht. Naja, vielleicht gilt ja in 20 Jahren tatsächlich fettes Essen und Rauchen als gesundheitsfördernd, wie schon Woody Allen ahnte... the times are a-changing

Nicht in imaginären Abstellräumen...
Gruss Udo
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Hallo, Udo,
Du (ifmd.messdatensysteme) meintest am 22.02.07:

Das gehört in den Namen der Grösse, nicht in die Einheit. Elektriker und Regeln ...
Entweder Q oder Blindleistung - je nach Geschwätzigkeit.
Viele Gruesse! Helmut
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Udo Piechottka schrieb:

Ja wenn ich die Blindleistung kennen würde, dann hätte ich doch nicht gefragt ;-) ... den Blindstrom messen. Der real existierende Trafo hat auf der Primärseite 20kV. Da messe ich - Schwachstromer und Spass dabei - lieber nix. Ich fragte deshalb: Am real existierenden Trafo wird sekundärseitig immer hübsch kompensiert. Auf der Rechnung des EVU, deren Messung sitzt auf der Mittelspannungsseite, taucht aber immer Blindarbeit auf - nichts Dramatisches. Wenn ich das so auf den Monat umrechne, müsste "mein" 1000kVA-Trafo so um die
[ ] 50kVA [ ] 50kVar (zutreffendes bitte ankreuzen) ... machen. Da mir die Vergleichsmöglichkeiten fehlen, fragte ich interessehalber ob das normal bzw. realistisch ist.
MfG Andreas
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[...]
Frage: Wird Dein Trafo auf der Sekundärseite nicht mit einem Kondensator entsprechnder Größe kompensiert? (Niederspannungsseite)
Beispiel: Trafo 315 kVA --> 20 kVar in etwa.
Grob geschätzt.
Rudi
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/ Rudi Horlacher - Am Pfarrgarten 42 - 73540 Heubach /
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Andreas Poprawa schrub:

Auweia, ist "Elektrische Maschinen" lange her...

kVar, bitte. Ansonsten würde ich sagen: die Größenordnung klingt realistsich.

Weiß ich nicht./ Ja. / Mit genug Erfahrung: ja.

So aus dem Kopf (ohne Anspruch auf Korrektheit; bitte vorsorglich schonmal um Nachsicht): Man muss sich klarmachen, woher die Blindleistung kommt: da ist zum einen der magnetische Streufluß, der die andere(n) Spule(n) nicht erreicht, und da ist der Magnetisierungsstrom, der gebraucht wird, um die Koerzitivfeldstärke im Eisen zu erreichen, bzw. die Remanenz zu überwinden, bis wohin auf der "Gegenseite" eben auch nichts ankommt. Und damit ist klar, dass die Eigeninduktivität eines Trafos - zumindest solange er nicht in die Sättigung getrieben wird und sich dort die Materialeigenschaften ändern - (nahezu) unabhängig ist von der Belastung. Und damit auch der Blindleistungsbeitrag, den der Trafo selber erzeugt. Natürlich ungeachtet der Impedanz- und Lastverhältnisse auf der Sekundärseite, die sich gemäß den landläufigen Regeln auf die Primärseite rübertransformieren. Den Fischer, Rolf: "Elektrische Maschinen" (ISBN-13: 9783446406131, ISBN-10: 3446406131) kann ich dazu empfehlen. Fand ich relativ anschaulich, bei der trockenen Materie.
Ansgar
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Ansgar Strickerschmidt schrub:

<ingrid> Man kann die Kenngrößen messen: http://www.energie.ch/at/trafo/messung.htm
Also lag ich nur fast richtig, vorher. Ist wie gesagt schon lange her, dass ich das gebraucht habe...
Ansgar
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