36V-Akku NiCd bzw. NiMh - Fragen zum Laden

allo,
da ich Widersprüchliches gehört habe, hoffe ich, dass
Ihr mir weiterhelfen könnt.
Meine Frau möchte ihr Fahrrad mit einem E-Motor nachrüsten
und da gibt es zur Wahl 36V-NiCd (5 Ah) oder 36V-NiMh (8 Ah).
Eigentlich hatten wir wegen der höheren Reichweite schon den NiMh
ausgesucht.
Der Fahrradtechniker gab aber zu Bedenken, dass
- bei NiMh
- der Akku niemals vollständig "leer" gefahren werden darf,
dann verliere er einen Großteil seiner Kapazität,
- es die Lebensdauer verkürze, wenn man nur teilweise vollädt
(dies wäre der Fall, wenn man mal unterwegs für eine Stunde Rast
macht und in der Zeit nachladen wollte)
- bei NiCd
- der Akku die ersten 3 Mal völlig leer gefahren werden muss,
dann aber es egal sei, ob er nur teilweise leergefahren bzw.
teilweise nachgeladen wird.
Er sei also nicht so "anspruchsvoll", was das laden anbelangt.
Ich dachte immer, daß es bei NiCd einen Memory-Effekt gibt, bei NiMh
aber nicht gerade nicht, weshalb NiCd-Akkus immer ganz entladen werden
sollen, während es bei NiMh nicht wichtig sei.
Danke für klärende Infos!
Dieter
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D. Gaffrey
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Hallo D. Gaffrey,
Kein mehrzelliger Accu darf vollständig leer gefahren werden, da durch die unvermeidliche Kapazitätstreuung die schwächsten Zellen umgepolt werden.
Der Accu ist dann leer wenn die erste Zelle leer ist, das ist bei dieser hohen Zellenzahl gar nicht so einfach meßbar. Deswegen wird man sich im Betrieb immer davon entfernt halten müssen.
Das hört sich etwas nach Zauberei an.
Womit er mit höchster Wahrscheinlichkeit seine erste Schädigung bekommt.
Wenn das teilweise Leerfahren nicht immer die gleiche Zyklustiefe hat, ist es wie bei jedem anderen Accu auch egal. Auch dem NiMH bekommt das gut.
Da liegen keine Welten dazwischen.
Streiche 'immer' - setze 'gelegentlich'. Das bekommt beiden Typen.
Und welcher davon die höhere Reichweite bringt, hängt vorrangig von der tatsächlichen Stromaufnahme des Motors ab. Bei hohem Vollastanteil kann es auch der NiCd sein.
Siegfried
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Siegfried Schmidt
"D. Gaffrey" schrieb:
Was ist mit Bleigel? Das scheint mir für diesen Zweck deutlich sinnvoller.
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Wolfgang Hauser
"D. Gaffrey" schrieb im Newsbeitrag news:cdbl85$2s8a$ snipped-for-privacy@gwdu112.gwdg.de...
Ich würde da von komplett vom E-Motor mit Akku abraten. Lieber einen kleinen Benziner nehmen !
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Jens Orf
Am 17.07.2004 18:48 schrieb D. Gaffrey:
[...]
die vielen Antworten bei drf waren wohl nicht in deinem Sinne? :-) Wenn man die "Diskussionen" überliest waren doch etliche Infos dabei.
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Kristian Neitsch
Blei im Fahrrad? Blei ist bleischwer. Ni-Akkus haben etwa die doppelte Energiedichte bezgl. Gewicht, Lithium die vierfache.
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Rolf Bombach
Danke für alle Antworten, ich hab inzwischen auch mit einem Techniker von der Firma, die die Akkus zusammenbaut (die Zellen aber nicht selbst herstellt gesprochen).
Er teilte mit, daß das elektronische Steuergerät, daß zusammen mit dem Akku geliefert wird verhindere, daß
der Akku völlig leer gefahren werden kann. Es schaltet vorher den Motor ab.
dies bei NiMh sogar vorteilhaft sei, denn der Hauptverschleiß entstehe durch die thermische Belastung. Also besser auf halber Strecke zuladen und am Ende noch mal, als nur einmal am Ende.
Allerdings solle man ab und zu (ohne daß er das näher quantifizieren konnte) den Akku auch mal "ganz" leer fahren und dann in einem voll laden.
Auch hier regele die Elektronik vor dem völligen "Leer" ab.
Der Hersteller der Zellen gebe an, daß seine NiCd keinen Memory-Effekt haben.
Na mal sehen, wir nehmen jetzt die NiMH-Variante.
Gruß
Dieter
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D. Gaffrey

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