Bleiakku (Solar) Zyklenzahl

Die Anzahl der Ladezyklen hängt ab davon wie weit der Akku beansprucht wird. Hier ist ein Diagramm von einem chinesischen
Hersteller von AGM Solar Gel Batterien.
http://img42.imageshack.us/img42/3229/i0p.gif
Bei 100%-iger Ladung-Entladung fällt die Kapazität des Akkus nach 300 Zyklen auf 60%. So ist das definiert.
Leider finde ich keine entsprechende Daten von Naßakkus oder sogenannten gewöhnlichen Starterbatterien. Eine 100Ah AGM Batterie kostet 400 euro, ein 100Ah Starterakku naß kostet 100 euro. (Ungefähr)
Es gibt -ohne die Daten- kein vernünftiges Argument für meine Solaranlage AGM Akkus zu kaufen. Noch dazu sind die AGMs normalerweise versiegelt und "wartungsfrei", d.h. nach 3 Jahren sind sie kaputt. Interessanterweise geben die Chinesen genau 3 Jahre Garantie.
Wer kann aushelfen mit einem Datenblatt von Naßakkus?
w.
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Helmut Wabnig wrote:

Mit anderen Worten, die umgesetzte Lebensenergiemenge ist ungefähr konstant.
Olaf
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wrote:

Das stimmt nicht ganz. Sie erhöht sich durchaus je nachdem wie tief man den Akku entlädt. Aber es gibt tatsächlich auch Hersteller, wie z.B. Trojan, die sogenannte Lifetime-Energy-Units angeben, was nichts anderes ist als die kWh, die man bis zu einer bestimmten Restkapazität entnehmen kann.
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wrote:

Es gibt diese Zahlen durchaus auch für Nassakkus. Aber Nassakku ist nicht gleich Nassakku. Die Anzahl der Zyklen hängt stark von der Konstruktions ab, die je nach Einsatzzweck anders ist.
Startakkus haben sehr dünne Platten mit großer Oberfläche, damit sie einen hohen Startstrom haben. Sie sind nicht für den Zyklenbetrieb gedacht, deshalb haben sie sehr dünne Platten. Da die aktive Masse bei typischer Bauart bei Lade-/Entladevorgängen dadurch verloren geht, dass sie nach unten fällt und sich als Schlamm ansammelt, verlieren Startakkus schon nach einige 10 Vollzyklen (80 % Entladung) deutlich an Kapazität. Irgendwann erreicht der Bleischlamm die Platten von unten, oder es bilden sich Dendriten, die die dünnen Separatoren durchstechen, und es gibt dann einen Kurzschluss.
Im Gegensatz dazu stehen Nassakkus mit sogenannten Panzerplatten oder Röhrchen, die sehr viel aktive Masse haben. Diese schaffen unter Umständen eingie 1000 Vollzyklen und eine Lebensdauer von 20+ Jahren.
Am Gewicht im Verhältnis zur Kapazität kann man ganz gut erkennen zu welcher Kategorie ein Bleiakku gehört.

Ein Bleiakkusystem sollte bei Zyklenbetrieb nicht darauf ausgelegt werden dass die Akkus ständig voll entladen werden. In der Regel wird nur von einer Nutzung von 50 % der Kapazität ausgegangen. Dies lässt auch bei einem Kapazitätsverlust von 20-30 % noch genügend Kapazität damit der Akku nicht tiefer als bis 20 % der ursprünglichen Kapazität entladen wird. Denn die 20 % sind so eine magische Grenze. Entlädt man die Bleiakkus tiefer so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass durch Dendriten sich Plattenkurzschlüsse bilden, deutlich an.

Dies ist schon wagemutig da man gerade AGM-Akkus mit falscher Ladetechnik auch schon viel schneller kaputt machen kann.

Für Startakkus wird man kaum Datenblätter mit einer Zyklenzahl finden, da Startakkus nicht für den Zyklenbetrieb gedacht sind. Unter http://www.oeko-energie.de/solarbatterien.htm findet man eine Übersicht mit Zyklenangaben für einzelne Akkus.
Alternative zu typischen Solarakkus und AGM Akkus können bei größeren Installationen auch Gabelstablerbatterien sein: http://www.gabelstaplerbatterie.com
Für richtig langlebige Anlagen mit Bleizellen setzt man Panzerplattenakkus ein: http://www.smart-powershop.com/Batterien/Hoppecke-OPzS-Panzerplattenbatterie::53.html
Diese erreichen dann schon etwa 1.500 Zyklen bei 80 % Entladung und 8000 Zyklen bei 20 % Entladung: http://www.smart-powershop.com/media/products/0045737001361371177.power_de0312.pdf
Aber Achtung, die Zyklen werden in der Regel durch unmittelbar hintereinander kommende Lade-/Entladezyklen ermittelt. Dies sind optimale Bedingungen, da der Akku nie lange entladen herumsteht und deshalb sulfatieren kann. Im Gegensatz dazu ist der Betrieb an einer Solaranlage im Winterhalbjahr charakerisiert durch einen ständig niedrigen Ladezustand, wenn man nicht besondere Vorkehrungen trifft. Dies verkürzt die Zahl der Zyklen erheblich. Die maximale Lebensdauer erreicht man annähernd nur wenn ein Bleiakku ständig voll geladen wird.
Deshalb sind Lithium-Akkus (LiFePO4) viel besser für den Betrieb an einer Solaranlage besser geeignet. Da ist es sogar so, dass deren Lebensdauer länger ist wenn sie nicht ständig vollgeladen sind. LiFePO4 Akkus halten mittlerweile 5000+ Zyklen (Winston Yttrium Zellen) aus und kosten zusammen mit entsprechender Schutzelektronik zur Einzelzellenüberwachung und Ladeausgleich auch nur etwa 500 ?/kWh.
http://www.ev-power.eu http://en.winston-battery.com/index.php/products/power-battery/item/wb-lyp100ahaa-2?category_id 6
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Am 03.07.2013 07:13, schrieb Emil Naepflein:

Wen die Normen für Blei-Akkumulatoren interessiere:
Starterbatterien DIN 72310 / 72311 / 72331 ... 72333
Antriebsbatterien DIN 43534 ... 43539 / 43595
ortsfeste Bleibatterien DIN 40734 / 40753
--
hdw

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