Verteilerdose der Post öffnen

Hallo,
meine Bekannten möchten in ihrem Mehrfamilienhaus von einer Etage in eine andere ziehen und deshalb die Telefonleitungen im Hauptverteiler
der Post vertauschen. Als vor 12 Jahren jemand, der nicht von der Post war, an der Dose herumgefummelt hat, hat die Post (Telekom?) danach viel Ärger gemacht, weil man das angeblich nicht durfte.
Hat sich daran etwas geÀndert? Darf man im Hauptverteiler, der direkt hinter dem Hausanschluss liegt, inzwischen selbst Hand anlegen?
--
Mark

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Jein.
Formal ist der Übergabepunkt immer noch die erste TAE-Dose. Alles, was du davor fummelst, passiert auf eigenes Risiko. Machst du etwas kaputt, wirst du Schadensersatz zahlen mĂŒssen. Beobachtet im Mehrfamilienhaus ein Nachbar dich beim Basteln und hat danach Zweifel an seiner Telefonrechnung, wird der Verdacht auf dich fallen. Je nach NachbarschaftsverhĂ€ltnis ggf. gleich in Form einer Strafanzeige.
Kannst du beides ausschliessen, wird im Regelfall nichts passieren. Die Telekom ist keine Behörde mehr, sondern ein Privatunternehmen. Ihre Möglichkeiten, "Ärger" zu machen, beschrĂ€nken sich auf Vertrags- kĂŒndigung und/oder den Rechtsweg. Beides wird nicht passieren, solange es keinen Profit verspricht. ^_-
Hergen
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...und wer zieht in die alte Wohnung? Wenn der dann ein Telefon beantragt, wirds Problemegeben,weil dann die Zuordnung Leitung <-> Wohnung nicht mehr stimmt. Da gibts sicherlich entsprechende Pläne bei der TKom. Gruss Harald
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Harald Wilhelms schrieb:

Nur bis zum "Kellerkasten". Von dort aus bis zur Wohnung wird mit dem Leitungssucher operiert :-)
Gruß Matthias.
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Die Techniker sind es gewohnt, daß die PlĂ€ne auf den letzten Metern selten aktuell sind. Neben der Telekom fummelt da ja auch noch die ganze Konkurrenz dran herum. Da wird niemand hellhörig.
Hergen
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Harald Wilhelms schrieb:

Die Programme der Telekom sind für ein starren Netz ausgelegt. Ist aber Illusion ;-)
-- mfg hdw
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Könnte nur spannend werden, wenn der neue Nachbar, der mal einzieht, die alte Wohnungsadresse des OP angibt:-D FĂŒr die Telekom wohnt der OP ja noch da.
XY-Strasse, 1.OG links oder so...
ciao, Dirk
--
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Dirk Salva schrieb:

Bei einem Umzug vor 6 Jahren nahmen meine Eltern die Nummer in ein anderes Dorf mit. Als ich online die Nutzerdaten prĂŒfte, war nur die Rechnungsadresse und der Telefonbucheintrag geĂ€ndert, nicht die Kundenadresse.
Ich reklamierte 2x online. Ich reklamierte bei einer Störung.
Nichts half.
Es wurde DSL beauftragt. Die AuftragsbestÀtigung kam nie an, das DSL schon.
Dann wurde der DSL-Tarif umgestellt und die AuftragsbestĂ€tigung muss wohl an einen interessierten Mitarbeiter zurĂŒck gegangen sein. Ich nehme an, er hat die neue Adresse aus dem Telefonbuch :-) gefunden.
Jedenfalls kam ein vorwurfsvoller Standard-Brief, man hĂ€tte doch die neue Adresse mitteilen mĂŒssen und eine schlechte Kopie der AuftragsbestĂ€tigung. Wo das Original wohl verschollen ist?
Was wohl passiert wÀre, wenn ein Techniker die Leitung abgefahren wÀre?
Gruß
Marc
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Vermutlich ein Ausdruck der eingescanten AuftragsbestÀtigung.

Im Altpapier. Kaum eine Firma mit sagen wir mehr als 500 Mitarbeitern stapelt heute Papier, wenn es nicht unbedingt erforderlich oder vorgeschrieben ist. Banken und Telecomfirmen sicher nicht.
- Andi
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Halli-Hallo!
Mark Ise schrieb am 27.01.2008 17:18:

Nein.
Die Tausch der Leitungen des Netzbetreibers fĂ€llt unter StGB §263 (1): 'Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschĂ€digt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder UnterdrĂŒckung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhĂ€lt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fĂŒnf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.' Hier reicht ein kurzer Hinweis durch einen anden Bewohner oder verĂ€rgerten Bekannten.
Wenn ein moderner Verteiler ohne geeignetes Werkzeug misshandelt wird, greift auch StGB §303 (1): 'Wer rechtswidrig eine fremde Sache beschÀdigt oder zerstört, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.'
Ciao/HaJo
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Das halte ich fĂŒr eine heroische Aussage. Gehen wir das Ding mal durch:
Absicht, sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen (-). Der Betreiber ĂŒberweist nicht einen Pfennig dafĂŒr, daß man das selber macht.
Vermögen eines anderen beschÀdigt (-). Der OP nimmt niemandem etwas weg.
Irrtum (-). Vor der Aktion weiß der Betreiber: "An der hier abgehenden Leitung x hĂ€ngt am anderen Ende der Mustermann aus der Ahornstraße 1." Danach weiß er: "An der hier abgehenden Leitung x hĂ€ngt am anderen Ende der Mustermann aus der Ahornstraße 1." In beiden FĂ€llen stimmt das mit der RealitĂ€t ĂŒberein.
Nee, irgendwie paßt das hinten und vorne nicht. §263 StGB kann man an dieser Stelle wohl knicken.

Das stimmt zwar immer, wenn man jemandem etwas kaputtmacht, aber sehr lebensnah ist die BefĂŒrchtung nicht, denn wer es nicht schafft die Leitung am Kellerkasten ohne SchĂ€den umzuklemmen, der kommt ohnehin nicht ohne schwerste UnfĂ€lle die Kellertreppe runter.
Daß ein Satz geeignetes Werkzeug fĂŒr diese Aufgabe ĂŒblicherweise aus einem Schraubendreher - und bei moderneren KĂ€sten zusĂ€tzlich einem Auflegewerkzeug - besteht, sollte auch ein Volltrottel sehen, so daß das 5-kg-HĂ€mmerchen gar nicht erst zum Einsatz kommt.
Gruß Carlos
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Halli-Hallo!
Carlos DĂŒrschmidt schrieb am 27.01.2008 19:40:

Ok.
Das Tauschen der Leitungen durch den Betreiber kostet eine Pauschale, um die sich die Wohnungstauschenden drĂŒcken -> Vermögensvorteil.

Wegfall der Pauschalen -> Einnahmeverlust.

In den AuftrÀgen wird GebÀude/Trakt/Etage/Lage/Wohnung hinterlegt, und diese Angaben stimmen nach einer Umschaltung nicht mehr -> Irrtumserregung.

Wie Du meinst.
Ciao/HaJo
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Da funktioniert schon die Gegenrechnung der Leute nicht, die 3x zu Hause sitzen, weil die §$&§%/ nicht in der Lage sind, zum avisierten Termin zu kommen und dann frechweg behaupten "Kunde nicht anwesend".
ciao, Dirk
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Und was ist, wenn die Leute nun doch nicht umziehen und dadurch das Umklemmen der Leitungen gar nicht nötig wird? Dann entgehen der Telekom doch auch die Einnahmen fĂƒÂŒrs Umklemmen. Machen die Leute sich dadurch auch strafbar?
Ich fĂƒÂŒrchte schon, dass ich mich auch tÀglich strafbar mache, indem ich nicht stÀndig umziehe und dadurch der Telekom massenweise Einrichtungspauschalen entgehen. Und tÀglich putze ich mir meine ZÀhne selbst. Da entgehen professionellen ZÀhneputzern die Zahnputzpauschalen. Ich stehe wohl mit mehr einem Fuß im Knast, wenn Deine Auffassung richtig ist.
GrĂƒÂŒĂƒÂŸe,
GĂƒÂŒnther
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Halli-Hallo!
GĂŒnther Dietrich schrieb am 28.01.2008 15:11:

Lies einfach den § nochmal, vielleicht kommst Du drauf.

Oder soll das ein Trollversuch sein?
Ciao/HaJo
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HaJo Hachtkemper schrieb:

Richtig parken. Einnahmeverlust von Polizei und Gemeinde.
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mfg Rolf Bombach

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DĂŒrfen tut man nicht, letztlich wird es zunĂ€chst keinen kĂŒmmern, aber die Datenbank bei T paßt dann nicht mehr, bezĂŒglich der Zurodnung in der Art "LEitung 4711 in X-Straße 1, 1. Stock links". Das kann dann bei spĂ€teren Änderungen oder bei Auszug fĂŒr den Nachmieter dann zu komischen Effekten fĂŒhren :)
Ralph.
http://www.dk5ras.de /
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Hallo Ralph,

Die Monteure die heute nicht mehr von, sondern nur noch 'im Auftrag' der Telekom kommen, suchen sich per Pipser eine freie Leitung im Haus und ignorieren alles andere.
Ein solcher versicherte mir glaubhaft, daß sich manche Dokumentation von grĂ¶ĂŸeren GebĂ€uden und Ă€lteren Hauptstrecken nur noch im GedĂ€chtnis und Privatnotizen von outgesourceten Mitarbeitern befindet - was wenn wieder mal ein Bagger zugeschlagen hat zu hektischer Betriebsamkeit mit ungewissen Ausgang fĂŒhrt.
Siegfried
--
http://www.schmidt.ath.cx

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Siegfried Schmidt schrieb:

In unserem Dorf wurde durch die Telekom gebaggert fĂŒr ein "neues" DSL. Einige TelefonanschlĂŒsse funktionierten fĂŒr Stunden bis Tage nicht.
Ich rief bei der Telekom an und verwies auf Grabarbeiten. Die Mitarbeiterin war sehr interessiert, wer denn da grabe. Als ich die Telekom erwĂ€hnte, wurde sie kleinlaut ;-) Es mĂŒssen aber schon zig Störungsmeldungen aufgelaufen sein.
FrĂŒher in der guten alten Zeit[TM] kam eine Störungsmeldung auch noch im zustĂ€ndigen Fernmeldeamt an und die Mitarbeiter kannten die Lage vor Ort. Heute kommst du irgendwo bei einer Störungsannahme raus wo du schon am Dialekt erkennst, dass er dir nicht schnell weiterhelfen kannt. Ebenso bei der Telefonauskunft, wenn man die Postleitzahl des Nachbardorfs angeben muss, weil die Mitarbeiter keine Ortskenntnis haben (Hardt gibt es in Deutschland öfters).
Marc
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Umziehen.
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