Generalschalter für Einfamilienhaus?

Welche Art Schalter sollte man nehmen, um mit EINEM Handgriff
ein gesamtes Haus stromlos zu schalten?, Also zwischen Zähler und
Hauptverteiler eingebaut, gleich innen neben der Eingangstüre.
Die Methode "FI raus" lehne ich ab, dafür ist er nicht gedacht.
Schütz wäre möglich, braucht aber ständig Strom.
Schalter müsste dreiphasig je 20-40A oder mehr aushalten,
jedoch nicht unter Last geschaltet.
Es sollte auch kein kleines Schalterchen sein, sondern etwas
Handfestes. Drehschalter, Kippschalter, oder so etwas was man
in Hoollywoodfilmen sieht, wenn sie den Strom für den elektrischen
Stuhl einschalten. Da ist auch gleich optisch der Schaltzustand
zu erkennen. Oder so ein alter Maschinenhauptschalter, Kästchen
mit Hebel auf der rechten Seite, sieht ein bißchen aus wie ein
einarmiger Bandit im Kleinformat.
Was empfiehlt ihr und wo bekommt man das?
Weitere Frage: Habe mit einem Bekannten über die Sinnhaftigkeit
folgender Maßnahme diskutiert. Wenn seitens des Versorgers EINE
Phase ausfällt, sollte das gesamte Haus stromlos geschaltet
werden. Das wäre möglich mit einem Schütz, der über drei Relais
von allen drei Phasen gehalten wird. Fällt auch nur eine aus,
wird der Strom zur Wicklung unterbrochen (Und-Schaltung).
Oder hat die Industrie ein anderes Element vorrätig?
Danke im Voraus für eure Auskünfte!
Gerry
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Gerry Wolf
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Gerry Wolf schrieb:
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Phasenausfallrelais! Aber wozu sollte man das in einem normalen Haushalt brauchen?
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
Gerry Wolf schrieb:
Ich bin neugierig, warum sollte man das tun wollen?
Dabei wäre es so einfach, mit einem Taster, der einen Widerstand zwischen Phase und Erde schaltet, das ganze Haus per FI abzuschalten. Natürlich müsste man dann immer zum Sicherungskasten, um ihn wieder einzulegen.
Da sehe ich jetzt aber das Problem, dass man 20-40A nicht einfach mit kleinen Relais steuern kann. Vielleicht gibt es Schütze, die im aktiven Betrieb ausschalten? Dann würde der Schütz nur Strom ziehen, wenn man abschaltet, was wohl weniger häufig vorkommt.
Wenn man damit einen Schütz betreibt, könnte man ein kleines Schalterchen in ein entsprechend ansprechendes mechanisches Ungetüm einbauen. Soll der Strom tatsächlich per Schalter geschaltet werden, muss man wohl im industriellen Umfeld suchen. Allerdings fände ich es sehr aufwendig, vom Zähler eine fette drei-adrige Leitung zu diesem Schalter und wieder zurück zu ziehen.
Also seitens des Versorgers würde ich erwarten, dass er selber Maßnahmen ergreift, um genau sowas zu erreichen. Ansonsten ist mir kein Fall bekannt, wo auf Versorgerseite mal nur eine Phase ausgefallen ist. Allerdings hat bei uns mal eine Hauptsicherung ausgelöst, weil drei leistungsstarke Geräte zufällig an der selben Phase hingen. Ich wüsste aber nicht, weshalb man deswegen das ganze Haus lahm legen wollte. Welche drei-phasigen Geräte hat man schon regelmäßig in Betrieb, die dadurch Schaden nehmen sollten?
CU, Christian
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Christian Treffler
Christian Treffler schrieb:
Weshalb?
Die von den Ortstrafos abgehenden Leitungen sind ja auch abgesichert, mit Schmelzsicherungen. Und es kann schon mal einen guten Grund dafür geben, dass da eine auslösen muss.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
Gerry Wolf schrieb:
Immerhin ist der FI dafür gedacht, mindestens einmal im Monat ausgelöst zu werden, um im Fehlerfall die einwandfreie Funktion des FI-Schutz-Schalters zu gewährleisten. Warum sollte man also nicht über den RCD ausschalten?
Gruß Willi
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Willi Marquart
Am Sun, 07 Nov 2010 12:21:44 +0100 schrieb Dieter Wiedmann:
Hier passiert das gar nicht so selten (viele Freileitungen).
Lutz
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Lutz Schulze
Hallo, Dieter,
Du meintest am 07.11.10:
Vor einigen Jahrzehnten, Praktikum bei einem Stromversorger. Wir durften im Ortsnetz die Zählertafeln (Marmorplatte mit Abstandshalter, dahinter fliegende Verdrahtung) gegen neuere Zählertafeln auswechseln. Dazu mussten wir ab und zu auch an der "Hauseinführung" arbeiten; das Dorf war noch nicht verkabelt, die Freileitungen wurden irgendwo im Giebel zum Dachboden durchgereicht. Spinnweben, Staub, minimale Beleuchtung, eng, ... Selbstverständlich haben wir da "unter Spannung" gearbeitet.
Dabei ist mir einmal der Schraubenzieher ein wenig abgerutscht. Gab einen Lichtblitz, einen leicht verschmurgelten Schraubenzieher. Glücklicherweise hat die 80-A-Sicherung in der Trafostation nicht ausgelöst: das hätte viel Ärger gegeben.
Und dann gab es noch Baggerführer Willibald, der auch ab und zu mal einphasig abschaltete. Amm liebsten freitags nachmittags.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen
Am 07.11.2010 12:27, schrieb Lutz Schulze:
Spätestens beim nächsten kräftigen Unwetter. Besonders wenn Freileitungen durch Baumbestände führen. Soll ja vorkommen. Ausästungen sind ja wg. ang. zu hoher Kosten gestrichen.
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Horst-D.Winzler
Ausreichend solider Nockenschalter... die einschl=E4gigen Verd=E4chtigen haben da sicher was auf Lager, z.B. Kraus und Naimer
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mit der KF- oder KG-Reihe, je nach Nennstrom deiner Anlage (der Schalter mu=DF tunlichst nach St=E4rke der Vor-/ Nachz=E4hlersicherungen/SLS bemessen werden und sollte prinzipiell unter Last schalten k=F6nnen, im Haushalt darf man sich da nicht auf die Benutzer verlassen).
Elektriker, der hat das im Nromalfall auf Lager wenn er ab und zu an Gewerbeanlagen arbeitet oder kriegt das problemlos im Gro=DFhandel.
Hat man, aber wozu? Wenn ein L ausf=E4llt ist das h=F6chstens f=FCr Drehstrommotoren ein Problem und die sollten einen individuellen Motorschutzschalter haben. F=FCr Haushaltselektrik f=E4nde ich es eher h=F6chst st=F6rend, wenn bei Ausfall eines L auch die beiden anderen automatisch gekillt werden! Da w=E4re eine N-=DCberwachung viel interessanter, schwebender Sternpunkt oder L-N-Vertauschung sind sehr schmerzhaft und kommen ab und zu vor.
sg Ragnar
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Ragnar Bartuska
Am Sun, 07 Nov 2010 13:04:49 +0100 schrieb Horst-D.Winzler:
Macht der Versorger hier eigentlich regelmässig und wenn ich mir seine Kosten anschaue kann er sich das auch locker leisten.
Lutz
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Lutz Schulze
Sieht nicht danach aus, als ob der für Dauerschaltbetrieb (>10.000 Schaltvorgänge) ausgelegt ist. Es gibt passende Hauptschalter von Siemens, Möller (ex Klöckner-Möller), Telemecanique und anderen Herstellern. Die sind dann für derartigen Betrieb ausgelegt.
2* Ja.
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Thomas Heier
Doch, ist mir in ca. 40 Jahren (Reichweite Langzeitspeicher) schon mind. 3 mal vorgekommen, das letzte mal vor weniger als 5 Jahren.
Erst war ein Außenleiter ("Phase") weg, wenige Minuten später dann die beiden anderen. Die Schleswag wollte mir als HAushaltskunde aber keine detaillierte Auskunft geben... Ca. 2 Stunden später war der Saft dann wieder da.
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Thomas Heier
Christian Treffler schrieb:
Bagger reißt Straße auf und das Anschlusskabel für ein Nachbarhaus gleich mit. Danach war im Feld der Strom einphasig weg. Und das beste: Er hat das zwei Wochen später ein paar dutzend Meter weiter *nochmal* geschafft.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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Jan Kandziora
Du wei=DFt aber auch, da=DF das kein vern=FCnftiger Mensch macht. Nein, so ist das nicht gedacht. Sch=F6n, wenn er einmal im Jahr...
Und was die Hausabschaltung betrifft... Immer wieder alles neu programieren ? Und die K=FChlger=E4te, Alarmanlage usw...
Was soo das.
MfG bastian
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bastian
.
Versorger sollten eigentlich Phasenw=E4chter im Einatz haben, die nach kurzer Zeit allpolig trennen bis Reparatur. Daf=FCr gibts durchaus Gr=FCnde. Nicht =FCberall sind funkt. Motorschutzeinrichtungen vorhanden.
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bastian
F=FCr den Drehstrommotor im Handmixer. SCNR Harald
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Harald Wilhelms
bastian schrieb:
Weil wieder kein Mensch die Gebrauchsanweisung liest, z.B. hier steht's geschrieben:
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Gruß Willi
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Willi Marquart
Am 07.11.2010 16:52, schrieb bastian:
Glücklicherweise gabs das bei uns zu Zeiten den Sturm Lothar nicht, denn sonst wären wir 2 Tage völlig stromlos gewesen. Ich hatte dann einfach temporär alles auf die verbleibende Phase geklemmt.
Bei uns waren wohl weniger als 10 Häuser betroffen und deshalb bekam der Netzbetreiber das wohl erst mit, nachdem ich angerufen habe. Definitv wurde unser Leitungsabschnitt wohl nicht von einem Phasenwächter überwacht.
Michael
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Michael Rübig
Am 07.11.2010 15:13, schrieb Jan Kandziora:
Normal, Handschachtung heisst zweizinkiger Kleinbagger und Leitungspläne haben schonmal 5..8m "Toleranz"
Butzo
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Klaus Butzmann
Willi Marquart schrieb:
[...]
Da steht tatsächlich: | Der an Spannung liegende | und eingeschaltete (¥1´) FI-Schutz-Schalter muss | beim Betätigen des Testknopfes (¥Test´) auslösen. | Diese Prüfung sollte mindestens einmal im Monat | durchgeführt werden
Der Witz dabei ist, dass das aus einer Anweisung für einen Unterputz-FI stammt, der hinter einer Steckdose montiert wird. Ich stelle mir gerade vor, wie der unbedarfte Hausbesitzer einmal im Monat den Elektriker kommen lässt, damit der die Steckdose entfernt, um den FI zu testen.
Ich muss bastian widersprechen: Statt "So ist das nicht gedacht" hätte er schreiben sollen "Da hat jemand nicht gedacht".
IMHO steht diese monatliche Prüfung nur deshalb in den FI Anweisungen, damit die Hersteller rechtlich aus dem Schneider sind, wenn ein FI mal nicht funktioniert.
CU, Christian
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Christian Treffler

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