Einschaltstrom Elektromotor

Hallo,
ich möchte einen Elektromotor (Scheibenwischermotor) mittels Relais schalten. Normalerweise fliessen durch den Motor ca 2A Strom, ein 10A Relais sollte also
problemlos ausreichen.
Beim Einschalten fließt allerdings kurzfristig ein sehr hoher Strom, da ein Bleiakku als Stromversorgung dient.
Was kann/sollte man unternehmen, damit die Relaiskontakte nicht vorzeitig zerstört werden?
Ist die Zwischenschaltung eines Kleinen Widerstandswertes zweckmäßig?
Gruß
Elmar
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Elmar Haneke schrieb:

Das Abschalten wird mehr Ärger machen, da hilft ein Snubber (RC-Glied parallel zum Motor). Oder gleich elektronisches Lastrelais nehmen, dann aber mit Freilaufdiode am Motor.

Nö.
Gruß Dieter
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Wie muss der aussehen, wenn das Relais ein Umschalter ist, mit dem der Motoranschluss zwischen 0V und 12V umgeschaltet wird (zwecks Laufrichtungsänderung).

Eine Ergänzung: Ich möchte den Motorstrom zwecks Steuerung messen, dafür kommt ein 0,1 Ohm-Messwiderstand mit rein.
Da der Motor mit 12V, der Controller aber nur mit 5 V arbeitet, würde der Einschaltstrom eine Kurze Spannungsspitze deutlich über 5V erzeugen. Verkraften die ICs sowas oder muss da noch was gemacht werden. Wäre da ein zweiter Widerstand (Spannungsmessung zwischen beiden) sinnvoll?
Elmar
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Auch paralell zum Motor. Ich würde eine Freilaufdiode an den Kontakten benutzen.

Eher ein Spannungsteiler. Aber die Schaltung ist ja schon ein Spannungsteiler: Messwiderstand und Motor. Somit glaube ich nicht, dass dort mehr als 5V anliegen werden. Das würde ja bedeuten, das Rmess und Rmotor beide rund 0,1 Ohm hätten. Dann würden je 5V im Motor und im Widerstand abfallen (die Spannung des Akkus wird wohl bei 60A auf 10V absacken, zumindest in dieser Größenordnung - es sei denn, Du hast einen Riesenakku).
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Durch den zusätzlichen R würde halt der Widerstand des Motors erhöht.

Ist ein 26Ah-Akku, also schon "relativ" groß. Wirklich messen läßt sich der Einschaltstrom wohl nicht so einfach, da es nur ein sehr kurzer Peak ist.
Die Rechnung ist überigens nicht korrekt: Bei 60A Strom liegen am 0,1Ohm-Widerstand 6V an.
Elmar
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Klar, hab von hinten rum nach vorne gerechnet. Also von 12V / 0,2 Ohm auf 60A geschlossen, dann aber den Ri vom Akku betrachtet und die Akkuspannung auf 10V absacken lassen, welche ich dann auf die zwei als "gleich" anghenommenen Widerstände verteilt habe. Ist natürlich falsch, aber sowas sieht man immer erst hinter her.
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Elmar Haneke wrote:

Damit verringerst du zwar den Spitzenstrom aber du verlängerst den Einschaltvorgang, was "eigentlich"[!] dem Kontakt auch nicht gut tut. Einen Vorteil kann es haben, du schützt damit den Kommutator ein wenig aber so ríchtig wohl wäre mir nicht dabei. So ein Motor hat eh einen üppigen Kupferwiderstand.
Sorg dafür, daß das Relais "zügig" anzieht, nicht zäh. Dann lebt der Kontakt lang und macht dir Froidä.
Beim Öffnen gibt es 2 Möglichkeiten: entweder du sorgst für sehr schnelles Öffnen, damit der Lichtbogen keine Chance hat oder du unterdrückst den Lichtbogen mit einem RC-Glied. Aber das ist eine Krücke. http://www.geocities.com/franzglaser/txt/induk.html
MfG
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Wie kann man das beeinflussen?
Ich wollte das Relais mit einem "ULN2003A" Verstärker ansteuern, der vom Controllerport gesteuert wird. Das sollte doch eigentlich ohne relevante Verzögerung den Strom zum Relais schalten.

Wie kann man das öffnen beschleunigen?
Elmar
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Hallo, Elmar,
Du (nospam) meintest am 17.01.07:

Gleichstromschalter: Feder, Pressluft, Sprengstoff, ... Da gab und gibt es sehr interessante Entwicklungen.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen wrote:

Löffö! ;-))
Sag ihms halt: keine Diode und keinen C oder RC weit und breit. Das wird seiner Treiberschaltung nicht gefallen aber ich hab ihn ja gewarnt. Koppelrelais vielleicht.
Servas
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Franz Glaser (KN) schrieb:

Oder einfach bistabiles Relais mit zwei Wicklungen. Aber ich würde es eh mit Halbleitern machen. Und für seinen Shunt muss halt noch ein RC-Glied (Tiefpass) zum uC rein, den Rest macht dann die Schutzdiode des uC.
Gruß Dieter
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Elmar Haneke schrieb:

Durch bererregung (hhere Spannung anlegen als notwendig)

z.B. indem Du statt der "blichen" zur Relaisspule parallelen Diode eine Z-Diode nimmst. Gruss Harald
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Oder mit Pressluft. (Aber das ist schon n Rollstuhl)
Tschü Norbert
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Am Wed, 17 Jan 2007 13:33:55 +0100 schrieb Franz Glaser (KN)

Dürfte aber bei 12V nicht so schlimm sein. Gesehen: Anlasserrelais mit einfachen Kupferkontakten.
--
Martin

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Magnetschalter vom Anlasser. Ist aber andere Baustelle ;-))
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Am Thu, 18 Jan 2007 21:55:50 +0000 (UTC) schrieb Rudi Horlacher [Paul von

Warum? 12V ist beides.
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Martin

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Elmar Haneke wrote:

Falls das noch ein älterer Motor ist - die eingebaute Abschaltung, damit er definiert stehen bleibt, verursacht diesen hohen Strom. Versuch mal nur den Motor allein zu betreiben....
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Mit freundlichen Grüßen
Martin Riedel
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Am Wed, 17 Jan 2007 13:48:24 +0100 schrieb Martin Riedel

Wie sollte sie? Es ist ein Kontakt, der den Motorstrom unterbricht, wenn die Endposition erreicht ist, bei manchen wird der Motor zur Bremsung dann auch noch Kurzgeschlossen, von diesem Strom sollte die Batterie und das Relais aber nichts mitbekommen. Auf den Einschaltstrom sollte die Abschaltung keinen Einfluß haben. Ausser sie ist falsch angeschlossen. Es handelt sich vielmehr um das typische Verhalten eines Gleichstrommotors, solange er steht wird der Strom nur durch meist kleinen ohmschen Widerstand des Ankers bestimmt. Wenn er sich dreht baut er als Generator eine gegen-EMK (Spannung) auf. Der Strom wird dann durch die Differenz zw. dieser und der Batteriespannung (und den Ankerwiderstand) bestimmt. Dadurch ist der Strom eines E-Motors stark vom abverlangten Drehmoment abhängig, seine Aufnahmeleistung stark von der Abgabeleistung.
--
Martin

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Martin Lenz wrote:

Dieser Kurzschluß geht meiner Erinnerung nach nur über die Feldwicklung. Beim Wiedereinschalten muß der Motor erst mal ein kurzes Stück "kurzgeschlossen" anlaufen, dann öffnet dieser Kontakt - daher ein sehr hoher Einschaltstrom. Der Batterie macht das nichts aus, die kann solche Stromspitzen bequem liefern. Probiert man das Ganze am (strombegrenzten) Labornetzteil aus, merkt man's deutlich. Nimmt man diese Abschaltung weg, läuft der Motor wunderbar an.........
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Mit freundlichen Grüßen
Martin Riedel
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Am Fri, 19 Jan 2007 20:15:58 +0100 schrieb Martin Riedel

Bei dem Motor, den ich zuletzt in den Fingern hatte gab es keine Feldwicklung (Permanentmagnet. Der Ausschaltkontakt ist ein Umschalter (zw. Plus und Masse), den man an den Anschluß für die erste Stufe schaltet). Wenn man den Motor einschaltet, dann muß man den Motoranschluß von diesem Schalter trennen. Leider hat der verwendete Schalter keinen passenden ruhekontakt, daher haben wir das mit einem Relais nachgebildet. Das schaltet jedoch zu langsam, sodaß der beschriebene Kurzschluß tatsächlich zeitweise auftritt. Die 20A Sicherung mag das nicht, eine 30A Sicherung ist keine wirklich optimale Lösung, ich hoffe, daß der FET-Schalter (er muß _ein_schalten bevor Strom fließt, nicht den Ruhekontakt aus) wirklich Abhilfe bringt.
--
Martin

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