Hybrid-Elektromotor

Ich habe neulich etwas von einem Hybrid-Elektromotor gehört. Dabei
soll es sich allerdings nicht um eine Synchron- oder Asynchronmaschine
handeln, die in einem Hybridfahrzeuug einen Verbrennungsmotor
unterstützt. Viel mehr soll es sich um eine Kombination aus Synchron-
und Asynchronmaschine handeln. Sinn ist der Einsatz in Fahrzeugen und
soll die Vorteile von beiden Maschinentypen verbinden.
Wer hat von einem solchen Motor gehört und kann mir Näheres dazu
schreiben?
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Stefan Sonntag
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"Stefan Sonntag" wrote beiden Maschinentypen verbinden.
Halli-Hallo, es gibt Regelungskonzepte für Synchronmotoren wo der FU eine Feldschwächung des Syn. Motors regeln kann. Dadurch wird das Drehzahlband größer. Ob Du das meinst, weiß ich nicht. Gruß Schorsch
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Georg Kaiser
Hallo, Stefan,
Du (stefansonntag) meintest am 03.12.04:
Für Kleinmotoren ist das ein uralter Hut: asynchron in die Gegend der Synchron-Drehzahl hochlaufen, und dann "kippt" der Motor auf Synchrondrehzahl.
Viele Grüße! Helmut
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Helmut Hullen
Am 2004-12-03 schrieb Stefan Sonntag:
Motoren mit den Eigenschaften gibt es mehrere, wie den Reluktanzmotor zum Beispiel.
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Juergen Bors
Den geschalteten Reluktanzmotor (GRM) sehe ich nicht als Kombination von Synchron- (SM) und Asynchronmaschine (ASM), da er meiner Meinung nach eine bedeutend unterschiedliche Betriebsweise hat:
SM und ASM benötigen zum Betrieb einen min. 3-phasigen Drehstrom und haben sowohl läufer- als auch ständerseitig Wicklungen. Bei der ASM sind die Läuferwicklungen kurzgeschlossen, bei der SM mit einem Gleichstrom beaufschlagt. Bei beiden Maschinen werden so zwei Magnetfelder erzeugt - eines durch das Drehfeld im Ständer, ein zweites im Läufer (bei der SM durch den Gleichstrom, bei der ASM durch die asynchrone Drehzahl und der Kurzschlusswicklung).
Beim GRM gibt es im Gegensatz dazu nur ein Magnetfeld (zu einem Zeitpunkt). Dieses wird durch einen Gleichstrom in den Ständerwicklungen erzeugt und je nach Läuferstellung auf ein Spulenpaar geschaltet. Der Läufer hat hierbei lediglich die Aufgabe, als magnetischer Leiter zu fungieren und wird so, bedingt durch die Bauform, bewegt.
Bei einem Hybrid-Elektromotor als Kombination aus SM und ASM hatte ich an eine Umschaltung im Läufer gedacht. Aber sicher bin ich mir dabei auch nicht...
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Stefan Sonntag
Hallo Schorsch,
ich hatte das Ganze mehr als einen konstruktiven Eingriff in den Motoraufbau verstanden und dabei an eine Umschaltung der Läuferwicklung von Gleichstrom (Synchronmaschine) auf Kurzschluss (Asynchronmaschine) während des Betriebes gedacht. Sollte grundlegend eigentlich möglich sein...
Die Möglichkeiten der Drehzahlregelung mit einem Frequenzumrichter sind mir bekannt, ändern nichts an der Funktionsweise einer SM.
Trotzdem Danke, Stefan
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Stefan Sonntag
Am 2004-12-06 schrieb Stefan Sonntag:
[...]
Beim Reluktanzmotor wird normalerweise nichts geschaltet, er läuft asynchron an und durch geeignete Luftspalte, Bleche/ Alueinlagen bildet sich ein Magnetfeld mit ausgeprägten, schmalen Polen, welches den Motor in einen synchronen Lauf zieht, wobei es je nach Belastung einen größeren oder kleineren Versatzwinkel zwischen Läufer und Ständerfeld gibt. Die Motoren laufen also wie untererregte Synchronmotoren und haben einen schlechten cos(phi)(0,6) und einen schlechten Wirkungsgrad. (0,6)
Es gibt auch Synchronmotoren, die neben Dauermagneten (permanent erregter Synchronmotor) auch einige Kurzschlusswindungen auf dem Läufer haben, auch diese laufen asynchron an und synchron weiter.
Motorbauformen gibt es wie Sand am Meer, selbst einen Spaltpolmotor kann man in entsprechender Bauform zu einem synchronem Lauf verhelfen, zumindest, wenn er als Langsamläufer gebaut wurde...
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Juergen Bors

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