Bauwerkstrockenlegung durch Elektroosmose

Liebe Gemeinde,
Da ich mir nicht im Klaren bin welche Gruppe hier Sinnvoll ist, wäre es
schön wenn jemand kurz eine Rückantwortgruppe einsetzen würde,
Dankeschön ;o)).
Also, das Problem ist das mein Vater von mehreren Firmen (Wigopol und
Aquapol) Angebote hat mit diesen, IMHO ominösen, Elektrischen
Trockenlegungsverfahren die Kellerwände zu trocknen. Mir ist klar das
man mit einer Antenne oder einigen Elektroden in der Wand das Wasser
nicht dazu bringt nach unten zu fliessen.
Hier ein paar Eckdaten zum Haus:
- Reihenhaus aus Schlackesteinen
- Putz fällt im unteren Bereich von der Wand
- Salpeter(?)auslühungen die man abkehren kann.
Wie nun, und das ist mein eigentliches Anliegen, kann ich meinen Vater
(und meinen Bruder, Schwager, Schwägerin, Oma) davon überzeugen das das
nicht funktioniert? Ich meine 3000-4000 EUR sind für eine trockene Wand
recht günstig, das erschwert die Sache.
Vielleicht kann MICH jemand davon überzeugen das es doch funktioniert.
Womöglich zieht ja auch die Wand die Luftfeuchtigkeit aus dem Keller?
Auf einen klärenden Anstoss hoffend,
bye uwe
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Uwe 'hammernocker' Roßberg
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es wird unumgänglich sein, den Keller von außen trockenzulegen, weil sonst das Wasser wiederkommt.
3000-4000 Lehrgeld sind eine Menge.
Ein Minibagger mit 2 Mann schafft das in 3 Tagen.
w.
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Helmut Wabnig
Das Thema hatten wir hier in dsp zuletzt vor ein paar Monaten. Wenn ich mich recht erinnere, kam damals ein Brainstorming nach möglichen Wirkungsmechnismen auf nichts, was auch nur den Hauch einer Plausibilität hätte. Dazu kamen Vermutungen, wie es zu einem Placebo-Effekt kommen kann und die betreffenden Kunden mit gutem Gewissen erklären, das Gerät hätte geholfen.
sind völlig irrelevant.
Eventuell hilft ein Verweis auf die Titel, die die hier diskutierenden zu Recht führen dürfen ---> Haufenweise Doktores, dazu ein paar Proffessores.
Ich meine, 3000-4000 EUR sind recht viel Geld für eine Quacksalberei. Wenn Deine Verwandten den gleichen Effekt günstiger haben möchten, installiere ich für nur 1000 EUR gerne einen wassersaugenden Diodenlaser. Dessen dunkelrotes Licht schiebt das Wasser mit quantenoptischer Kraft aus der Wand...
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Kai-Martin Knaak
Zu billig. Aber das kannst Du über die Serviceeinsätze zum Wechseln der Knopfzelle im Pointer wieder reinholen.
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Raimund Nisius
Zieh' einfach horizontale Drainagen um das Fundament ein. Das macht dir z.B.
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mit einem patentierten Verfahren mit nur kleinen Baugruben und Horizontalbohrmaschine.
Servus Christoph Müller
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Christoph Müller
In der Regel entsteht der Eindruck, dass die Maßnahme erfolgreich war dadurch, dass die Belastunmg durch Feuchte und Salz gar nicht groß ist und der Putz halt 30 oder 50 Jahre gehalten hat, ehe er im Keller dann doch irgendwann heruntergefallen ist. Das heißt, auch der neue Putz wird wieder einige Jahre halten, je nach Versalzung des Mauerwerks und Sorgfalt der Arbeit.
Außerdem werden im Zuge der "Trocknung" einige "flankierende" Maßnahmen durchgeführt, die unter Umständen den eigentlichen Erfolg ausmachen.
Mißerfolge tauchen in den Referenzlisten natürlich nicht auf und geprellten Kunden wird es eher peinlich sein darauf hereingefallen zu sein. Wenn sie trotzdem klagen, geht das im allgemeinen Geschrei über Pfusch am Bau unter und wird den Handwerkern im Allgemeinen angelastet.
Gruß, Udo
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Udo Forstmann
Schnipp
Hallo zusammen,
ich habe meinen Keller trocken bekommen, indem ich viele Löcher schräg von innen in die Wand auf der ersten Lage Ziegel gebohrt habe. In die Löcher kamen Spreizanker mit einer Gummidichtung. Durch diese Anker wurde dann mit Hochdruck, so zwischen 50 bis 150 Bar, Polyuretan eingedrückt. Dieser Kunststoff dringt dann in alle Hohlräume ein, dichtet ab und härtet aus, bleibt dabei aber elastisch. Die rel. Luftfeuchtigkeit sank daraufhin auf etwa 50% ab. Die Wände sind trocken.
Das Verfahren wird von der Firma WEBAC in Hamburg angeboten. Man kann das selbst durchführen. Die Preise für die Chemikalien sind moderat. Einziger Kostenpunkt ist die Hochdruckpumpe, die man aber mieten kann.
Gruß Manfred
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Manfred Kuhn
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Womöglich ja. Die so genannte "aufsteigende Feuchte" ist oft lediglich ein erhöhter Feuchtegehalt wegen Salzbelastung im Mauerwerk. Deine Salpeterausblühungen deuten darauf hin, dass das hier der Fall sei könnte. Sollte vor Ergreifen eventuell zweifelhafter Maßnahmen abgeklärt werden. Siehe z.B.
H. Künzel: Schadensursache bei alten Gebäuden: Aufsteigende Feuchte, hygroskopische Feuchte oder Tauwasser? IBP-Mitteilung 337
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Tschau, Thomas
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Thomas Schmidt
Hallo,
das kann passieren, wenn man im Sommer schön warme Luft von draussen in den kühlen Keller lässt. Wenn dann die absolute Feuchte der Aussenluft grösser ist als die absolute Feuchtigkeit der Kellerluft, dann entfernt man durchs Lüften keine Feuchtigkeit sondern man fügt noch welche hinzu. Wird an der kalten Kellerwand der Taupunkt dabei unterschritten kondensiert Wasser an der Oberfläche und die Wand wird feuchter.
Bye
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Uwe Hercksen
Uwe 'hammernocker' Roßberg schrieb:
Vielen dank an dieser Stelle für eure Mühe. Im Prinzip habe ich es geahnt.
Die 2. Schwirigkeit besteht aber weiterhin. Ich muss das nun überzeugend rüber bekommen. Inzwischen habe ich etliche dokumente gefunden die klar machen was da wie passiert, und warum das nicht auf Mauerwerk übertragbar ist. Ebenso entsteht ein Nachbau des Funkdingens (Schaltplan vom Patentamt, Schwingkreis der rechteckig mit Netzfrequenz angefahren wird) zur inausgenscheinname einer der fraglichen Gerätschaften.
Aber etwas gutes hat das ganze, ich habe ein Weihnachtsgeschenk. Nämlich eine begehung mit einem Bausachverständigen. Soll heissen das ich sowas eben als Weihnachtsgeschenk finanzieren und einrühren muss ;o)))
THX und bye uwe
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Uwe 'hammernocker' Roßberg
Falls mit Elektroden in der Wand/Erde und Gleichstrom gearbeitet wird so funktioniert es zumindest theoretisch, das Problem scheint die Korrosion der Elektroden zu sein. Bei richtiger Polung der Elektroden wird das Wasser in den Boden zurückbefördert.
Ernst
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Ernst Keller
Auf deren Website gibt es ein lustiges Fangspie,l mit der Maus den Menupunkt "Technische Daten" zu erreichen. Über den Quelltext der Seite kann man den Link aber finden.
| bis ca. 8 Wh - ca. ¤ 0,75 pro Monat
In at kostet die kWh 93¤?
| Funktions-LED am Gerät
6,5mA * 1.7V * 720h = 8Wh
Die ganze Leistungsaufnahme des Gerätes geht für die LED drauf. Kai Martin, Du kommst zu spät!
Schmarren! Bei jeder Polung erzeugt man Knallgas und/oder Elektrolyseprodukte der gelösten Salze. Dann gehen nicht nur die Elektroden kaputt, sondern auch die Mauer.
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Raimund Nisius
Raimund Nisius schrieb
ich vermute gemeint ist 8Wh pro Stunde -> 5,76kWh im Monat -> bei 13cent die kWh sind das dann 75cent/Monat
ist warscheinlich haupts=E4chlich die Verlustleistung des Netzteils f=FCr den LED-Betrieb ;-)
Gruss Steffen.
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Steffen Stein
Hallo Raimund Nisius, du hast geschrieben:
Das erinnert mich an sehr anschauliche Versuche mit dem Hoffmann?schen Wasserzersetzungsgerät. Geht die Mauer dann kaputt, wenn man in solchen Räumen unvorsichtigerweise mit Feuerzeugen hantiert? :-) Gruss Hubert
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Hubert Bigerl
Bei 8 Wh/Monat diffundiert eher Knallgas von draußen rein, als daß die Elektrolyse es anreichert...
Wenn man Nitrate elektrolysiert bildet sich Salpetersäure. Das kriegen dann die Schergen des Innenministers raus und die kratzen das Zeug terrorprophylaktisch aus der Wand.
F'up 2 dsim
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Raimund Nisius
Nicht zu vergessen den Betriebsstundenzähler!
F'up 2 dsim
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Raimund Nisius
Hallo Raimund Nisius, du hast geschrieben:
Schade :-( das hätte mir gefallen. Nach der Devise: "Kleine Sünden straft der Herr sofort."
Was solls, so gehts halt über die Brieftasche.
Gruss Hubert
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Hubert Bigerl
Nein. Das sind auschließlich Kosten ohne Nuzen.
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Raimund Nisius
Am Sat, 12 Jul 2008 11:55:25 -0500 schrieb Daniel Frei:
Schwachsinn und seit Jahren bekannt. Aber Dummheit ist bekanntlich dauerhafter als Besoffen :-)
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Peter Niessen

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