Strahlungsarme Stahl-Panzerplatten

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Moin,
ich hätte ein paar Tonnen (eine LKW-Ladung) radioaktivitätsarmen Stahl
vermutlich von einem Kriegsschiff aus dem Zweiten Weltkrieg zu
verkaufen zum Bau von Strahlungsmeßkammern o. ä. Es handelt sich um
ein paar "mit dem Messer-Griesheim-Schlüssel abgeschraubte" etwa
rechteckige Blechstücke von ungefähr 15 cm Dicke und einigen
Quadratmetern Fläche, jeweils ein bis zwei Tonnen schwer, zusammen
auch wohl ausreichend für eine Groß-Meßkammer.
Wie finde ich die Interessenten dafür? (Der Stahl sollte wohl deutlich
mehr als den Schrottpreis von ca. 200 Euro/t wert sein - kennt jemand
aktuelle Zahlen?)
Gruß aus Bremen
Ralf
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Ralf Kusmierz
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Ralf Kusmierz schrieb:
Es heißt, Physiker wären ganz scharf drauf.
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Grüße, Joachim
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Joachim Pimiskern
Haha, exakt eine Zeile zu tief...
Wenn es sich auch nur vermutlich um Material von Kriegsschiffen handelt, w=FCrde ich mich mit den gesetzlichen Regelungen auseinandersetzen.
Best regards,
Stefan
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Stefan Ollermann
Physike? Hm.. vielleicht sollte er dann mal in einer Physik-NG nachfragen. Ups.. hat er ja schon.
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Thomas Müller
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begin quoting, Stefan Ollermann schrieb:
Kleiner Scherz? Schau Dir die "Warenbeschreibung" doch noch einmal genau an - der Stahlschrott wird sich sicher nicht spontan wieder zu einem Schlachtschiff zusammenschrauben, aufmunitionieren und den Zweiten Weltkrieg nachträglich gewinnen. Da sind schlicht nach dem Krieg aufräumenderweise demolierte Schiffswracks verschrottet worden, und von den "ofengerechten" Brocken sind mir ein paar zugelaufen - zwar kann ich den genauen Ursprung wohl nicht mehr nachweisen, aber für die Materialbeschaffenheit wird auf Wunsch ein Aktivitätsgutachten vorgelegt, aus dem die Unbelastetheit mit künstlichen Radionukliden hervorgeht.
(Man könnte auch eine chemische Analyse machen lassen, aber die kostet hier in einem Werkstofflabor etwa 200 Euro, und ich nehme an, daß sich ein Anwender, der den Stahl als Meßkammerabschirmung verwenden möchte, für die genaue Legierungszusammensetzung nicht interessiert, denn die Abschirmung "steht ja nur rum".)
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz
In den D-NGs hat es extrem viele Polizisten. Der hier schiesst den Vogel ab, wieviele Kriegsschiffe sind wohl in Indien zerlegt worden? Ein Französisches wegen Asbest nicht.
Ernst
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Ernst Keller
^^^^^^^^^^ Für einen möglichen Ineressenten wird eine genauere Quellenangabe nötig sein.
Frag mal bei den entsprechenden Uni-Instituten nach z.B.
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oder
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Ich hatte bisher ähnliches hauptsächlich von Blei gehört. Bedenke, dass Transport auch nicht umsonst ist.
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Kai-Martin Knaak
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begin quoting, Kai-Martin Knaak schrieb:
Wozu? Der will die Beschaffenheit und nicht die Herkunft wissen. (Letztere läßt sich wahrscheinlich nicht mehr genau herausfinden, zumindest nicht mit vertretbarem Aufwand.)
Gute Idee.
Für Blei aus alten Schiffen stimmt das natürlich auch, aber ich habe nunmal Stahl.
Was so eine LKW-Ladung nun einmal kostet ...
(Da kommt noch ein bißchen mehr zusammen, z. B. Reinigung (Rostentfernung) und Verladung, und gewogen werden muß das Zeug auch. Evtl. ist es günstiger, am Lagerort (Halb-)Fertigteile nach Zeichnung herzustellen und die dann zu versenden als nur den "Rohstoff".)
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz
Ernst Keller schrieb:
Da würde ich mir jetzt eher weniger Sorgen machen. Das Schiff muss ja noch den oberirdischen Atombombenversuchen gesunken sein. Egal, was da sonst noch war - die Geschichte dürfte so oder so verjährt sein. Damit hat dann auch keine Polizei mehr was zu melden. Es sei denn, das Zeug wurde geklaut, wovon ich aufgrund der allgemeinen Unschuldsvermutung erst mal nicht ausgehen würde. Solches Zeug würde doch kein Mensch öffentlich anbieten wollen. Dann kann er es ja gleich zu Polizei bringen.
Servus Christoph Müller
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Christoph Müller
Ralf Kusmierz schrieb:
Sollte auch nur im Entferntesten der Verdacht aufkommen, dass es sich um Hehlerware handeln könnte, dann wäre so ein Nachweis zumindest nicht schlecht. Dem Käufer wird wahrscheinlich deine Adresse reichen. Der Polizei musst du dann aber ggf. klar machen, woher du das Zeug hast usw.
Servus Christoph Müller
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Christoph Müller
Kai-Martin Knaak verfasste am 11.12.2006 00:43:
Das sind keine Schrottverwerter. Ich würde mich an kompetente Stahlhändler oder Recycling-Firmen wenden. Also nicht den Schrottplatz hinterm Haus.
Joachim
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Joachim Schmid
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begin quoting, Christoph Müller schrieb:
Das sollte wohl "vor" oder "nach" heißen. Alles falsch: Die Radioaktivität kommt dadurch in den Stahl, daß kontaminiertes Material aus nukleartechnischen Anlagen in den Schrottkreislauf gelangte - es muß also der Stahl vorher produziert worden sein, wann das Schiff abgewrackt wurde, ist irrelevant, und gesunken muß es natürlich auch nicht gewesen sein, es könnte auch ganz normal auf Reede gelegen haben und verschrottet worden sein.
Mal ganz abgesehen davon, daß die Polizei nicht selten Probleme hat, offensichtliches Diebesgut rechtmäßigen Eigentümern zuzuordnen: Der VP spielte wohl auf Dinge wie das Kriegswaffenkontrollgesetz usw. an. Bloß interessiert sich das herzlich wenig für einen Haufen in "handliche" Brocken zerlegten Schrott. (Schrott wird inzwischen übrigens häufig geklaut - "meiner" ist hauptsächlich da dadurch geschützt, daß die Stücke für einen einfachen Abtransport zu schwer sind, aber das ist relativ.)
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz
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begin quoting, Christoph Müller schrieb:
Den legalen Erwerb kann ich problemlos nachweisen. Nicht mehr bekannt ist lediglich, aus welchem Schiff der Stahl stammt - der liegt nämlich schon ein halbes Jahrhundert an Land, er könnte genauso gut von einem gesunkenen oder aufgebrachten feindlichen Schiff stammen wie von einem deutschen, oder auch von einem nicht fertiggestellten Schiffsbau. Vermutlich kommt er irgendwo hier aus der Umgebung, aber es sind hier massenweise Werften und andere Unternehmen, die sich mit sowas befaßten, verschwunden - wen soll man da fragen.
(Daß er "alt genug", also wirklich radioaktivitätsarm, ist, dafür gibt es allerdings triftige Gründe, aber die kann ich hier nicht näher ausführen.)
Wie könnte man die Herkunft theoretisch feststellen? Natürlich über eine chemische Analyse, dann weiß man, aus welchen Erzen und Zuschlagstoffen der Stahl erschmolzen wurde, und irgendwelche Schiffbaufachleute könnten wohl anhand der vorhandenen Reste auch den Schiffstyp bestimmen, dann braucht man bloß noch zu suchen, wo die entsprechenden Schiffe abgeblieben sind - stellt sich heraus, daß davon einige hier an der Küste abgewrackt wurden, dann hätte man vielleicht eine Zuordnung. Aber wozu?
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz
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begin quoting, Joachim Schmid schrieb:
Der Stahl soll nicht in den Hochofen, sondern ist Halbzeug - man braucht dafür den Anwender, nicht einen Recycler. Und diese Meßzellen werden wohl kaum "von der Stange" gefertigt, sondern individuell nach Anwenderwunsch, insofern ist man bei den "Instituten" schon ganz richtig.
Erfreulicherweise sind wir hier an der Küste, das Material läßt sich also problemlos verschiffen und damit international verkaufen.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz
Ralf Kusmierz verfasste am 11.12.2006 09:35:
[ ] Du weißt, was "Materialverwertung" bedeutet
[X] Du solltest wissen, dass Forschungsinstitute zwar Werkstätten haben, aber keine Messgerätehersteller sind.
Ooch, man kann auch aus dem Binnenland weltweit versenden.
Joachim
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Joachim Schmid
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begin quoting, Joachim Schmid schrieb:
[ ] Stimmt.
[ ] Das weiß ich.
Eine Abschirmung für eine Meßstelle würde ich aber auch nicht unbedingt als "Meßgerät" bezeichnen - ab gewissen Dimensionen ist so etwas eher ein baulicher Bestandteil, bei ein paar Tonnen Abschirmung hat jedenfalls der Statiker gewöhnlich ein Wörtchen mitzureden. Wir sind da bei "Anwendern" schon goldrichtig, auch, wenn die die Ausführung wohl kaum ihren mechanischen Werkstätten aufs Auge drücken können.
Wobei: Solche Abschirmungen müssen auch nicht "am Stück" sein - sie sollte auch problemlos aus einander überlappenden "Kacheln" zusammensetzbar sein, die dann ggf. deutlich "leichter" handhabbar sind. Ich wüßte wirklich nicht, warum man Zwischenhändler braucht, wenn man auch individuell zueinander finden kann.
Sicher.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz
Üblicherweise sind sie durchaus mit der Errichtung der entsprechenden Messkammern und konkreten Messanordnungen befasst. Für kommerzielle Fertigung ist die Stückzahl zu klein und die jeweiligen Anforderungen zu speziell.
Die von mir genannten Institute haben die Aufgabe, radiologische Analysen zu machen, wenn dies von Staats wegen gebraucht wird. Nach dem Tschernobyl-Unfall war aufgefallen, dass es ein öffentliches Interesse daran gibt, eine entsprechende Infrastruktur vorzuhalten.
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Kai-Martin Knaak
Karlsruhe fehlt noch.
Kerntechnik, nukleare Entsorgung, Reakrorsicherheit, Hauptabteilung Sicherheit/Strahlenschutz
Von letzteren weiß ich, daß sie auch empfindliche Messungen im Umwelt/ Spurenbereich machen.
Kristian
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Kristian Neitsch
Vermutlich hat jedes Bundesland so ein Institut, um die Aufsicht über die auf ihrem Gebiet betriebenen Kernkraftwerke messtechnisch zu unterstützen.
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Kai-Martin Knaak
Am Mon, 11 Dec 2006 14:20:20 +0100 schrieb Ralf Kusmierz:
Nach längerem Nachdenken: Ich kaufe den Kram. Nenne einen Preis und gut ist das.
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Peter Niessen

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