Inbetriebnahme von Solarparks

Hallo allerseits,
wie läuft eigentlich die Inbetriebnahme von größeren PV-Anlagen (so im dreistelligen kW-Bereich bis hin zum hohen einstelligen
MW-Bereich) technisch ab? Soweit ich das verstanden habe liefern die Panels sofort nach ihrem Aufbau Spannung (wenn sie nicht abgedeckt sind). Hintergrund ist, dass hier in der Nähe gerade ein doch recht eindrucksvolles Solarfeld aufgebaut wird und ich mich frage, wie die das Ding erstens zusammen schalten und zweitens ins Netz einbinden wollen (die Panels sind nicht abgedeckt).
Oder wie läuft das mit der Instandhaltung, wenn mal ein Panel ersetzt werden muß. Geht da der gesamte Park außer Betrieb oder gibt es andere Möglichkeiten (Kurzschließer an den Panels habe ich nicht gesehen)?
Fragend Jörg
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Mir erklaerte jemand kurz und buendig, die Stecker werden einfach nur ineinander gesteckt. Das hoerte sich so an, als koenne man dabei nichts falsch machen. Aber wer jemals da- bei war, wie eine solche Anlage in Betrieb genommen wurde, wird es aus "erster Hand" wissen. Ich bin gespannt.
K.L.
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Am 17.07.2012 01:30, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

An den Panels selber mag es einfache Steckverbinder geben. Insgesamt ist die Inbetriebnahme sicherlich aufwendiger. Hier bei mir nebenan wurde gerade so eine Anlage aufgebaut. Die ist aber offensichtlich noch nicht am Netz. Als erstes wurde ein grüner Kasten aufgestellt, sieht aus wie das Gehäuse eines Trafos, ca. 2m lang, 1m breit und 1,5m hoch. Keine Ahnung, ob da eventuell auch der Umrichter drin steckt. Installiert wurde der Kasten von der Firma, die hier die Kabelarbeiten für das EVU macht.
Parallel dazu wurden Solarpanels auf dem Dach installiert. An der Gebäudewand wurde ein Kabelkanal angebracht. Aktuell hängen ca. 8-10 dicke Kabel halb im Kabelkanal herunter. Die Enden sind offen und müssen wohl als nächstes am "Trafo" angeklemmt werden.
Könnte auch sein, dass da noch der Umrichter fehlt und es sich bei dem grünen Kasten wirklich nur um einen Trafo handelt. Seit ein paar Tagen passiert da auf der Baustelle nichts. Vieleicht warten die auf Material.
Ich würde mal vermuten, dass man über die 8 Kabel die Anlage teilweise an- und abschalten kann.
Gruß
Stefan
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On 17 Jul., 14:55, Stefan <Hier-steht-absichtlich-keine-E-Mail- Adresse.xy> wrote:

Laut Georg Wieser wird zwischen Theorie und Praxis unter- schieden. Praktisch scheint alles zusammengesteckt zu werden. Wie der letzte Schritt aussieht, kannst Du eigent- lich ganz direkt vor Ort erfragen. Die Monteure muessten Dir das sagen koennen.
K.L.
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Am 17.07.2012 01:30, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Wenn Du dabei keine Strings mit hunderten von Solarzellen erzeugst sondern den Verlegeplan einhältst und pro String die rund 8-900V nicht überschreitest ist alles OK
Aber wer jemals da-

Theoretisch dürfen die Strings nur im spannungslosen Zustand (bei Nacht???) in den Wechselrichter gesteckt werden.
Praktisch habe ich das noch nie erlebt. Die werden gesteckt wie sie gerade kommen.
Wenn alles fertig ist kommt der Freundliche vom EVU und nickt. Dan schaltest Du die LS (Sicherungsautomaten) ein und die Anlage läuft.
Wie bei der Sendung mit der Maus. Ganz einfach.
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Vermutlich ist noch nicht alles okay. Es bedarf einiger Zu- satzmassnahmen. Welche?

Praktisch? Die Praxis unterscheidet sich oefter gerne von der Theorie.

Das hatte ich vermutet.

Ich musste lachen, weil es offensichtlich auch laufende Anlagen gibt, also durchaus solche, die nicht auf dem Dach bleiben wollen. Aber sCherz beiseite.

Gut, dass Du die ZDF-Sendung erwaehnst. Dort sollte vielleicht die PV-Panel-Montage lieb und nett vorgestellt werden. Dann versteht das auch jeder Laie. Die meisten Zuschauen sind so- wieso Erwachsene, vermute ich.
K.L.
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Am 17.07.2012 00:39, schrieb Joerg Bradel:

Wenn die Anlage fertig ist.... LS einschalten. Läuft. Den Rest steuern die Wechselrichter.
Bei "Richtig großen Anlagen" mag sein, daß die Wechselrichter sowas wie einen "Softanlauf" haben.
Und Panels kurzschließen ist ne ganz dumme Idee ;-)
Es macht doch nichts wenn Spannung anliegt? Solange kein Stromkreis da ist fließt auch nix. Die Stecker moderner Systeme sind berührungssicher.
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Am 18.07.2012 15:03, schrieb Georg Wieser:

Warum? Voller Strom->keine Spannung -> kaum Verlustleistung außerhalb des Panels.
Das Panel kann die 20% mehr Wärme doch normalerweise locker wegstecken (die 80% sind Sonnenwärme)
Michael
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Georg Wieser schrieb:

NUHR!
NUHR!
1: Das Kurzschliessen ist gängige Praxis und seit Ewigkeiten bewährt! Schau mal unter Shuntregler
2: Frag mal die Feuerwehr wie gut die verlegten Kabel bei einem Brand isoliert bleiben oder als offene Enden am halb eingebrochen Dach irgendwo rumhängen. Und dann ein paar hundert oder gar tausend Volt drauf sind.
Siehe u.v.a.
http://wirtschaft.t-online.de/solardaecher-stellen-feuerwehr-vor-probleme/id_42473742/index
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Sie mich auch Herr Fettig.
Anscheinend geht es doch ein Panel kurzzuschließen ohne daß dramatisch was passiert. Ich hab mal gesehen was "vor" dem Kurzschluß passiert, und der Lichtbogen hat mich davon überzeugt gar nicht erst drüber nachzudenken was ein Kurzschluß verursachen würde. Jedoch treten anscheinend bei einem richtigen Kurzschluß andere Phänomene in den Vordergrund und verhindern, daß sich die Panele in Rauch auflösen.

Passt schon, daß Du Deine Kinderstube mit Warp 2 durchflogen hast weiß hier eh jeder.

http://wirtschaft.t-online.de/solardaecher-stellen-feuerwehr-vor-probleme/id_42473742/index
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Georg Wieser schrieb:

Was soll denn da groß passieren?
Gruß aus Bremen Ralf
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R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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Georg Wieser schrieb:

Um genau diese Anlagen geht es. Der Park hat ca. 40000m^2 Grundfläche. Einfach mal so einen Kabelkanal an die Haus- wand nageln und die Drähte in den WR stecken geht da nicht. Oder etwa doch? Das war meine Frage. Wie errichtet (verkabelt) man so ein Teil und nimmt es anschließend in Betrieb? Die Größe der Anlage läßt vermuten, daß es da um Leistungen im MW-Bereich geht.
Ich werde wohl mal hintappern und die Jungs fragen. Die schrauben das Ding bei Tageslicht ohne abgedeckte Panels zusammen.
VG Jörg
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Joerg Bradel schrieb:

Und wo siehst du da das Problem? Die Panels und die daraus zusammengeschalteten Strings sind doch bis zum Einstecken und ggf. auch bis zum Einschalten des LS potentialfrei. Du darfst nur nicht beide Pole gleichzeitig in die Hand nehmen. Ansonsten wird man da vermutlich nicht mit einem einzigen Wechselrichter arbeiten. Hier im Haus gibt es zwei Stück davon für 40kWp.
Gernot
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Gernot Griese schrieb:

Nirgends. Ich wollte einfach nur mal einen Blick über den Tellerrand werfen und wissen, wie diese Anlagen, in dieser Größe, gebaut und betrieben werden, da ich beruflich mit dem Betrieb elektrischer Systeme (die allerdings _etwas_ größer und zu 99% nicht gleichgerichtet sind) zu tun habe.
Naja, ich werde mich dann wohl beim Parkbetreiber nebenan mal einladen und ein paar Fragen stellen...
VG Jörg
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Gute Idee. Vergiss nicht, uns davon zu berichten.
K.L.
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Ich habe eine Beteiligung an einer 7,5 MWp PV Freiflchenanlage, welche eine Grundflche von 15 ha hat. Da wird man mit 40 ha schon deutlich im 2stelligen MWp Bereich liegen.
Beim Einschalten kann man ja die einzelnen Wechselrichter nacheinader in Betrieb nehmen.
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Martin Kobil schrieb:

Aha, jetzt wird langsam Licht. Beim Vorbeifahren habe ich gesehen, daß da an jeder Zeile (das sind wohl die Strings, von denen hier gesprochen wurde) ein Kistchen (grob geschätzt 1x0.5m) montiert wird. Das ist wohl der Wechselrichter, welcher dann wieder auf eine WS-Ringleitung speist. Teilt man den Park in drei gleiche Teile und verlegt drei getrennte WS-Ringleitungen, erhält man am Übergabetrafo ein symmetrisch belastetes Drehstromsystem.
Auch die Instandhaltung wäre kein Problem. Einfach die Zeile am WR ausknipsen und gut. Der restliche Park macht weiter Betrieb.
Kommt das in etwa so hin?
VG Jörg
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On Sun, 22 Jul 2012 19:30:37 +0000 (UTC), Joerg Bradel

Man teilt den Park nicht in drei Teile um Drehstrom zu bekommen sondern jeder der Wechselrichter generiert direkt Drehstrom, bei größeren Parks auf Mittelspannungsniveau.
Manche Hersteller bieten die Möglichkeit einen Pool von kleineren Wechselrichtern zu bilden aus dem sich dann je nach verfügbarer Leistung genau soviel Wechselrichter aktiv schalten um die Leistung einzuspeisen. Dies sorgt dafür dass die Wechselrichter alle nahe ihrers höchsten Wirkungsgrades bedient werden können.
Ansonsten kann man die einzelnen Strings leicht mit 2-poligen Lasttrennschaltern von den Wechselrichtern trennen. Der Strom der in einem String fließt ist ja nicht so groß. Bei den meisten Modulen beträgt dieser nur 5-10 A.
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