Theoretisch: langlebender Elektromotor?

Sorry, aber mir ist keine bessere NG für diese "Spinnerei" eingefallen:
Also, wenn jemand auf die Idee käme, einen Elektromotor zu bauen, der
möglichst lange halten soll.
Dabei müßte nicht unbedingt viel Leistung vollbracht werden, einfach nur symbolisch, also quasi Leerlauf.
Nach welchen Prinzip würde dieser Motor am besten gebaut werden und wie lange würde er, ohne jegliche Wartung etc. *ungefähr* funktionieren?
Also z.B. 1 Jahr, 10 Jahre, 100 Jahre etc.
Nehmen wir mal folgende Spezifikationen:
Betriebsspannung: Gleichstrom, beispielsweise 12 Volt
Mechanisches Ergebnis: 1 Scheibe von 2 cm Durchmesser soll sich mit mindestens 1 Umdrehung/Sekunde drehen.
Wirkungsgrad: mindestens 5 Prozent
Das Ganze kann auf Wunsch in ein geschlossenen Gehäuse gebaut werden, eine Kraftübertragung nach außen ist also nicht notwendig.
Notfalls kann das Gehäuse auch luftleer sein.
Elektronik im Gehäuse ist zulässig, sollte aber natürlich die Lebensdauer nicht negativ beeinflussen.
Umgebung: Raumtemperatur, keine Erschütterungen, aber auch keine Schwerelosigkeit.
Also ich denke mal, 100 Jahre müßte man hinkriegen, oder bin ich da zu optimistisch?
Andreas
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Drfen die Kohlen getauscht werden oder muss eine Beladung durchhalten. (man kann auch auch den Stator mit elektrischen Versorgen und den Rotor aus Gegenmagnet ohne elektrische Verbindung ausfhren)
So manche Stromzhler scheinen schon einige Jahrzehntchen auf dem Buckel zu haben und die Generatoren werden auch nicht gerade hufig getauscht.
Ja es ginge aber wofr braucht man so einen Motor?
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Moin,
Stefan Engler schrub:

Die Frage ist, wie es bei solchen Generatoren mit den Lagern aussieht. Muss man gelegentlich mal die Fettpresse ansetzten, ist das für die Fragestellung erlaubt?
Wie ist es überhaupt mit externen Agregaten? Lager mit hydrodynamischer Schmierung halten ewig, brauchen aber eine ständig laufende Ölpumpe. Darf sowas sein? Die Ölpumpe gehört ja schließlich nicht zum eigentlichen Motor dazu.
CU Rollo
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Roland Damm schrieb:

Man kann auch berührungslos mit Magnetlagern lagern. Wenn keine Korrosion auftritt, hält die Mechanik so lang, wie die Magneten ihr Mindestmagnetfeld halten können. Stromzähler werden/wurden meines Wissens magnetisch entlastet um länger zu halten. Direkte Magnetlagerung hätte wahrscheinlich zu ungenaueren Messergebnissen geführt. Maglev-Lüfter arbeiten mit diesem Lagerungsprinzip. Da kommt es nicht auf Messgenauigkeit, sondern auf Langlebigkeit und Laufruhe an.
Servus Christoph Müller http://www.astrail.de
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Roland Damm schrieb:

Drehschieber-Vakuumpumpen haben im engeren Sinn keine Ölpumpe und laufen auf hydrodynamischen Lagern. Allerdings ist das ganze Teil unter Ölniveau. Wasserkraftwerke gibt es da auch. Die Rotoren (plus Wasserturbinen) im Kraftwerk Eglisau "schwimmen" auf hydrodynamischen Lagern, IIRC ohne Ölpumpe. Es sind riesige leicht trichterförmige Lager mit einer speziellen Riffelung. Das Anfahren muss zügig erfolgen, sonst gibt es Lagerschaden. Allerdings hat man dann nur genau eine, kurze, Gelegenheit zum Synchronisieren. Andererseits hat das jetzt 80 Jahre lang funktioniert.
--
mfg Rolf Bombach

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Stefan Engler schrieb:

Für überhaupt nichts - das war nur so ein Gedankenexperiment. Das menschliche Herz, hält ja durchaus 70 oder 80 Jahre oder noch länger ohne Wartung etc.
Aber so weit zu gehen, eine technische Pumpe zu fordern, die sowas kann, wollte ich nicht.
Als Minimalanforderung bin ich daher auf einen Elektromotor mit eher symbolischer Leistung gekommen, was aber scheinbar schon schwer genug ist...
Aber der Vorschlag mit dem Deutschen Museum wäre doch ein Anwendungsgebiet. Mann könnte ja einen entpsrechenden Wettbewerb starten und schauen, welcher Motor am längsten durchhält.
Naja, man sollte dazu aber vielleicht selber noch nicht allzu alt sein ;-)
Andreas
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Täusch dich da mal nicht. Fast alle Zelltypen werden vom Körper ständig erneuert, die Lebensdauer der Einzelzelle liegt je nach Gewebe nur im Bereich von Tagen bis Wochen. Da findet also durchaus "Wartung" statt, sogar massiv.
Hergen
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wrote:

Hallo,
das stimmt nicht, alle Gewebe aus denen das Herz besteht werden ständig regeneriert, nur so hält es diese Betriebsdauer aus.
Bye
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Uwe Hercksen schrieb:

Hallo,
ja, das Herz regeneriert sich tatsächlich in der Erschlaffungsphase der Kammern, während das Blut dort einströmt. Ist das Gewebe allerdings geschädigt, bleibt der Schaden. Die Frage ist, ob bei einem Motor nicht auch so eine Art Regeneration möglich ist.
Gruß Norbert
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Norbert Beckmann schrieb:

Bis jetzt ist das nur ein Traum der Ingenieure, der - wenn überhaupt - nur in vagen Ansätzen funktioniert. Für stark abrassives Schüttgut, das in Rohren um Ecken geleitet wird, gibt es so einen Ansatz. Die Außenseite der Ecke ist so gestaltet, dass sich dort das abrassive Material gerne absetzt und dort hängen bleibt, aber einen Förderkanal frei lässt. Die Körner schlagen dann nicht an die Krümmerwandung selbst (die wäre sonst ratzfatz weg), sondern an andere Körner. Sind sie verschlissen, bleiben neue Körner hängen. Der Krümmer regeneriert sich damit laufend selber.
Servus Christoph Müller http://www.astrail.de
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Naja, bei Motoren wre es ja so machbar, das man eine Reihe von Motoren nebeneinander stellt. Ist der erste hin, startet automatisch der zweite usw... Gruss Harald PS Ich weiss, das es auch eine Alterung durch "rumstehen" gibt...
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Harald Wilhelms schrieb:

Naja, was aber eine zusätzliche, störanfällige Umschaltvorrichtung erfordert, die den kaputten Motor auskuppelt und den neuen einkuppelt.
Andreas
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Andreas Froehlich schrieb:

Naja, wär doch ein Thema für Jugend forscht.... ;o)
bye uwe
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Jürgen Gerkens in d.r.f. : "... gerade ein Polfilter ist als
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Andreas Froehlich schrieb:

Wie definierst Du dann "Wirkungsgrad"?

Das könnte ein Problem sein: Intuitiv würde ich diskreten Schaltungen Lebensdauern von bis zu 10^7 h, also mehr als ein Jahrtausend, zutrauen, sofern keine "anfälligen" Bauteile wie Kondensatoren oder dünnschichtbeschichtete Bauelemente vorhanden sind, aber Erfahrungen gibt es dazu logischerweise nicht. Kritisch könnte die Degradation durch ionisierende Strahlen, auch Alphastrahlen aus den Bauelementen selbst, sowie die Korrosion sein: Das Dings sollte unter (radonfreiem) Schutzgas luftdicht gekapselt sein (was für so hohe Lebensdauern nicht trivial ist) und lediglich Glas als Isolator und Schaltungsträger verwenden, also kein Plastik (Kunstharze etc.).
Der Korrosion könnte man mit Edelmtallbeschichtungen bzw. rostfreiem Stahl etc. begegnen, und die Degradation sollte sich durch eine geeignete Schaltungsauslegung in den Griff kriegen lassen: Wenn man für die Transistoren ein B von 20 oder 30 annimmt, hat man mit realen Transistoren mit B bei 200 jede Menge "Luft".
Und dann böte es sich natürlich an, als Motor einen frequenzumrichtergesteuerten Asynchron-Käfigläufer zu verwenden, bei dem sich nichts "Elektrisches" bewegt. Sämtliche Schleifringkonstruktionen, mithin auch Unipolarläufer, könnte man wohl vergessen, außer, die Schleifkontakte würden als Quecksilberkontakte ausgeführt.

100 Jahre entspräche bei o. a. Spezifikation gut 3e9 Umdrehungen - das Problem konzentriert sich hier offensichtlich auf die Lagerung, sollte aber mit trockenen Gleitlagern (z. B. Edelstein-Spitzenlager) beherrschbar sein.
Ein anderes Problem ist die Zuverlässigkeit der Stromversorgung.
Wäre mal ganz lustig, so einen Motor zu bauen, mit einer langlebigen Isotopenbatterie zu versorgen, mit einem Zählwerk auszurüsten und zusammen mit passenden Erklärungen irgendwo (Grundsteine oder so etwas) einzubuddeln - dummerweise kann dann später keiner den Erbauern berichten, wie lange er durchgehalten hat.
Gruß aus Bremen Ralf
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R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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Ralf Kusmierz schrieb:

Da sieht ihn doch keiner. Und später wird er vom Bagger zerdengelt. Im Deutschen Museum könnte ich mir sowas aber vorstellen.
Kristian
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§23 StVO Sonstige Pflichten des Fahrzeugführers Abs.3 Satz 3:
Radfahrer und Führer von Krafträdern dürfen die Füße nur dann von den
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Ralf Kusmierz schrieb:

Der Wirkungsgrad ist eigentlich egal. Ich wollte mit dieser Einschränkung nur Konstruktionen verhindern, bei welchen die zugeführte elektrische Energie in keinen vernünftigen Verhältnis zum erzielten mechanischen Ergebnis steht, also beispielsweise wenn eine Glübirne eine "Lichtmühle" antreibt. Ja, mir ist klar, dass die Glühbirne nicht lange durchhält, ist nur ein Beispiel.
Andreas
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Ralf Kusmierz wrote:

Kann man ein Gas überhaupt irgendwo dauerhaft einschließen? Ist es nicht das ausweichende Gas, das Leuchtstoffröhren ausfallen lässt?

Die Idee mit dem Quecksilber ist garnicht mal verkehrt! Man müsste den Kommutator nur aus zwei getrennten Kontaktringen bauen. Nur so kann das Quecksilber sich immer unten befinden.

Darüber hat sich der OP wohl keine Gedanken gemacht. Man kann also wohl davon ausgehen, dass eine entsprechende Stromversorgung (theoretisch) bereits verfügbar ist.

CU
Manuel
--
Privatsphäre bald Geschichte? Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner, ...
Informieren, bevor es zu spät ist! Es sind auch deine Rechte!
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Manuel Reimer schrieb:

Nein es die Abnutzung der Elektroden. Schaltvorgänge, insbesondere ohne vorzuglühen, beschleunigen das Ableben der Elekroden. (*)
Lagern kann man sie auch recht lange.
Das Wichtigste: der Innendruck liegt in der Größenordnung um 6 millibar, wenn dann wäre es eintretende Luft. *haarespalt*
bye uwe
*) 10.000 Schaltspiele haben praktisch noch garkeinen Einfluss auf die Lebensdauer
--
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Jürgen Gerkens in d.r.f. : "... gerade ein Polfilter ist als
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Uwe 'hammernocker' Roßberg schrieb:

Ich könnte mir schon vorstellen, dass Gasaufzehrung ein Problem darstellt. Die Kathoden sputtern immer etwas vor sich hin und wirken dann als Getterpumpen. Auch werden Gasionen im Kathoden- fall (bei Kaltstart) in die Kathode geschossen und bleiben dann dort.
--
mfg Rolf Bombach

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Rolf_Bombach schrieb:

Hmm, Gasaufzehrung würde ich mit zu dem Verschleiss zählen. Jedenfalls ist die Röhre dicht ;o)
bye uwe
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