Software zur automatische Bildverabeitung und Photogrammetrie

Hallo,
ich bin auf der Suche nach Software um 1. automatisch Marken in
digitalen Fotos zu finden und ihre Bildkoordinaten zu bestimmen und 2.
unter berücksichtigung eins genauen Kameramodelles und bekannter
Reverenzmarken die Lage der Marken zu bestimmen.
Die Marken werden wohl dunkle Kreisscheiben (die auf dem Bild eventuell
leicht elliptisch erscheinen) auf hellem Grund sein. Um die
Bildkoordinaten zu ermitteln würde der Schwerpunkt der Ellipse genügen.
Gibt?s vielleicht freie Software die so was kann oder eine Bibliothek
mit der man sich so was einigermaßen einfach zusammenstricken kann.
Das Kameramodell müsste aus Kalibrierungsaufnahmen gewonnen werden und
bei der späteren Berechnung der Lage der erkannten Marken berücksichtigt
werden. Die Berechnung der realen Lage der Marken soll nicht aus
Stereoaufnahmen wie sonst oft in der Photogrammetrie sondern aus einer
Einzelaufnahme erfolgen. Das ist möglich, da die Marken alle in einer
Ebene liegen und sich am Rand des Sichtfeldes Referenzmarken mit
gekannter Position mit fotografieren lassen. Hat jemand eine Idee mit
welcher Software/Bibliothek man das versuchen könnte? Die ganze
Geschichte muss vollautomatisch gehen, da tausende von Bildern
ausgewertet werden müssen.
Schon mal danke für Eure Ideen,
Grüße
Flo
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Florian Rist
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Photomodeller! Kostet ca. 1000.- ist aber wirklich Klasse! Ich hatte das mal vor ca. 3 Jahren verwenden dürfen. So ganz völlig automatisch geht es aber nicht mit der Zuordnung gleicher Punkte auf verschiedenen Bildern. Um nicht zu sagen, die Automatik kann völlig in die Hose gehen. Die Marker selbst werden aber recht gut erkannt und vor allem sehr gut "sub-pixel-zentriert".
Nick
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Nick Mueller
Hallo Nick
Hab ich schon einen Blick drauf geworfen, scheint mir aber für mein Problem eigentlich überdimensioniert (und teuer ist?s natürlich auch). Ich hab ja sozusagen nur ein 2D Problem, nur eine Kamera, nur ein Orthofoto, nur eine Art von gut erkennbaren Marken, alles planar usw. Da muss es doch auch was Einfacheres geben.
Kennt jemand xdesy [1] von Prof. Fredie Kern? Ich überblicke noch nicht so recht, was das wirklich kann und macht, hab?s aber auch grad erst gefunden.
Wenn?s wirklich macht was es soll wären 1000 EUR an sich schon OK. Wie hoch ist der Einarbeitungsaufwand (soweit man dazu so pauschaul was sagen kann)?
Das kann ich mir denken. Ich muss glücklicherweise immer nur Punkt in einem Bild finden, dann relative Entfernungen zwischen diesen Punkten ermitteln, das ist alles. Also keine Zuordnung von Punkten über mehrere Bilder hinweg.
Das wäre wichtig. Ich würde gern min. auf 0.3 Pixel Genauigkeit und 0.1 Pixel Auflösung erreicht. Ist das realistisch?
Grüße Flo
[1]
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Florian Rist
"Florian Rist" schrieb
[...]
Zu 1): Hast du schonmal einen Blick auf ImageJ geworfen?
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cu, Thomas
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Thomas Endt
Wie gut (oder schlecht) der Photomodeller in dem Fall ist kann ich dir nicht beantworten. Aber völlig übertrieben waren die Angaben vom Hersteller nicht, kannst dich also halbwegs darauf verlassen.
Der ist eigentlich sehr niedrig. Umgehen kannst du damit in weniger als 1/2 Tag. Bei 3D-Photogrammetrie ist der Lernaufwand die Punkte zu platzieren und die Bilder zu machen der große Faktor. Paar Tage um das hinzubekommen. Ich hatte damals einen Stationärmotor (12m lang, ca. 4m hoch) aufgenommen. ca. 1200 Punkte, über 200 Bilder und nur einen Tag und nur eine Chance das aufzunehmen. Die Auswertung hat aber Wochen gedauert. Was aber nicht ein Problem der SW ist sondern die Zuordnung der Punkte auf den vielen Bildern und das tw. detektivische raussuchen zumindest einer dritten Ansicht für einen Punkt.
Das bekommtst du **ganz** schnell hin. Da wird grad mal der Kaffee kalt. :-) Die haben eine Testversion, die nur mit deren Bildern arbeitet.
Die Auflösung die ich erreicht habe war IIRC 1:5000, bezogen auf die größte Länge des Originals. Allerdings mittelt PM zwischen gleichen Punkten auf versch. Bildern (und zeigt dir auch die Ungenauigkeit) um noch Auflösung rauszuquetschen. Mir hat mal einer erzählt, dass sie damit Waggons im 1/10mm Bereich vermessen. Da kostet dann die Kamera aber ein Vermögen und die Leute müssen raus, das Hallentor muss zu sein, weil die Wärmequellen schon die Luft verfälschend erwärmen.
HTH, Nick
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Nick Mueller
Ergänzend: Ja, die Kamera und deren Objektiv mit genau der/den Brennweiten muss vorher kalibriert werden.
Nick
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Nick Mueller

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