3ph Motor und Leitungsbruch

Ein freundliches Hallo in die Runde!
Ich habe diese Fragen bereits in de.sci.elektronik gepostet. Leider
waren keine Antwort dabei die mich wirklich weitergebracht haben. Ich
hier jemand der mir helfen kann?
Danke f=FCr die M=FChe.
Reply to
Peter Reiter
Loading thread data ...
Peter Reiter schrieb:
Hallo, ich bin zwar kein Experte, aber mal ein einfacher Vorschlag zur Drahtbruchüberwachung.
Bei jeder Unterbrechung eines Leiters tritt eine Stromänderung auf (außer bei einer symetrischen Strenschaltung, falls der N Leiter überhaupt angeschossen ist). Ich würde hier Amperemeter nach dem Stromwandlerprinzip verwenden.Diese könnten im einfachsten Fall(bei noch handhabbaren Drahtstärken von ca max 6mm²) aus einem Ringkern mit je ein bis zwei Windungen der Motorzuleitungen( einer je Außenleiter), und einer Wicklung mit vielen Windungen bestehen, welche mit einem Widerstand abgeschlossen werden sollte. Die dort auftretende Spannung kann mittels Operationsverstärkergleichrichter gleichgerichtet werden(wegen der geringen Spannung). Nach ein wenig Siebung kann die nun vorliegende Gelichspannung, die Proportional zu den Außenleiterströmen ist, ausgewertet werden. Der Ausfall einer dieser Spannungen, bedeutet zwingend einen Leiterbruch im entsprechenden Außenleiter.
Der Stromwandler kann auch durch eine kommerziell verfügbare Entstördrossel(bereits bewickelter Ringkern) mit nur einfach durchgeführtem Außenleiter bestehen. Ein Isolationsproblem dürfte aufgrund der galvanischen Trennung auszuschließen sein.
Viel Erfolg noch
Jan Conards
Reply to
Jan Conrads
Am 2005-06-24 schrieb Peter Reiter:
Vielleicht.
Das ist anzunehmen, aber eben je nach Motoreigenschaften (Belastung, Baugröße, Ankereigenschaften, Schaltung) werden sich andere Werte einstellen.
Nein. Dir sagt "Gegenspannung" etwas? Sie trifft auch auf die nicht angeschlossene Spule (Stern) beziehungsweise dem Spannungsteiler der restlichen beiden Spulen (Dreieck).
Vergiss mal die Spannungsmessungen und vertraue den Strommessungen. Die sind immer eindeutig. Damit kann man mit drei Messungen Überlastung, Phasenschluss und Leitungsbruch sicher detektieren, manchmal sieht man sogar einen Windungsschluss, und Leerlaufbetrieb. (Letzteres sieht man aber eher am Leistungsfaktor.)
Was soll man erklären? Wer Mist misst, misst Mist...
Reply to
Juergen Bors
Hallo Jan!
Die Spannungsmessung ist vorgegeben, daher kann ich keine Strommessung aufbauen.
THX lg Peter
Reply to
Peter Reiter
Hallo J=FCrgen!
Strommessung ist ausgeschlossen, da die Spannungsmessung eine Vorgabe ist. Das mit der Phasenverschiebung sehe ich gleich und die Induktionsspannung ist eines meiner Probleme, denn hier tritt eine Spannung auf obwohl die Versorgungsleitung gebrochen ist. Bl=F6de Sache :-).=20
THX lg Peter
Reply to
Peter Reiter
Ja, deine Frage.
Hat deine Spannungsquelle einen Innenwiderstand? Versuch es einmal auf dieser Grundlage.
Wenn dir dieser Tip noch immer nicht weitergeholfen hat, dann studier Jura oder wenigstens BWL!
Servas!
Reply to
Franz Glaser (KN)
Ohaaa - mißt du die Spannung etwa am Motor? Dann - 'tschuldige und Asche auf mein Haupt :-( Irgendwie war ich fixiert drauf, daß du als Versorger den Draht- bruch erkennen willst :-))
Vor vielen Jahren habe ich einmal eine Schaltung gesehen und nicht ganz verstanden, wieso der das so gemacht hat: der hat die 3 Phasen mit kurzen Pulsen belastet. Das waren Thyristoren mit Widerstand in Serie, die kurz vor dem Nulldurchgang gezündet worden sind. Offensichtlich hat der an der Belastbarkeit den Nicht-Drahtbruch erkannt.
MfG Glaser
Reply to
Franz Glaser (KN)
Am 2005-06-24 schrieb Peter Reiter:
Hm. Dann kannst du nur versuchen, die Phasen einzeln, pulsweise gegen N zu belasten. Der Spannungseinbruch am offenen Motorenanschluss sollte größer sein, da er einen höheren Innenwiderstand haben wird wie die anderen beiden Spannungsquellen. Franz dachte ja wohl auch an eine solche Lösung, wenn ich es richtig überflogen habe.
Reply to
Juergen Bors
Hallo Peter,
Warum denn das? Was ist denn so kompliziert daran, kleine Ringkerne ueber die Leiter zu bringen? Oder notfalls Klappkerne, damit man nichts abschrauben muss?
Gruesse, Joerg
formatting link
Reply to
Joerg
Tolle Idee, dann werd ich gleich mal Atome schrumpfen gehen, naja, vielleicht gehen die Molek=FCle besser zu verkleinern, denn Platz habe ich so richtig auch keinen :-). Ich sitz hier zwischen mehreren St=FChlen: Kosten soll es nix, klein soll es sein, alles soll er k=F6nnen, am Besten das ding funktioniert ohne anzuschlie=DFen, es funktioniert weil es selber wei=DF was es messen soll ... Ich glaube ich werde gleich Hellseher und fang gar nicht erst mit Jura an (siehe weiter oben :-). Wir haben hier auch schon an eine Messung des Innenwiderstandes der Stromquelle gedacht, aber irgendwie war das dann doch zu utopisch. Wie man sieht war der Gedanke gar nicht so schlecht, danke f=FCr die Info. lg Peter
Reply to
Peter Reiter
Hallo J=F6rg!
W=FCrde ich die Teile selbst verarbeiten, dann w=FCrde ich es auch so machen, aber wir bauen die Dinger um sie an die Kunden, wenn geht gegen Bares, zu verkaufen. Da alle Hersteller in diesem Bereich die gleiche Schei... bauen, k=F6nnen wir nur mitgaloppieren, nur m=F6chte ich halt ein paar andere Ideen einbringen (wenn geht), sieht aber nicht so aus dass es gehen w=FCrde.
THX lg Peter
Reply to
Peter Reiter
Vorschlag: Mikrophon an den Motor, Brumm messen :-))
Reply to
Franz Glaser (KN)
Hallo Peter,
Du sagtest, dass Ihr ein Geraet entwickeln wollt. Da muss man doch nicht das tun, was alle anderen Hersteller machen. Wenn Ihr eine bessere Loesung auf die Beine stellt oder eine, die weniger Installationsaufwand beim Kunden erfordert, rollt der Rubel.
Wir gehen im Medizinbereich auch oft ungetretene Pfade. Teils auch solche, die nach "Expertenmeinungen" nicht funktionieren. Eine recht eintraegliche Sache.
Gruesse, Joerg
formatting link
Reply to
Joerg
Hallo J=F6rg! Keine Frage, du hast recht, aber .... Alle L=F6sungen die hier aufgezeigt wurden, haben ihre Probleme. Z=2EB. Strommessung: Toll aber leider m=FCssen die Leiter aufgetrennt werden. Bei einem 1,5mm2 kein Problem, was aber bei einer Stromschiene? Z=2EB. Innenwiderstandsmessung der Stromquelle: Ich habe gerade eine Zigarettenschachtel voll Platz, da macht allein das Netzteil f=FCr 100..400Vac ordentlich viel Platz aus. Z=2EB. Brummmessung: Externer Sensor wird eher nicht angenommen, weiters ist es ein Graus was ich an Support leisten muss, nur weil die Leutchen nicht wissen wie man Sensorleitungen verlegt. Weiters bringe ich schaltungstechnisch das Teil nicht unter (siehe oben), da ja auch noch andere Sachen gemessen werden m=FCssen.
Die, nennen sie wir einmal, Techniker in diesem Bereich sind Neuerungen gegen=FCber nicht sehr aufgeschlossen, bzw. zu faul (uuups) sich technische Neuerungen anzusehen. Die meisten, wenn nicht alle, meiner Versuche der letzten Jahre sind in die Hose gegangen, sprich abgelehnt worden.=20
Danke f=FCr dein Ideen. Cheers Peter
Reply to
Peter Reiter
Peter Reiter schrieb:
Wenn Du die Posts aufmerksam gelesen hättest, dann wäre Dir aufgefallen, dass man *mitnichten* die Leiter auftrennen *muss*. Einen Stromwandler kann man auch um ordentlich dicke Leitungen/Schienen legen (wie z.B. auch ein Zangen-Strommessgerät). Und wie schon einige geschrieben haben, ist Strommessung für Leiterbruch-Feststellung ein recht probates Mittel.
Da hast Du dann aber eher ein, naja, politisches Problem (vorausgesetzt, Deine Lösungen waren technisch wirklich gut und durchdacht).
Ansgar
Reply to
Ansgar Strickerschmidt
Hallo Ansgar! Auch diese L=F6sung ist mir bekannt, man m=F6ge mich entschuldigen wenn ich sie nicht gesondert aufgez=E4hlt habe. Im =FCbrigen geht sie auch nicht. Die meisten L=F6sungen scheitern an der Produktakzeptanz bei neuen Ans=E4tzen. Auf der einen Seite mag der Vertrieb keine neuen L=F6sungen da es mehr an Unterst=FCtzung zu tun geben k=F6nnte, auf der gegen=FCberliegenden Seite mag der Kunde sich nicht in was Neues einlesen, auf der n=E4chsten Seite steht das Marketing dass sich keine Schnitzer mit gro=DFen Neuerungen erlauben will und zu guter Letzt soll ja alles noch billiger und kleiner werden. Alles klar? :-)
Cheers=20 Peter
Reply to
Peter Reiter
Peter Reiter schrieb:
Hm. Kenn ich auch, zumindest so ähnlich... :)
Wo ist eigentlich der Pioniergeist hingekommen, der D vor Zeiten mal so nach vorne gebracht hat? Wo sind die Herren Siemens, Linde oder Diesel von heute? (sorry, liebe Damen, aber mir fällt im technischen Bereich gerade keine Frau ein, außer der französischen Mme. Curie...) Wird das wirklich alles bloß von Marketing beherrscht? Wenn dem so wäre, würde es Zeit, ein paar -tschulligung- Lackaffen und Schwallkörper aus dem Marketing rauszuwerfen und ein paar fitte Techniker mit Herz, Vernunft und Kundengespür an deren Stelle zu setzen.
Ansgar
Reply to
Ansgar Strickerschmidt
Ansgar Strickerschmidt schrieb:
Um Himmels Willen, bloß nicht!
Das könnte zu einem katastophalen Wirtschaftsaufschwung führen.
CNR, Dieter
Reply to
Dieter Wiedmann
Keine Anxt. Die Techniker fehlen dann eh in der Technik, die Manager diffundieren in die Technik, in die Politik und in die Justiz und richten dort Unheil^2 an.
MfG
Reply to
Franz Glaser (KN)

PolyTech Forum website is not affiliated with any of the manufacturers or service providers discussed here. All logos and trade names are the property of their respective owners.