Brandmeldeanlagen, Einbruchmeldeanlagen, .....

Hallo,
ich bin vor 20 Jahren mit meinem Studium Elektrotechnik/Nachrichtentechnik fertig geworden und habe danach als
Planungsingenieur einige Jahre Elektrotechnische Anlagen geplant, ausgeschrieben usw. Danach bin ich in die Softwarebranche abgerutscht und arbeite bis jetzt dort, seit 15 Jahren in der gleichen Firma. Gehöre also schon irgendwie mit zum Inventar. Bis zur Rente mit 67 habe ich jetzt noch gut 20 Jahre Berufsleben vor mir und würde mal wieder gerne etwas Neues machen. Ich bin jetzt 45 Jahre alt und mir hat mal jemand gesagt, dass man je nach Firma in den Personalabteilungen Bewerber älter 45 - 50 Jahren gleich aussortiert und damit gar nicht mehr die Chance auf ein Vorstellungsgespräch hat. Ich will damit sagen, wenn ich micht jetzt nochmal verändern möchte, müsste ich es wohl bald machen, ...
Vor 4 Wochen war in der Tageszeitung eine Stellenanzeige für einen Dipl-Ing(FH) Elektrotechink/Nachrichtentechnik, worauf ich mich beworben habe. Die Stellenanzeige ist von der Stadt, in welcher ich wohne.
Und zwar geht es um die Planung und Betreuung von den kommunikationstechnischen Anlagen der rund 500 Liegenschaften.
Konkret genannt ist:
Brandmeldeanlagen Einbruchmeldeanlagen Elektroakustische Anlagen Videoanlagen Uhrenanlagen
Ganz ehrlich gesagt, ich habe von diesen Techniken bisher keine Ahnung. Ich wußte nichtmal, dass ich mit meinem Studium im Haustechnik-Bereich tätig sein könnte. Trotzdem würde mir eine solche Tätigkeit gefallen, knüpft sie auch etwas an meinen Elektroinstallateur-Gesellenbrief an.
Da ich jetzt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, scheinen die anderen Bewerber auch keine besseren Voraussetzungen mitzubringen als ich.
Hat jemand hier Erfahrungen mit den oben genannten Techniken? Aktuell und in der Vergangenheit (Gebäudebstand)? Und kann etwas dazu sagen?
MX
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Am 27.08.2011 22:32, schrieb Martin Xander:

Dazu könnten vermutlich auch Sprech-/Klingelanlagen zählen?

Irgendwie vermisse ich aber Telefonanlagen und Computernetzwerke. Entweder die fehlen oder werden von einer IT Abteilung betreut.
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On 08/27/2011 10:45 PM, Martin Xander wrote:

Auch. Aber haupsaechlich sind wohl ELA-Anlagen gemeint, bspw. Beschallungsanlagen in Schulen und Veranstaltungsstaetten. Evtl. auch in Kombination mit BMA (Sprachalarmierung)

Die liegen meist in der Hand der IT-Abteilungen. Was fehlt in der Aufzaehlung sind Sicherheitsbeleuchtungen. Diese sind mittlerweile Pflicht in fast allen Sonderbauten.
Regards Karsten
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Am 28.08.2011 12:12, schrieb Karsten Roch:

Auch die Telefonanlagen? Die gab es sicherlich schon deutlich vor den PCs und den Netzwerken und musste davor ja auch jemand betreuen. Wobei die Kombination sich sicherlich anbietet, z.B. wenn jemand vom einen Büro in das andere zieht und Rufnummer und PC mitnimmt. Damit nicht 2 Abteilungen damit beschäftigt werden.

Die würde ich jetzt dem Planer für die Elektroinstallationen zuordnen.
Für mich ist eh die Frage, welche Ingenieure die genannten Techniken in Gebäude normalerweise planen. Ich vermute das sind meist Elektrotechnik-Energietechnik Dipl.-Ings, welche das neben der Elektroinstallation machen. So einen Studiengang gibt es aber an der Hochschule in meiner Stadt nicht.
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Am 28.08.2011 13:36, schrieb Martin Xander:

Ich war ca. 30 Jahre auf dem Gebiet der gebäudetechnichen Anlagenplanung tätig. Das Aufgabenfeld spannte sich von der Einspeisung über Erstellung der Installationspläne und Leistungsverzeichnisse Für Beleuchtung und Verteilungen bis Dimensionierung der ELA, BMA und Telekomanlagen. Das Aufgabengebiet ist also vielfältig und du bringst die besten Vorausetzungen mit.
Du hast hier gute Tipps bekommen; bereite dich auf das Vorstellungsgespräch vor. Da wird auch das zukünftige Aufgabengebiet besprochen und mache dich nicht selber verrückt.
Viel Glück :-)
--
Gruß
Karl Friedrich
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Am 28.08.2011 14:36, schrieb Karl Friedrich Siebert:

Schliesse mich vorbehaltlos an!
Butzo
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Am 28.08.2011 18:30, schrieb Klaus Butzmann:

Dank an euch, die Tipps haben mir geholfen :-) Allerdings liegt die Bezahlung nach TVöD 11 Brutto auf dem Niveau meines heutigen Nettogehalts. Das kann es ja irgendwie nicht sein.
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Am 02.09.2011 22:47, schrieb Martin Xander:

Noch, noch nicht, aber es wird! 2015 sind die doppelten Studentenjahrgänge durch.
Bezahlung ist das eine, aber Stellenanzeigen mit - abgeschlossene Ausbildung als XX - engagierter, zielstrebiger Mitarbeiter - Erfahrung in xx/yy/zz - Einsatzbereitschaft auch Nachts - selbstständiges Einarbeiten
+ "Die Stelle ist auf 2 Jahre befristet"
finde ich immer wieder drollig.
Butzo
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Am 03.09.11 01.54, schrieb Klaus Butzmann:

Immerhin steht es jedem von uns frei, seine Ausbildung und seinen beruflichen Werdegang so zu gestalten, dass man sich darauf nicht bewerben muss.
Solche Anzeigen beweisen doch nur, dass es offensichtlich immer (noch? mehr?) Menschen gibt, die Ausbildung und Werdegang so verhunzt haben, dass sie keine andere Alternative haben, als sich auf solche Anzeigen zu bewerben.
V.
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Am 03.09.2011 08:29, schrieb Volker Staben:

Da setze ich ganz auf die Demographie...

Nene, die Nichtbewerbungen sind dann die Quelle für die "Händeringer" :-)
Butzo
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Am 03.09.2011 01:54, schrieb Klaus Butzmann:

Für Leiharbeiter ist das doch ein gewaltiger Karrieresprung.
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Am 03.09.2011 11:41, schrieb Martin Xander:

...sprach die INSM.
...die von den Metall- und Elektroarbeitgebern finanziert wird.
Butzo
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On 8/28/2011 1:36 PM, Martin Xander wrote:

Naja, das Zauberwort lautet hier "strukturierte Verkabelung". Ueber ein CAT6 Kabel lassen sich ja beliebige Dienste (Telefon, Netzwerk, TV, Sprechruf...) realisieren. Den dazugehoerigen Datenschrank betreut meistens die IT-Abteilung.

Die Planungen fuer BMA, ELA,... werden ueblicherweise auch vom Elektroinstallationsplaner erbracht. Eine Abgrenzung ist da nicht besonders sinnvoll, da ja die einzelnen Komponenten und die Leitungsverlegung im Objekt zusammenpassen sollten.

Mit der Vermutung liegst du richtig. Aber eigentlich ist das (BMA,Ela,Sibe,Netz...) alles Bestandteil der "Elektroinstallation".
Regards Karsten
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Am 27.08.2011 22:32, schrieb Martin Xander:

einige Jahre früher wäre schlauer gewesen.

Passt.
Wenn dein Studium breitbandig war, und du bereit bist in Büchern / Normen zu graben, sehe ich kein Problem.

Prima!
Direkt nicht, ist aber alles keine Raketentechnik an den Grenzen der Physik.
Brandmeldeanlagen: Schleifen im Ruhestromprinzip + zugelassene Leitungen Einbruchmeldeanlagen: Schleifen im Ruhestromprinzip Ela-Anlagen: Meistens 100V Technik Videoanlagen: 75 Ohm Koaxkabel oder neuerdings Ethernet Uhrenanlagen: Früher oft Mutteruhr mit Pulsen, heute DCF77?
Butzo
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Klaus Butzmann wrote:

Mutteruhren mit DCF77-Empfänger gibt es, aber wenn der Empfänger in jeder Uhr ist, kann man wohl kaum von einer Anlage sprechen. Sind eigenlich netzbetriebene Uhren mit DCF77-Empfänger verbreitet? Da mag die Uhr ein wenig teurer sein, aber das Netz könnte dann entfallen.
--
Gruß Werner

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On 08/27/2011 11:07 PM, Klaus Butzmann wrote:

Ist schlimmer. (In der Physik gibt es keine ASR, BGV, GUV, VdS, DIN VDE, EN - Richtlinien:-)

Stand der Technik sind modulare Anlagen, Leitungsfuehrung in Ringbustechnik, die Anforderungen sind in DIN 14765 und VDE 0833... sowie der MLAR beschrieben. Aeltere Anlagen wurden mit Grenzwertmeldetechnik (Linien) ausgefuehrt.

Hier stehen die grundsaetzlichen Anforderungen in der VDE 0833 sowie in den VdS-Richtlinien. Aktuell wird hier auch auf Funkloesungen gesetzt, modularer Anlagenaufbau, Uebertragung der Alarmierung ueber Telefon,GSM

Hier stehen die grundsaetzlichen Anforderungen in der VDE 0833, kleinere Anlagen (Schule, KiGa) werden haeufig mit Kompaktanlagen ausgefuehrt, bei groesseren Anlage kommen modular aufgebaute Systeme in 100V Technik zum Einsatz. Verkabelung linienfoermig bzw. als a/b-Verdrahtung, wenn hoehere Ansprueche in Sachen Funktionserhalt bestehen (Sprachalarmierung)

Neben Ethernet kommt da auch WLAN hinzu.
Regards Karsten
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Am 27.08.2011 23:07, schrieb Klaus Butzmann:

Das Studium hatte eigentlich nichts mit Gebäudeinstallation zu tun. Ich kenne auch niemand, der in diesem Bereich arbeitet. Die meisten sind wie ich im Bereich Informatik gelandet, einige auch Breich Elektronik.
Na gut, einer hat den Elektroinstallationsbetrieb seines Schwiegervaters übernommen. Vermutlich aber auch nur aus der Not heraus keinen passenden Job zu finden. Damals beginnend so ums Jahr 1991/1992 haben die Unternehmen vorwiegend Ingenieure ausgestellt und nicht eingestellt. Zumindest von einem der mit mir damals studiert hat, weiß ich, daß er über Jahre hinweg keinen Job gefunden hat. Und der war damals nicht mal annähernd der Schlechteste im Studium.

Dafür vermutlich aber einen Job, welchen man bis 67 machen kann. Sowohl von der Arbeitsplatzsicherheit her, als auch von den technischen Änderungen/Neuerungen. Vermute ich zumindest.
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