Canon IP4200 Chip

Hallo NG!
Ich habe einen Canon IP4200. Da ich sehr viel für die Uni drucke, fülle ich oft nach. Mittlerweile streikt der Drucker aber des Öfteren und sagt,
es wäre eine fehlerhafte Patrone eingesetzt oder gar keine oder eine leere.
Ich denke mal, dass die kleinen Chips an den Patronen daran schuld sind. Wenn ich die Patrone mehrmals aus- und wieder einbaue, ein- und ausschalte, dann geht es wieder. Aber das nervt auf Dauer.
Ich habe mir den Chip mal genauer angesehen. Auf der Mini-Platine sitzt der Chip, Aufschrift "525 RO65", eine SMS-Diode und ein Widerstand und ein Kondensator. Die Platine hat vier Anschlüsse.
So schwierig kann es ja eigentlich gar nicht sein, was dieser Mini-Chip dort auf der Patrone tut. Ich habe überlegt, ob man nicht einfach den Chip ablöten könnte und die Kontakte über kleine Kupferdrähte auf die Oberseite der Tintenpatrone führen könnte. Dort hätte ein kleienr ATtiny o.ä. Platz, um die Funktion des Original-Chips zu übernehmen. Der Original-Chip ist patentrechtlich geschützt, darf daher nicht nachgebaut werden. Aber im Rahmen meines Elektrotechnikstudiums kann mir doch keiner verbieten, aus Schulungszwecken das nachzubauen.
Bevor ich mich nun hinsetze und anfange, den Chip zu analysieren und die Kommunikation zwischen Chip und Drucker zu untersuchen, wollte ich mich zunächst vergewissern, dass das nicht schon jemand anders versucht und vielleicht auch geschafft hat oder ob jemand Tipps und Erfahrungen von anderen Druckern hat.
Gruß, Thomas
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Thomas Meyer schrub:

Kannst Du einen Krypto-Chip nachbauen?

Selbst wenn er patentrechtlich geschützt ist, darfst Du ihn zu privaten Zwecken nahcbauen. Du dürftest den Nachbau nur nicht kommerziell verwerten.

Du dürftest. Aber Du wirst Dir nur leider die Zähne dran ausbeißen. Der Chip verwendet irgendein serielles Protokoll - und (hinreichend) starke Kryptografie. Ja, das geht heutzutage locker auf ein paar mm^2... Das Protokoll ist bis heute nicht geknackt, weswegen Ersatztinten-Hersteller auch die Original-Chips aus den Canon-Patronen rausschnitzen und auf ihre Produkte wieder draufpappen. Wenn es Dir gelingt, das Protokoll zu hacken, bist Du ein gemachter Mann (würde ich mal sagen). Einige Firmen hätten bestimmt reges Interesse an Deinen Ergebnissen. :)

ja (ich nicht, sondern fittere Leute...)

nein...
Mach Dich in Kryptografie schlau.
Ansgar
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Hi Ansgar,

Woher hast du die Information, dass der Chip mit Kryptografie und seriellem Protokoll arbeitet? Weißt du zufällig, welcher serielle Bus eingesetzt wird und welches Kryptografieverfahren?
Gruß, Thomas
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Thomas Meyer schrub:

Seriell ergibt sich aus den wenigen Leitungen. Das mit der starken Verschlüsselung stand in einem der letzten Drucker-Tests in der c't, wo die Canons dabei waren.

Nein - aber frag ggf. mal beim zuständigen heise-Redakteur an...
Ansgar (der sich immer noch sehr an seinem unverdongelten Pixma iP5000 erfreut)
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On 2 May 2007 11:12:18 GMT, Thomas Meyer wrote:

Beides ist fuer jemandem mit deinem Kenntnisstand eigentlich selbstverstaendlich.
Nicht die Anzahl der Pins bestimmt die Komplexitaet der Datenuebertragung. Da aber etliche Daten ausgetauscht werden, muss dies zwangslaeufig seriell erfolgen.
Ebenso ist die Existenz der Verschluesselung schon oft und deutlich diskutiert worden, waehrend umgekehrt kein Hack dafuer bisher existiert.
Es kann dir niemand verbieten, die Kontaktprobleme dadurch zu umgehen, dass du den IC fest einloetest. Allerdings ist fraglich, ob du damit eine funktionsfaehige Implementierung erreichst. Die Unterbrechung der Kontakte fuehrt ja dazu, dass ein Patronenwechsel erkannt wird.
Sieh dir vielleicht mal die aktuelle Loesung von Geha/Armor an - dort dient ein einzeler Original-(Krypto)-IC dazu, alle fuenf Patronen anzusteuern. Ein spezieller IC von Armor macht hier das Multiplexing.
Schliess doch einfach mal ein Oszi an und pruef's selber nach.
Schoenen Gruss Martin
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