Fahrplan zur Reduktion des CO2-Ausstosses bis 2050

Hallo allerseits,
ich sah mir eben von NYC aus die ARD-Nachrichten an und traf auch auf diesen Beitrag:
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1028706.html
Hat jemand bereits eine schriftliche Fassung dieses Fahr- planes der EU entdeckt?
Als unabdingbar fuer den gesamten Umbau der Energie- erzeugung werden vorrangig genannt:
- effizientere Nutzung der Energie - Ausbau der erneuerbaren Energie
Das sind gute Ziele. Bis 2050 ist es allerdings noch lange hin. Der Vorschlag geht nun den Geschaeftsgang: Staedte und Regionen muessen dazu Stellung nehmen, usw.
Bis 2050 muss das Leitungsnetz erheblich ausgebaut sein, wird im Beitrag mitgeteilt. Vielleicht sich echte Mu- seumsstuecke einzelner Leitungsnetzgebiete darunter. Wer kennt sich aus?
K.L.
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Am Thu, 15 Dec 2011 14:12:31 -0800 (PST) schrieb Karl-Ludwig Diehl:

In der DDR gab es einen lang angelegten Plan das Wohnungsproblem bis 1990 zu lösen.
Was ist eigentlich daraus geworden?
Lutz
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Am 16.12.2011 06:47, schrieb Lutz Schulze:

Ja, mach einen Plan, sei ein großes Licht und mach noch `nen zweiten Plan gehn tun sie beide nicht.
Bertolt Brecht, Dreigroschenoper
--
mfg hdw

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Am Fri, 16 Dec 2011 07:54:40 +0100 schrieb Horst-D.Winzler:

Immerhin führte der Plan dann nach ein paar Jahren dazu dass man die Ressourcen des ganzen Landes auf die Hauptstadt konzentrierte um wenigstens dort das hoch gesteckte Ziel zu erreichen. Dementsprechend wuchs der Unmut in anderen Teilen des Landes, die außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurden auch nicht besser, irgendwann lief das Faß dann über - zuerst in der abgehängten Provinz.
Lutz
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Die DDR, so mein Eindruck, beschloss parlamentarisch die Aufnahme in die Bundesrepublik Deutschland. Oder siehst Du das anders?

Nun redest Du aber sicher nicht von dem, was die Parlamen- tarier dazu bis heute durch ihre Planungen erreicht haben.

Der waechst in jedem Staat taeglich weiter. Die andere Seite ist der mut zur Veraenderung, zur Planung und zur Umsetzung der Planung.

Du meinst, da standen Faesser, die ueberliefen? :-)
K.L.
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Am Fri, 16 Dec 2011 07:45:21 -0800 (PST) schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Nein, aber ich redete von der Zeit vorher. Ganz wichtige Leute mit ganz wichtigen Plänen - muss man aber alles nicht so ernst nehmen, löst sich gelegentlich einfach in Luft auf.
Lutz
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Du hebtest :-) auf "Plan" und "Planwirtschaft" ab. Ja, ich weiss.
K.L.
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Ein gutes Thema. Bevor ich in die USA auswanderte, hatte ich eine Rundreise durch das Gebiet gemacht, um mir sanierte Altstaedte wie Erfurt, Gotha, Weimar, Dresden, Leipzig usw. anzusehen. Es hat sich viel getan. Rueckbau oder komplette Sanierung von Grosstafelbauten fanden auch statt. Es gibt sicherlich noch viel zu tun. Ich haette mich gerne noch in Goerlitz getummelt, eine Grenzstadt, die vorbildlich saniert wurde, wir hatten uns jedoch fuer Prag entschieden, um den Erhaltungszustand mit dem der ostdeutschen Staedte zu vergleichen.
Die ostdeutschen staedtebaulichenSanierungen werden auch mit energetischer Sanierung einhergegangen sein. Da muesstet ihr als solche, die sich im Thema Elektrotechnik tummeln, sehr viel Wissen dazu haben. Das auszubreiten, koennte nuetzlich sein.
K.L.
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Am Fri, 16 Dec 2011 07:39:36 -0800 (PST) schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Ich meinte die Jahrzehnte vorher. Grosser Plan über viele Jahre und dann waren die Verkünder plötzlich einfach weg vom Fenster.
Mal sehen was uns 2050 umtreibt.
Lutz
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Lutz Schulze schrieb:

Aus der DDR? Wurde abgewickelt.
Gruß aus Bremen Ralf
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adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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Ralf . K u s m i e r z wrote:

Ach, deshalb liegt sie so planlos am Boden rum. Kann das bitte jemand mal wieder aufwickeln?
vG
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Ich hab eben damit angefangen und bin weit- gehend damit fertig! Gibt es jetzt ein Fleiss- kaertchen?
K.L.
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Am 15.12.2011 23:12, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

EnergieERZEUGUNG. Da sieht man gleich, dass Dilletanten am Werk waren, weil uns kleinen Menschlein das Erzeugen von Energie schlicht nicht möglich ist. Es geht um EnergieBEREITSTELLUNG und -UMWANDLUNG. Z.B. in Strom oder Nutzwärme oder Kraftstoffe usw.

Dummerweise scheinen die Meisten darunter zu verstehen, nur die existierende Technik noch etwas weiter hoch zu züchten. Das wird mit ohnehin längst optimierter Technik sehr teuer werden und es ist mit nur geringen Fortschritten zu rechnen, weil die wesentlichen Fortschritte längst gemacht wurden.
Sehr viel intelligenter wäre es, endlich auch mal die Energiestrukturen/-flüsse selbst zu optimieren. Dabei sind Märkte wie ganz normale menschliche Produkte aufzufassen. Auch Märkte lassen sich optimieren. Wie alle übrigen von Menschen gemachte Produkte auch. Im Gegensatz zu den üblichen Produkten wurde das Produkt "Markt" allerdings noch nie ernsthaft in Angriff genommen. Marktoptimierungen fanden bisher immer nur im Lobbyinteresse statt. Nicht jedoch in Hinblick auf seinen eigentlichen Zweck.
Da macht es sich gut, wenn man sich die Frage stellt, wie ein optimaler Markt denn funktionieren sollte. Gerne kommt dann wie aus der Pistole geschossen die Antwort "Angebot und Nachfrage regelt den Preis". Stellt sich also die Frage, wieso man das dann nicht einfach macht. Der Handel mit Strom bietet dafür optimalste Voraussetzungen. Nur ein Produkt. Faktisch nicht sinnvoll lagerbar. Es kann extrem schnell reagiert werden. Die idealen Voraussetzungen also für einen technischen Regler und damit für ein automatisches bidirektionales Stromhandelssystem für alle (ASTROHS).
Was wären die Konsequenzen? Das Niveau des Strompreises spielt plötzlich überhaupt keine Rolle mehr. Der ewige Jammer um die "hohen Strompreise" gehört dann der Vergangenheit an. An seine Stelle treten die StrompreisSCHWANKUNGEN. Denn damit lässt sich dann Geld machen, das die zu bezahlen haben, die sich "gegen die Regeln stemmen". Aus welchen Gründen auch immer.
Gegenüber Öttingers Vorstellungen sind dann Kraftwerke mit Kühltürmen überflüssig. Egal, womit sie derzeit betrieben werden. CCS wird damit natürlich auch hinfällig, weil es dann voraussichtlich weder Kohle- noch Atomkraftwerke gäbe. Sie lassen sich mit ASTROHS voraussichtlich nicht mehr wirtschaftlich betreiben, weil ihre Reaktionszeiten viel zu lange und ihre Verluste viel zu groß sind.

Das würde die zweite Maschinengeneration mit ASTROHS ganz von selbst leisten. Aus gut bekannten Marktverdrängungsgründen, die die Unternehmen bekanntermaßen in die Spezialisierung zwingen, wenn sie den Markt nicht verlassen wollen. Mit der Nutzung regenerativer Energien gibt es ein riesigen Spezialisierungspotenzial, das man dann mit größter Wahrscheinlichkeit auch nutzen wird.
Wenn der Staat noch eingreifen will, kann er den Prozess mit diversen Fördermaßnahmen natürlich noch deutlich beschleunigen.

Im Prinzip ja. In der Praxis herrscht leider weit verbreitete Dummheit, die solch guten Ziele dann schnell in ihr Gegenteil verkehren. Ich denke da z.B. an die Biogasanlagen, für die eigens Mais angebaut werden muss. Biogasanlagen sind DÜNGEMITTELFABRIKEN mit nützlichen Nebenprodukten. Mittlerweile muss man in diese Anlagen Düngemittel HINEINSTECKEN! Absurder geht's ja kaum noch.

Mein Vorschlag liegt nach wie vor dem Tisch.

Klar. Wenn man den Lobbyisten folgt, wird selbstverständlich auch eine typisch dezentrale Energie nur noch zentral genutzt, was dann einen irrsinnigen Netzausbau zur Folge hat. Nutzt man typisch regenerative Energien, dann fallen diese dezentral (!) an und sollten deshalb auch dezentral genutzt werden. Dann kann das Netz voraussichtlich sogar mehr ZURÜCK- aus ausgebaut werden. Leider widerspricht dieser Gedanke heute sehr mächtigen Lobbyinteressen und Normalbürger begreifen nicht, was abgeht.
--
Servus
Christoph Müller
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Hm, ja. Krieg um Worte. Das Bedeutungsfeld von "erzeugen" kann auch das beinhalten, was Du mit "bereitstellen" und "umwandeln" zur Darstellung bringen willst. Ich sehe da kein Problem, nur Offen- legung von Vorgaengen.

Wie das von einzelnen Entscheidern gesehen wird, weiss ich nicht. Die Formulierung wurde im politischen Raum gepraegt. Das wiederum sagt, es ist voellig offen, ob damit Optimierung der Technik oder ande- res gemeint ist. Politik meint damit grundsaetzlich jegliche Form der effizienteren Nutzung der Energie. Elektrotechnik-Ingenieure sehen das vielleicht so, das die technische Effizienz optimiert werden kann.

Ich denke, das geht durch "technische" und andere Effizienz. Es liegt jetzt am Wort, was mit "technisch" gemeint ist. Das kann viel umfassen, auch Marktstruktur einschliessen.

Ja, gut. Das laesst sich auseinander droeseln.

Deine Idee konkurriert sich mit anderen. Deine Idee kann natuerlich auch dazu eingesetzt werden, an der technischen Effizienz Ab- striche zu machen und laehmt dann Forschung und angewandtes Elektrotechnik-Ingenieurwesen.

Die sind nicht ueberschaubar. Du meinst aber:

Vielleicht. Ich vermute das Gegenteil.

Das klingt nach Wunschdenken.

Die koennten fuer Unueberschaubarkeit sorgen, was Betrug foerdern koennte.

Vielleicht muessen auch die draufzahlen, die sich serioes verhalten und brav ihre Stromrechnungen bezahlen.

Ob der die noch will, wenn er bis 2050 eine effizientere Nutzung der Energie politisch mit anderen einfordert, darf man sich fragen. Es kommt wohl darauf an, wie das Elektrotechnik-Ingenieurwesen und andere Diziplinen (Wirtschaftswissenschaften, Oekologie, usw.) das gesetzte Ziel erreichen wollen. Diese Frage ist ja noch ganz offen. Du arbeitest am Markt-Thema (Stromhandel). Das kann man machen.
K.L.
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Am 16.12.2011 17:06, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Nicht ganz. Benutzt man die falschen Worte, hat man schnell die falschen Assoziationen im Kopf. Spricht man z.B. vom "Energiesparen", dann denkt man vor allem an "weniger Energie verwenden" und nicht an mehr. Dann bleibt aber nur "Gürtel enger schnallen" oder "Maschinen und Dämmungen noch mehr ausreizen" übrig. Schon hat man mit völlig überflüssigen Widerständen zu kämpfen. Denn Energie kann man auch mit geänderten Strukturen sparen, OHNE dass man den Gürtel enger schnallen oder immense Investitionen tätigen zu müssen. Außerdem geht es nicht mal um's "Energiesparen", sondern um den Schadstoffeintrag in unseren Lebensraum, um auch künftigen Generationen noch ein Überleben zu sichern. Das kommt in "Energiesparen" überhaupt nicht vor. Also wird nicht mal darüber nachgedacht, dass wir in Sachen Energie eigentlich in Saus und Braus leben können OHNE große Zukunftsrisiken eingehen zu müssen.

Soo offen ist das keineswegs. Denn auf solchen Worten werden die ganzen Subventionsgebäude aufgebaut. Wenn mir also etwas einfällt, wie man einen Automotor von 20% auf 30% durchschnittliche Effizienz hin kriegt, dann ist die Subventionswahrscheinlichkeit sehr gorß. Wenn ich mit wesentlich weniger Aufwand sehr viel mehr erreichen könnte, dafür aber Strukturen ändern müsste, ist überhaupt nichts vorgesehen. Damit falle ich durch jedes Raster.

Sie meint aber NICHT neue Strukturen, sondern nur IM RAHMEN DER EXISTIERENDEN Strukturen.

Natürlich tut sie das. Allerdings bin ich seit Jahrzehnten auf der Suche nach effektiveren Verfahren als mit dem Astrail-Konzept. Ich kenne keines, das in der Lage wäre, die landgebundene Mobilität mit nur noch 5% der heute nötigen Energie zu betreiben. Und zwar auch mit SCHLECHTEN AKKUS! Ohne Massenanwendung gibt es dafür keine Chance. Individualverkehr auf der Schiene bietet jedoch diese Chance. Wie bringt man die Abwärme der Großkraftwerke STANDARDMÄSSIG und VERLUSTARM zu NUTZorten? Auch das wird im Astrail-Konzept im Rahmen von ASTROHS organisiert. Dann betreibt man eben keine Großkraftwerke mehr, weil sie dann unwirtschaftlich werden. Stattdessen setzt man die Thermodynamik dort hin, wo man die Wärme am Ehesten einer sinnvollen Nutzung zuführen kann. Die Konsequenz ist damit eine massive Dezentralisierung, womit man dann auch gleich die idealen Grundvoraussetzung für die Nutzung all der regenerativen Energieformen hat. Sie zeichnen sich nämlich durch geringe Energiedichte aus, weshalb lange Transporte vermieden werden sollten. In einem dezentralen Netz sind die Wege aber ohnehin sehr kurz. Weil sich mit der Marktsättigung Spezialisierungsdruck auf die Komponentenhersteller aufbaut, werden sie sich auf Marktnischen konzentrieren, die mit der Nutzung regenerativer Energien ungewöhnlich naheliegend erscheint.
Zeige mir ein Konzept, das auch nur annähernd, umfassend und selbstregulierend in diese Richtung geht. Angeblich will man ja genau diese Ziele verfolgen.

Den Gedankengang musst du genauer erklären.
Möglicherweise hängt er damit zusammen, dass ich gelegentlich erwähne, dass man dezentrale Stromerzeuger - im Gegensatz zu konventionellen Heizkesseln - nicht bis an die Grenzen des physikalisch noch vorstellbaren ausreizen muss. Die Forschung wird das aber nicht lähmen. Warum auch? Dass man im Verhältnis zur Investition möglichst viel rausholen will, wird sich auch mit dem Astrail-Konzept nicht ändern. Wem es also gelingt, eine bessere Kiste hin zu kriegen, sollte auch im Astrail-Konzept die größeren Erfolgschancen haben.

Stelle dir vor, du kannst jederzeit Strom verkaufen oder einkaufen. Bist du nun an einem hohen oder niedrigen Strompreis interessiert?
Kleiner Tipp: Aufgrund des Verhältnisses von Wärme- und Stromenergie in privaten Haushalten kannst du davon aus gehen, dass private Haushalte deutlich mehr Strom anbieten werden als sie kaufen. Und sie werden zeitlich höchst flexibel agieren können.

Wie könnte Betrug denn aussehen?

Das hat doch mit "seriös" nichts zu tun. "Sich gegen die Regeln stemmen" kann sehr viele durchaus ehrenwerte Gründe haben. Der Kunde braucht sein Produkt zu einem bestimmten Termin. Die Zeit ist knapp. Stürmisches Wetter mit Sonnenschein ist bis dahin nicht zu erwarten. Was soll der Hersteller also machen? Auf seinen Kunden verzichten und ihn vielleicht auch noch wegen Nichtlieferung mächtig verkrätzen? Oder legt er halt ein paar Euro drauf (schmälert also seinen Gewinn ein wenig) und verteilt das Geld in der Nachbarschaft, die ihm dafür den nötigen Strom liefert?

Gehen wir mal davon aus, dass er jetzt etwas 60 Jahre alt ist, dann wird er rund 100 sein. Dann ist es ihm vermutlich ziemlich egal.

Normale Entwicklungsingenieure bauen keine neuen Denkmodelle für Energiestrukturen auf. Man geht auf sie zu, wenn es ein ganz konkretes Problem zu lösen gibt. Wie dick müssen die Leitungen sein? Wie große Verluste sind zu erwarten? Welche Komponenten müssen verwendet werden und wie müssen sie dimensioniert sein? Mit ASTROHS werden sich die FRAGEN an diese Ingenieure ETWAS (nicht grundlegend) ändern.
--
Servus
Christoph Müller
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Mir ist schon klar, um was es Dir geht.

Sagen wir besser, "andere" Worte, denn damit werden ja Wissenschaftsfelder angesprochen.

Das ergibt sich, so wie es formuliert ist, aus der Logik.

Du willst sagen, obwohl Energievergeudung reduziert ist, findet trotzdem ein Schadstoffeintrag statt, weil Elektrizitaetswerke (grosse/mittlere/kleine) zu betreiben sind.

Du meinst: in irgendeinem Sinne nicht ausreichend darueber nachgedacht. Das ist bestimmt so.

Ja, gut. Es gibt natuerlich nur eine gewisse Spannbreite der Ideen dazu. Das stimmt.

Das spielt sicher eine Rolle. Am Ende muessen jedoch auch Loesungen vorgezeigt werden.

Vielleicht eher: der ihnen von den Fachleuten vorgetragenen Strukturen. Aber da innovative Kraefte ebenfalls vortragen, weiss ich nicht.

Mir fehlt allerdings der sehr genaue Einblick in das Konzept. Mit Beurteilungen muss ich mich deshalb zurueckhalten. Was Du nennst, wenn Du "nur noch 5% der heute noetigen Energie" angibst, hoert sich bahnbrechend an.

Einen Teil Deines Konzeptes kenne ich. Wie Regionen aussehen muessen, die von Grosskraftwerken Abwaerme nutzen koennen, ist mir aus staedtebaulicher Sicht be- kannt. Das geht nur in bestimmten Zusammenhaengen. Das sagst Du jetzt selbst:

Als jemand, der Staedtebau studiert hat, sage ich mir, dass dies in Entwurfszeichnungen, z.B. fuer das ganze Bundesgebiet, sehr konkret aufzuzeichnen ist, wie man sich den Verbund und die Nutzung (Erzeugung) vorstellt. Das sind feste Orte und feste Verbindungen, die erweitert, reduziert oder verlegt werden koennen.

Zunaechst haette ich ja gerne eine schriftliche Fassung des europaeischen Fahrplanes zur Reduktion des CO2-Ausstosses. Danach braeuchte es dann Deinen moeglichst genauen Entwurf, usw. Vermutlich ist das ein gutes Thema fuer eine Fachtagung, um den Umbau der Verhaeltnisse in Europa diskutieren zu koennen.
K.L.
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Am 16.12.2011 20:37, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Wissenschaftler sind auch nur Menschen und reagieren als solche ganz ähnlich auf Worte wie jeder andere Mensch auch.

Richtig.
Nicht in "irgendeinem Sinne", sondern ganz konkret geht's im Strukturen, die aufzubauen wären. ASTROHS und Railtaxi zum Beispiel. Wer was Besseres weiß, soll es nennen.

Nicht nur "eine", sondern sogar eine ganz zentrale!

Wie denn, wenn sich kein Ansatzpunkt zur Realisierung finden lässt, nur weil so etwas aufgrund der Verwendung falscher Worte nicht vorgesehen ist?

Und die wiederum haben aufgrund der Verwendung bestimmter Worte auch ganz bestimmte Assoziationen und denken auch dementsprechend.

Innovation in diesem Zusammenhang bedeutet, dass man sich von den Automatismen der Assoziationen wenigstens gelegentlich etwas verabschieden kann (womit man dann in vielen Intelligenztests plötzlich SCHLECHTER abschneidet, weil einem dann das Naheliegende nicht gleich einfällt, sondern erst noch einige andere Dinge checken muss). Nur so gelingen auch ganz neue Denkansätze. Aber sie machen das Leben auch unbequemer, weil man dann dazu neigt, öfters mal ganz selbstverständliche Dinge zu hinterfragen. Manche Leute nervt so etwas ungemein. Von denen wir man dann gerne mit ziemlich unfreundlichen Worten bedacht.

Für die genannte Rechnung reicht folgende Überschlagbetrachtung: Heute: 50% Verlust im Rahmen der Treibstoffherstellung. Die andere 50% werden in den Tank gefüllt. Davon werden 80% weggeworfen und nur 20% sorgen für den Antrieb. Weil vorher schon 50% verloren gingen, ist's also nur die Hälfte, nämlich nur 10%. Auf Bremsenergierückgewinnung und Fahren im waggonähnlichen Windschatten wird verzichtet. Damit könnte der Energiebedarf etwa halbiert werden. Also braucht man nur ca. 5% der heute nötigen Energie.

Ist es NICHT. Es geht lediglich um andere Strukturen, die mit längst erfundener Technik realisiert werden könnte. Sie muss nur mit den Astrail-Strukturen neu zusammengestellt werden. Grundlegend Neues muss dazu nicht erfunden werden. Auch keine Kernfusion.

Mit dem Astrail-Konzept wird man die Großkraftwerke mit größter Wahrscheinlichkeit verschrotten und durch massenweise stromproduzierende Heizungen ersetzen.

Was sollte sich denn schon groß städtebaulich verändern? Der alte Heizkessel fliegt raus. Ein stromproduzierender kommt rein. Ich wüsste nicht, welche städtebaulichen Veränderungen das mit sich bringen sollte.
Städtebau kommt erst mit den "Add-Ons" ins Spiel. Nämlich insbesondere mit PV und Windenergie. Da hoffe ich jetzt auf etwas Daumendrücken deinerseits, weil wir im Moment grade mit einem "unsichtbaren" Windpark zugange sind. Ist aber noch kein Auftrag.

Setzt voraus, dass die Leute überhaupt mal zuhören wollen. Wer einen Vortrag zum Astrail-Konzept haben will - gerne.
--
Servus
Christoph Müller
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Christoph Müller schrieb:

Und wie werden die Heizkessel beheizt, ohne dass CO2 frei wird? Und woher kommt der Strom im Sommer? 200 GW durchs Fenster heizen?
Ganz abgesehen davon, dass ein Haus, welches Zusatzenergie zum Heizen braucht, falsch konstruiert oder falsch gebaut wurde, meist beides.

Ich hoffe, deine Windkraft kommt ohne Neodymmagnete aus. Und die PV besteht aus modernen Dünnschichtzellen und nicht aus importiertem chinesischen Kohlestrom in grossflächiger Dünnbrikettform mit Stromanschluss.
Wobei mir der Verdacht aufkommt, dass sowohl die Laberhohlköppe im Video wie auch einige hier nicht den Unterschied zwischen Strombedarf[1] und Energiebedarf sehen.
[1] Für Heger und ähnliche Choleriker: Bedarf an elektrischer Energie.
--
mfg Rolf Bombach

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Am 19.12.2011 22:29, schrieb Rolf Bombach:

Du willst alles auf einmal. Zunächst mal sollte doch erst mal der CO2-Ausstoß insgesamt verringert werden. Das kann man mit Abschalten der Heizkessel erreichen. Stattdessen holt man sich ein Stück Kraftwerk von der Grünen Wiese ins Haus und heizt mit dessen Abwärme. Diese Vorgehensweise erspart auch noch teure Fernwärmeleitungen und die ganzen damit verbundenen Unannehmlichkeiten mit entsprechenden Baustellen.

Vor allem aus Sonne, Wind und Wasser. Erst wenn das nicht reicht, wird aus Energiespeichern (z.B. Brennstoffen) nachgeliefert. Sollte sich über ein automatisches bidirektionales Stromhandelssytem für alle (ASTROHS) einfach organisieren lassen.

Selbst wenn, dann wäre es nicht schlimmer als jetzt. Denn jetzt heizen die Großkraftwerke auch den ganzen Sommer durch. Und sie heizen im Winter nicht nur zum Fenster raus, sondern sogar durch eigens dafür gebaute Kühltürme. Nun rate mal, wieso in so vielen Häusern Heizkessel stehen, die diese in den Kraftwerken weggeworfene Wärme NOCHMAL mit zusätzlicher Umweltbelastung produzieren.

Wie wirkt sich so ein Haus auf die Stromproduktion und die Mobilität aus? Letztere braucht etwa 1/3 unseres kompletten Primärenergiebedarfs und wirft inklusive Treibstoffgewinnung rund 95% als Abwärme weg. Also etwa genauso viel, wie hierzulande für die Gebäudeheizung gebraucht wird.
Alles schwitzt und weiß nicht, wohin mit all der Wärme. Deshalb müssen wir unsere Häuser mit teurer Dämmung warm einpacken.
Mir wär's lieber, wenn wir erst mal die Abwärmeströme so kanalisieren könnten, dass sie zu Nutzwärme wird. Damit lässt sich mit deutlich weniger Aufwand sehr viel mehr erreichen als mit Nullenergiehäusern.

Was hast du gegen solche Magnete? Welche magnetische Erregung die Generatoren haben, überlasse ich den Generatorherstellern.

Da scheinen ja viele Vorurteile unterwegs zu sein.

Ein weit verbreitetes Problem, weil Energie dummerweise ein etwas abstrakter Begriff ist. Wer das nicht verstanden hat, tut das i.d.R. damit kund, dass er ständig vom EnergiePRODUZIEREN redet. Das können wir kleine Menschlein nämlich gar nicht. Wir können sie nur umwandeln und nutzbar machen.
--
Servus
Christoph Müller
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Am 19.12.2011 22:29, schrieb Rolf Bombach:

Ich bin kein Choleriker, aber sei's drum...
Die Diskussion zum Thema 'Energie' im Kontext 'Politik' ist imho gründlich entgleist. Was kann man dagegen tun?
Hmmm..
Ich meine, man könnte anfangen, wieder 'sauber' zu argumentieren und nicht polemische Phrasen und irgendwo gehörtes gegeneinander zu hauen.
Erstmal möchte ich deshalb zustimmen und sagen, elektrischer Strom (oder ''elektrische Energie' ) in Haushalten ist unbedingt nötig und irgendwie muß die Versorgung gesichert werden.
Dazu gibt es eine ganze Reihe von Technologien und vielleicht gibt es in Zukunft noch weitere, die wir jetzt noch nicht kennen. Die meisten benötigen eine Art Brenn- oder Treibstoff, welche gewöhnlich 'Energieträger' genannt werden. Diese benötigen wir also für die Versorgungssicherheit auch.
( wir hätten die gern möglichst preiswert - möchte ich noch ergänzen - damit sowenig Geld wie möglich für diese Energieträger abfließt, ähnlich wie in anderen Bereichen auch, wo man möglichst wirtschaftlich arbeiten möchte.)
Dann gibt es das Problem 'Klima', welches angeblich mit dem CO2 zu tun hat. Diese Behauptung ist meines Erachtens nicht nur falsch, sondern völlig verdreht, da schon die Problemdefinition unsauber erfolgt. Jedenfalls kann man meines Erachtens beim Thema Umweltschutz genau dieses Gas (das Kohlendioxid) vergessen und sich wichtigeren Fragen zuwenden.
Dann meine ich, daß ich beweisen könnte, das der Meeresspiegel kontinuierlich fällt (und nicht steigt) und zwar wegen einer These, die sich Growing Earth nennt. Es gäbe jetzt viele Beispiele dafür. Eines sind Atolle. Dies sind Korallenriffe, welche aber über den Meeresspiegel hinaus ragen, weswegen der gefallen sein muß (Korallen sind Tiere und leben im Meer).
Jedenfalls ist die Gefahr der Überflutung der Malediven wegen globaler Erwärmung gering.
Im übrigen ist CO2 ein sehr nützliches Gas, da es für Pflanzen das ist, was für uns Sauerstoff ist. Deshalb ist es völlig widersinnig in CO2 einen Schadstoff zu sehen.
Andere Stoffe wären allerdings schon schädlich. Das wären etwa Plastikabfälle im Meer oder Arzneimittelrückstände im Trinkwasser. Wer protestiert aber dagegen?
TH
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