"Geschweisste" Trafos

Hallo Leute, ich habe mal gelernt, das Netztrafos mit einem Eisenkern aus einzelnen Blechen gefllt werden mssen, die keine elektrische Verbindung unter-
einander haben drfen, damit die Wirbelstrom- verluste minimiert werden. Nun wird aber bei immer mehr Industrietrafos der Blechkern "geschweisst", d.h. die Bleche werden durch zwei Schweissnhte miteinander verbunden. Dadurch mssten m.E. die Verluste stark ansteigen. Nimmt man das zugunsten einer einfacheren Fertigung in Kauf, oder ist der Unterschied gar nicht so gross?
Zweite Frage: Kann man diese Schweissnaht eigentlich problemlos aufsgen, um den Trafo umzuwickeln? Das Blechpaket msste dann natrlich anschliessend z.B. durch eine ussere Verschraubung zusammengedrckt werden. Gruss Harald
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Harald Wilhelms schrieb:

Hallo,
vielleicht liegen diese zwei Schweissnähte ja so das durch sie keine geschlossenen Windungen in der richtigen Ebene in dem Eisenkern entstehen können. Beim konventionellen geblechten Kern sind die Bleche ja auch so orientiert das ein Wirbelstrom nicht innerhalb eines einzigen Bleches fliessen kann. Die Ebene der Bleche steht ja senkrecht auf der Ebene der Windungen, nicht parallel dazu.
Bye
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Harald Wilhelms schrieb:

Die sind aber nur aussen an einer Stelle runter geschweisst (ev symmetrisch woanders nochmals). Da sollte keine Spannung kurzgeschlossen werden. "Industrietrafos" "immer mehr" oder andere schon länger? Mir ist, als wären viele Trafos in Netzteilen amriganischer oder japanischer Unterhaltungselektronik (gerade auch besserer) schon immer geschweisst gewesen. Soll eventuell weniger brummen, denk ich mir.
--
mfg Rolf Bombach

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Exakt das ist der Grund. Besonders bei Geräten die im Wohnbereich eingesetzt werden, kann so ein kleiner Brummbär zu Ärger mit der Kundschaft führen.
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Nein, stimmt nicht. Geschweißte Kernpakete dienen der schnelleren Fertigung. Brummen wird am besten durch das Vakuumimprägnieren des Trafos gewährleistet. Gute Trafos werden auch heute noch wechselseitig geschachtelt und anschließend vakuumimprägniert.
Alles eine Frage der Kosten ...
Servus, Dietrich
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cyg schrieb:

1&1 stört das offenkundig nicht, da darf jeder Schnarchzapfen posten.
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Unverschämte Beleidigungen bitte in der passenden Gruppe fortführen.
f'up gesetzt
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Nein. Sägen ist spangebend. Der Kern ist nach dem aufsägen unbrauchbar, da er nicht mehr "zusammenpasst". Es entsteht ein riessiger Luftspalt, was die magnetischen Verhältnisse stark verändert.
Was ich schon einmal gemacht habe: Wenige Windungen für eine Wicklung mit kleiner Spannung, die kann man auch bei montiertem Kern aufbringen. Man muß die dann eben "durchfädeln". Ist allerdings sehr mühseelig und man muß sehr gewissenhaft arbeiten um den CuL nicht zu beschädigen.
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cyg schrieb:

Und? Man muss ja nur die Schweißnaht trennen, das nimmt nahezu kein Volumen weg, und nach dem Neuwickeln schweißt man am einfachsten wieder (sonst brummts heftig). Funktioniert, das Ergebnis ist genauso mies wie vorher in Sachen Leerlaufverlust. Um mal schnell einen 4V/100A Trafo für kurzzeitigen Einsatz zu bauen gehts aber, notfalls unter Verwendung eines Mikrowellenofen-Trafos (einer der schlimmsten Sorte Trafos, eigentlich max. bis 180V sinnvoll betreibbar) als Ausgangsmaterial.
Durch den ganzen Kern sägen höchstens Leute, die sich 'cyg' nennen.
Robert
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Robert Obermayer schrieb:

ACK, BTDT.

Kernspalter halt.;-)
Gruß Dieter
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Hi Robert,

Würde verkleben mit Epoxid nicht reichen?

Wieso eigentlich? Ich meine, wenn man die ohnehin umwickelt, dann sollte man daran doch auch was drehen können. Ich geb aber zu, ich hab mit solchen Eisenpaketen noch nie hantiert.
Marte
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Welchen Luftspalt hättest Du denn gerne? ;-)

Exaktes lagenweises Wickeln ist immer haarig.

Servus, Dietrich
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Hi Dietrich,

Warum sollte der mit Epoxy größer werden, als mit erneutem zusammenschweißen?
Marte
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Marte Schwarz schrieb:

Stimmt, wenn etwas zusammengeschweit wird, zieht sich das Schweimittel beim Abkhlen zusammen. Sozusagen geringerer Luftspalt ;-)
-- mfg hdw
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Marte Schwarz schrieb:

Ist die Frage, ob es hinreichend spaltarm hinzubekommen ist und auch ausreichend fest hält, sich nicht mit der Zeit lockervibriert. Sofern das möglich ist spricht nicht viel dagegen.

Gut, ich habe es etwas unglücklich formuliert. Die Trafos sind in ihrer originalen Auslegung ziwmlich schlimm, Sätigung beginnt so bei 180V-200V je nach Typ und Alter (je älter desto besser sind sie noch...). Wenn man eine neue Primärwicklung macht, oder wenigstens so 20-30Wdg dazu wickelt siehts besser aus.
Hab ich aber nicht gemacht, nur die Sekondärwicklung und die Streubleche entfernt und 5Wd mit Motorenpapier umwickelten 70mm^2-Draht drauf gewickelt, Kern zusammengesetzt, im Schraubstock massiv verpresst und mit Elektrode wieder geschweißt. Das Ergebnis hat seine ca. 4V abgegeben, nicht allzu arg gebrummt und wurde, mit einem 8cm Lüfter (im Originalzustand brauchen die Trafos in jedem Fall eine aktive Belüftung) versehen, auch nicht zu heiss.
Kam vieeeeel billiger und ging v.a. schneller als einen 'richtigen' Trafo wickeln zu lassen.
Gruss, Robert
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Bei geschweißten Trafos mit EI-Kern sind die äußeren Schenkel der E-Bleche klein wenig kürzer, als der mittlere, und ihre Stirnseiten leicht schräg. Indem die I-Bleche während des Verschweißens mit viel Kraft da draufgepresst und dadurch leicht durchgebogen werden, wird durch die danach herrschende Vorspannubg der Luftspalt relativ klein gehalten.
Das wirst Du mit Kleben so nicht hinbekommen. Entweder Du lässt den Kleber aushärten, während der Kern in einer Presse passend zusammengedrückt wird. Dann wird die Verklebung zwischen I-Blechen und den Aussenschenkeln der E-Bleche beim wegnehmen des Druckes sofort wieder reißen, und Du bekommst einen großen Luftspalt. Oder Du verklebst ohne großen Druck. Dann fällt das zwar nicht gleich auseinander, hast aber einen großen Luftspalt. Die Außenschenkel der E-Bleche sind hier nun mal kürzer als der mittlere.
Bei einem Kern mit nur zwei Schenkeln (UI-Kern?) könnte Kleben möglicherweise etwas besser gehen, würde aber ohne viel Druck während des Aushärtens des Klebers auch noch unnötig viel Luftspalt ergeben.
Und mit nicht wechselseitig geschachtelten Blechen wird man sich -- gerade, wenn sie unter großem Druck miteinander verbunden werden -- immer parasitäre Kurzschlusswindungen an den Stoßstellen der Bleche einhandeln. Deswegen werden die Dinger auch im Leerlauf schon ordentlich warm.

Dazu müsste die Primärwicklung mit mehr Windungen versehen werden. Die Primärwicklung fasst man aber nicht gerne an, da es dabei zum Einen um die Sicherheit geht, und zweitens viele Windungen involviert sind.

Ich habe ein kleines Büchlein, bestimmt mehr als vierzig Jahre alt, in dem Berechnung und Bau von Trafos recht gut beschrieben sind. Es gab auch mal -- damals noch bei RIM in München -- Trafo-Bausätze, bei denen die Primärwicklung schon fertig auf dem Spulenkörper war. Lediglich um die Sekundärwicklungen musste man sich noch kümmern, und dann die Bleche hineinschachteln und verschrauben. War sehr praktisch.
Grüße,
Günther
PS: Ich kann momentan nur mit einer Hand schreiben, da auf der anderen eine meiner beiden Katzen liegt. Schreibfehler bitte ich daher zu entschuldigen.
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On 23 Feb., 23:54, "Gnther Dietrich"

Dann msste man die Kerne ja auch gut mit zwei Stck Flachmaterial und zwei Schrauben verbinden knnen.
Bei meinem Trafo handelt es sich brigens um einen 500W, 400V/230V Trafo. Er hatte vor dem Trennen(was brigens mit einer Hand-Eisensge recht einfach ging) einen Leerlaufstrom von 300mA, was mir eigentlich schon recht hoch vorkommt. Ich mchte ihn auf einen 230V/230V-Trafo umwickeln. Damit bin ich aber noch nicht fertig, sodas ich den Strom im zusammengepressten Zustand noch nicht messen konnte.

Ich habe vor vierzig Jahren auch Trafos gewickelt, aber damals hat man noch schn wechselseitig geschichtet, was zumindest bei M-Blechen etwas mhsam war. "Geschweisste" Trafos kamen m.W. erst wesentlich spter auf. Gruss Harald
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So ging es mir auch. Die M-Bleche waren damals noch mit Papier isoliert. Aber wechselseitige Schichtung war Gang und Gebe.
Irgendwelche Messungen haben wir kurz nach dem Krieg nie gemacht (war auch nicht möglich). Aber es hat funktioniert ;-) Wo mein Chef damals den Lackdraht aufgetrieben hat, ist mir heute noch ein Rätsel :-( M 120 Bleche hatten wir jede Menge auf Lager!
Rudi
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/ Rudi Horlacher - Am Pfarrgarten 42 - 73540 Heubach /
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On 24 Feb., 23:13, "Rudi Horlacher [Paul von Staufen]"

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On 24 Feb., 23:13, "Rudi Horlacher [Paul von Staufen]"

Ich hatte meine Lehre von 65...68. Beschaffungsprobleme gabs da nicht. Wir hatten da so ein spezielles Mess- gert mit einem Ferritstab. Den konnte man in die fertige Spule stecken und feststellen, ob wir einen Windungs- schluss "produziert" hatten. Erst dann wurde "geschachtelt".

Meinst Du vielleicht M102? Das war m.W. der grsste erhltliche M-Schnitt. Darber nahm man sog. verlustlose EI-Schnitte. Mit verlustlos war die Stanzung gemeint. Die "I" Stcke passten genau in die Lcken von zwei "E"-Stcken. Gruss Harald
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