Hybridkraftwerk: Windenergie + Wasserstofferzeugung

Hallo allerseits,
auf den ersten Blick sieht es so aus, als habe man fuer den ueberschuessigen Strom, den Windkraftanlagen
produzieren, eine gute Speicherloesung gefunden:
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video1000852.html
Was haltet ihr davon? Worin liegt die Schwaeche und Staerke dieser Kombination?
K.L.
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Der Wirkungsgrad über alles dürfte ziemlich schlecht sein.
Gruß Manfred
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Das "duerfte" ist Konjunktiv. Dein Satz liest sich so, als fehle Dir ein Einblick in den gesamten Vorgang der Energie- speicherung und was das dann real erbringt.
Hoert man sich den Tagesschaubeitrag an, scheint es auch so zu sein, dass den direkt Beteiligten auch der ge- naue Ueberblick fehlt, was das alles wohl ergeben wird.
K.L.
---------------- zugleich an dsie und dsa ----------------
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Am 25.10.2011 19:49, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Garnichts.
Ich habe allergrößte Mühe, überhaupt Stärken im System zu finden. Mit Mühe und Not könnte man noch sagen, dass das in Ansätzen sinnvoll wäre, wenn trotz abgeschaltener thermodynamischer Stromproduktion noch immer Strom übrig bliebe. Bis dahin ist allerdings noch ein SEHR weiter Weg.
Die Schwächen:
Statt thermodynamische Stromerzeugung einzustellen, wird H2 produziert.
Der Umgang mit H2 ist sehr schwierig, die Diffusionsverluste sind hoch und Ausrüstung ist teuer. (Man sollte deshalb besser CH4 (Methan) draus machen. Der Umgang damit ist sehr viel einfacher.)
H2 in der Mobilität halte ich für gefährlicher als einen atomaren Weltkrieg. http://www.astrail.de/h2technologie.htm
Wenn es in der Wirtschaft mit rechten Dingen zu geht, dürfte sich so eine Anlage für normale Betreiber nicht lohnen. Zu wenig Nutzen bei viel zu viel Aufwand.
--
Servus
Christoph Müller
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Diejenigen, die eine solche Anlage aufgebaut wissen wollten, muessen in der Anlage einen Sinn sehen. Einfach nur unnuetz kann die Anlage eigentlich nicht sein.

Nanu, eine Gefahr, die zusammen mit dem Betrieb der Anlage waechst? Ich koennte mir vorstellen, dass es genau darum geht, das, was Du fuer nur schwer beherrschbar haelst, dann wirklich beherrschen zu koennen. Die einzelnen Vorgaenge beim Be- trieb der Anlage kenne ich natuerlich nicht. Irgendwo liegen also Problemgebiete innerhalb der Anlage.

Warum wird es dann gemacht?
K.L.
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Am 25.10.2011 21:30, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Es ist ein typisches Subventions- und Publicityprojekt. Die Herstellung von H2 ist einfach zu teuer, um als Energiespeicher sinnvoll zu sein.
Das gilt auch für die Verwendung von H2 als Treibstoff für Fahrzeuge.

Weil es dafür Subventionen gibt.
Gruß
Stefan
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Vermutlich aus dem selben Grund, aus dem alle Subventionskraftwerke gemacht werden. :)
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wrote:

Das Argument klingt zwar plausibel, aber es muss einen Forschungshintergrund geben, fuer den ein solches Hybridkraftwerk von grossem Wert ist, weil sich nach groesserer Erfahrung im Umgang mit dieser Art, Energie zu speichern, dann neue Forschnungsfelder eroeffnen, die weiterfuehren. Bislang wird zum technischen Auf- wand noch wenig ausgefuehrt, der eine solche Anlage transparenter macht. Kennt sich niemand aus?
K.L.
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Am 26.10.2011 02:38, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Sieht man die Chance, irgendwo Subventionen abgreifen zu können, dann wird man das tun. Notfalls erfindet man halt irgendwelche Gründe. Welche das sein müssen, kann man erst sagen, wenn man weiß, wer diese bewilligt und wie diese Leute ticken. Das hat mit realer Notwendigkeit nichts zu tun.

Dass man mit Strom Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegen kann, ist seit mindestens 100 Jahren bekannt. Elektrolyse kennt man seit 1800. Vielleicht kennt man die Details deshalb nicht, weil sich sonst irgendwer vorwerfen lassen müsste, nur Banalitäten zu fördern. Meine Befürchtung ist schon länger, dass Subventionen zum Missbrauch einladen.
--
Servus
Christoph Müller
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Am 25.10.2011 21:30, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Mit Fördergeldern wird auch viele viele Jahre lang von einem hochkarätigen Forscherteam die Statik eine Hühnereis untersucht. So geschehen in Großbritannien vor einigen Jahren. Wenn was gefördert wird, dann wird das gemacht und nicht nach Sinn oder Unsinn des Projektes gefragt. Man ist einfach froh, an Lebensgrundlagen (Geld) heran zu kommen.

Es geht nicht um EINE Anlage. Sollte die Mobilität auf H2 umgestellt werden, dann wird der H2-Bedarf weltweit immens sein. Oberste Priorität wird dann der Preis des Wasserstoffs haben. Die Konkurrenz wird sehr groß sein. Der Billigste macht den Stich, weil das Produkt selbst keine Qualitätsunterschiede erlaubt. Billig wird's dann, wenn sich kein Mensch mehr drum muss. -> spezielle Mikroorganismen, um die man sich nicht mehr kümmern muss -> Freisetzung -> unkontrollierte H2-Produktion weltweit -> H2-Verlust der Erde -> Ohne H2 kein Wasser auf dem Planeten.

Es geht überhaupt nicht um die eine Anlage. Solche Anlagen baut man auf und ab, wenn man es für sinnvoll hält. Damit habe ich kein Problem. Es geht um die Strukturen, die damit aufgebaut werden sollen. Sie werden aus Kostengründen dafür sorgen, dass man auch mit Mikroorganismen arbeiten wird. Gentechnik ist nichts Neues mehr. Man wird entsprechend der Vorgaben optimieren. Diese Vorgaben werden sein, dass man sich nicht drum kümmern muss, weil das teuer ist. Also werden diese Organismen nicht nur auf Wirkungsgrad, sondern auch auf Überlebensfähigkeit unter den widrigsten Umständen hin optimiert. Man kann sich darauf verlassen, dass sie in großen Mengen verwendet werden und dass sie auch aus den Fabriken einen Weg nach draußen finden werden. Spätestens dann gerät das Ganze außer Kontrolle.

Weil es reine Märkte kaum gibt. Der Energiemarkt gehört mit zu den kaputtesten. Da gibt es von der wahnwitzigsten Besteuerung bis zur ebenso wahnwitzigen Subvention alles. Das hat dann nichts mehr mit Angebot und Nachfrage zu tun, sondern praktisch nur noch mit Politik, die sich nur wenig an realen Notwendigkeiten orientiert. Diese realen Notwendigen werden durch "Wiederwahl" ersetzt. Wolkenkuckucksheim und leere Versprechungen sind dabei an der Tagesordnung.
--
Servus
Christoph Müller
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Also schrieb Christoph Müller:

Von allen möglichen Horrorszenarien ist das so ziemlich das lächerlichste. Erstens muss man ganz schön Energie reinstecken, um größere Mengen H2 zu erhalten. Zweitens: Warum soll ausgerechnet das H2 im Gegensatz zu allen anderen Gasen die Erde verlassen? OK, es ist leicht, aber nicht unheimlisch leischt[tm]. Drittens gibt es auf der Welt dermaßen viele Regelkreise und Rückkopplungen, dass mit Sicherheit die H2-Produktion zusammenbricht, bevor etwas Größeres passiert und alle Weltmeere sich in Wohlgefallen aufgelöst haben. Du hast Deinen Frederic Vester ("Unsere Welt - ein vernetztes System") nicht gelesen. :)
Ansgar
--
*** Musik! ***

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Am 26.10.2011 12:52, schrieb Ansgar Strickerschmidt:

Klar kann man sowas leicht als "lächerlich" bezeichnen. Aber das sollte man dann schon wenigstens begründen können. Andernfalls wär's ja nur unverbindliches Gerede.

Energie haben wir sehr viel mehr als wir brauchen. Ist also kein gutes Argument.

Immerhin leicht genug, um vom Sonnenwind in die Weiten des Alls geblasen zu werden. Der Mars hat ein solches Szenario vielleicht schon hinter sich.

Von dem habe ich dafür schon Anderes gelesen. Die Dummheit der Menschen beruhigt mich trotzdem nicht.
--
Servus
Christoph Müller
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Bislang sieht es nicht so aus, als werde man die Mobilitaet auf CO2 umstellen. Allerdings war im ARD-Kurzbeitrag ange- klungen, dass sich das derzeit noch nicht lohne, da zu kost- spielig. Das beinhaltet natuerlich auch das Szenario, wenn der Preis faellt, kann das fuer die Mobilitaet interessant sein.

Solarenergie im Ueberfluss, usw.

Andererseits sagt das, es geht den Kreislaeufen des Planeten Erde etwas verloren.

Ausformulierte Horrorszenarien produzieren genuegend ueber- triebenes Bildgut. Das darf man dann erst einmal neutralisiert haben wollen, um mit ihnen vernuenftig umgehen zu koennen.
Erst einmal gilt der Satz, dass diese Speichertechnik wohl noch optimiert werden soll. Wieviel Verbesserungspotential in einer solchen Anlage steckt, ist eine gute Frage. Es muss ja Knack- punkte geben, die es zulassen, eine Verbesserung einzurichten. Wo koennten diese liegen? Andererseits sagt das Wort "Hybrid- kraftwerk" ueberdeutlich, dass in der Verknuepfung sinnvolle Wege gesucht werden, um zu speichern. Roland verweist immer auf Batterien, in die zu speichern ist. Eine Auflistung der Hybride ist sicher nicht verkehrt. Dann kann man das im Vergleich sehen.
K.L.
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Am 26.10.2011 15:17, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Daraus einen Antrieb zu basteln, wäre auch nicht ganz einfach. Vielleicht als Druckgasantrieb... Du meinst vermutlich H2 (Wasserstoff). Ich hoffe sehr, dass der H2-Antrieb NICHT kommen wird. Wir haben genug bessere Alternativen, so dass wir auf H2 nicht angewiesen sind.

Hoffentlich bleibt das auch so. Wenn's anders wird, dann fließen irgendwo massive Subventionen.

Der kann auch mit Mikroorganismen fallen. Nämlich dann, wenn die H2 ohne weiteres menschliches Zutun (das ist nämlich teuer) produzieren.

Eben. Und auch noch weltweit.

Genau das ist das Problem.

Natürlich. Man sollte sich aber nicht der Illusion hin geben, dass sich immer das Beste durchsetzt. Mit dem VHS-Videosystem hatte sich seinerzeit sogar das Schlechteste von allen durchgesetzt. Mit DOS und Windows war's nicht viel anders. Sage keiner, dass das völlig bedeutungslose Sachen wären.

Die beste Speichertechnik wäre, Brennstoffe ganz einfach liegen zu lassen, wenn sie grade nicht gebraucht werden. Effektiver und billiger lässt sich Energie kaum speichern. Macht man die Stromerzeuger nur klein genug, dann hat man damit sehr schnell genau die Leistung im Netz, die man haben will und man spart sich deshalb die teure, ineffektive und meist auch noch umweltbelastende Sekundärenergiespeicherung.

Man kann sich mit der Optimierung des Zierleistenklips links hinten für 1,4 ct pro Fahrzeug sicher genausolang und intensiv beschäftigen wie mit dem ganzen Antriebsstrang aus Motor, Kupplung, Getriebe und Differenzial. Will man Geld sparen - wo wird man ansetzen? Am Zierleistenclip für 1,4 ct/Fahrzeug oder am Antriebsstrang für 5.000,- Euro pro Fahrzeug?
Merke: Das Wichtige ist wichtig und das Unwichtige ist unwichtig.

Die gibt es mit dem Zierleistenclip vermutlich auch.

Man könnte z.B. im Heißkanalverfahren spritzen, so dass weniger Abfall bei der Herstellung anfällt. Dann kostet der Clip vielleicht nur noch 1,2 statt 1,4 ct/Fahrzeug. Wäre immerhin eine Einsparung von 14%. So viele Prozente wird man beim Antriebsstrang nicht so leicht schaffen.

An das Naheliegendste denkt halt keiner. Das wäre nämlich, die Brennstoffe liegen zu lassen, so lang der Wind weht. Flautezeiten übersteht man dann dadurch, dass man die so aufbewahrten Brennstoffe verstromt. Welches Verfahren könnte billiger, effektiver und umweltverträglicher sein?

Eine solche Gegenüberstellung enthält üblicherweise NICHT, dass man Brennstoffe ganz einfach liegen lassen kann. Wenn es um das Speichern von Energie geht, denkt man meist an High-Tech und großen Aufwand, große Verluste und manchmal denkt auch noch wer an die begleitende Umweltsauerei. Auf die Idee, dass man Brenner einfach abschalten kann, kommt aber anscheinend niemand. Das ist vermutlich viel zu primitiv, weshalb man so etwas auch keine Aufmerksamkeit zu schenken braucht...
--
Servus
Christoph Müller
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Am 26.10.2011 12:52, schrieb Ansgar Strickerschmidt:

Er meint wohl nicht Verlassen, sondern dass das Wasser in großem Maße in H2 umgewandelt würde und es dann kein Wasser mehr gibt, was allerdings auch Quatsch ist.
MfG Matthias
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Am 26.10.2011 18:51, schrieb Matthias Frank:

doch, das meine ich.

Wasser lässt sich nicht einfach in H2 umwandeln. O2 gibt's ja auch noch.
Wenn ich versuche, mich in die Rolle eines nicht allzufernen Gentechnikers zu versetzen, der die Aufgabe hat, H2-produzierende Mikroorganismen zu schaffen, um die sich keiner mehr kümmern braucht, dann ist die Entwicklungsrichtung doch klar: Selbständig müssen sie sein. Sie müssen sich ihre ideale Umgebung möglichst selbst zurecht zimmern und sich gleichzeitig gegen Angriffe verteidigen können. Sie müssen sich selbst ernähren und vermehren können. Können sie davon irgendwas nicht, dann muss der Mensch dabei sein, der mittels Technik diese Defizite ausgleicht. Der ist aber teuer, weshalb das zu vermeiden ist. Entwicklungsziel ist ja BILLIGER Wasserstoff, wenn man ihn in richtig großen Mengen braucht. Stellt man die Mobilität auf H2 um, dann hat man genau dieses Szenario.
Nun erkläre bitte, was daran wieso Quatsch ist.
--
Servus
Christoph Müller
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Hi, dieser "Abfallstoff" ist aber nur bei hoher Konzentration problematisch. Ein Schornstein reicht...

Solche Mikroben/Algen gibts doch.

Gerade so sollten die nicht sein. Denn gerade die Reinheit des Produktes erleichtert seine spätere Verwendung. Ginge es bloß um die Zerlegung von Wasser mit "schiet auf die Ergebnisse", ginge das auch per Hitze/Katalyse.

Solche Zusatzfähigkeiten sind eher unnütz.

Vermehrung ja, Ernährung wie jetzt? Keine Lichtumwandlung mehr?

Das ist doch unvermeidlich. Selbst wenn Du ein wundersames Wasserstoffblubbermeer hättest, um damit mobile Geräte anzutreiben, wäre eine Auffangtechnik, Lager und Verdichtung nötig. Einen Teil solcher "Verluste" kann man schon bei der Produktion verwenden und dadurch die Effizienz steigern. Nicht ganz unwichtig sind Platzbedarf und Umweltrisiken, oder?

Nö. Entwicklungsziele können sich ändern, H2 muß nicht einfach nur "billig" sein, sondern sich eben "lohnen und eignen".

Es klingt paranoid. Deine Zauberschiene ist ja auch nicht umme zu haben. Derzeit sind Emotore absehbar die günstigste Antriebstechnik, sofern man eben den Strom extern zuführt. Sobald man Energiespeicher mitführen muß, lohnt die Wasserstofftechnik eine Untersuchung. Schade, daß unsere Politik das Thema verpennt. Erinnert sich noch einer an die Zeit, als überall Busse mit Wasserstoffantrieb, "Kohlestaubmotoren" und so weiter herumfuhren? Was haben wir jetzt noch an Innovation? Ah ja, Mautbrücken...
--
mfg,
gUnther
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Am 26.10.2011 21:12, schrieb gUnther nanonüm:

Ergibt dann allerdings eine andere chemische Zusammensetzung unseres Lebensraum mit weniger Wasser. Ob ihm das gut tut?

Schon. Aber nicht wirklich effektiv. Irgendwas scheint sie gehörig im Zaum zu halten. Was das ist, ist derzeit noch unbekannt.

OK, damit kannst du gut Recht haben. Damit ist aber auch gleich wieder die Entwicklungsrichtung vorgegeben. Die Gentechnik werden das sicher beherzigen.

Alles eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Brechen solche Bestände leicht zusammen, muss man sie ja überwachen. Das kostet Geld, das vom Gewinn ab geht. Also wird man versuchen, diesen Aufwand zu vermeiden. Wer's hin kriegt, macht das Geschäft.

Mit Licht alleine wird ja noch lange kein Wasserstoff. Dafür braucht man eine gewisse Maschinerie. Nämlich z.B. die besagten Mikroorganismen.

Im Moment betrachtet man den menschlichen Fahrer im Auto noch als unvermeidlich. Die immer besser werdenden Fahrerassistenzsysteme lassen allerdings erwarten, dass das kein Zustand auf Dauer sein wird. Die Fahrer WERDEN sich vermeiden lassen, indem sie durch Automaten ersetzt werden. Ähnlich wird's mit den besagten Organismen auch gehen.

Anzunehmen. Trotzdem wird man alles daran setzen, den Aufwand zur H2-Gewinnung so gering wie irgend möglich zu halten. Eine aussichtreiche Option dafür wären eben besagte Mikroorganismen. Die kannst du voraussichtlich auch mit Nanotechnik gleich setzen. Versuche, dass sich menschengemachte Maschinen im Nanomaßstab selbst reproduzieren und sich damit ähnlich wie sich selbst vermehrende Mikroorganismen verhalten, gibt es bereits. Wenn auch vorerst nur ziemlich rudimentär, weil die Mechanismen noch nicht richtig verstanden sind. Aber das ist vermutlich nur noch eine Frage der Zeit.

Klar. Anfangs wird man Platzbedarf und Umweltrisiken mit Sicherheit auch beachten. Aber unter 7 bis 10 Mrd. Menschen wird sich trotzdem jemand mit viel Geld finden, der sich über diese Dinge hinweg setzt. Es reicht ja, wenn ein Einziger davon "Erfolg" hat.

Das widerspricht sich nicht.

Wenn du meinst... Ich kann das nicht nachvollziehen.

Behauptet auch niemand. Aber die liegen schon im ganzen Land. Was wird man damit machen, wenn das Auto keinen Fahrer mehr braucht? Schon jetzt fehlt genug Kundschaft, um das System aus eigener Kraft finanzieren zu können, weshalb Subventionen bezahlt werden. Bricht nochmal 80% der verbliebenen 10% Marktanteil weg, dann werden auch die Subventionen nicht mehr reichten, um die Viel-Auf-Einmal-Bahn am Leben zu halten. Dann stellt sich die Frage, was man mit den ganzen Strecken machen will.

Auf der Schiene ist das kein Problem.

Wie lange wird man noch untersuchen müssen? Ich bin aus oben genannten Gründen der Auffassung, dass diese Entwicklungsrichtung überhaupt nicht weiter verfolgt werden sollte. Es gibt nun wirklich genug problemlosere Alternativen.

In seltenen Fällen ist das sogar ganz gut. Mit H2 zum Beispiel sehe ich das so. Begründung siehe oben.

Fahrerassistenzsysteme gab es damals noch nicht. Sie werden das ganze Verkehrsgeschehen revolutionieren, indem sie die menschlichen Fahrer verzichtbar machen. Die konventionelle Viel-Auf-Einmal-Bahn wird das voraussichtlich nicht überleben. Oder siehst du überzeugende Gründe, weshalb man sich von solchen Fahrzeugen nur zum Bahnhof bringen und von dort abholen lassen soll, wenn man ganz ohne Fahrpläne und Umsteigen genauso bequem direkt vor die gewünschte Haustür gefahren werden kann?
--
Servus
Christoph Müller
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Hi, bislang ist das bestenfalls eine sehr theoretische Möglichkeit. Wieviel dieses "Verlustes" entsteht wohl natürlich per UV-Licht? Ich glaube kaum, daß sich absehbar die Meeresspiegel senken werden, nur weil irgendeine Brunnenkresse Wasserstoffblasen blubbern lernt.

Die sind unerreicht effektiv. Versuch mal, deren Effizienz mit Technik zu erreichen. Da wirst Du aber zu knabbern haben.

Kaum, wie alle Techniken ist auch diese zuallererstmal eine "politische" Methode. Da kumuliert viel Geld, es wird mit Hoffnung und Betrug verdient und bestochen...Biodiesel ist doch nur ne Frühform davon. Weil die PR-Risiken bei H2 so viel größer sind, wird da noch wenig dran verdient. Im Augenblick saugen ja auch die Banken unser aller Kapital ab. Zwar sind bestimmt frische Krisen in Vorbereitung, aber so richtig wirksam schädlich ist derzeit nix. Naja, Vogelgrippe gibts ja immer noch...

Wohl eher umgekehrt, sollte einer den Wasserstofftrick verbessern, wird zuallererst weitergeforscht, bis die "Neue" Mikrobe nur noch unter Geheimbedingungen wächst. Denk an Patentweizen, Patentmais.

Gibts alles...doch weil es eben derzeit nicht "patentierbar" erscheint, also kein Monopol machbar ist, investiert dahinein keiner. Palmöl dagegen ist an Urwaldfläche gebunden, das ist fast auch ein Monopol, noch dazu eins mit Hintersinn, anstatt irgendwelchem Eingeborenenpack ihre Brandrodungen zu versalzen, kann man gleich nach der Tropenholzernte mit Plantagenwirtschaft beginnen. Wenn der industrielle Golbalisierer eins gelernt hat, dann daß es nicht lohnt, wenn überhaupt Menschen angesiedelt werden. Die jammern dann rum, hungern und bekriegen sich und andere...

Wenn der Fahrspaß nicht mehr erlaubt ist, stirbt Deutschland. Und vermutlich gleichzeitig gibts die Zwangskastration im Kindergarten. Bei Eisenbahnern hab ich eh seit langem den Verdacht, daß die irgendwie die Klöten auf der Schiene liegen hatten..

Ne Zeitfrage ist es immer. Aber egal wie, Du wirst nicht an Überlegungen gehindert. Wasserstoff ist ne nette Idee, aber dem Strom unterlegen. Für möglichst einfache, langlebige und robuste Methoden wären flächendeckende Stromnetze, Windparks und ev. lokale Druckgasspeicher der bessere Weg. Wasserstoff ist ne abgehobene Lösung etwa für Sonderzwecke, Raumfahrt etwa. Was zuerstmal passieren sollte, ist ein wirklich großes Solarthermie-Spiegelkraftwerk, mit dem z.B. Metallverhüttung klappt. Solches ist ein gewaltiger Primärenergieverschwender.

Nein, das reicht nicht.

Strecken sind vielleicht nach Kilometern da, aber nicht so gelegen, daß es mit Deinem Traum zusammengeht.

Ist es doch. Aber das ist "hier" nicht lösbar, führt zu nix.

Tja, wenns die wirklich gäbe, wäre Murphy wohl gestorben.

Im Ruhrpott fuhr ne Weile soein fahrerloser Bus, mit nem Gummirad am Bordstein. Und die Vereinsbusfahrten zur Lorelei mit anschließendem Weinprobenbesäufnis sind eine typisch menschliche Sozialaktivität, warum sollten sich also nicht weiterhin viele Leute in Hordentaxis treffen? Wichtiger als das direkte "vors haus" wäre niedriger Preis und Umweltschaden. Dazu wären Busse geringerer "Qualität" eher besser, z.b. solche mit Segeltuchverdeck, Holzbank und Gitterrostboden. Und Anhängekupplung. Stattdessen wird der Bus langsam angehübscht wie ein Flugzeug. Ich hätte lieber ne vandalensichere Holzklasse. Meinetwegen mit "Kabinenunterteilungen" wie ein Viehwaggon. Damit es beim Bremsen keine "Fluggäste" gibt.
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Am 27.10.2011 10:25, schrieb gUnther nanonüm:

Es ist das Markenzeichen des Menschen, dass er Theorien entwickeln kann. Hat ihm schon oft gute Dienste erwiesen.

Vermutlich in Mengen, die noch vom solaren Wasserstoff kompensiert werden können. Wäre es anders, hätten wir kein Fließgleichgewicht.

Mir scheint, du begreifst nicht ganz, um welche Größenordnungen es hier überhaupt geht.

Meinetwegen. Das Problem ist dann vielleicht nur die Menge dieser Organismen. Jetzt sind es nur sehr wenige. Mit einem hohen H2-Bedarf wird man auf jeden Fall dafür sorgen, dass es SEHR viel mehr davon geben wird. Mit Sicherheit nicht nur auf dem Land, sondern auch in den Weltmeeren. Man kann sich darauf verlassen, dass trotz aller Gesetze, Vorschriften und Sicherheitseinrichtungen solche Organismen entwischen werden. Fang' sie dann mal wieder ein...

Klar. Es steht für Einige viel Geld zur Verfügung und ein paar davon werden sich einen Dreck um Vorschriften und Gesetze kümmern. Sie werden machen, was ihnen gefällt. Mehr Geld zu haben, werden Einige von ihnen auch mit großem Reichtum noch als Anreiz empfinden. Sie zahlen dann die fatale Entwicklung.

So sollte es mit H2 auch besser bleiben.

Und denk' an die Gegner solcher Sachen, die z.B. in Form der Piraten-Partei überraschend großen Zulauf bekommen.
Aber selbst wenn nicht - es ist nun mal eine Frage der Wirtschaftlichkeit aus Sicht der Anlagenbetreiber. Im Rahmen der Gewinnmaximierung wird man alles unternehmen, um sich um das Zeug überhaupt nicht kümmern zu müssen.

eben deshalb sehe ich das Problem auch als real.

Es gibt auch Freeware. Gut möglich, dass fähige Spezialisten auch mal was für ärmere Bevölkerungsschichten tun wollen, indem sie die Organismen dann halt doch etwas anders programmieren...

Die Möglichkeit, automatisch fahren zu können, schließt das manuelle Fahren nicht aus.

Hoffen wir mal, dass das so bleibt.

DAS wär' doch was für Länder mit permanentem Sonnenschein. Solche Produkte lassen sich leicht transportieren. Vermutlich leichter, als elektrischer Strom in ewig langen Kabeln.

Leider doch. Kannst du mit Infektionskrankheiten vergleichen. Kaum mutiert mal eine einzige Bazille (gezielte Mutation nennt man "Gentechnik") in geeigneter Weise, hast du kurz darauf das Problem weltweit. Schweinestall in Mexiko...

Durchaus. Mit einem Auto kann man schließlich ein paar Kilometer fahren. Auch wenn's ein Elektroauto ist. Mit meinem Traum hätte man recht fix einen echten Massenmarkt für Elektroautos, weil damit das Langstsreckenproblem selbst mit schwachen Akkus keines mehr wäre. Man kann damit dann trotzdem 1000 km am Stück in Urlaub fahren.

In einer Elektrotechnik-Gruppe ist so eine Stromversorgung sicher kein Problem.

Technisch wäre das Railtaxi wohl machbar. http://www.astrail.de/railtaxibilder.htm Politisch ist allerdings eine andere Baustelle.

Was hat das mit fahrerlosen Fahrzeugen zu tun? Die wird's selbstverständlich in unterschiedlichen Größen geben. Je nach Erfordernis. Veranstalter von Gruppenreisen werden sich natürlich entsprechend große Fahrzeuge beschaffen, weil man schlecht 50 Leute bequem in einem Smart unterbringen kann.

Niedriger Preis ist durchaus zu erwarten, weil der teure Fahrer weg fällt und zudem auch noch das teure Cockpit.

Warum sollte man solche Fahrzeuge nicht auch fahrerlos bewegen können?

Wenn die Nachfrage danach groß genug ist, wird man sowas auch in fahrerlos haben können.
--
Servus
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