Lithium-Luft-Batterie fuer 500km Reichweite der E-Cars in den deutschen Nachrichten

Hallo allerseits,
erwaehnt wurde in den ARD-Nachrichten von heute: "die erste Batterie fuer Elektroautos, die 500km Reich-
weite verspricht": http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1074744.html
Ich nehme an, es handelt sich um diesen Akku:
http://www.mitsu-talk.de/index.php?page=Thread&threadID=30708
Was ist davon zu halten?
Im Link wird ausgesagt:
"Ein Durchbruch bahnt sich nun jedoch mit der Lithium- Luft-Batterie an. Bei dieser Technik verschwindet die Kathode. Stattdessen kommt Sauerstoff aus der Um- gebungsluft zum Einsatz. Metallisches Lithium ersetzt die Anode. Dadurch ist zwar eine leichtere und kom- paktere Bauweise mglich, allerdings kann die Feuch- tigkeit in der Luft explosive Reaktionen hervorrufen.Li- thium-Luft-Akkus brauchen daher Schutz-Membranen, die Wasser zuverlssig abhalten, Sauerstoff aber durch- lassen. Gelingt dies, ist die Energiedichte rund zehn- mal hher als bei aktuell eingebauten Akkus."
Das klingt vielversprechend.
Das macht E-Cars einsetzbarer, veraendert den Staedte- bau und die Regionalentwicklung und laesst erkennen, dass sich die Energiespeicherung doch noch erheblich verbessern laesst.
K.L.
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Hallo!
On 05.03.2012 15:08, Karl-Ludwig Diehl wrote:

Es vergeht kein Tag an dem nicht irgendeiner auf der Erde den Durchbruch in der Akkutechnologie für sich proklamiert. Es vergeht auch kein Tag auf dieser Erde, wo nicht irgendeines dieser Projekte ebenso sang und klanglos von der Bildfläche verschwindet, wie es gekommen ist.
All diesen Lösungen ist eines Gemein. Da ist irgendein Wenn dabei, das heute nicht erfüllt ist. Auf das wesentliche reduziert lautet die Argumentationskette dann immer: "Wenn ich die Akkutechnologie der Zukunft hätte, hätten wir die Akkutechnologie der Zukunft." Kurzum, was irgendjemand behauptet ist total egal. Entscheidend ist, was in Serie produziert werden kann und was sich davon langfristig /wirtschaftlich/ betreiben lässt. Dabei ist auch zu berücksichtigen, das Lithium vielleicht das 10-fache kosten wird, wenn ein Großteil der Autos das als Energiespeicher nutzen würde.
Marcel
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Ich bin gespannt, wie sich das Akku-Thema fuer E-Cars entwickelt. 500km Reichweite waere ein Durchbruch.
K.L.
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Karl-Ludwig Diehl schrieb:

Hallo,
es fragt sich allerdings ob diese Lithium-Luft-Batterie überhaupt für Elektroautos geeignet sind. Mit Batterien bezeichnet man eigentlich nicht wiederaufladbare Zellen, Akkus sind dagegen wiederaufladbar. Zink-Luft Batterien werden z.B. für Hörgeräte benutzt und ermöglichen längere Benutzung bis zum nächsten Batteriewechsel bei sehr kleinen Zellen, sind aber eben nicht wieder aufladbar.
Auch wenn diese Lithium-Luft-Batterien wirklich aufladbar sein sollten, sie müssen auch genügend viele Ladezyklen durchstehen und in hinreichend kurzer Zeit geladen werden können. Auch sollte die Lebensdauer genügend lang sein, wenigstens 3 Jahre, besser noch 5 und mehr.
Bei einer Aufladung müsste ja der gesamte aufgenommene Sauerstoff wieder abgegeben werden damit wieder der gleiche Anfangszustand hergestellt ist.
Bye
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Interessant zu lesen.

Sagt das dann, beim Aufladen muss genaugenommen Sauerstoff entzogen werden?
K.L.
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Am 05.03.2012 19:10, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Aus dem Akku. Den gibt er dann an die Luft ab.
--
Servus
Christoph Müller
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Ich frage mich, wie das dann beim Aufladen organisierbar ist. Es muss ja einerseits ein einfacher Vorgang sein, andererseits ist von Explosionsgefahr die Rede, wenn Feuchtigkeit eindringt. Deswegen muessen Filter vorgeschaltet sein.
K.L.
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Karl-Ludwig Diehl schrieb:

Hallo,
es muß sichergestellt sein das beim Aufladen in jeder Zelle keine Sauerstoff-Gasblasen entstehen, es darf auch kein höherer Überdruck erzeugt werden. Der freiwerdende Sauerstoff darf sich auch nicht innerhalb des Elektroautos in deutlich höherer Konzentration als in Luft ansammeln, das würde eine nicht unerhebliche Brandgefahr bedeuten. Stoffe die in normaler Luft nur schlecht brennen können in reinem Sauerstoff schon recht vehement brennen.
Bye
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Wie soll das vermieden werden? Hat jemand eine Idee? Eine Zelle, die aufgeladen werden soll, ist andererseits relativ klein, also das Problemgebiet ist vom Volumen her gesehen, ueberschaubar.

Interessanter Kritikpunkt.

Schlechte Zeiten fuer Raucher. Wo Strom fliesst, koennte sich vielleicht schnell etwas entzuenden. Also muss der reine Sauerstoff rasch nach draus- sen.
K.L.
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Hi, wo ist das Problem? Seit Jahrzehnten vermeiden KFZ, daß im Innenraum eine zu hohe Abgaskonzentration entsteht. Warum sollte man das System des "Auspuffs" neu erfinden müssen?

Ach je..wohl so ähnlich wie die gefährliche Säure in einer Taschenlampe einem die Tasche zerfressen könnte? Erinnert mich an das hochexplosive Dihydrogenmonooxid...

Und Teller, die von der Spüle fallen, fliegen nicht so weit wie ein Frisbee. Sehen aber so aus.

Ich täte den eher "zwischenspeichern", man wird ihn später vielleicht noch brauchen, ist immerhin "Batterie-rein"...ansonsten dürfte ein Fahrradventil und ein dünner Schlauch genügen.
--
mfg,
gUnther
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Das Argument ueberzeugt.

Wenn das Problem ueber ein Ventil geloest werden kann, dann bitte sofort. :-)
K.L.
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Uwe Hercksen schrieb:

Nein, als Batterie bezeichnet man die Zusammenschaltung mehrerer galvanischer Zellen. Das können Primärelemente ( nicht wiederaufladbar) oder Sekundärelemente (aufladbar) sein. Inzwischen werden auch einzelne Zellen als Batterie bezeichnet.
Gruß Willi
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Ich ging mal auf die Suche. Ein einzelnes Stueck duerfte man eigentlich nicht als Batterie bezeichnen:
"Der Ausdruck Batterie ist eigentlich nicht richtig, wenn man eine einzelne Zelle meint, denn das Wort Batterie bezeichnet im Ursprung eine Artillerieein- heit im Militr und meint mehrere Zellen, die zu einer Einheit zusammengeschaltet sind." aus: http://mitglied.multimania.de/peterlutz/fer2a97/prisek.html
Damit ist jedoch nicht die Wortherkunft erklaert.
Das Wortbedeutungsfeld von Batterie und Akku ist nicht mehr scharf abgrenzbar:
"Da der Begriff umgangssprachlich im derzeitigen deutschen Sprachgebrauch als Oberbegriff genutzt wird, ist die sprachliche Abgrenzung der Begriffe Batterie, Primrzellen und Akku unscharf es wird also oft von Batterien gesprochen, wenn eigentlich nicht wiederaufladbare Primrzellen oder Akkumu- latorzellen (Sekundrzellen) gemeint sind. Die Ver- wirrung wird auch dadurch untersttzt, dass beide Zellentypen in untereinander austauschbaren Bau- gren auf dem Markt sind und es fr beide in der englischen Sprache nur den einen Begriff battery gibt, im Fall von Akkuzellen zu rechargeable batte- ries (englisch fr wiederaufladbare Batterien) erwei- tert." aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Akkumulator
Das Wort Batterie taucht in vielen Zusammenhaen- gen auf. Das Zusammenschalten spielt meist eine Rolle: http://de.wikipedia.org/wiki/Batterie
K.L.
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Hi, andererseits (haarspaltemode) ist ein Akkumulator ein "Sammler", also eine Methode, Strom chemisch zu sammeln. Dieses muß keineswegs "wiederholbar" sein...jedenfalls nicht nach der Wortbildung. Eine "Wiederaufladbarkeit" ist also nicht garantiert. Vielleicht kann man den Strom nichtmal mehr direkt entnehmen. Sonst hieße der Akkumulator wohl eher Accumudistributator(/haarspaltemode)
--
mfg,
gUnther
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Das stimmt. Es muss sich nur etwas sammeln.

Du wirfst, wie ich gerade lese, ein brauchbares Wort in den Ring: Accumudistributator.
Ich ueberlege, ob die Endung bei "-distributator" ange- bracht ist. Vielleicht muss das "ta" entfallen?
K.L.
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Am 05.03.2012 15:08, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Unsinn. E-Cars dienen ja gerade dazu, an Städtebau und Regionalentwicklung eben _nichts_ ändern zu müssen.
Gruß Jens
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Da irrst Du vermutlich. Denn Autos koennen abgasfrei durch abgetiefte und eingebuttelte Wege fahren, was oberirdisch Raum fuer den Fussgaenger freigibt. Als Abstellplaetze braucht man Ladestationen, die vermutlich mit Photovoltaikflaechen zu verbinden sind, usw.
K.L.
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Hi, naja, schon. Bloß wozu? Die "Auffahrten" zu den Fußgängerebenen wären heftig im Platzverbrauch, in urbanem Umfeld täte man das ungern verlieren. Wäre wie ein superbreiter Ubahnzugang, alle paar Meter...

Doch nicht direkt verbunden, ein paar Meter Kabel wird man schon noch investieren :-) Ideale Projekte wären etwa "Hochregallager" für Summer, denn deren Lage ist wurscht, und es gibt keine "ansteckende" Feuersgefahr. Ein Ecar könnte man sogar über Kopf hängen. Dank Eigenintelligenz wäre auch eine vollautomatische Selbstverparkung in Katakomben machbar.
--
mfg,
gUnther
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Wieso "Auffahrten" zu den Fussgaengerzonen, wenn sich der Autoverkehr und das Abstellen unterirdisch abspielt?

Man kann sich natuerlich die Schuhe sparen, wenn man im Handstand durch die Strassen laeuft.
K.L.
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Hi, das ist immer das Kreuz mit den Altarschiteckten...denen trägt stets der Kammerdiener die Kloschüssel hinterher. Die meisten Leute haben gelegentlich Spaß daran, ihre Einkäufe relativ ortsnah in die jeweiligen Gebinde einzuräumen. Den Wein könnte man gleich im Keller in Bauch und Altglastonne umfüllen, aber der Joghurt will erst den Kühlschrank sehen...

Das Konzept einer völligen Trennung von Individualverkehr und Wohnmaschine ist zwar attraktiv für manche, aber nicht alle Betroffenen. Sieht man gut in Japan, wo es in Städten affig teuer ist, eine Karre zu unterhalten, und sich Familien lieber das Kind denn das Auto absparen. Zumal das Auto nachts nicht liest...
Du wirst stets eine "Berührstelle" haben, einen "Bahnsteig", eine Autogarderobe, eine Parkstraße wasimmer. Und da laufen dann Leute rum, manchmal sehr viele durcheinander, mittendrin kleine Kinder, Tiere und Kriminelle, manchmal nur sehr wenige, Opfer und wieder Kriminelle :-) das muß beleuchtet, belüftet und gereinigt werden, es muß bestimmten Auflagen gehorchen...die Straße hat sich bislang in unseren Städten dafür angeboten, Du kannst das durchaus in spezielle "Häuser" auslagern, aber wozu? Parkhäuser sind optisch meist unterhübsch.
--
mfg,
gUnther
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