Installierte Solarleistung Ende 2011 so hoch wie der Bedarf an "Wochenendstrom"?

Ich habe die Woche einen Bericht gelesen dass bei dem momentanen Wachstum der PV-Anlagen Ende 2011 schon eine PV-Leistung installiert
sein soll die dem Strombedarf am Wochenende entspricht. Sind wir wirklich schon so weit? Dann iwäre wohl doch zu befürchten dass das Elektroauto zwangsweise eingeführt wird um in erster Linie als Energiepuffer zu dienen. Ist das dann nicht ein ziemlicher Luxus den wir uns leisten die doppelte Bedarfleistung vorzuhalten um unser Umweltgewissen zu befriedigen?
Gerald
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Dazu fällt mir noch ein: Den teuer eingekauften Solarstrom muss man billig verkaufen da zum Zeitpunkt der Einspeisung zwangsläufig ein Überangebot besteht und der günstig produzierten Strom aus der Grosstechnik wird teuer verkauft wenn die Sonne gerade nicht scheint...
Gerald
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wrote:

Man kann auch sagen, dass der PV Strom die teuere Spitze tagsüber kappt und so effektiv den Strompreis an der Strombörse drückt. Während in den Zeiten niedrigen Verbrauchs wenig eingespeist wird. Dies kann man ganz gut an den Produktionskurven unter http://www.transparency.eex.com/ und bei http://www.eex.com sehen. Tatsächlich ersetzt PV überwiegend die sehr teueren Spitzenlastkraftwerke. In den Schwachlastzeiten steigt der Strom deswegen nicht an, da dort überwiegend billige Grundlastkraftwerke die Versorgungs sichern.
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On Sat, 23 Oct 2010 09:41:26 +0200, Emil Naepflein wrote:

Von Ersetzen würde ich nicht sprechen. Die Spitzenlastkraftwerke werden ja dennoch benötigt, da man sich auf die Wirkung von PV nicht verlassen kann. Der Bedarf kommt, auch wenn eine Wolke vor der Sonne hängt.
Bisher ist der Anteil von PV aber so gering, dass ein Zusammenhang zu den Kosten der Spitzenlastkraftwerke wohl eher zufällig ist.
PV krankt dennoch daran, dass bei uns der Stromverbrauch azyklischer ist als z.B. im Süden der USA, wo viel Energie tagsüber für Klima-Anlagen verbraucht wird.
Naja, krankt ist übertrieben, der Stromverbrauch im Tagesverlauf harmoniert auch bei uns eigentlich erstaunlich gut mit dem Sonnenstand. Der höhere Verbrauch im Winter verschiebt eigentlich alles nach oben, zu einer höheren Grundlast.
Das passt eher zu den windigeren Wintermonaten.
Mit zunehmender Verfügbarkeit kurzfristig schwankender alternativer Energieformen wie bei Wind- und Sonnenergie wird die Pufferung umso wichtiger - vgl. Bau des zweiten Hornbergspeichers mit 10 Mm^3.
Schönen Gruß Martin
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Am 23.10.2010 10:10, schrieb Μartin Τrautmann:

Davon bin ich bisher auch ausgegangen, wenn aber Ende nächsten Jahres tatsächlich schon so viel PV-Leistung installiert ist dass man den Wochenendstrombedarf damit decken könnte kann man das wohl nicht mehr so ganz vernachlässigen...

Umso erstaunlicher dass gerade dagegen wieder die Umweltschützer protestieren, u.a. mit der Begründung dass damit nur die Atomstromindustrie unterstützt wird. Schliesslich sei das ja keine natürliche Wasserkraft sondern Wasser das mit Atomstrom den Berg hinaufgepumpt wurde...
Gerald
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On Sun, 24 Oct 2010 01:05:45 +0200, Gerald Oppen wrote:

Nun, ich unterstelle dem Betreiber dort tatsächlich, dass er den am billigst verfügbaren Strom verwendet, um dort seinen Speicher zu füllen. Und das wird in der Nacht der Atomstrom aus der Grundlast sein, den zu dem Zeitpunkt keiner haben will.
Womöglich wird der Atomstrom auf dem Weg sogar zur "natürlichen" Wasserkraft reingewaschen, wenn man ihn uns am nächsten Morgen wieder frisch andreht.
Mit Betriebsende der AKW wäre das weniger wahrscheinlich gewesen. Das Becken muss ja erst noch gebaut werden, da wären schon manche abgeschaltet worden. Mit nochmals 15 Jahren Laufzeitverlängerung ist das natürlich radioaktiver Schnee von gestern.
Es gäbe gesetzliche Möglichkeiten sowas zu verhindern. Aber auch Gesetze lassen sich ändern, wenn man genug Lobbyarbeit macht.
War es in dem Sommer in Spanien Sonnen- oder Windkraft, die schon nicht mehr abgenommen werden konnte und faktisch negative Strompreise an den Strombörsen auftauchten?
Schönen Gruß Martin
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wrote:

Man kann den Wochenendstrom- (Leistungs-) Bedarf noch lange nciht mit PV decken.

In letzterem liegt ein Körnchen Wahrheit. Erstmal müssen in Zeiten hoher PV und Winderzeugung die AKWs und Kohlekraftwerke herunter gefahren werden, dann kann der verfügebare Speicher für die Speicherung von PV- und Windstrom verwendet werden.
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Am 26.10.2010 07:22, schrieb Emil Naepflein:

Die Aussage war dass Ende 2011 bei dem Momentanen Wachstum so viel PV-Leistung installiert ist wie am Wochenende benötigt wird. Ich Interpretiere dass so dass unter optimalen Bedingungen so viel Strom produziert werden könnte wie zu diesem Zeitpunkt vom Netz abgenommen wird. Das heisst noch lange nicht dass sich die gesamte Wochenend PV-Stromproduktion mit dem gesamten Wochenendstrombedarf deckt - da wird noch ein Faktor von weit grösser als 10 dazwischen liegen. Aber für die Netzregelung könnte das schon ein Problemfall werden.

Die PV- und Windenergieerzeugung sind relativ unabhängig von den Energiebedarfszeiten so dass man den Zusammenhang so nicht sehen kann. Die Amplituden der Stromverfügbarkeit werden einfach grösser, ob mit oder ohne Grosskraftwerke.
Gerald
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Am Fri, 29 Oct 2010 03:41:29 +0200 schrieb Gerald Oppen:

Letzten Sonntag vormittag wunderte ich mich dass hier alle benachbarten Windräder trotz recht guten Windes still standen.
Vermutlich hing das mit dem Strompreis an der EEX zusammen, der fast den ganzen Sonntag im negativen Bereich war:
http://www.eex.com/de/Marktdaten/Handelsdaten/Strom/Intraday%20 |%20Spotmarkt/spot-intra-table/2010-10-24

Das passiert offenbar nicht.
Lutz
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On Fri, 29 Oct 2010 06:00:21 +0200, Lutz Schulze

Das kannst Du auch gut hier sehen: http://www.transparency.eex.com/de/daten_uebertragungsnetzbetreiber/stromerzeugung/tatsaechliche-produktion-von-erzeugungseinheiten%20%E2%89%A5%20100%20MW
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wrote:

Lies bitte nochmal genau was ich geschrieben habe, insbesondere da was in der Klammer steht. Und dann gehe zu den Webseiten die ich vorher schon gepostet habe. Die eingespeiste Leistung von Großkraftwerken am Mittag an sonnigen Wochenenden ist immer noch ein Vielfaches höher (ca. 30 GW) als die tatsächliche Einspeisung von PV zur gleichen Zeit (ca. 10 GW). Selbst wenn die installierte Leistung bis Ende 2011 auf 20 GW steigen sollte, was wegen der starken Absenkung der Vergütung eher unwahrscheinlich ist, so würden immer noch 20 GW fehlen.

Das stimmt zumindest für die PV nicht. Die PV fällt tagsüber an. Dies waren ehemals die Zeiten wo die Spitzenlastkraftwerke liefen. Heute ist mit PV der Verlauf der Kurve eher flach. in Zukunft wird es tagsüber wenn die Sonne scheint eine richtig Delle geben.

Die Stromverfügbarkeit ändert sich in der Summe am Markt nicht. Wir haben auch noch zig GW an Großkraftwerken die größtenteils ungenutzt sind und eben nicht am Markt anbieten.
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On Sat, 23 Oct 2010 08:10:50 +0000 (UTC), ?artin ?rautmann

PV muss sich doch nicht auf den Ersatz der der Erzeugung des Spitzenlaststromes beschränken. Tagsüber wird selten weniger als 40 GW Leistung benötigt. Dies 40 GW über einen weiten Bereich zu ersetzen ist schon eine gewaltige Energiemenge. Und das mit den Klimaanlagen wird bei uns auch noch kommen, wenn der Strompreis nicht stark ansteigt. Schon seit vielen Jahren nimmt auch bei uns die Zahl der Klimaanlagen beständig zu. Insbesondere die Billiganalgen aus dem Baumarkt.

Genau.
Es wird wichtiger. Aber viel wichtiger ist erstmal dass die anderen Kraftwerke vom Netz gehen wenn PV udn Wind einspeisen. Hier hapert es noch gewaltig.
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Am 23.10.2010 09:41, schrieb Emil Naepflein:

Nur haben wir in D ehr nicht die Bedingungen dass wir uns auf den Solarstrom verlassen können und die bisherigen Spitzenlastkraftwerke daher trotzdem vorhalten müssen -> der Strom wird teuerer.
Gerald
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Am 24.10.2010 01:11, schrieb Gerald Oppen:

Strom wird in de immer teurer. Egal mit welcher Begründung. Ist offensichtlich hier bei uns naturgesetzlich.
Als der Bevölkerung der Atomstrom schmackhaft gemacht werden sollte, wurde propagiert, das sich Elektrozähler nicht mehr lohnen würde und der technologische Anschluß Deutschlands auf dem Spiel stände.
--
tschüs

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Am 24.10.2010 01:11, schrieb Gerald Oppen:

der Tag-Nacht-Rhythmus ist eigentlich schon recht verlässlich. Halte ich für zuverlässiger als den Betrieb eines Atomkraftwerks.
Dass die Leistung nicht konstant ist, ist aus technischer Sicht kein Problem. Dafür haben wir ja speicherbare Energieformen. Kraftwerke, die mit speicherbarer Primärenergie arbeiten, kann man ja jederzeit abschalten, wenn man sie grade nicht braucht. Geht das nicht, dann hat man sie schlicht zu groß und zu träge gebaut. Wem willst du dafür die Schuld in die Schuhe schieben? Der Sonne? Oder doch eher der Dummheit derer, die halt zu große und zu träge Kisten gebaut haben?

Stelle dir ein automatisches bilaterales Stromhandelssystem vor, an dem ALLE mitmachen können. Dann wird es aus finanzieller Sicht bald egal sein, ob man sich einen Brennwertkessel oder einen Stromerzeuger in die Heizzentrale setzt. Letzterer kann mit Stromverkauf sogar noch mehr Geld erwirtschaften als der Brennstoff kostet. Das ist aus grundsätzlichen Überlegungen heraus dem besten Brennwertkessel nie möglich. JEDER dieser kleinen Stromerzeuger kann dann wie ein Spitzenlastkraftwerk betrachtet werden, das automatisch anspringt, sobald der Strompreis eine gewisse Höhe überschreitet. Je nach individuellen Vorgaben kann man so binnen kürzester Zeit sogar gigawattweise Strom ins Netz einspeisen, wenn das denn tatsächlich nötig sein sollte. Kraftwerke mit Kühltürmen brauchen wir dann überhaupt keine mehr.
--
Servus
Christoph Müller
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On Sun, 24 Oct 2010 15:50:13 +0200, Christoph Müller wrote:

Man weiss zuverlässig, wann man KEINEN Strom haben wird.
Die meisten Leute sind aber den Komfort gewohnt, JETZT Strom haben zu wollen - und auch am Tag hast du keine Garantie, jetzt PV-Tagstrom liefern zu können.

Sicherlich hast du belegbare Fakten, wie viel des gesamten Monatsbedarfs aktuell in speicherbaren Energieformen ausgebaut ist, ebenso wie die entsprechenden Auslegungsrichtlinien, für wie viele Schlechtwettertage man Reserven bilden muss.
Das geht sicherlich genauer als "Sieben Wochen Regen" = Sommerferien.

Oder man hat sie nach Wirtschaflichkeitsfaktoren gebaut. Es mag dein Komfortdenken sein, dass ein Privat-PKW nur zweimal 15 Minuten am Tag bewegt wird, statt 24 Stunden abzüglich Wartungsintervalle im Einsatz zu sein. Die Vorteile von Schichtarbeit und anderen Modellen für hohe Nutzungsgrade sind dir vermutlich völlig egal? Für Grundversorgung muss es reichen, zwischen 8:00 und 9:00 Uhr ISDN-Zugang zu haben sowie das Fernsehprogramm auf 16 bis 22 Uhr einzuschränken.
Das hätte sicherlich auch deutliche Vorteile. Die Leute sind aber 24/7 DSL-Zugang und rundumdieuhr-Berieselung gewohnt, weil eben nicht jeder mit Arbeits- und Leistungszuteilung synchron läuft.

Die Schuld liegt relativ deutlich beim Geiz: man wählt das billigste. Daher braucht's oftmals äusseren Zwang, damit das allerbilligste so verteuert wird dass bessere Methoden sich rechnen.
Beispielsweise dürfte es am billigsten sein, den eigenen Müll einfach hinterm Haus zu deponieren und abzufackeln. Statt dessen haben wir ein teures Sammel-, zunehmend auch Recycling-Programm.

Was denn nun, automatisch oder individuell? Wenn ich eine PV-Anlage auf dem Dach habe, dann will ich lieber permanent 30 Cents je kWh, wann immer ich liefern kann, als manchmal 50 Cents, manchmal nur 10 Cents und manchmal will überhaupt keiner meinen Strom haben.
Und bei einem BHKW im Keller möchte ich bitte selbst entscheiden, ob ich bei 40 Grad im Schatten den Mittags-Peak mit meinem Generator ins Netz abgebe oder doch lieber die Heizung und damit den Generator abgeschaltet lasse.

Klar, BHKW im Keller sind ideal dafür geeignet, im Minutentakt zu modulieren, oder was auch immer du als in "kürzester" Zeit betrachtest.
Ich selbst finde es durchaus sinnvoll, Kraftwerke sowohl für den Grundlast- als auch Spitzenlastbetrieb zu haben, wenn die Grundlast-Werke deutlich günstigeren Strom liefern können. Ich fände es auch wichtig, ausreichend Puffer-Möglichkeiten zu haben.
Aber woher nehmen? Wäre ja schön, wenn wir einfach ein Stromkabel in den Mariannengraben werfen könnten, dort per Elektrolyse Wasserstoff und Sauerstoff zu trennen, wenn der Wasserdruck das da unten fixieren würde und man mit > 90 % Wirkungsgrad das da unten auch gleich wieder in Strom umwandeln könnte.
Träumst du nur oder hast du einen technisch realisierbaren Vorschlag, wie man einen Monatsbedarf im Speicher haben könnte?
Der Monatsbedarf in Deutschland liegt bei ca. 60 TWh, gemittelt also ca. 80 GW. Woher wolltest du die bitte nochmal bekommen?
Schönen Gruß Martin
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Am 24.10.2010 16:45, schrieb Martin Τrautmann:

Man weiß auch, wann man welchen haben wird. Nur nicht GENAU wie viel. Aber da sind Wettervorhersagen schon ziemlich hilfreich.

Den meisten Leuten ist es einfach egal, wie der Strom in die Steckdose gekommen ist, so lang nur welcher drin ist. Man kann Strom ja auch aus Energiespeichern produzieren. Wenn also PV grade nicht reicht.

die belegbaren Fakten sind ganz einfach die installierten thermischen Kraftwerke. Die können selbst nachts Strom liefern.

Natürlich. In einem Umfeld, das genau auf diese großen Wummer zugeschnitten ist. Dass diese Art des Wirtschaftens nicht der große Brüller ist, spricht sich langsam rum. Aber statt das Wirtschaften den realen Notwendigkeiten anzupassen, wird halt lauthals lamentiert über ein Gesetz, das man selbst mit verbrochen hat: Das EEG. Der Vorschlag, dass man das Problem auch durch ein automatisches bilaterales Stromhandelssystem für Jedermann lösen könnte, wurde vom Tisch gewischt. Dann hätten wir jetzt vermutlich keine Großkraftwerke mehr, sondern stattdessen flächendeckend stromproduzierende Heizungen mit einer Leistung, die die der heute installierten Kraftwerksleistung bei weitem übersteigt. Jetzt würde man etwa mit der 2. Gerätegeneration anfangen, weil wg. Marktsättigung die ersten Hersteller Absatzkrisen zu verzeichnen hätten, was sie in die Aufgabe oder in Spezialisierung zwingt. Mit der Nutzung regenerativer Energien gäbe es genug Möglichkeiten.

Für meine Heizung brauche ich keine Schichtarbeiter. Die funktioniert vollautomatisch. Wenn die Heizung auch Strom produziert, erwarte ich das selbstverständlich ganz genauso. Ich will auch nicht, dass die Heizung möglichst lang läuft. Ich will nur möglichst wenig dafür zahlen. Wenn ich dafür noch was kriegen sollte, würde mich das sogar noch freuen. Mit Stromproduktion wäre das jedenfalls grundsätzlich möglich.

Da kann man geteilter Meinung sein. Nicht jeder kauft sich einen Fiat 500. Manche kaufen sich sogar einen Porsche oder Ferrari. Kraftwerke gibt's so ummara 1000,- bis 5000,- Euro pro kW elektrischer Leistung. Aus Massenproduktion dürfte ein Stromerzeuger so um 100,- bis 500,- Euro pro kW elektrischer Leistung kosten. Da kann man nicht behaupten, dass man unbedingt das Billigste haben will.

Dinge schlechter zu machen als sie sind, halte ich auch nicht für eine gute Idee.

BEIDES! Wie eine Heizung auch. Sie funktioniert auch automatisch und reagiert ganz individuell auf dich.

dann wirst du mit dieser Anlage wegen dieses Vertrags nicht an ASTROHS teilnehmen.

Ist wie mit deiner Heizung. Manchmal muss sie richtig bullern, wenn draußen entsprechend kalt ist. Ist es warm, braucht keiner die Wärme und sie wird abgeschaltet.

Das bleibt dir unbenommen.

Dann findest du es vermutlich auch richtig toll, dass eben diese Kraftwerke typischerweise fast 2/3 der reingesteckten Energie durch Kühltürme rausblasen und du DESHALB zuhause eben diese Wärme NOCHMAL für deine Heizung produzieren musst. Sowas MUSS ja wohl grundsätzlich äußerst wirtschaftlich sein. Stellt sich eigentlich nur die Frage, für wen.

Was willst du denn Puffern? Elektrischen Strom? Damit die Verluste NOCH größer werden, als sie eh' schon sind? Warum nicht einfach abschalten, wenn sie grade nicht gebraucht werden? Dann wird Brennstoff gelagert. Das ist deutlich billiger als ein Speicherkraftwerk und die Verluste sind ebenfalls sehr viel geringer. Mit dem Lagern von Brennstoffen wird man kaum fast 2/3 Verlust haben.

Die Brennstoffe selbst die Puffer! Was meinst du, macht ein Speicherkraftwerk? Es speichert KEINEN Strom, sondern irgend eine andere Energieform. Z.B. Lageenergie von Wasser. Warum nicht chemische Energie in Form von Brennstoffen?

Es wird viel versucht, um uns kleinen dummen Bürgern den größten Blödsinn aufzuschwatzen. Ist immer sinnvoll, wenn es um das Füllen der eigenen Kassen geht.

Klar. Heizöltank ist sowas.

40 Mio. Haushalte zu je 3 kW macht eine Leistung alleine aus den privaten Haushalten von 120e9 Watt = 120 GW. Reicht das? Hinzu kommen noch Handel, Handwerk, Industrie, Verwaltung, ... Allesamt hätten dann höchstflexible Stromerzeuger, die sofort abschalten können, sobald der Wind weht oder die Sonne scheint.
--
Servus
Christoph Müller
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On Sun, 24 Oct 2010 20:40:35 +0200, Christoph Müller wrote:

Wie schön zu wissen, dass morgen VIELLEICHT eine warme Mittagsmahlzeit auf dem Tisch steht? Leider ist der Kuchen nix geworden, weil zwischendrin der Nachbar mehr für seine kWh bezahlen wollte.

Genau so ist es - und es existieren nicht diese Energiespeicher, von denen du träumst.

Ach, du willst Kohlestrom? Sag das doch gleich.

Im Gegenteil wird genau dieses Wirtschaften weiterhin gefordert werden.

Noch eine deiner Fantasien, dass sowas funktionieren würde?

Wirtschaftlichkeitsrechnung ist entweder nicht deine Stärke, oder Wirtschaftlichkeit ist in deiner Welt nebensächlich.

Sprich, du willst einen Kraftwerkpark, wo sich jemand auch Fiat-500-Strom bestellen kan, aber bitteschön ohne Geizkraftwerke?

Es ist tatsächlich wirtschaftlich.

Sprich, du willst den Gesamtstrombedarf aus Spitzenkraftwerken decken? Ich habe 'ne Pelletsheizung im Keller. Gerade weil die im Sommer nicht wirtschaftlich moduliert habe ich noch 'ne Solaranlage dazu.

Wow, du willst den deutschen Stromverbrauch aus Ölkraftwerken decken? Stimmt, die könnte man relativ schnell hoch und runter fahren. Und was willst du mit der ganzen dezentral anfallenden Abwärme dann noch tun?

40 Millionen Haushalte, mit mässiger Abgasreinigung, das wäre eher mein Alp- als Traum. Die blasen zwar jetzt schon mit je 15 kW ihre Abgase raus, das aber nur kurzzeitig.
Schönen Gruß Martin
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Am 24.10.2010 21:16, schrieb Martin Τrautmann:

Wie kommt man auf so verquere Vorstellungen, dass es plötzlich NUR noch PV geben könnte?

Angenommen, du könntest selber Strom produzieren und verkaufen - was würdest du tun, wenn der Strompreis so hoch werden würde?

Natürlich existieren sie. Mit diesen Energiespeichern wird doch schon seit vielen Jahrzehnten Strom produziert. Öl, Gas, Kohle, ... überhaupt alle Brennstoffe sind Energiespeicher.

Du meinst tatsächlich, thermische Kraftwerke können NUR mit KOHLE betrieben werden?

Von wem wohl? Von ihren Betreibern natürlich! Das sind eine Hand voll Leute und im Wesentlichen nur 4 Unternehmen hierzulande. Haben wir überhaupt noch eine Demokratie? Oder ist sie schon verkauft?

Hast du es schon ausprobiert? Die EVUs haben selbst schon einige sehr erfolgreiche Tests mit solchen Systemen gemacht. Komischerweise haben sie aber IMMER "vergessen", dass ein Handel von der Handelsspanne lebt. Man wollte vermutlich, dass sich diese Versuche garantiert nicht verselbständigen konnten.

Du bringst hier außer Behauptungen und persönlichem Angriff nichts Verwertbares. Schlechter Diskussionsstil.

Für WEN? Und was ist so toll daran, wenn man 2/3 umweltelastend wegwirft und das Ganze dann gleich ZWEIMAL macht?

Immernoch besser, als 2/3 der reingesteckten Energie wegzuwerfen und deshalb zusätzlich noch Heizungen betreiben zu müssen.

Schön. Du hast damit eine hinreichende große Temperaturdifferenz, um damit gut Strom produzieren zu können.

Bist du Lehrer? Die kommen auffallend oft auf so merkwürdige Ideen. "Du hast ein Eis gegessen? Weißt du, was passiert, wenn du dich NUR noch von Eis ernährst?" (Tipp: es gibt auch noch was Anderes, das man essen kann.)

Richtig gemacht, werden bevorzugt nur die Anlagen starten, die ihre Abwärme im Moment sinnvoll verwerten können. Für andere müsste der Strompreis höher sein. Mindestens so hoch, dass damit der KOMPLETTE Primärenergieeinsatz + Abschreibung + Wartung bezahlt werden kann.

welche Abgasreinigung hast du mit deiner Heizung?

Vermutlich kennst du nur Otto- und Dieselmotoren. Es gibt aber auch noch andere Motoren, die geeignet sind, einen Generator anzutreiben. Stirlingmotore arbeiten z.B. mit äußerer Verbrennung. Damit ergibt sich die gleiche Abgaszusammensetzung, wie mit einer gewöhnlichen Heizung auch.

Wäre auch künftig nicht viel anders.
--
Servus
Christoph Müller
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On Mon, 25 Oct 2010 00:37:08 +0200, Christoph Müller wrote:

Weil es hier in dem Thread mal um Solarleistung ging. Dass du das irgendwann zu thermischen Kraftwerken abbiegen wolltest und von Pufferung durch Rohstofflagerung ausgehst, das kam erst viel später dazu.

Knapp die Hälfte unseres aktuellen Strommixes kommt aus Kohle. Wenn du von thermischen Kraftwerken ausgehst, dann solltest du deren Hauptquelle nicht einfach ignorieren.
Erdgas hat nur ein Achtel am Strommix, Erdöl nur ein fuffzigstel.
Deine Ideen erscheinen mir viel zu utopisch, unausgegoren, unvollständig.
Gruss, Martin
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