Kompakte UV-Lampe

Um UV-aushärtenden Metall-Kleber (Loctite...) an einer schlecht zugänglichen Stelle in einem Hohlraum halbwegs schnell auszuhärten,
benötige ich eine Lampe kleiner 3 cm Durchmesser und 5 cm Länge, die etwa 20-30 Watt Wärme und "in brauchbarem Umfang" UV-Anteil zum Aushärten von Kleber-Überstand liefert.
Wie sieht das bei den kleinen Halogen-Stiftsockellampen aus - ich habe im Erinnerung, daß diese in gewissem Umfang UV-Licht abstrahlen und allein schon deshalb bei Halogen-Reflektorlampen eine Schutzglas an der Front montiert würde. Stimmt das?
Was gäbe es sonst an interessanten Leuchtmitteln für diesen Zweck? Wärme kann ich zur Not auch anders erzeugen :-)
Das Ding wird dann 2-5 mal pro Woche für ein halbes Stündchen (halt so lange - bis der Kleber-Überstand ausgehärtet ist) eingesetzt und sollte möglichst ein paar Jahre ohne Ausfälle funktionieren.
TIA Andreas
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Andreas Oehler schrieb:

Ja, aber nennenswerte Mengen an UV-A kommen nur raus wenn man die Lampen mit leichter Überspannung betreibt, die Lebensdauer geht dann natürlich schnell runter, einige zehn Stunden sollten doch in Anbetracht des geringen Preises reichen.
Gruß Dieter
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Andreas Oehler wrote:

Die neuen sind alle UV-Stop, das ist schon im Lampenglas drin. Wenn du noch ein altes Lämpchen findest, sieht das schon besser aus. Da hast du UV bis etwa 300 nm drin. Etwas gefährlicher wäre eine geschlachtete HPL Lampe (Leuchtstoff- birne aus Strassenlampe) betrieben an 40W KVG, Achtung Netzspannung.

Profiequipment mit UV-Lampe und Faserbündel. Hamamatsu hat sicher was. Sicher nicht billig und eventuell nicht mal preiswert *duck*.
Wie kommt die Lampe übrigens in diesen Hohlraum rein/raus? Falls da ein 3cm Loch ist passt ja eine kleine Leucht- stofflampe durch (Superaktinisch, vielleicht gehts schon mit Mückenkillerlampe). Was nobles wäre eine Pen-Ray- Quecksilberdampflampe. Teuer.
--
mfg Rolf Bombach


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Mon, 11 Jul 2005 22:19:31 +0200, R. Bombach:

Danke für den Hinweis.

Meine erste Suche in Baumärkten und Elektro-Fachgeschäften ergab nur Produkte mit Aufdruck "UV-Schutz". Wo könnte man nach Halogenlampen 20-50 Watt ohne UV-Filter suchen?
Wie sieht es mit Pkw-Scheinwerferlampen aus? Hier sollte ein UV-Schutz ja weniger notwenig sein?
Andreas
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Andreas Oehler wrote:

Mir wär, als hätten die Philips-Lampen einen extra zudotierten (Cer?) UV-Absorber im Quarzglas, erkennbar an der Fluoreszenz. Die andern sind aber auch UV-dicht, nur könnte ich mir vorstellen, dass da einfach mieses=billiges Material genommen wird, das diese Eigenschaft hat. Es ist ziemlich egal, welche Verunreinigungen im Quarz drin sind, zuerst leidet die UV-Durchlässigkeit.
Eine Firma, die sich mittlerweile aus diesem Geschäft zu- rückgezogen hat, wollte mal UV-Messungen an einem Zerstäuber- brenner machen. Die dicken Fenster wurden, soviel hatten sie kapiert, aus Quarzglas gefertigt. War aber auch irgend ein UV-Stop drin.... BTW, Achtung, auch bei Xenonlampen gibt es "ozone free" Typen, welche fernes UV abblocken. Denke aber, dass die für diesen Prozess benötigten Wellen- längen nicht betroffen sind. Es hatte nur mal in Basel eine grün angehauchte Laborantin eine Ersatzlampe bestellt, worauf des Profs Lieblingsexperimente irgendwie nicht mehr funktionieren wollten. Ebenfalls bekam ich vor einigen Jahren einen Hilferuf von Perkin-Elmer Deutschland, wo nach Lampenwechsel in einem UV-VIS Spektrometer UV irgendwie auch nicht mehr ging. Auch sie verwendeten Autoscheinwerferbirnen und hattten erhebliche Beschaffungsprobleme für non-UV-stop. Erheblichen Ärger hatten wir mit einem Schweizer Nobel- Produzent für Faserbündel. Wir hatten ein UV-taugliches Quarzglas bestellt, kam aber nur Glas und dafür kein UV ;-). Auskunft des Herstellers: Seien sie doch _froh_, UV ist äusserst gesundheitsschädlich und wir filtern das raus ohne Mehrkosten....
--
mfg Rolf Bombach


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Mon, 11 Jul 2005 22:19:31 +0200, R. Bombach:

Der zu bestrahlende Bereich ist halt nur 2 cm lang, da ist ein ewig langer, bruchempfindlicher Leuchtstab schon störend.
Gibt es irgendwo handlich Datenblätter oder nur Pi-mal-Daumen-Werte zur Strahlungsleistung in verschiedenen UV-Bereichen für verschiedene Leuchtmittel? So ist das doch arges stochern im (Leucht-)Nebel.
Für ähnliche Zwecke aber größere zu beleuchtende Fläche verwenden wir eine Osram Ultra-Vitalux 300 Watt mit Eigenbau-Reflektorhaube. Da kann man dem Kleber schon fast beim Aushärten zusehen. Ähnlich schnell darf es gerne auch in der jetzt gesuchten Hohlraumlösung gehen...
Andreas
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Andreas Oehler wrote:

Die Kurven für Schwarzkörperstrahler findet man im Physikbuch, geht schneller als rumrechnen. Leuchtstofflampenhersteller haben Spektren im WWW, bei Osram einfach nach Sylvania googeln... Gewaltig ist es nicht, was bei 300nm noch rauskommt. Wo ist der Kleber empfindlich? 365nm?

Sauberste, aber eher teuerste Lösung wäre diese Pen-Ray-Hg-Lampe. Gibt es bei Oriel (ist das jetzt auch schon Newport? Die kaufen ja alles auf...). Durchmesser etwa 6mm, leuchtet bis ca. 3mm an oberen Rand ran. Die Entladung geht in einem dünnen Rohr "um die Ecke", da in der Mitte eine Trennwand eingebaut ist. Hmf, sehe gerade, dass Oriel die eventuell nicht mehr hat. Schau halt mal bei UVP.com, die haben auch speziell für Härter solche und andere Lampen, hunderte...
--
mfg Rolf Bombach


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Hi,

Man könnte auch versuchen, das Licht mit einem Bündel Glasfasern da hin zu bekommen, wenn man Fasern bekommt, die die Wellenlänge abkönnen. In meiner Diplomarbeit hatte ich mit Fasern bis 200nm gearbeitet, die waren aber teuer.
Michael
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Willst Du Deinen Fahrradrahmen zusammen kleben?
Rudi
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/ Rudi Horlacher - Am Pfarrgarten 42 - 73540 Heubach /
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etwa
Wahrscheinlich, mein Fahrrad geht auch so 2-5mal die Woche kaputt. SCNR
Lukas
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Am Mon, 11 Jul 2005 14:42:48 +0200 schrieb Andreas Oehler

Wärme? auf welcher Temperatur soll das denn stattfinden? Zum Aushärten von UV-aktiven Kunststoffen (falsche Fingernägel/Zahnfüllungen) werden auch schon UV-LEDs eingesetzt. Die werden zwar etwas wärme produzieren (<1W) aber sind vor allem nicht besonders temperaturfest. Wie sieht das bei deiner Anwendung aus?
--
Martin

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Andreas Oehler wrote:

Sieh dich mal im medizinischen Bereich um. z.B. Photodynamische Diagnose, Floureszenzdiagnostik etc.
Das Licht wird mit Xenonbrennern erzeugt und dann mit Flssigkeitsleitern (nicht mit Glasfasern) an den Bestimmungsort gebracht.

So ungefhr sieht auch das Nutzungsprofil in der Medizin aus.
Wolfgang Draxinger --
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hi, mein zahnarzt hat soein ding fuer die plastikplomben. vielleicht kannst du dir ein aelteres modell davon schnorren. da kommt sehr viel uv raus, fuer das alte modell musste er sogar ne schutzbrille tragen.
-- mvh, gUnther
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Thu, 14 Jul 2005 10:14:52 +0200, gunni:

Danke. Sympatische Idee. Um es neu zu kaufen sind Medizintechnik-Produkte leider unangenehm teuer...
Andreas
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du
hi, deshalb ja mein rat. mein kauklempner aktualisiert seinen kram so etwa alle 3 jahre, und hat dann (wie weiland sein daddy) die ueberholte hardware entweder auf reserve oder im hinterzimmer (fuer kassenpatienten). vielleicht kannst du deinigen dafuer begeistern, dir das ding mal zu leihen. das aeltere modell sah etwa wie eine foen-munddusche aus, wobei der foen darin wohl die lampe kuehlt. der neueste schrei ist jetzt eine glasfaser in seinem neuen systemarm...der ist wohl nicht ausleihbar.
-- mvh, gUnther
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