Leitungsberechnung

Hallo zusammen!
Neulich wollte ich die Querschnittfläche eines Leiters ausrechnen und habe im Elektrotechnik-Tabellenbuch eines Freundes folgende Formel gefunden:
2 * l * I * cos(phi) A = -------------------- x * Ua
A, l, I und Ua sind mir klar. Ich weiß jedoch nicht wie ich 'cos(phi)' (Leistungsfaktor) und 'x' (Leitfähigkeit) errechnen/ermitteln kann/muss.
Kann mir jemand sagen, wie diese Formel bzw. die unklaren Werte zu handhaben bzw. zu errechnen/ermitteln ist bzw. sind?
Konkret geht es um eine Art Schaltkasten, über den vier (Netz-) Steckdosen geschaltet werden können. Ich wüsste gerne, was für Kabel ich benutzen muss, um auf der sicheren Seite zu sein, wenn jede Steckdose mit max. ca. 450 W belastet werden soll/darf (diese Einschränkung wird von den Schaltern vorgegeben: max. 2A/250V~).
Ich hoffe, ich habe klar genug ausgedrückt, worum es geht.
TIA für alle Antworten
Gregor
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Hallo, Gregor,
Du meintest am 11.07.12:

Faustformel für die Leitfähigkeit: 56 m/(Ohm*mm2); das ist preiswertes E-Kupfer (mal unterstellt, dass Du eine Kupferleitung benutzen willst).
cos phi: "das kommt drauf an!" - was für (grosse) Lasten hängen an der Leitung? Bei einem Durchlauferhitzer ist cos phi = 1, bei einem alten E- Herd und bei einer Waschmaschine auch. Bei einem Induktionsherd müsste ich in die Datenblätter schauen.
Viele Gruesse! Helmut
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Hallo Helmut,

Ja, von Kupfer kannst Du ausgehen.

Ziemlich kleine Lasten. Die Schalter geben ja schon max. 500 W vor. An eine Steckdose kommt ein Teil meiner EDV, die bislang nie über 200 W hinaus ging. Die anderen Sachen liegen deutlich darunter.
Viele Grüße
Gregor
--
Die Form ist der Körper der Farbe, die Farbe ist die Seele der Form. (Karl
Gerstner)
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Hallo, Gregor,
Du meintest am 11.07.12:

Wenn "normale" Steckdosen zu versorgen sind: 3*1,5 - fertig. Da wird nicht gerechnet.
Viele Gruesse! Helmut
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Am 11.07.2012 22:24, schrieb Helmut Hullen:

Hallo,
ja - man schaut einfach in Tabellen nach statt zu rechnen: http://www.mostec.de/03Mostec2000/Mostec2000/Anhang/Tabellen/Belastbarkeit_Kabel.html
Bernd Mayer
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Da eh ein Mindesquerschnitt von 1,5 mm² vorgeschrieben ist braucht man nicht zu rechnen…
Lutz
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Dem Schalter gebe ich kein langes Leben, wegen der teils immens hohen Spitzenströme beim Einschalten. Steckddosenleistenschalter habe ich mit weniger als zwei Dutzend Schaltspielen kaputtbekommen, mit zwei Laptopnetzteilen und einem Handylader dran..
-ras
--

Ralph A. Schmid

http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de /
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Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

Also, mein Steckdosenschalter hat gehalten, bis sich mal eine Diode in den 16A-LS verliebt hat ;-)
Gernot
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Hi, außerdem kann man den Schalter ja demontieren und die verbrizzeltem Kontakte nachpolieren. Habe einen so früh verstorbenen Leuchtschalter damit zu bislang ewigem Leben verholfen. Swicht jetzt seidenweich und prellt garnicht.
--
mfg,
gUnther
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Am 11.07.2012 21:44, schrieb Helmut Hullen:

Warum rechnen E-Techniker eigentlich immer mit 56 m/(Ohm*mm^2)? Der Mindestwert Cu-ETP (Standard-Leitkupfer) laut aktueller europäischer Normung ist 57 m/(Ohm*mm2). (Aus alten DIN-Zeiten kenne ich noch E-Cu57 und E-Cu58.)
Michael Dahms
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Am 13.07.2012 12:29, schrieb Michael Dahms:

Leitungskupfer hat 56 und reines CU hat 58.
--
Gruß
K.F.


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Am 13.07.2012 14:38, schrieb Karl Friedrich Siebert:

Quatsch. Mein o.a. Zahlen sind die aktuellen Zahlen für Leitungskupfer. Reines Kupfer hat im Grenzfall bei Raumtemperatur den Wert 60.
Michael Dahms
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Karl Friedrich Siebert schrieb:

Hallo,
bei gleicher Temperatur müsste das reinere Kupfer den geringeren spezifischen Widerstand haben.
Bye
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Hallo, Uwe,
Du meintest am 20.07.12:

"56" und "58" sind Leitwerte (ohne die zugehörige Einheit).
Und wenn die Werte aufgedruckt sind oder aber sonstwie (z.B. als E-Cu56) auf der Rechnung auftauchen, dann handelt es sich um ein Teilproblem der Lieferbedingungen: innerhalb woanders definierter Grenzen hat die Lieferung diesen Leitwert einzuhalten. Theoretisch darf der Lieferant auch Kupfer mit höherem Leitwert liefern, zum gleichen Preis ...
Viele Gruesse! Helmut
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Am 20.07.12 10:59, schrieb Helmut Hullen:

Wenn Normbezeichnungen verwendet werden, gelten die in der Norm festgelegten Grenzwerte, wenn nichts anderes vereinbart ist.
In welcher Norm ist E-Cu56 definiert?
Michael Dahms
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Hallo, Michael,
Du meintest am 20.07.12:

Anscheinend in keiner (mehr).
Das Zeugs ist vor einiger Zeit mal wieder umbenannt worden, aktuelle Bezeichnungen:
Cu-ETP (ehem. E-Cu58, E-Cu57; alte Bez.: E-Cu)
Siehe auch
http://www.kupfer-institut.de/front_frame/pdf/Cu-ETP.pdf
Viele Gruesse! Helmut
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Weil Aderquerschnitte durch systematischen Betrug so reduziert werden, dass die Leitung am Ende nur noch so gerade eben die DIN VDE 0295 erfült. Und nach http://helukabel.de/pdf/german/technik/X_016_Leiterwiderstaende.pdf hat dann 1km vom "1,5mm²" bei 20°C maximal einen Widerstand von 12,1Ohm. Das entspricht dann 55m(Ohm*mm²). In der Realität nehmen die natürlich kein schlechtes Kupfer und 1,5mm², sondern gutes Kupfer und sagen wir mal 1,42mm². Bezahlen muss man natürlich die Masse Kupfer, die eigentlich drin wäre.

Leider ist wohl nie daran gedacht worden, den Maximalwiderstand von Kupferleitungen an die heutzutage üblichen Kupferqualitäten anzupassen.
--- Posted via
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