nd erlaubt

Dec 29, 2025 Last reply: vor 6 Monaten 58 Replies

Am 02.01.26 um 22:25 schrieb Thorsten Böttcher:

In einer Steckdose steckt eine kapazitive Last, in einer anderen eine induktive. Das war jetzt einfach.

Hmm, ich wohl auch.

Es gibt ja durchaus Outdoor-taugliche Verlängerungen und Mehrfachsteckdosen. Man muß sie halt kaufen und den Preis zahlen wollen.

Schon weil wir hier ja nicht in einem Film sind bei dem die Halbe Stadt im Dunkeln läge bis im Kraftwerk jemand die Nukleare Reserve anwirft. ;)

Letzteres wäre ein Einsatzfall für SMR oder?

Hmm, vor den FI's gab es FU-Schalter die bei Unter/Überspannung abschalteten. Nur detektierten die nicht auf den Außenleitern so weit ich erinnere.

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Nope! Und umständlicher war's außerdem (Hilfserder)

Bye/ /Kay

Der Verteiler verteilt auf einzelne Schukodosen. Man *kann* jetzt an die Ausgänge extrem unterschiedliche Verbraucher mit jeweils sehr hoher Leistung hängen. Ich bleibe dabei, das in der Praxis für wenig relevant zu halten.

(M)ein Beispiel war ein E-Herd an Drehstrom. Da würde ich bei Massekochfeldern mal eine reine Widerstands-last annehmen, aber eben nicht Symmetrisch verteilt. Cos Phi und Blindströme sind da nicht zu erwarten es sei denn man hat etwas neumodisches das "Am Winkel" dreht (Induktionsfelder vielleicht?). Bei Herkömmlichen Öfen käme da nur der (1Ph.) Motor für die Umluftfunktion in Frage.

Bye/ /Kay

Das sorgt für eine unterschiedliche Belastung der Außenleiter. Solange die Verbraucher nicht noch eine deutliche Phasenverschiebung erzeugen, wird der Strom im Neutralleiter trotzdem nicht größer als der maximale Außenleiterstrom. In der Praxis wird er sogar eher kleiner.

Eben.

Am 02.01.2026 um 22:41 schrieb Hergen Lehmann:

Was schweben Dir da für Verbraucher vor?

Am 03.01.26 um 12:38 schrieb Thorsten Böttcher:

Auf einer Baustelle? Wer weiß. Eine Alte Flex könnte Induktiv sein aber eine Überkompensierte Leuchtstofflampen-anlage würde ich bezweifeln. ;-) Vielleicht lange Kabel (Parallele Leiter) und das auch noch mehrfach verlängert?

Bye/ /Kay

Die haben Treiberelektronik, ich gehe mal davon aus, daß da wie bei anderer Elektronik ab IIRC 75W PFC vorgeschrieben ist, also keine große Phasenverschiebung.

cu michael

Am 03.01.2026 um 14:49 schrieb Kay Martinen:

Da braucht man dann aber viele davon, bis man die Leitung überlastet.

Am 03.01.26 um 12:38 schrieb Thorsten Böttcher:

Als induktive Last kommt alles mit Motor in Frage, und davon gibt es auf einer Baustelle eine Menge. Auch ältere Leuchtstoff- und Metalldampflampen (noch mit Vorschaltdrossel statt EVG) sind ohne Kompensation erst mal stark induktiv.

Kapazitiv sind im Haushalt vor allem die allseits beliebten Schaltnetzteile. Auf einer Baustelle? Keine Ahnung... vielleicht größere Mengen an LED-Strahlern. Vielleicht ältere Frequenzumrichter oder Inverter-Schweißgeräte aus einer Zeit, als PFC noch nicht vorgeschrieben war.

Wie wahrscheinlich das ist, sei dahin gestellt, aber grundsätzlich ist es in einer solchen Umgebung möglich, das der Nullleiter überlastet wird, obwohl die Phasen korrekt abgesichert sind.

Am 03.01.26 um 16:34 schrieb Thorsten Böttcher:

Du weißt aber schon das ein Kondensator in Grunde nur zwei Drähte sind die in gewissen Abstand voneinander isoliert sind, oder? ;-)

Von "überlasten" hab ich nicht gesprochen, nur von einer möglichen Kapazitiven Last.

Bye/ /Kay

Leider hast du bei deinem Followup sinnentstellend gekürzt. Den Bezug zum Neutralleiter, den du selbst gebracht hast, hast du herausgeschnitten.

Und mit dieser apodiktischen Äußerung (der Strom im Neutralleiter könne niemals hoher sein als in einem Außenleiter) war ich unzufrieden.

Das Überlasten des Nulleiters ist hier Thema. Um die zu errichen braucht der Kondensator eine Mindestgröße und will bei solchen parasitären Kapazitäten erst einmal erreicht sein.

Wir reden hier nicht vom Verlust von Obertönen hinter einem Ausgang mit hoher Impedanz.

??? Daß wir beide noch wissen, wovon überhaupt die Rede ist, habe ich einfach mal vorausgesetzt. Wenn nicht, wird jedes Gespräch sinnlos.

Du konstrierst einen sehr aufwendigen Sonderfall, von dem ich nie die Möglichkeit bestritten habe. Ich halte ihn weiter für in der Praxis irrelevant.

Am 03.01.2026 um 18:58 schrieb Kay Martinen:

Ja, aber keiner mit einer relevanten Kapazität für den hier besprochen Fall. Ein Leiter ist auch eine Induktivität.

Aber genau darum geht es ja hier. Dass der N in einen Drehstromkreis durch nicht ohmsche Verbraucher überlastet wird. Dass es induktive und kapazitive Lasten gibt bezweifelt niemand. Dass es dadurch in einem Haushalt zu Problemen kommt schon eher.

Am 03.01.2026 um 16:54 schrieb Hergen Lehmann:

Sagen wir so, es ist theoretisch möglich.

Es kann auch durchaus passieren dass ich vom Blitz erschlagen werde, wenn ich den Müll rausbringe. Trotzdem mache ich mir darüber keine Sorgen.

Und im Haushalt, wo das ganze mal angefangen hat, ist es noch ein paar Potenzen unwahrscheinlicher.

Hi Hergen,

Es gibt AFAIR zwei unterschiedliche Systeme: Die einen verwenden flache Kontaktflächen mit Federstiften. Da muss man manchmal reinigen. Die zweite Variante ist mit federnden Gleitkontakten, die sich zwar besser von Schmodder reinigen, die Vergoldung nutzt sich da aber irgendwann auch ab. Ob die USB-Verbindungen dauerhafter sind, weiß ich nicht. Aber ich weiß, welchen Stress ich mit meinem ersten Fairphone hatte, weil die USB-Kontakte das erste waren, was kaputt ging. Seither verwende ich auch die Magnetteile, die sind im Zweifel billig zu tauschen.

Eben, billig genug, um gleich doppelt so viele zu kaufen.

Marte

Noch mal nein. Auch dann ist es maximal der Außenleiterstrom der durch den Neutralleiter fließt. Bei Anschlussquerschnitten von >16 mm² darf der Neutralleiter - unter bestimmten Bedingungen - sogar kleiner bleiben.

Am 07.01.26 um 13:11 schrieb Peter Schneider:

Das liegt m.E. aber mehr daran das die Drei Außenleiter ihre Spitzenwerte um 120° versetzt erreichen. Bei einer Wiederstands-last kann man davon ausgehen das U und I zeitgleich sind. Bei anderen Lasten (Kapazitiv/Induktiv) und deren Aufteilung kann der I m.E. Zeitlich dem U um einen variablen Betrag vor/nacheilen.

Ich habe mich aber nie theoretisch/praktisch damit befaßt wie hoch der Strom im Neutralleiter dann werden könnte, aber die Möglichkeit dazu besteht wohl. Mag aber sehr konstruierte Szenarien brauchen.

Sicher das du da nicht den PE(N) meinst? Das der eine Querschnitts-stufe niedriger sein darf (ab/über 5*16qmm) weiß ich. Das es auf den Neutralleiter auch zuträfe nicht.

Bei welchen Bedingungen IT, TT Netz, TN-C-S oder...???

Bye/ /Kay

Am 07.01.2026 um 17:51 schrieb Kay Martinen:

Das mag sein, aber auch bei ungleichmäßiger last bleibt der Strom im Neutralleiter <= dem Außenleiterstrom.>

Hier im Thread wird über den Neutralleiter diskutiert: " Neutralleiter ist ein mit dem Mittel- bzw. Sternpunkt des Netzes verbundener Lei- ter, der geeignet ist, zur Übertragung elektrischer Energie beizutragen" (Definition lt. VDE0100)

PEN ist ein Neutralleiter, der zusätzlich die Schutzleiterfunktion hat.

Die Netzform spielt dabei keine Rolle.

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