Neulich kam im Privatfernsehen irgend ein Beitrag über jemanden mit viel
> Weihnachtsbeleuchtung im Garten und wie man das Verkabeln sollte. Dabei
> hieß es, maximal drei Steckverbindungen seien bis zum Verbraucher
> erlaubt, wobei die Wandsteckdose schon mitgerechnet ist. Das wären dann
> also zwei Verlängerungskabel.
Dave hat hier mal 283 Stück hintereinander gesteckt und mit 2kW belastet. Richtig gefährlich war das aber eher nicht.
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Gruß Andreas
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A
Axel Berger
Warum sollte es? Jede einzelne Steckverbindung wird so warm wie sie wird, ganz egal was mehr als, sagen wir, 30 cm von ihr weg sonst vorliegt. Das Problem des aufsummierten Widerstandes der Verbindungen und billigen Kabel ist ein anderes. Bei einem harten Kurzschluß am Ende wird der Maximalstrom so weit begrenzt, daß die Sicherung nicht mehr oder nicht mehr schnell genug auslöst.
Dann gibt es eine weitere Regel, die ist aber m.W. keine Vorschrift sondern Empfehlung. Bei 16 A und Dauerlast sind 2.5 mm2 z.B. als 5x2.5 mm2 vorgeschrieben. Ab ca. 40 m Leitungslänge wird das auf 4 mm2 erhöht. Der Grund hier ist nicht die Sicherung sondern der Verlust, der auch als nur wenige Prozent als zu hoch angesehen wird wird, wenn es % von 11 kW sind. Bei z.B. 100 W in 24/7 macht sich der Mehrpreis des Kabels relativ schnell bezahlt.
H
Hergen Lehmann
Am 29.12.25 um 18:48 schrieb Andreas Fecht:
Unter kontrollierten Laborbedingungen (sogar mit Überwachung per Thermokamera!), warum sollte es?
Bei Lieschen Müller kommen dann aber doch einige Gefahrenpunkte zusammen:
- Je mehr Steckverbindungen und Übergänge im Spiel sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit, das eine(r) davon faul ist. Besonders bei den haushaltsüblichen China-Steckdosenleisten vom Grabbeltisch.
- Je mehr freie Steckdosen und je weiter diese auseinander liegen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, das der Überblick über die eingesteckte Gesamtleistung verloren geht.
- Zu lange und noch teilweise aufgerollte Verlängerungskabel überhitzen schnell. Jede Kabeltrommel hat dafür extra einen thermischen Schutzschalter, lose Verlängerungskabel und Steckdosenleisten nicht.
- An irgend einem Punkt summieren sich die Übergangswiderstände der Steckverbindungen so weit, das bei Überlastung/Kurzschluss der Leitungsschutzschalter nicht mehr zuverlässig auslöst.
Letzteres wird wahrscheinlich der primäre Grund für die Empfehlung "maximal drei" sein.
M
Marte Schwarz
Hi Juergen et al,
Das kommt darauf an ...
Ich hab das vor Kurzem durch, die Idee war, die Tische im Seminarraum mit Steckdosen zu versorgen. Die dann prüfenden Elektriker sehen das sehr eng: Vielfachsteckdosen zu kaskadieren geht GEAR NICHT!!!
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Von einem öffentlich bestellten Gutachter gabs auch noch ein paar nette Ausführungen dazu, die hab ich jetzt hier nicht greifbar. Kann ich nach dem 6.1.2026 gerne nachlegen.
Kurz: Es geht in erster Linie um den Widerstand des Schutzleiters und nein, es ist vollkommen irrelevant, ob an diesen Steckdosen überhaupt jemals schutzgeerdete Geräte angeschlossen werden, allein die Tatsache, dass es gemacht werden könnte verbietet die Maßnahme, zumindest im öffentlich zugänglichen Raum. Es hätte so einfach, zeitnah und preiswert gemacht werden können, um genug Steckdosen für unsere Studis in die derzeit unterversorgten Räume zu bekommen. So wird es eben nichts werden. So lange aber die Elektrobetriebe auf diese Weise sich billige Konkurrenz vom Leib halten können und sicher sein können, in absehbarer Zeit einen Auftrag über die Installation von vielen Steckdosen zu bekommen, ist keine Lösung in Sicht.
Was ihr zu Hause macht, ist völlig egal, hier wurden bei der jährlichen Prüfung reihenweise Mehrfachsteckdosen entsorgt, deren Querschnitte wohl nicht mehr zur angegebenen Maximalleistung gepasst hätten und solche, deren Schutzleiterwiderstände angeblich zu hoch wurden.
Marte
T
Thorsten Böttcher
Am 31.12.2025 um 10:50 schrieb Marte Schwarz:
Die Schutzleiterwiderstände kann ich nachvollziehen, der ändert (verschlechtert) sich ja durchaus, wenn die Kontakte altern.
Aber der Querschnitt ist konstant. Haben sich da die Bestimmungen geändert, dass es auf einmal nicht mehr passt?
K
Kay Martinen
Am 01.01.26 um 14:03 schrieb Thorsten Böttcher:
Vermutlich ist das so. Wo früher 1,5qmm reichten wird heute doch generell eine stufe höher angesagt. Und 2.5qmm ist je nach Gegebenheit schon reichlich steifer und braucht mehr platz.
Und früher durfte der PE auch erst so ab ca. 25-35qmm (NYY?) eine Stufe kleiner ausfallen. Wie ist das heute? Bei Dünneren Strippen hätte man durch den dann höheren Querschnitt ja auch weniger Widerstand. Nutzt dann halt erst richtig etwas wenn die Feste Installation dann auch aufgerüstet würde so das der höhere Querschnitt durchgehend gehalten wird. In öffentlichen Gebäuden war 2.5 schon länger Pflicht, speziell für Steckdosen-kreise.
Allerdings habe ich länger keine Mehrfachleisten gekauft und bisher keine mit 2,5qmm gesehen. Allerdings gab es die früher durchaus auch mit
0.75 und ich achtete immer drauf das die Leitungen mindestens 1.0qmm haben. 1.5 als leichte Schlauchleitung habe ich an Mehrfachleisten noch nicht entdeckt. An Kabeltrommel oder Verlängerungen mit Mittelschwerer Schlauchleitung schon eher. Nur sind die dann keine 2-3 Meter lang, sondern 10-50 Meter und da macht das schon Sinn.
Bye/ /Kay
A
Axel Berger
Das ist nicht ganz richtig. Die alte m.W. noch heute geltende Regel schreibt bei Verlegung im Rohr eine Absicherung mit maximal 10 A für 1.5 mm2 und 16 A für 2.5 mm2 vor. Es gibt eine wohl aus Kostengründen durchgedrückte Ausnahme. Bei Mantelleitungen mit höchstens zwei belasteten Adern (also die üblichen dreiadrigen mit stromlosem Schutzleiter) dürfen 1.5 mm2 mit 16 A abgesichert werden. (Herde sind in der Regel fünfadrig und haben bei Vollbelastung drei stromführende Leiter, deshalb die 2.5 mm2.)
So hat mein Vater 1961 mein Elternhaus verkabelt. Lichtkreise 1.5 mm2 hinter 10 A, Steckdosenkreise (ein Kreis pro Stockwerk aber, für 1961 ungewöhnlich, Steckdosen oder mindestens Leerdosen alle 1,5 Meter in jeder Wand) 2.5 mm2 hinter 16 A.
Bei gut gekühlten Kabeln an freier Luft, also z.B. unsere hier besprochenen Verlängerungen und Mehrfachdosen, reicht 1 mm2 für 20 A und
0.75 mm2 für 10 A. Es darf damit gerechnet werden, daß Billigware das voll ausnutzt.
F
Frank Schletz
<delurk>
Schön wärs, seufz. Ich sehe bei jedem Umzug immer wieder 5x 1,5mm² bei Herdanschlussdosen. Wie man damit mal 3 oder gar 4 Kochplatten betreiben soll, weiß ich nicht.
Da ist die Praxis abseits der (guten) Theorie.
Guter Mann :)
Auf so was habe ich selten geachtet. Danke für den Hinweis resp. die Erinnerung.
Frank
H
Hergen Lehmann
Am 02.01.26 um 01:46 schrieb Juergen:
Durchwachsen. Nach ein paar (bei mir eher 4-5) Jahren gibt es durch Korrosion und Verschmutzung Kontaktprobleme. Meist auf der Geräteseite, seltener am Kabelende.
Ich mache mir keine Gedanken deswegen, denn die Dinger sind billig und es war ja gerade eines der Ziele der Aktion, den Verschleiß aus dem Gerät heraus auf eine leicht und billig tauschbare Komponente zu verlagern.
Kauf' gleich ein paar Ersatzexemplare mit.
In deutschen Läden hängt genau das selbe Zeug, nur dank der Handelsspannen zum dreifachen Preis. Und durch Verschleierung des Originalherstellers noch schlechter nachbestellbar.
T
Thorsten Böttcher
Am 02.01.2026 um 00:41 schrieb Kay Martinen:
Reicht nicht mehr wenn die Leiste für 16A zugelassen ist? Muss ja keine für 1,99€ vom Grabbeltsich sein.
Naja, das ist bei Mehrfachsteckdosenleisten eher selten der Fall. Die wäre auch echt unhandlich ;-)
A
Axel Berger
Klingt vernünftig. Zudem sehen die auf Bildern eher flach aus und damit leicht zu reinigen. Das Problem der Fusseln in der Buchse erledigen sie vermutlich gleich mit.
K
Kay Martinen
Das ist aber m.E. eher eine Frage der Selbsterwärmung je nach Verlegeart und Lastfall.
Ich habe das nie als Ausnahme gesehen. Nur als den üblichen - bei AP/UP Verlegung.
Und ebensolche Mantelleitungen in Rohr dann auch nur 10A?! Wobei früher StaPa-Rohr genutzt wurde und heute eher Kunststoff. Das könnte einen Unterschied bei der Wärmeableitfähigkeit machen.
Herde sind vor allem keine Symmetrischen Drehstromverbraucher wie Motoren da die Heizungen auf die Phasen verteilt sind und ja nicht unbedingt alle laufen müssen. Zudem kann man das oft noch umschalten auf
2Ph. oder gar 1Ph. Betrieb. Allein schon deswegen sind 2.5qmm auf dem Neutralleiter sinnvoller.
AFAIR gibt es schon länger auch die Regel das ein Steckdosenkreis (Automat) nicht mehr als ca. 10 Dosen enthalten soll. Da könnte es schon eng werden oder?
Ob man frei Fliegende Verlängerungen und Mehrfachdosen nun als Gut Gekühlt ansehen kann scheint mir noch diskutabel und jedenfalls nicht immer gewährleistet.
Sowieso. Wäre nicht das erste mal das die "Zündschnüre" aus China kommen. :-/
Ohne vorgreifen zu wollen: Weiß man denn schon was den Vermuteten Flashover in der Schweizerischen Bar an Sylvester gezündet hat? Von Leitungen oder Sylvester-beleuchtung wurde bisher noch nicht gemutmaßt. Aber das kann ja noch kommen.
Bei 40 Toten und über 100 Verletzten kommt bestimmt irgendwer auf die Idee etwas zu verbieten was vermeintlich/angeblich/Wahrscheinlich dieses Debakel auslöste. Jedenfalls wenn man es keinem Menschen o.a. anlasten kann.
Oh, und zur Vereidigung des neuen New Yorker Bürgermeisters darf man zwar sein Handy mit nehmen... aber keinen Raspberry Pi. WoT!??? ;-)
Bye/ /Kay
A
Axel Berger
Nein. Der Neutralleiter sieht nie mehr als eine der Phasen.
Die Regel kenne ich nicht, aber klar, die war sehr deutlich überschritten. Die Elektrik wird verlegt lange bevor die Möbel stehen. Es werden in der Praxis eientlich nie alle Steckdosen eines Raumes verwendet aber sehr oft wird genau da eine gebraucht, wo keine ist.
T
Torsten Rüdiger Hansen
Das zu dicht unter die Decke gehaltene Feuerwerkt der KEllner. Eindeutiger Fall von Warnhinweis nicht gelesen. Für den Verursacher wäre es wohl am besten mit umgekommen zu sein, sonst "fahrlässige Tötung in
40 Fällen + div. Körperverletzungen."
R
Ralph Aichinger
Mittlerweile gibt es Videos, in denen man sieht, dass von diesem Indoor-Feuerwerk Akustikschaumstoff angezündet wird, der dann brennend von der Decke tropft (d.h. ziemlich sicher nicht den Anforderungen für so eine Location entspricht).
Außerdem ist scheinbar kein Feueralarm losgegangen, hat es nur einen Ausgang über eine Stiege rauf gegeben, war keine Security präsent, hat niemand von Discolicht auf helles Licht umgeschaltet, ...
Die Feuerpolizei dürfte da alle Hühneraugen zugedrückt haben, vor allem die Verwendung von brennbarem Schaumstoff und der eine Ausgang hätte doch jemand bei selbst einer oberflächlichen Begehung auffallen müssen.
Ein Raum in dem sich typischwerweise viele betrunkene aufhalten muß anders ausschauen.
/ralph
S
Stefan Wiens
Je nach cos phi der Außenleiter kann da schon mehr zusammenkommen.
A
Axel Berger
Stimmt, wenn Du Blindströme unterschiedlichen Vorzeichens zuläßt, also kapazitiv auf der einen und induktiv auf der anderen Phase. Ich behaupte mal, für praktischen Zwecke darf man das getrost ausschließen.
A
Axel Berger
Das habe ich übersehen. Derart komplett undichtes und nicht wasserfestes ist für den Zweck allemal völlig ungeeignet. Damit erübrigt sich alles weitere. Ein FI sollte in der Anwendung dem Ansinnen ohnin ein rasches Ende bereiten.
H
Hergen Lehmann
Nein. Jeder Baustellenverteiler von CEE auf Schuko ermöglicht solche Schieflagen.
T
Thorsten Böttcher
Am 02.01.2026 um 21:43 schrieb Hergen Lehmann:
Und wie stellt der Verteiler das an? Ändert der die Phasenverschiebung?
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