Automaten mit H-Charakteristik tauschen?

Hallo,
ich habe es vor einiger Zeit schonmal irgendwo aufgeschnappt und jetzt bin ich auch bei Wikipedia fündig geworden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Leitungsschutzschalter | Die ehemalige H-Charakteristik (ebenso wie die damals eingesetzte | L-Charakteristik) bietet keinen idealen Leitungsschutz, da sie bei lang | andauernder, mäßiger Überlast nur mit erhöhter Verzögerung auslöst, dies | endet meist in ungewolltem Elektrobrand. | [...] | Leitungsschutzschalter mit H- oder L-Charakteristik sollten daher nach | Möglichkeit auch in bestehenden Anlagen schnellstmöglich ausgetauscht | werden.
Was genau ist da dran? Wirklich schnellstmöglich tauschen?
Ich frage deshalb, weil ich in der Bekanntschaft eine Unterverteilung habe, die ich vor ca. 4 Jahren schonmal mit dem vorhandenen Elektromaterial "einigermaßen auf Vordermann" gebracht habe. Nicht schön, aber besser als das, was mein "Vorgänger" dort hinterlassen hat (unter anderem der Klassiker mit den 3 LSS des Herds auf einer Phase). Das mit den "zu trägen" H-Sicherungen wusste ich damals aber noch nicht.
Wäre es anzuraten hier auf neues Material umzusteigen? Der RCD wurde mit der damaligen Renovierung getauscht (0,03A Auslösestrom). Es ginge also um 15 LSS und zwei Phasenschienen.
Was mit den gelagerten alten H-Automaten (habe da noch ca. 30 Stück). Kann ich die guten Gewissens verschrotten?
CU
Manuel
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Ja.
Ja.
Lutz
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On 22 Mai, 23:28, Manuel Reimer < snipped-for-privacy@expires-31-05-2009.news- group.org> wrote:

....
Ich vermute Du hast da jede Menge H16 o.? Ja dann, Impedanz messen/lassen und wenn die Daten passen auf B16 gehen . Wen di Impedanz grenzwertig ist, eine Stuge kleiner (B13), etc. Die daten fr die details gibt's ja hier oderauf den Herstellerseiten.

Ja. Verschrotte sie. Und bitte nciht in ebay anbietne (gibt dort schon genug Chaoten die dies mit dem Thema/Grund "Zur Instandhaltung alter Anlagen" tun. Nicht ohne Grund hatte die H=Haushalt Charakteristik den blen Spitznamen H=Hausbrand.
hth, Andreas
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Isat dir das eingefallen ?
Ich hab das niemals gehrt oder gelesen.
Ich hab auch nie einen Kabelbrand einer normalen Installationsleitung erlebt, weder als Elektromeister, noch als Gutachter. Weder Steg noch NYM. Aber jede Menge Brand/Verschmorungen in Vertelern, Dose, Herdanschludosen usw. Aber nie in der Leitung.
Die Sicherungen, auch die noch langsameren Schmelzsicherungen, haben immer funktioniert. Und tun es noch. Und sind erlaubt...
Was nicht heit, da Leitungen nicht warm wurden, strt ja nicht. Manchmal auch etwas zu warm-kostet aber eher nur Lebensdauer. Feuer, ne.
brigens, diese H-Automaten hatten das VDE-Zeichen und wurden zu Abermillionen verbaut......
Hat VDE eventuelle Schden ersetzt ?
MfG bastian
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Voll ACK ! Kann ich besttigen - viele Jahre ARBEG Erfahrungen. Der Mist beim H-Automaten war die Empfindlichkeit gegen Einschaltstrme, schon dise Trennscheibe oder der berdimensionierte Staubsauger machten anschlieend wegen der Flucherei den Gang in den Beichtstuhl erforderlich. Damals (1961 bis 1990) oft (nicht immer) bewhrte Notlsung: > Ersatz des 16er H duch einen 10er L - Bei der Langzeitbelastung reichte der 10er und beim Einschaltstrom war er nicht so "fickerig". Die H-Charakteristik war aus der Nullung entstanden, erwnschte schnellste Abschaltung im Fehlerfall "Krperschlu". htm (seit 90 Pensionr)
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snipped-for-privacy@web.de wrote:

Stimmt. Hatten wir mal mit einer großen Flex, die den Leitungsschutzschalter ausgelöst hat. An einer Steckdose der Werkstatt (B16A) ging dann alles wie gewünscht. Sollte das zum Problem werden, dann hätte ich sogar noch L-Automaten vorrätig (allerdings nur 16A). Durch die andere Bauform der alten Automaten lassen sich nämlich neue und alte nicht ohne weiteres mischen...

Da die Verteilung einen RCD eingebaut hat, an dem auch fast alle Stromkreise hängen (Ausnahmen mit zweiadriger Zuleitung ausgenommen) ist das kein Thema mehr. Eine B-Charakteristik wäre zudem im Bereich Überlastschutz etwas schneller im Auslösen. In wiefern der doch nicht so extreme Unterschied entscheidend ist, kann ich aber nicht beurteilen.
Kann ein H16A, generell gefahrlos gegen B16A ersetzt werden? Der B16A löst zwar im Kurzschlussfall etwas später aus, aber der Leitungsschutz und somit der Brandschutz dürfte doch in jedem Fall besser sein als beim H-Automaten, richtig?
CU
Manuel
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On 27 Mai, 13:38, Manuel Reimer < snipped-for-privacy@expires-31-05-2009.news- group.org> wrote:

.....
B16 ist immer besser, aber abgehende Querschnitte beachten! Man kann den Austausch der Automaten als nderung betrachten, die dann eine Anpassung an die neuen Belastungswerte fordert, dann knnte es sein, da die abgehenden 1,5er bersichert sind (Umgebungstemperatur, Verlegungsart, Aderzahl, Hufung...) Dann htte man zwar was verbessert in Bezug auf den Brandschutz, aber gegen die Regeln verstoen. (Manche Verbesserungen sind einfach unzulssig, das ist bei vielen Gesetzen so, vor allem im Umweltschutz..) In jedem Fall: An der Verteilung rumschrauben darf nur der eingetregene Installationsbetrieb, und in jedem Fall mu der nachher alle genderten Netzteile/Anlagen nach den Regln der Technik prfen - mit Protokoll. (Ob es immer geschieht, spielt bei der Auskunft,die ich gebe, keine Rolle, ich mute und habe darauf hingewiesen) Pensionr
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snipped-for-privacy@web.de wrote:

Weder Häufung noch Verlegungsart kann noch bestimmt werden. Nein, auch ein Elektriker würde die Wand nicht aufstemmen, nur um die Verlegeart zu bestimmen. Wenn doch, dann würde er wohl hochkant aus der Wohnung fliegen. Aderzahl: 3-adriges NYM. Umgebungstemperatur: Um die 20°C ;-)
Ermitteln kann ich in Etwa die Länge. Geschätzt wären das wohl 8 Meter. Zudem ist sicher, dass es sich um eine 1,5mm²-Leitung handelt.
Unter'm Strich wäre wahrscheinlich B13A angesagt, aber mal ganz ehrlich: Was würden die meisten Elektriker da wohl reinhängen, wenn sie damit beauftragt werden?
Faktor ist wohl alleine schon der Preis. Ein 16er Automat ist deutlich billiger als ein 13er. Wenn man das mit Angebot und Nachfrage erklärt, dann bauen erstaunlich viele Elektriker wohl bevorzugt 16er Automaten ein... Wahrscheinlich haben nicht wenige Elektriker garkeine 13er Automaten vorrätig.

Letztlich sehen das gerade Elektriker wohl weniger kritisch als mancher Laie, der da mal was von "Häufung" gelesen hat und sich bei einem Elektriker darüber informieren will. Mir hat man da damals irgendwas von "Gleichzeitigkeitsfaktor" (oder so ähnlich) gesagt, der in einem Haushalt wohl geringer ausfällt als im Gewerbebetrieb. Der Elektriker hat mir damals erklärt, dass er grundsätzlich nur im Gewerbe so plant, dass alle Leitungen gleichzeitig voll belastet werden. Über die Verlegeart solle ich mir also keine Gedanken machen.
Also habe ich nach seinen Auskünften damals, bei unserem Neubau, komplett alles mit B16A und 1,5mm² gemacht, was mir wieder von einem anderen Elektriker ohne Beanstandung abgenommen wurde. Nach heutigem Wissensstand würde ich heute zumindest die Zuleitungen zu allen Räumen mit 2,5mm² machen und hier und da eher einen 10er oder 13er als einen 16er Automaten einbauen. Und das obwohl die Installation genau so, wie sie jetzt ist, von einem Elektriker nicht beanstandet und ohne Bedenken abgenommen wurde.

Ist mir bekannt. Dieser Installateur darf dann auch Schrauben nicht fest anziehen, Stromkreise vor den FI hängen, weil zu Faul um im nachfolgenden Schaltkasten N und PE zu trennen und er darf auch einen E-Herd mit seinen 3 LSS an eine Phase hängen (Leitung zum Herd in 1,5mm²!). Auch darf er lange nicht mehr erlaubte 0,5A-FIs, die er wohl noch in der Ramschkiste hatte, sowohl einbauen als auch teuer berechnen. Das sind alles Dinge, die ich in meiner Verwandtschaft schon beseitigt habe.
Dazu wäre wohl noch anzumerken, dass wohl beide Elektriker, die hier gepfuscht haben, nach meinem Wissensstand mittlerweile nicht mehr in dem Beruf tätig sind.
Auf der anderen Seite aber auch erstaunlich, das teilweise übler Pfusch (die Sache mit dem E-Herd) sowohl unbemerkt geblieben ist, als auch ohne Probleme lange Zeit funktioniert hat. Hat heutiges Elektromaterial wirklich so einen hohen Sicherheitsfaktor mit eingeplant? Weder in der Herdanschlussdose, noch in der UV hat man den Leitern eine Überhitzung angesehen. Die Isolierung war auch nicht spröde oder sonstwie verändert. Ich habe die Sicherungen also einfach richtig auf die 3 Phasen verteilt und fertig. Wäre mir der Fehler nicht aufgefallen, dann wäre das wohl noch viele Jahre weiterhin gut gegangen...
CU
Manuel
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On 28 Mai, 08:40, Manuel Reimer < snipped-for-privacy@expires-31-05-2009.news- group.org> wrote:

3 Phasen? Dann ist bei 1.5 eh B13 Bei einphasig hlfe nur Messung um sicher zu sein.

Gibt es in der e-bucht zum kelien Preis wenn man etwas Geduld hat.
Habe 1 Euro fr 6 B13 1 ph sowie 3 Euro fr 3 3B13 (B13 3ph. ) bezahlt. 3,90 Euro Versand. Ausfhrung: Hager.
Also wenn Du eh weit was Du brauchst und es selber machen kannst: Da wrde ich an Deiner Stele nicht mehr lange berlegen und es tun.
bye, Andrew
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Nein, in der Regel wird es weniger sein. Du musst die Verlegeart, die Länge und den Spannungsfall berücksichtigen. Das gilt gererell bei Tausch alt gegen neu.
Lutz
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On 27 Mai, 13:38, Manuel Reimer < snipped-for-privacy@expires-31-05-2009.news- group.org> wrote:> Kann ein H16A, generell gefahrlos gegen B16A ersetzt werden? Der B16A

Wie schon oben von mir beschriebne: Impedanz messen/lassen und wenn die Daten passen auf B16 gehen . Wenn die Impedanz grenzwertig ist, eine Stufe kleiner (B13), etc. Die Daten fr die Details gibt's ja hier oder auf den Herstellerseiten.
hth, Andreas
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