Stromverbrauch Relais bei Wechselstrom?

Sep 25, 2005 25 Replies

Ein normales Relais hat (lt. Katalog) folgende Daten:


12 VDC 360 Ohm
24 VDC 1440 Ohm
230 VAC 28000 Ohm

Bei 12 Volt und 360 Ohm ergibt das 33 mA und somit 0,4 Watt Bei 24 Volt und 1440 Ohm ergibt das 17 mA und somit 0,4 Watt



Bei 230 Volt Wechselstrom käme ich aber auf 8 mA und somit 1,9 Watt.



Also knapp der 5-fache Stromverbrauch.



Nur weiß ich nicht, ob die o.g. Katalogangaben den Ohmschen-Widerstand oder den Wechselstromwiderstand bezeichnen. Von der Logik her, sollte das doch der Wechselstromwiderstand sein?



Darum meine Frage, kann es sein, daß ein Relais bei Wechseltrombetrieb den 5-fachen Stromverbrauch hat?



Und wenn ja, muß mann sich bei knapp 2 Watt in einen mittelgroßen (ca.



15 x 10 x 5 cm), luftdichten Plastikgehäuse schon Gedanken über die Wärmeabfuhr machen?

Andreas


Es ist aber der Ohmsche Widerstand. Und der Wechselstromwiderstand ist weit höher... Die einzige Konstante ist in der Regel die Leistung, die Du brauchst.

MFG Wolfgang

Hallo!

Andreas Froehlich schrieb:

Es ist der Ohmsche.

Mit 220VDC würde das Teil abrauchen.

Marcel

Mit einigermaßen Wahrscheinlichkeit ist der "Stromverbrauch" des Wechselstromrelais sogar niedriger als das seiner Gleichstrom- kollegen. Allerdings gilt das nur dann, wenn der Anker tatsächlich anzieht und nicht klemmt. Der induktive Widerstand wird bei ange- zogenem Anker höher, weil der magnetische Kreis "keinen" Luftspalt mehr hat (glaub mir's einfach :-)

Von vorn: im Anzugsmoment nimmt das Wechselstromrelais mehr mA auf als später, wenn es angezogen hat. Bei Gleichstromrelais dagegen bleibt die Stromstärke gleich hoch.

Nebenbemerkung: du kannst deswegen den induktiven Widerstand der Relaisspule nicht mit Unterspannung (einem Meßinstrument) messen, weil dabei der Anker nicht anzieht. Du mußt das Relais physisch ans Netz hängen und dabei die Stromstärke messen.

MfG Glaser

Andreas Froehlich schrieb:

Hallo Andreas, bei Relais wird typisch der Wicklungswiderstand angegeben. Der Wechselstromwiderstand ist deutlich h=F6her, aber abh=E4ngig von der Ankerstellung. Allerdings haben Wechselstromrelais sowieso einen etwas h=F6heren Verbrauch, um bei den Einbr=FCchen zwischen den Halbwellen immer noch genug Anpresskraft f=FCr die Kontakte zu haben. Gruss Harald

Andreas Froehlich schrieb:

Relais sind, wenn nicht besonders daraufhin gewiesen wird, reine Gleichstromrelais. Sie eignen sich nicht zum Betrieb an Wechselspannung. Wechselstromrelais haben einen besonderen Aufbau. Man kann aber ein Gleichstromrelais mit einem Brückengleichrichter an Wechselspannung betreiben. Ist oft sogar billiger ;-)

Franz Glaser (KN) schrieb:

Naja, ich meinte nat=FCrlich die Impedanz oder den Scheinwiderstand. Da Das Wort aber schon vom Ursprungsposter verwendet wurde, wollte ich Ihn nicht =FCberfordern... Gruss Harald

Isch wollt nur testen, ob mein posting lesbar ist :->

Oft unterdrückt nämlich mein provider meine postinx.

;-))

... Wechselstromwiderstand ...

danke :-)

Harald Wilhelms schrieb:

Hehehe! das hab ich aber jetzt gehört...

;-)

Andreas

Hallo,

horst-d.winzler schrieb:

Sie sollten aber nicht zu klein sein, sonst schaffen sie die 100Hz. Wenn nicht richtig, dann wenigstens so, dass es Ärger gibt.

Marcel

Es wird aber verm. flattern, ausser du spendierst ihm noch einen C, Wechselstromrelais haben noch einen Kupferring am Spulenkern um das zu verhindern.

Ernst

DAS, euer Gnaden, halt ich für einen Luxus. Der Brückengleich- richter, zusammen mit der Induktivität der Relaisspule, ist eher hinderlich beim Abfallen des Relais, wenn es ausgeschal- tet werden soll. Immerhin sind der Spule 2 Dioden wie ein Kurzschluß parallel geschaltet.

Es wird wohl nicht einmal hörbar brummen.

Ein Kupferring bei einer Wechselstromspule wäre ein fatales Dingens, das wäre sowas wie eine kurzgeschlossene Sekundär- wicklung eines Trafos. Das Relais täte rauchen.

MfG

DAS habe ich übersehen, eurer Ehren.

Das, eurer Ehren, hingegen ist falsch, sogar Google weiss das.

Ernst

Dann irrt Google, da wett ich meine letzten Haare auf dem Kopf.

Ein Kurzschlußring dient dazu, das Abfallen zu verzögern, aber bei AC ist er eine kurzgeschlossene Sekundärwicklung, die nix als Verluste produziert. Bei gleichgerichteter AC könnte der Ring eventüll etwas behilflich sein, aber ich sehe nur dann einen höheren (religiösen) Sinn, wenn eine Einfachdiode zum Gleichrichten verwendet wird statt eines ordentlichen Brückengleichrichters. Eine Einfachdiode an einer Spulenlast ist aber sowieso verkehrt bis zum Geht- nichtmehr, da muß zumindest eine Querdiode dazu, damit der Strom in der "negativen" Halbwelle weiterrinnen kann. Und dann ist der Kupferring erst wieder unnötig, weil die Spule selber eh genug kupfert.

Glaub mir, nicht Google.

MfG

Anhang + Geistesblitz: es sei denn, die Schlaumeier basteln eine Art Spaltpolmotor mit stehendem Anker aus dem Relais.

Dann zieh ich meinen Einspruch zurück.

Den Erfindern ist ja nix zu blöd, sonst wären sie keine :-)

MfG

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Ernst Keller schrieb:

Gruß aus Bremen Ralf

Franz Glaser (KN) schrieb:

Habe ich bei =E4lteren (Wechselstrom-)Relais auch schon gesehen. Gruss Harald

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