Windkraft - thermische Energiespeicher

wrote:


Du hast nicht genau gelesen was Christoph geschrieben hat. Er will BHKWs auch laufen lassen wenn kein Wärmebedarf vorhanden ist. Dies dürfte im Sommer regelmäßig der Fall sein. Wer erzeugt dann den Strom?

Astrohs ist danach ausgelegt Strom zu produzieren wenn es sich lohnt. Es gehen keinerlei ökologischen Parameter mit ein.

Da muss man auch die CO2-Emissionen von BHKWs besteuern. Heute geschieht das nicht und es gibt auch noch eine extra Subvention für 10 Jahre. Du siehst also Astrohs alleine garantiert keine effiziente Nutzung von Primärenergie. Jetzt stelle Dir mal vor das lässt man alles weg und führt von heute auf morgen Astrohs ein. Die Klein-BHKWs sind schon heut kaum wirtschaftlich zu betreiben, außer man geht ineffizient mit der Wärme um. Und im freien Astrohs-Markt hätten Klein-BHKWs kaum eine Chance. Die Entwicklung würde weitgehend eingestellt.
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Emil Naepflein schrieb:

Schlimmer: es gestattet auch Strom zu produzieren wenn es sich nicht punktuell nicht lohnt.
Damit können leistungsstarke Dauererzeuger die Rendite von witterungsabhängigen Erzeugern (die sich sowieso schon untereinander Konkurrenz machen) oder Erzeuger mit schlechteren Einkaufskonditionen gezielt drücken und sich bei entsprechender Marktmacht ihrer auf Dauer entledigen.
Anstatt dem beschworenen 'was schnell ist gewinnt' wird sich 'was klein ist verliert' durchsetzen.
Siegfried
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Siegfried Schmidt schrieb:

Wer das macht, zahlt drauf. Warum sollte man das tun?

Witterungsabhängige Stromerzeuger interessiert der aktuelle Strompreis nicht. Sie sind nur am Durchschnittspreis über das ganze Jahr interessiert. Sie produzieren Strom unabhängig vom aktuellen Strompreis und speisen ihn ins Netz ein, so lange der Strompreis nicht negativ wird. Erst dann werden sie vom Netz gehen. Wer mit speicherbaren Energieträgern arbeitet, zahlt ganz einfach drauf.

Kannst du das auch begründen?
--
Servus
Christoph Müller
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=?ISO-8859-15?Q?Christoph_Mller?= schrieb:

Nur der, der auf kurzfristge Kostendeckung angewiesen ist. Also z.B. der Herr Jedermann mit seiner auf Kredit gekaufen Anlage im Keller oder auf dem Dach, vom dem die Bank monatlich Geld sehen will.
Warum sollte man das tun?
Um sich einen späteren Vorteil zu verschaffen, indem z.B. die flinke, aber hochpreisige und kurzatmige Konkurrenz nicht mehr existiert.

Falsch, sie darauf angewiesen, dass der Durchschnitt ihres Einspeiseprofils einen positiven Ertrag abwirft. Vom Strompreis während ihres Stillstands haben sie nichts und entsprechend hilft ihnen der Durchschnitt übers ganze Jahr gar nichts.

Wie - plötzlich sollen sie doch unabhänig von den Kosten produzieren?
Wie wäre es, wenn du dich erstmal entscheidest wierum du argumentieren willst?

Natürlich, du hast ja gerade erst oben festgestellt, dass Erzeuger den aktuellen Strompreis komplett ignorieren und sich am Durchschnittspreisen übers ganze Jahr (oder noch länger) orientieren können. Das trifft zwar nicht auf denen zu wo du das gerne hättest, aber in fast idealer Weise auf die jetzigen Grundlastkraftwerke, denn kein anderer Erzeuger kann sie bei den durchschnittlichen Kosten unterbieten.
Anstatt sie auszurotten werden sie also begünstigt, ja geradezu geförderst weil zudem heutigen Produktionsbremsen durch die Stabilität des unter gleicher Leitung stehenden Netzes wegfallen.
Dass du dazu neigst, diesen wie andere schon mehrere dutzendmal geklärten Punkte immer wieder so zu bringen als ob sie etwas neues wären, hatte ich auch gerade erst geschrieben - schon wieder vergessen? Ich würde dir auch die MID angeben, aber du kannst damit ja nichts anfangen.
Siegfried
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Siegfried Schmidt wrote:

Die Bank wird wohl kaum Geld sehen, wenn er teures Heizöl in billigeren Strom verwandelt.

Das heißt, es läuft alles wieder darauf hinaus wie es jetzt schon ist? Schwer vorstellbar.

Im statistischen Mittel schon, wenn ihre Stromerzeugung nicht mit dem Strompreis korreliert ist. Aber damit du es merkst, noch mal wiederholt: 'Witterungsabhängige Stromerzeuger' sind solche, die sich aufgrund sonstiger Zwänge nicht aussuchen können, wann sie Strom erzeugen. Windkraft, Sonne,....

Ja, Wind und Sonnenenergie sollen unabhängig vom Strompreis einspeisen, weil jeder Strompreis größer Null ihnen Gewinn bringt. Für BHK gilt das nicht.

Wie wäre es, wenn du Christophs Argumentation erst mal nachvollziehst, bevor du sie kritisierst?

Wind- und Solarenergieanlagen tun das, ja.

Na ja, wenn man CO2-Emission von Kohlekraftwerken genauso besteuern würde, wie CO2-Emission von privaten Ölheizungen, dann sähe die Sache schon mal etwas anders aus.
Dazu kommt dann immer gerne das Argument, dass Großkraftwerke den Strom ja unglaublich billig erzeugen,..... was aber - wie schon gesagt - egal ist. Für den Endkunden zählt der Endkundenpreis. Und der beträgt nun mal um die 20¢/kWh.
CU Rollo
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wrote:

Die genutzte Primärenergie ist wohl mit Ausnahme weniger Zeiten immer billiger als der Strom den der BHKW-Betreiber selbst verbraucht. Denn es fallen ja so Dinge wie Netzkosten und Steuern weg. Wenn ich also für die kWh Gas/Öl 6 ct bezahle, und damit Strom den ich sonst für 20 ct/kWh aus dem Netz einkaufe, ersetzen kann, interessiert es herzlich wenig ob ich die Abwärme wegkühle oder nutze. Die Nutzung der Wärme ist nur ein Alibi. Natürlich wird keiner einfach eine riesen Kühler hinsetzen, das ist ja auch nicht erlaubt. Es wird einfach die Kühltürmeigenschaft dadurch getarnt, dass man z.B. das Gebäude wenig isoliert, sich zusätzliche Wärmeverbraucher ausdenkt wie Heizung des Wintergartens, Garage und der Garagenauffahrt im Winter. Für den Sommer wird die Wärme in Kühlanlagen gesteckt, die ein Gebäude dann durchgehend kühlen, usw.
Wie schon geschrieben geht es nur um den Profit des Betreibers. Er muss seine Anlage wirklich durchgehend laufen lassen damit der entweder seinen Eigenverbrauch ersetzt oder ihn für Geld ins Netz einspeisen kann.

... und BHKWs deren Abwärme für die Heizung verwendet wird.

Für BHKWs gilt es dann wenn die Vergütung über den Grenzkosten liegt. Diese Vergütung wird beim Ersatz des Eigenverbrauches in der Regel immer über der Vergütung liegen, und bei Netzeinspeisung relativ häufig.

Wir haben sie schon zig-mal nach vollzogen, und eben die diskutierten Knackpunkte gefunden. Es geht um den maximalen Profit des Betreibers und nicht um Umweltschutz. Der Umweltschutz ist nur eine Tarnung. Und Christoph enttarnt sich regelmäßig wenn er schreibt, dass man die BHKWs auch laufen lassen soll wenn kein Wärmebedarf vorhanden ist und bei Gebäuden möglichst auf die Wärmedämmung verzichten soll.

Die CO2-Emissionen werden über den Strompreis entspechend besteuert.

Du hast es jetzt erkannt. Wer also auhc heute schon seinen Eigenbedarf mit einem BHKW zu Kosten unter 20 ct/kWh decken kann, dem ist es völlig egal was mit der Umwelt und der Wärme passiert. Der kann einfach einen billigen Dieselstromerzeuger ohne jegliche Abgasreinigung nehmen und seinen eigenen Strom erzeugen. Betrieben wird er ganz legal mit nahezu unbesteuertem Heizöl. Und mit Astrohs kann er dann den Stromerzeuger nahezu durchgehend laufen lassen und den Reststrom auch noch ohne sinnvolle Wärmenutzung ins Netz einspeisen, solange die Grenzkosten niedriger sind als die Vergütung.
Aus meiner Sicht wird Astrohs nur dann zu einem Instrument für eine ökologische Stromversorgung wenn klare ökologische Rahmenbedingungen für die Stromerzeuger gesetzt werden. Dazu zählt dann auch, dass ein Klein-BHKW in Wohngebäuden nur betrieben werden darf wenn einmal das Gebäude selbst einem bestimmten Wärmedämmstandard entspricht, und jede Art von Wärmenutzung genehmigt werden muss und überwacht wird. Z.B. muss verhindert werden, dass die Wärme einfach dadurch weggekühlt wird, dass jemand die Heizung aufgedreht und die Wärme dann weggelüftet, nur um eine Stromeinnahme zu generieren. Und natürlich müssen die Klein-BHKWs den schärfsten Abgasvorschriften genügen.
Selbst wenn man dann annimmt, dass Astrohs funktioniert, wird es wahrscheinlich nur eine verschwindend geringe Zahl von Klein-BHKWs geben, weil der rein wärmegeführte Betrieb zuwenig Stromerlöse abwirft.
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Moin,
Emil Naepflein wrote:

Wenn ich in meinem BHK aus 1kWh Wärme 1kWh Strom erzeugen kann, bin ich sowieso reich, dann interessiert mich das alles nicht mehr. Dann verdiene ich an den Lizenz für das Perpetuum Mobile sowieso genug.

Reche einfach nach. Ein Klein-BHK wird Betriebskosten verursachen, die über den reinen Brennstroffpreis hinaus gehen. So ein Kraftwerk wird nur eine begrenzte Anzahl an Betriebsstunden halten. Der Schlaue wird es also nur dann einschalten, wenn es insgesamt dem meisten Profit pro Betriebsstunde bringt.

Wenn dem so wäre, dann hätte heute schon jeder seine eigene Energieversorgung im Haus. Wegen des Wirkungsgrades, den du übersehen hast, ist das aber nicht so.

Es würde mich jetzt sehr wundern, wenn Christoph geschrieben hätte, dass man auf Wärmedämmung verzichten sollte. Aber ich kann daraus gut entnehmen, in welchem Maße du seine Argumentation nachvollzogen hast, nämlich kaum bis garnicht. Es geht bei ASTROHS nicht darum, Klein-BHK zu Pflicht für Eigenheimbesitzer zu machen oder Kohlekraftwerke zu verbieten, das sind alles Nebenkriegsschauplätze an denen sich höchstens Kleingeister aufgei.... Es geht darum einem Mechanismus zu finden, bei dem die effizienteste Nutzung von fossilier und anderer Energie auch finanziell die wirtschaftlichste wird.

Falsch, das kannst sogar du einsehen. Wenn das so ist, wird ein Kraftwerk mit um so weniger Steuern pro Tonne CO2 bestraft, je weniger Wirkungsgrad es hat. CO2-Emission indirekt über den Strom zu besteuern, ist also kein gutes Mittel, um bessere Wirkungsgrade zu erzwingen.

Und? Macht das jemand? Nein, weil es technisch nicht möglich ist. Ein Großkraftwerk wird da billiger arbeiten. Billiger, aber mit schlechterem Gesamtwirkungsgrad (weil die Abwärme weggeschmissen wird).

Mit Verlaub, das ist Stuss. Dank ASTROHS wird es in so einer Situation (in der schon billige Kleinkraftwerke Strom zu Marktpreisen erzeugen können) Großkraftwerke mit besserem Wirkungsgrad Strom noch billiger erzeugen können und dank SATROHS wird es sie dann auch geben und der Strompreis wird so weit fallen, bis es sich nicht mehr lohnt, diese Kleinkraftwerke nur zur Stromerzeugung laufen zu lassen. Man wird sie nur laufen lassen, wenn man die Abwärme auch nutzen kann. Und natürlich wird man als Eigenheimbesitzer noch besser dastehen, wenn man zusätzlich sein Haus gut isoliert. Dagegen hat das ASTROHS-Konzept nichts einzuwenden.

Sicher wird es nicht all zu viele solche Kleinkraftwerke geben. Es werden auch noch diverse andere Kraftwerkstypen am Netz hängen, Solarstrom, Wind, Wasser, Biogas,.... Die Idee ist ja, dass jeder Kraftwerkstyp genau dann läuft, wenn er am effktivsten läuft. Und ebenso sich ein Kraftwerksmix von ganz alleine einstellt (aufgrund wirtschaftlicher Optimierung), der die Gesamteffektivität optimiert.
CU Rollo
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wrote:

Dann wundere Dich mal und nutze die Suchfunktion. Ich gerade regelmäßig mit Ihm wegen dieser seienr Aussagen aneinander. Der Punkt ist nämlich, dass bei einem gut gedämmten Gebäude einfach kein Klein-BHKW mehr nötig. Damit bricht seine gesamte Argumentation zusammen. Deswegen argumentiert er gegen die Wärmedämmung. Dies teilweise auch mit dem abwegigen Argument, dass die Wärmedämmung ja kein Geld einbringt, sondern nur Geld kostet. Und im Gegensatz dazu das Klein-BHKW Einnahmen generiert. Er vergisst regelmäßig dabei dass das Klein-BHKW auch was kostet.

Du bestätigst gerade was ich geschrieben habe. Es geht um die wirtschaftliche Effizienz und nicht um die ökologische.

Es ist kein wirkungsvolles Mittel ja, aber die Besteuerung ist heute da, und darum ging es.

Natürlich macht das heute schon jemand. Sonst würden viele der heute im Betrieb befindlichen Klein-BHKWs gar nicht wirtschatlich betrieben werden können.
Aber das Ziel von Christoph ist ja mit dem Masseneinsatz von Klein-BHKWs wirtschaftlich Strom zu erzeugen, und zwar über Astrohs mit entsprechend hohen Strompreisen. Und wenn das Modell so funktioniert dann wird es genau so sein wie ich geschrieben habe, Für die Netzeinspeisung arbeitet das Klein-BHKW mit Grenzkosten, und für den Eigenverbrauch an Strom wird die Wärme weggeworfen weil sich der eigene Strom dann besser lohnt.

Wenn das so ist dann können sie im Somemr nicht oder nur wenig betrieben werden.

Astrohs nicht, aber für den Hausbesitzer lohnt sich die Investition in ein Klein-BHKW nicht mehr. Es kommen einfach zu wenige Betriebsstunden zustande. Genau das gleich Problem haben wir doch heute auch schon. Und Astrohs wird daran nichts verändern.

Das führt aber dazu dass wie heute zu geringe Stückzahlen produziert werden. Christoph verknüpft Astrohs immer mit den Klein-BHKWs.

Wenn er am *wirtschaftlich* effektivsten läuft.

Aber dies ist nicht notwendigerweise ökologisch effizient. Und von Christoph mit Astrohs verknüpften Klein-BHKWs sind zumindest für den Masseineinsatz den er sich vorstellt weder wirtschaftlich noch ökologisch effizient.
Für was brauchen wir also sowas wie Astrohs und Klein-BHKWs?
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Emil Naepflein schrieb:

Die würde sich natürlich ganz vollautomatisch einstellen, wenn Primärenergie angemessen (z. B. nach CO2-Produktion) ökologisch besteuert würde, und zwar gleichmäßig, also ohne Ausnahmeregelungen z. B. für Kohlekraftwerke. Natürlich müßten dann so schwachsinnige Deckelungen wie die CO2-Zertifikate, die nicht zu Einsparungen führen können, weil unausgenutzte Zertifikate durch deren Verkauf die Verschmutzungskosten senken, angepaßt werden.
So sinnvoll das Zertifikatmodell in Hinsicht auf die Allokationsoptimierung ist, beim Sparanreiz versagt es: Wer Zertifikate nicht nutzt, ist angeschmiert: Durch den Verkauf senkt er den Marktpreis, verliert dadurch Kapital und verbilligt den anderen das Emittieren.

Können sie denn?
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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On Sun, 20 Dec 2009 11:29:37 +0100, "Ralf . K u s m i e r z"

Ich denke schon. Da wo tatsächlich der Wärmebedarf vorhanden ist, und deshalb entsprechend viele Betriebsstunden zusammenkommen, kann es sich unter den heutigen Subventionsbedingungen schon lohnen. Aber ohne Befreiung von der Energiesteuer und BHKW-Förderung wird die Luft schon sehr dünn.
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Moin,
Emil Naepflein wrote:

Wenn für einen Eigenheimbesitzer eine gute Wärmedämmung günstiger ist, dann wird ASTROHS kaum was dagegen haben. Das ist einfach ein anderes Thema.
Eigentlich kamen die BHK ja eher darüber in die Diskussion herein, dass es hieß, dass der zunehmende Einsatz von Wind- und Solarenergie einen zunehmenden Bedarf an Regelleistung erfordern würde. Genau diese können Klein-BHK sehr gut liefern. Es war IMO nie davon die Rede, dass BHK alleine die Stromversorgung übernehmen sollen, ja vielleicht noch nicht mal den Großteil der Stromversorgung (gibt ja noch bessere Energieformen die regenerativ sind). Eben nur einen so großen Anteil, wie er wirtschaftlich und ökologisch momentan sinnvoll ist.

Wenn es sich so ergeben sollte, dass man Strom nur mit gewissen thermischen Verlusten erzeugen kann und muss, dann ist es tatsächlich egal, ob man diese Abwärme zum Kühlturm oder zum Fenster hinaus lässt. Und in der Tat kostet Wärmedämmung Geld und Recourcen und CO2-Emission.
Zu einem ökologischen System wird das allerdings erst, wenn man - was Christoph eher nicht erwähnt oder bedenkt - wenn man die Emission von CO2 zum Hauptkostenfaktor bei der Energieproduktion macht. Da sind Steuern nötig.
CU Rollo
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wrote:

Das sage ich schon lange, aber Christoph verknüpft Klein-BHKWs untrennbar mit Astrohs.

Das Problem ist nur, dass der eletr. Wirkungsgrad der Klein-BHKWs erbärmlich gering ist gegenüber einem modernen Großkraftwerk. Man kann mit weniger Primärenergie genauso viel erreichen.

Dies ist der Unterschied zwischen dem kurzfristigen Denken mit dem BHKWs und dem langfristigen Denke mit Energieeinsparung. BHKWs mögen zwar vordergründig erstmal günstiger erscheinen, als die Investtion in Energieeinsparung. Aber langfristig über 50+ Jahre, die eine Wärmedämmung problemlos hält, sieht die Rechnung ganz anders aus.

Dann hätten Klein-BHKWs noch eine geringere Chance, da der Primärenergieverbrauch gegenüber modernen Großkraftwerken in Kombination mit Energieeinsparung und/oder Wärmepumpen einfach höher ist. Es wird dann zwar gerne damit argumentiert, dass man die BHKWs durch Einsatz von Biokraftstoffen auch CO2-frei machen kann. Aber das kann man genauso gut mit Großkraftwerken und/oder lokalen größeren Biomassekraftwerken mit Nahwärmeversorgung. Und auch zählt wie bei den fossilen Brennstoffen, dass wir es uns nicht leisten können diesen dadurch zu verschwenden dass man in Klein-BHKWs mit 10-20 % Wirkungsgrad Strom erzeugen.
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Emil Naepflein schrieb:

Braucht nicht eigens verknüpft zu werden, weil sich das zwanglos von selbst ergibt. Wer die Verknüpfung haben will, kann sie haben. Wer sie nicht haben will, eben nicht.

Liegt vor allem am Tarifsystem. Nicht an den technischen Möglichkeiten. Das meiste Geld spart man sich, wenn man nur seinen Eigenbedarf deckt. Dafür reicht ein schlechter Wirkungsgrad.

Dann sollte vor allem mal das Tarifsystem in Angriff genommen werden. Jetzt wird die Wärme wegen des Tarifsystem doch gleich doppelt produziert (wg. des ELEKTRISCHEN Wirkungsgrades?!?!) und man kommt an die Abwärme der Mobilität auch nicht ran. Da geht es fast um 2/3 unseres kompletten Primärenergiebedarfs, die da aus politisch-strukturellen Gründen einfach mal so verheizt werden, als ob das die selbstverständlichste Sache der Welt wäre. Anstatt sich mal dieses gigantischen Postens anzunehmen, soll hier nur über den elektrischen Wirkungsgrad der Stromerzeuger diskutiert werden? So viel CO2, wie man damit einsparen kann, wird im Leben nicht diese 2/3 heranreichen. ERST mal sollten wir uns um die WICHTIGEN Dinge kümmern, um auch wirklich Effekt machen zu können.

NACHRECHNEN!
??? Wie soll das rein logistisch gehen?

Da funktioniert sowas.

Aber mit 5% Wirkungsgrad die Mobilität zu betreiben, lohnt sich?
--
Servus
Christoph Müller
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Moin,
Emil Naepflein wrote:

Wenn man im Kleinen die Abwärme nutzen kann, ist man vom ökologischen Wirkungsgrad her gesehen immer besser als das Großkraftwerk, welches die Abwärme nicht nutzt. Natürlich braucht man noch weniger Primärenergie, wenn man den Wärmebedarf reduziert. Dagegen wird ASTROHS aber nichts machen.

Mag sein. Und weil es in 50 Jahren sowieso Strom aus Fusionskraftwerken geben wird, können wir bis dahin ja die alten Kohlemeiler weiter qualmen lassen. Oder?
IMO wird im Bereich von Industrie und Handel ähnlich viel Energie für Heizung verbraucht, wie in privaten Haushalten. Und dort ist Nullenergie schwerer realisierbar.

Unter der Maßgabe, dass die Abwärme im einen Fall genutzt wird (und wenn es sie nicht gäbe, anders erzeugt werden müsste) und im anderen Fall nicht?
CU Rollo
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Roland Damm schrieb:

Der "Einfamilienhusler" will heizen. Stromproduktion wre ein Zubrot. Ein Grokraftwerk ist primr fr die Stromproduktion ausgelegt. Wenn man die Abwrme noch fr einen sinnvollen Zweck nutzen kann, um so besser.


In den 1970ern wurde prophezeit, Atomstrom werde so billig sein, das Zhler sich nicht lohnen wrden. Glaubte man den jeweiligen Apologeten, wrden wir bereits mit Fusionsstrom berschwemmt werden.
Das zu Prophezeihungen...
-- mfg hdw
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wrote:

Was hat Astrohs mit den Kohlemeilern zu tun?
Die Kohlemeiler werden genauso weiter produzieren wie bisher.

Das geht wenn man will: http://www.energybase.at /
Gerade in gewerblichen Gebäuden fällt sehr viel Abwärme aus den betriebenen Anlagen an. Man muss sie nur zur Heizung nutzen.
Wir haben hier z.B. einen Rechnerraum der mit seinen vielen Servern auch im Winter mit Klimaanlagen gekühlt werden muss. Die Wärme könnte genauso gut zum Heizen des Büros genutzt werden. Da das hier nicht geht, blieb mir zur Senkung der Kühlkosten nichts anderes übrig als eine zurätzliche Lüftung einbauen zu lassen, die im Winter direkt die Außenluft nutzt. So konnte der Energieverbrauch zumindest halbiert werden. Die Kosten für die Lüftungsanlage amortisieren sich innerhalb eines Jahres.

Ja. Ich habe das Christoph schon mehrfach vorgerechnet: Klein-BHKW: 20 % elektr. Wirkungsgrad, 90 % Gesamtwirkungsgrad GUD-Kraftwerk: 50 % elektr. Wirkungsgrad Wärmepumpe: Jahresarbeitszahl 4
Klein-BHKW: 10 kWh Primärenergie = 2 KWh Strom + 7 KWh Wärme GUD+WP: 10 kWh Primärenergie = 2 KWh Strom + 12 KWh Wärme (3*4) = 3,25 KWh Strom + 7 KWh Wärme (1,75*4)
Dabei ist noch gar nicht eingerechnet dass man mit einem Passivhaus mehr als 90 % der Wärmeenergie einsparen könnte.
GuD+WP+PH: 10 KWh Primärenergie = 4,8 KWh Strom + 0,7 KWh Wärme
Das heisst mit diesem Konzept steht deutlich mehr Strom bei gleichem Primärenergieeinsatz zur Verfügung. Oder man kann erhebliche Mengen an Primärenergie bei gleichem Nutzen einsparen. Diese Primärenergie steht dann für andere Zwecke zur Verfügung wo sie nicht so einfach substituiert werden kann (z.B. beim Verkehr). Dies wirkt sich auch erheblich auf den CO2-Ausstoss aus.
Wenn man dann auch noch rechnet, dass wenn man mit einem Klein-BHKW die gleiche Versorgung im Sommer und im Winter wie beim GUD-Kraftwerk erreichen will, die Klein-BHKW im Sommer größtenteils ohne Wärmenutzung laufen lässt, dann sieht man schnell dass viele Klein-BHKWs, deren Hauptwäremesenke die Wohnraumbeheizung ist, ein Großkraftwerk nicht ersetzen können.
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Emil Naepflein schrieb:

Ich habe mich imemr gefragt, warum selbst bei Neubau Serverrume nicht auf den Nord-Ost-Seiten der Gebude eingerichtet werden/wurden. Vermutlich weil der Aufwand fr Khlung nicht hinreichend bei der Planung beachtet wird/wurde.

Groe Serverrume drften fr die bergangszeit ausreichend Wrme fr Bros liefern.
-- mfg hdw
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Moin,
Horst-D.Winzler wrote:

Tradition. Das katastrophale Wärmemanagement findest du auch schon, wenn du nur einfach einen Serverschrank aufmachst. Alle Geräte blasen ihre warme Abluft irgendwo hin und ein paar Lüfter blasen dann ein Gemisch aus warmer und kalter Luft wiederum irgendwohin (in den Raum).
Kühlanlagen für Serverräume sind IMO meist überflüssig, wenn man nur den Luftstrom einigermaßen vernünftig lenkt. Ist aber traditionell nicht üblich...
CU Rollo
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wrote:

Das geht bis zu einer gewissen Grenze von Leistung und Raumgröße. Wenn wir unsere klimaanlagen ausschalten ist in wenigen Minuten eine Raumtemperatur überall im Raum über 30° C. Da können dann einzelne Systeme schon mit Störungen anfangen.
Teste das einfach mal und Stelle einen Heizlüfter mit 2 kW in einen Raum mit wenigen qm Raumfläche. Die Temperatur wird schnell unerträglich.
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Moin,
Emil Naepflein wrote:

Gut, ich stelle fest, dass die Tradition sehr tief verankert ist. Ich kann problemlos einen Heizlüfter in den Raum stellen und laufen lassen, ohne das es warm wird. Ich muss die warme Luft vom Heizlüfter nur zum Fenster hinaus leiten:-)
Ebenso muss ich natürlich bei den Servern dafür sorgen, dass die Luft nicht irgendwie verquirlt wird, sondern die warme Abluft einfach sauber zum Schornstein hinaus geht (oder auch für Heizung weiterverwendet wird). Und schon bleibt es kalt im Serverraum. Probleme bekomme ich dann höchstens, wenn ich nirgendwo her mehr kalt genügende Zuluft bekomme, aber eine Tiefgarage bleibt IMO auch im Sommer bei einer Hizewelle noch einige Tage lange kalt.
CU Rollo
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