Windkraft - thermische Energiespeicher

Roland Damm schrieb:


Sauber auf den Punkt gebracht.

Woher kommt diese Sicherheit?

Genau so ist es gedacht. Nur, dass der Verkehr auch noch mit zum Szenario gehört, weshalb das GESAMTkonzept dann auch Astrail heißt.
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Servus
Christoph Müller
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On 12/21/2009 02:46 PM, Christoph Müller wrote:

Weil diese Kleinkraftwerke einen gigantischen Aufwand (gigantisch im Vergleich zu ihrer Leistung) erfordern. Das beginnt bei der Bereitstellung des Brennstoffes (Verfuegbarkeit, Preisentwicklung, Versorgungssicherheit ueber mehrjaehrigen Zeitraum), umfasst die Bereitstellung/Wartung der Netzstrukturen (Kommunikation, Strom), beinhaltet aber auch laufende Kosten wie Wartung, Instandhaltung, techn. Ueberpruefung, Abnahmen der Anlage und schliesst natuerlich die gesamte Steuerung (Abrechnung der Stromkosten ist da bloss der kleinste Teil) des Prozesses KWK ein...

Es gibt bessere Konzepte...
Regards Karsten
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Moin,
Karsten Roch wrote:

Weil die Entwicklung, selbst wenn man sie jetzt angeht, ein gegen unendliche Vorbehalte anlaufen muss. Parallel dazu wird die Wärmedämmung der Häuser immer besser. Und je besser ein Haus wärmegedämmt ist, desto weniger lohnt es sich, eine komplexe Heizung einzubauen. Häuser in 50 Jahren könnten dann wieder mit Kuhfladen geheizt werden, weil es billiger ist als mit einer teuren Anlage Strom zu erzeugen:-)

Hm? Rechne mal: 40e6 PKW in Deutschland a geschätzt 70kW im Mittel macht eine Gesamtleistung von 2.8 Millionen Terawatt (entschuldige die unzulässige Aneinanderreihung von Steigerungen). Nein, nicht dass ich der Meinung wäre, diese würden ständig laufen. Es zeigt nur, wie viel Aufwand die Menschen offensichtlich bereit sind zu treiben.

Ist bei Ölheizungen alles seit Jahren kein Problem.

TÜV, PKW-Werkstätten gibt es heute genauso, wie es Heizungsinstallationsfirmen gibt. Das sind alles längst gelöste Probleme.

Fragt sich, wofür. Natürlich gibt es bessere Konzepte für sparsamere Energieerzeugung. Aber ASTROHS will nach meinem Verständnis auch kein Konzept dafür sein, sparsam Energie zu erzeugen oder besonders umweltfreundlich zu sein, zumindest nicht primär. Es ist sozusagen ein Meta- Konzept für diese Ziele. ASTROHS könnte für eine Situation sorgen, in der sich wirtschaftliche Aspekte für den Betrieb von Heizungen oder die Erzeugung von Strom auch im Kleinen auswirken können. Also auf allen Ebenen der Stromerzeugung und des Verbrauchs. Es soll damit nur eine Chancengleichheit zwischen Großanlagen und Kleinanlagen hergestellt werden. Wenn dann für gewisse Zwecke Großanlagen immernoch die beste Lösung sind, ist das auch gut.
Beispiel BHK: Wenn diese nur dann laufen, wenn Wärme gebraucht wird, dann laufen sie meist im Winter. Im Winter würde bei ASTROHS also der Strompreis in den Keller sacken. Oder aber BHK könnten nur einen kleinen Anteil ander Stromproduktion decken. Andererseits würde ein im Winter billiger Strom Wärmepumpen attraktiver machen. Wärmepumpen und BHK würden sich also allein durch marktwirtschaftliche Mechanismen in ihrer Anzahl,Leistung angleichen, so dass der Strompreis wieder ausgeglichen ist.
Und du wirst ja wohl kaum sagen, dass BHK oder Wärmepumpen wenig umweltfreundliche Heizungsanlagen sind. Interessant wird die Sache, wenn man noch die ganzen anderen regenerativen Energieträger hinzu nimmt. Nach heutigem Stand müssen diese einzelnen Energieträger mühsam und mit vielen Hintertürchen durch Gesetze und Subventionen aufeinander abgestimmt werden. Bei ASTROHS könnte das der Markt alleine regeln. Viel weniger Arbeit für den Gesetzgeber und viel weniger Möglichketen zum Subventionsbetrug.
CU Rollo
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wrote:

In 2020 soll laut EU jedes neugebaute Haus ein Passivhaus sein, d.h. keine Energie von außen für die Beheizung mehr benötigen. Man braucht auch dann keine "Kufladen" mehr.

Das ist aber wirklich kein Beispiel für die Effizienz die wir anstreben müssen um den fossilen Energiebedarf zu senken.

Das ist wieder ein schlechtes Beispiel. Wir wollen doch davon weg viel Energie zu verbrauchen und viel dafür zu bezahlen.

Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.

Wenn Der Preis auf nahezu 0 im Winter sinken würde dann würde keiner EIn Klein-BHKW installieren, da es sich schlicht nicht lohnt. Und Du hast in Deinem Beispiel die ganzen vorhandenen Großkraftwerke vergessen. Deren Grenzkosten sind erstmal deutlich niedriger als der von Klein-BHKWs. Welcher Anreiz sollte also für jemanden bestehen überhaupt so ein Klein-BHKW zu installieren?

Astrohs kann absolut nichts zum weiteren Ausbau der regenerativen Energien beitragen. Der Ausbau würde einfach stoppen, da sich die Installation nicht mehr lohnt, genau wie mit den Klein-BHKWs.
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Emil Naepflein schrieb:

Schau' mal, was real passiert. Da wird nichts weiter probiert, als einen Treibstoff gegen einen anderen auszutauschen. Momentan ist Strom wieder mal groß in Mode. Bis man wieder mal merkt, dass das mit den Batterien vielleicht doch nicht toll ist, wie in regelmäßigen Abständen immer wieder laut hinausposaunt wird. Dann wird man wieder mit Bioethanol, Wasserstoff, Pflanzenöl und ähnlichem Zeug rumprobieren und endlose Diskussionen über die Konkurrenz von Lebensmittel und Energiepflanzen sowie den Hunger in der Welt führen und erst mal weiter mit fossilen Brennstoffen rummachen.
Als Alternative zu diesem Szenario schlage ich das Astrail-Konzept vor. Dann muss man für die Mobilität nur noch rund 5% gegenüber heute an Energie aufwänden, ohne irgendwelche Abstriche in Sachen Komfort oder Flexibilität machen zu müssen.
Jetzt erzähle mir mal, wie man die Mobilität einzig durch höhere Motorwirkungsgrade auf nur noch 5% des heutigen Energiedarfs drücken kann, wenn nicht mit dem Astrail-Konzept.

Den bisherigen Postings nach zu schließen scheint sich dein Energiesparen allerdings auf einen besseren Wirkungsgrad im Großkraftwerk, Wärmepumpen und bessere Gebäudedämmung zu beschränken.
Es reicht NICHT, nur an diesen Stellen jeweils noch mehr Technik einzusetzen und damit den Wirkungsgrad zu erhöhen. Wir müssen das gigantische regenerative Energieangebot endlich nutzbar machen! Dass das technisch funktioniert, muss nicht noch tausend mal von neuem gezeigt werden. Das sollte eigentlich als bekannt vorausgesetzt werden können.
Was fehlt, ist ein WIRTSCHAFTLICHES Umfeld, in dem sich genau diese Energien in optimaler Weise beweisen können. Das ist mit dem aktuellen Tarifsystem im Strommarkt nahezu unmöglich. Nur deshalb arbeiten wir so viel mit fossilen und nuklearen Energieformen. Nicht, weil das regenerative Energieangebot nicht reichen würde. Das reicht nämlich dicke.

Ist nur eine unbegründete Behauptung.

Das auch.
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Servus
Christoph Müller
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On Tue, 22 Dec 2009 13:01:40 +0100, Christoph Müller

Das gigantische regenerative Energieangebot wird über das EEG wirksam nutzbar gemacht. Es gibt riesige Steigerungsraten beim Ausbau der PV und der Windkraft. Ohne EEG und mit Astrohs würde es diesen Ausbau schlicht nicht geben, da der Preis viel zu niedrig wäre.

Deshalb gibt es das EEG.

Ich habe nicht das Gegenteil behauptet. Ich behaupte aber, das Astrohs absolut nichts beim Erschließen der regenerativen Energiequellen wie, Wind, Wasser und Sonne hilft. Das EEG braucht man so oder so.
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Emil Naepflein schrieb:

Schön wär's. Damit wird vor allem ein ziemlich verkopftes Konstrukt mit wenig Bezug zu realen Notwendigkeiten und Möglichkeiten realisiert. Die Leitgröße dabei ist das Gesetz selbst und NICHT die Vermeidung von Schadensanreicherung in unserem Lebensraum. Wozu das führt, sieht man z.B. an der Förderung von Biogasanlagen, für die eigens Mais (oder andere Zeug) angepflanzt wird. Sowas ist realer Irrsinn in Perfektion und ausschließlich die Folge falsch verstandenen Umweltschutzes. Der gute Wille alleine reicht halt nicht.
Wir brauchen keine weiteren solchen Kopfgeburten, sondern Systeme, die aus EIGENER Kraft in die richtige Richtung laufen! Das Astrail-Konzept sollte systemimmanent dafür sorgen, dass man aus schnödem Eigenintesse heraus in die richtige Richtung läuft.

Wobei speziell die PV äußerst empfindlich von der Subventionspolitik abhängig ist. Wäre es nach mir gegangen, hätte man erst mal mit Mini-BHKWs angefangen. Dann wäre im gleichen Zeitraum sehr viel mehr CO2 eingespart worden als mit PV und gleichzeitig wäre so viel Geld übrig geblieben, dass man sich auch die Entwicklung von PV leichter hätte leisten können. Diese verlorenen Milliarden verheizen jetzt halt die Großen Vier und bringen bzw. zwingen uns damit jede Menge CO2-Belastung auf. Die thermische Stromproduktion MUSS man immer zusammen mit der Gebäudeheizung im gleichen Atemzug sehen, weil beide stationär betrieben werden.

Sorry, aber mit unbegründeten Behauptungen kommt man nicht weit. Wieso sollte der Preis denn zu niedrig sein? Das Interessante an ASTROHS ist doch, dass das Strompreisniveau plötzlich kaum noch eine Rolle spielt. Je nach dem, was der Strom grade kostet, bezieht man ihn oder produziert selber welchen.

Das allerdings nur sehr schlecht funktioniert. OK, besser als garnichts ist es schon.

Wie es funktioniert, habe ich dir nun schon ziemlich oft erklärt. Kaufanreiz -> Marktsättigung -> Spezialisierungsdruck -> regenerative Energien auf breitester Front. Marktmechanismen sind anscheinend nicht so leicht zu verstehen, wie ich es gerne hätte.
--
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Christoph Müller
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On Wed, 23 Dec 2009 08:21:48 +0100, Christoph Müller

Aber regenerative Anlagen und auch BHKWs können heute den Strom noch nicht zu Marktpreisen erzeugen. Also bleibt es beim Bezog des in Großkraftwerken billig produzierten Stromes. Letztlich würde Astrohs nur die Strombörse EEX ersetzen und die großen Stromerzeuger wären weitgehend unter sich.

Es funktioniert weit besser als Astrohs.

Du musst diese Marktmechanismen erstmal selbst verstehen.
Wie kann Strom der heute mit einem BHKW zu Preisen von 20 ct/kWh mit Astrohs eingespeist werden wenn der Marktpreis bei Großkraftwerken nur 5-6 ct/kWh beträgt?
Selbst Windkraftwerke die heute bei durchschnittlichen Kosten von über 6 ct/kWh einspeisen können würden gar nicht gebaut werden.
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Emil Naepflein schrieb:

Für 20 ct/kWh geht das doch. Die Lion ist genau darauf hin optimiert, möglichst nur den Eigenbedarf zu decken. Deshalb hat das teil nur 11% Wirkungsgrad und ist entsprechend preisgünstig herzustellen. Warum sollte man denn teurere Technik zum Einsatz bringen, wenn einem zwar der Strom für 20 ct/kWh verkauft wird, man selbst aber nur 6 ct/kWh dafür bekommt? Derart große Handelsspannen sind einfach nicht interessant. Ein solcher Markt wird nicht funktionieren und er funktioniert auch schon jetzt nicht, wie du ja selbst immer wieder bemerkst. 20/6 macht 333%!!!

Wie du im obigen Absatz möglicherweise erkennen kannst, hängt das massivst vom Abrechnungsmodell ab.

Warum probiert's dann keiner? Wäre doch mal ein prima Werbegag.

Wie kannst du das denn wissen, wenn du es noch gar nicht probiert hast? Du kannst bestenfalls vermuten. Und Vermutungen sollten untermauert werden, wenn man wissen will, ob sie stimmen könnten oder nicht. Das fehlt hier.

Haushalte beziehen 230 bzw. 400 Volt. Wo kriegt man in dieser Spannungsebene den Strom für 5-6 ct/kWh? Deine Preise gelten ab Werkszaun. Dort kann kein normaler Mensch sinnvoll einkaufen.

Sie speisen aufgrund ihrer hohen Leistung in die gleiche Spannungsebene wie große Kraftwerke ein.
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Christoph Müller
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On Thu, 24 Dec 2009 15:06:42 +0100, Christoph Müller

Weil es die heutigen Erzeuger, wie die Monopolisten und die EEG-Einspeiser nciht brauchen.

Nun das EEG existiert, Astrohs nicht.

Sie speisen in der Regel in Mittelspannungsnetze ein.
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On 23 Dec 2009 07:59:00 +0100, snipped-for-privacy@Hullen.de (Helmut Hullen) wrote:

Bezogen auf die installierte Kapazität und in Folge auch auf die erzeugte Strommenge. Wind hat schon einen signifikanten Anteil an der Gesamterzeugung erreicht, und PV liegt jetzt bei mehr als 1 % der Stromerzeugung. Bei jährlichen Steigerungsraten von 30-40 % wie bisher, kann man leicht ausrechnen wo der Wert in 10 Jahren auch in absoluten Zahlen sein kann.
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Karsten Roch schrieb:

Was man halt als "gigantisch" auffassen will. Ist die Versorgung mit Handys auch ein "gigantischer Aufwand"?

das gängige Standarproblem für Heizung seit Jahrtausenden. Ist also nichts Neues.

ist auch schon längst in Betrieb.

Wird lediglich um ein paar Punkte gegenüber stinknormaler Heizung erweitert.
Wo du da einen "gigantischen Mehraufwand" erkennen kannst, ist mir ein Rätsel.

Welche? WAS ist daran besser? Welche Messlatte verwendest du?
--
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On 12/22/2009 12:40 PM, Christoph Müller wrote:

Ja, der Aufbau eines flaechendeckendes Netzes und dessen kontinuierlicher Betrieb/Ausbau kosten wirklich sehr viel Geld. Deswegen gibt es im Mobilfunkmarkt (aehnlich wie im Strommarkt) nur einige sehr grosse Spieler, die diesen Aufwand stemmen koennen.

Dann sollte man da vielleicht gleich mal ansetzen und die Heizungen ueberfluessig machen, damit haette man ein jahrtausende altes Problem geloest. (Das laesst sich aber mittels Waermedaemmung einfacher und individueller loesen, dann brauch ich allerdings kein BHKW mehr).

Ja, allerdings in zentralisierter Form. Passt halt nicht zu den Anforderungen der dezentralen Erzeugung. Und was der Umbau dieser Netze kosten wuerde, moechte ich mir nicht ausmalen. Wirklich nicht.

Die "paar Punkte" machen sich ganz deutlich bemerkbar, wenn du jaehrlich ein paar Hundert Euro mehr an Messgebuehr, Pruefgebuehr, Zaehlergebuehr... fuer Versorger, Schornsteinfeger, Heizungsbauer und Techn. Abnahme auf den Tisch legen darfst.

Ein zentrales System mal ebenso in ein dezentrales System umzustellen ist mit sehr hohen Aufwand verbunden. Schau dir mal einen PKW an, ein zentraler Motor, eine zentrale Steuerung. Nun stell den PKW um auf dezentralen Antrieb an jedem Rad. Und dann schau dir den Aufwand in Sachen Regeln, Steuern, Kommunikation an, den du dafuer betreiben musst, um weiterhin vorwaerts zu kommen. Das ist aber nur ein Bruchteil der Schwierigkeit, die du bei einem unbegrenzten System (und das sind Stromnetze nun mal) haben wirst.
Cordialement Karsten
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Karsten Roch schrieb:

Wie lange hat es gedauert, bis dieser Aufwand realisiert war? Hier wird schließlich so getan, als ob "gigantischer Aufwand" mit "Nichtrealisierbarkeit" identisch wäre. Ich kann mich erinnern, dass die Marktsättigung mit Handys verdammt schnell erreicht wurde. Der Spruch "gebt mir ein Hand. Ich bin wichtig." wird heute kaum noch verstanden, weil er gar nicht die Zeit hatte, sich zu etablieren. Als Massenprodukt entwickelte sich das Handy nämlich nicht zum teuren Prestigeobjekt, sondern eher zu einer Art Fußfessel. Wer wirklich wichtig ist, kann es sich leisten, sein Handy einfach auszuschalten, während der kleine Angestellte dafür eher mit einem Rüffel zu rechnen hat.

Und Strom auch nicht?

Wenn du die örtlichen Handwerker und Stadtwerke als zentralisiert auffassen willst...

Was müsste denn überhaupt alles umgebaut werden?

Wie sollten denn derartige Summen überhaupt begründet werden können?

Wer schreibt denn davon, dass das alles umgestellt werden müsste? Es geht einfach um ein zusätzliches Angebot, das erlaubt werden muss.

Genau das ist in Sachen E-Auto absolut nichts Neues, sondern könnte ohne weiteres Standard werden. Schaltgetriebe, Verteilgetriebe, Kardanwellen usw. kosten nämlich auch ordentlich Geld und sie lassen sich wesentlich schlechter den konkreten Situationen anpassen als elektronische Regelungen und Steuerungen.
Nach deiner Auffassung müsste man ja tatsächlich noch mit Transmissionsriemen arbeiten, womit dann die 6 Schlösser (4 Türen, Heckklappe und Tankdeckel), der Scheibenwischer vorne und hinten, die Sitzverstellung (X-Postion, Rückenlehne und Sitzhöhe), zwei Seitenspiegel mit jeweils zwei Achsen, 4 Fensterheber, Drosselklappe, Benzinpumpe usw. angetrieben werden.
Es ist TATSÄCHLICH BILLIGER, da jeweils einen eigenen Antriebsmotor mitsamt Regelung zu spendieren, als alles zentral antreiben zu wollen. Selbst mit den beiden Scheibenwischern vorne werden oft schon für den linken und den rechten getrennte Motoren eingesetzt, die nur über ein elektronisches Getriebe miteinander verbunden sind. Mit Lageerkennung und allem Drum und Dran. Weil's BILLIGER ist als mords Hebelei!

Mir scheint, du bist nicht mehr so recht auf der Höhe der Zeit.
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Christoph Müller
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Emil Naepflein schrieb:

Richtig.
Was allerdings reine Vereinbarungssache und somit grundsätzlich verhandelbar ist. Hier spielt vor allem die Lobbypolitik eine ganz entscheidende Rolle.

Gehen wir mal von einem Wirkungsgrad von 33% aus. Dann werden aus 100 kWh Gas/Öl ca. 66 kWh Wärme und 33 kWh Strom. Über den Strom gewinnst du damit 6,60 €. Die Wärme ist 3,96 € wert. Hast dann also einen Gegenwert von 10,56 € produziert. Ohne Abwärmenutzung wärn's nur 6,60 €.

Wenn man mit Heizungen längst um halbe Prozentpunkte kämpft, kann ich mir nicht vorstellen, dass knapp 38% in der Kasse plötzlich vernachlässigt werden.

Dafür muss man anscheinend nur großspurig genug auftreten. Sowas hat doch jedes Kraftwerk! Da ist sowas die selbstverständlichste Sache der Welt. Da wird selbst im kältesten Winter ordentlich raus geheizt.

Man stellst sich einfach die Frage, was günstiger ist. Für etwa das gleiche Geld kann man seinen Heizkessel auf zwei Wegen verschrotten: Möglichkeit 1: Gebäudedämmung drauf, bis man nicht mehr heizen muss. Möglichkeit 2: Kraftwerk von der Grünen Wiese ins Haus holen.
Die Möglichkeit 2 dürfte mit Massenproduktion mit Abstand der billigste Weg werden. Denn da gibt es noch riesige (finanzielle) Einsparpotenziale, während sie mit Gebäudedämmung doch eher sehr begrenzt sind. Für Gebäudedämmung fängt der Aufwand schon mit der aufwändigen Planung an. Es reicht ja nicht, einfach nur einen LKW voller Dämmstoffe vor die Hütte zu fahren und in den Keller runter zu tragen und dort die "schlechte Dämmung" gegen die "gute Dämmung" auszutauschen. Möglichkeit 2 bietet aber genau diese Möglichkeit. Deshalb geht es dabei vor allem um möglichst automatisierte und damit preiswerte Fertigung der Anlagen. Weil diese Automaten allerdings sehr teuer sind, wird man in diese nur dann investieren, wenn der Absatz der produzierten Anlagen gesichert ist. Damit er gesichert ist, wäre ein automatisches bilaterales Stromhandelssystem eine ideale Voraussetzung.
Die fehlt jetzt wahrscheinlich noch die Möglichkeit 3: Wärmepumpe. Es sei angemerkt, dass Möglichkeit 2 die Wärmepumpe in keinster Weise behindern wird. Wer eine solche Anlage haben und betreiben will, kann dies tun. Ob's wirtschaftlich für ihn wird oder nicht, müssen die Leute in jedem Einzelfall natürlich selber prüfen (lassen).

Das ist eine Frage der persönlichen Wirtschaftlichkeit. Den Wärmepumpenbetreibern geht es nicht anders. Sie setzen halt andere - nämlich IHRE - Größen in ihre Berechnungen ein.

Vordergründig ja. Genau betrachtet ist aber genau DAS der Schlüssel hin zu massenhaft optimaler Energieverwertung bei gleichzeitiger Bevorzugung der jeweils saubersten gerade verfügbaren Energieformen. Damit stellt sich die Frage, was wie wichtig ist. Muss der Neid im Vordergrund stehen oder nicht doch besser der Vorteil für die Allgemeinheit? Der Neid sollte sich mit dem vorgeschlagenen System doch eigentlich schon deshalb in Grenzen halten, weil der Marktzugang derart niedrig sein wird, dass wohl so ziemlich jeder, der will, daran teilnehmen und Geld verdienen kann. Wozu muss man dann noch die Neidkarte spielen?

Das ist allerdings ein grandioser Irrtum. Mit dem gleichen Argument müsste man nämlich seine teure Wärmepumpe auch im Sommer die Hütte heizen lassen, wenn eh' schon alles schwitzt.
Eine der ganz wichtigen Dinge im Astrail-Konzept ist der MARKT. Märkte werden mit Produkten beliefert, die dort nachgefragt werden. Märkt sind etwas Menschengemachtes. Genauso, wie Kugelschreiber, Autos und Flugzeuge. Gäbe es z.B. keinen Markt für Kugelschreiber und wolltest trotzdem einen, dann müsstest du diesen erst mal aufwändig erforschen und entwickeln lassen. Da sind ein paar Millionen ruckzuck weg. Nun kannst du dich hinstellen und lamentieren, weil die Kugelschreiber mit ein paar Millionen pro Stück einfach unerschwinglich sind. Wer so ein teures Stück hat und damit Geld verdienen will, der wird natürlich für ordentlich Auslastung des edlen Teils sorgen müssen. Also so richtig mit Terminplanung, rund-um-die-Uhr-Betrieb an 7 Tagen pro Woche ohne Urlaub das ganze Jahr über mit eigener Logistik zum reibungslosen Nachfüllen der Tinte. Dieses Szenario wirkt für den Laien natürlich erst mal lächerlich. Kugelschreiber kennt man schließlich als billige Massenprodukte, die weggeworfen werden, wenn sie leer sind. Doch dass es so ist, wie es ist, hängt AUSSCHLIEßLICH mit der Fertigungstechnik zusammen! Nur deshalb sind diese Dinger so billig zu haben. Und das, obwohl da auch ziemlich exotische Werkstoffe wie z.B. Wolframkarbid mit aufwändiger Bearbeitung enthalten sein können.
Genau der gleiche Marktmechanismus ist zu erwarten, wenn es ein automatisches und bilaterales Stromhandelssystem für Jedermann gibt.
Dann werden die Vollbenutzungsstunden der Anlagen kein wesentliches Kriterium mehr sein. Einfach deshalb, weil sie dann zu Preisen zu haben sind, die das Nachdenken über Betriebszeit ähnlich unsinnig erscheinen lassen, wie heute für Kugelschreiber.

Was bringt dich auf die Idee, dass sich die beiden Themen grundsätzlich gegenseitig ausschließen müssen?
Der Gedanke ist doch eigentlich ganz einfach. Wenn jetzt im Kraftwerk im Schnitt 60% weggeworfen wird und man daheim deshalb diese weggeworfene Menge NOCHMAL verheizt, dann kostet das doch auch ordentlich Geld. Mit der Mobilität sind die Verhältnisse gar noch viel schlimmer.
Jetzt schlage ich ein System vor, das den sinnlosen Doppel- und Mehrfachverbrauch beendet. Das sollte doch eigentlich Geld sparen.
Wieso darf dieses gesparte Geld denn NICHT beim Kleinen Mann ankommen?

Wieso hältst du das nur für Tarnung?

Inwiefern enttarne ich mich denn? Wie die Sache funktioniert, lege ich doch ganz offen dar. Wovor sollte ich mich denn verstecken? Vor Leuten, die das ganze System nicht verstehen? Die kein Gespür für die Zeit haben und deshalb meinen, dass es doch das Gleiche wäre, wenn man die Abwärme ausnahmsweise mal 2 Stunden lang wegwirft oder ob man das 8700 Stunden im Jahr macht.

Damit genau dein hier beschriebenes Szenario NICHT passiert, braucht es einen Anreiz, die Sache BESSER zu machen. Nun versuche mal wirtschaftlich zu denken und stelle dir vor, es gäbe ASTROHS. Was würdest du konkret machen?

Sowas kann man als Add-On für übereifrige Politiker noch immer machen. Ich stehe allerdings auf dem Standpunkt, dass man erst mal bei den wirklich wichtigen Dingen anfangen sollte. Dazu gehört z.B. wie man die riesigen Abwärmemengen aus den Kühltürmen heraus in die Häuser bringt, ohne dafür teure Fernwärmeleitungen legen zu müssen. Denn damit könnte man aus ganz normalen Häusern (aus historische, die unter Denkmalschutz stehen), de facto ganz einfach Nullenergiehäuser machen. Man verschrottet den Heizkessel, den man deshalb auch nicht mehr zu versorgen braucht und holt sich stattdessen ein Stück Kraftwerk von der Grünen Wiese ins Haus. Das Gebäude selbst bleibt, wie es ist. Die nötige Stromleitung kann man vorhanden voraussetzen.

Ich bin kein Freund vom blinden Griff in die Kiste. Erst mal ABC-Analyse machen, mit den wichtigen Dingen anfangen und sich dann allmählich zu den unwichtigeren vorarbeiten. Gebäudedämmung läuft unter "B-Teile". Die Kühltürme der Kraftwerke abschaffen und die Mobilität genauso flexibel wie jetzt, allerdings mit nur noch 5% der heute nötigen Energie zu betreiben, läuft bei mir jedenfalls unter "A-Teile". DA muss man anfangen, weil man damit unter dem Strich die Abstand größten gewünschten Effekte erzielen kann.
Was in diesem Zusammenhang auch noch von besonderer Bedeutung ist, ist der Umstand, dass ein einzelnen Vorzeigeprojekt nur ein einzelnen Vorzeigeprojekt ist. Sollte es jemanden gelingen, ein Fahrzeug mit nur 0,1 Liter/100 km fahren zu lassen, dieses aber nicht massentauglich ist, dann wird es eben nur EIN solches Fahrzeug geben. Der Rest der Welt wird weitermachen wie bisher. Was ist dann unter dem Strich gewonnen? Das Projekt wird mit Sicherheit ganz weiter unter der Nachweisgrenze der Klimawirksamkeit sein!
Würde man die Autos nur 1% im Verbrauch reduzieren, so hätte dieser "lächerliche" Beitrag eine SEHR viel größere positive Wirkung als das Vorzeigeprojekt.
Aus diesem Grund ist es mir so wichtig, dass ALLE mitmachen. ALLE wird man nur dann ins Boot holen können, wenn sie auch was davon haben. Eben deshalb ist die Wirtschaftlichkeit auch so wichtig. Aber nicht die Wirtschaftlichkeit einiger weniger Marktführer, sondern die Wirtschaftlichkeit DES KLEINEN MANNES! Warum du diese so gerne schlecht darstellen willst, solltest du mal genauer erklären.

lass' uns die Kraftwerke abschalten und die motorisierte Mobilität einstellen, dann hast du genau das erreicht.

die Heizung betrifft in diesem Szenario nur rund 1/3 unseres Energiebedarfs.

Wieso sind dann allerdings Kraftwerke für dich in Ordnung, die gleich ganz große offene Fenster - nämlich Kühltürme - betreiben?

Diese hinter den Vorschriften liegende Absichten wird man mit ASTROHS auch ohne Vorschriften befolgen. Schlechte Abgaszusammensetzung bedeutet nämlich immer auch schlechte Verbrennung und damit schlechten Wirkungsgrad und damit auch weniger Geld in der eigenen Tasche. Da also noch eigens Vorschriften drauf packen zu wollen, ist dann so etwas wie "das gläserne Glas" oder "Eulen nach Athen tragen". Kann man natürlich machen... Ganz nach dem Motto "wenn's nicht hilft, dann schadet's wenigstens nicht.".

Man wird vor allem die längst vorhandenen Energiespeicher nutzen. Mauerwerk, Kühl- und Gefrierschränke, Spül- und Waschmaschinen, Warmwasserspeicher usw. In Betrieben wird man ggf. die Produktion etwas anpassen, so dass Wärme- und Strombedarf möglichst zusammenfallen. Gibt es sowas wie ASTROHS erst mal, wirst du dich wundern, wie viel Fantasie die Leute auf einmal entwickeln können.
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On 12/21/2009 02:38 PM, Christoph Müller wrote:

Ist machbar und keinesfalls eine schlechte Idee. Energie die man nicht braucht, muss man nicht erzeugen, verteilen oder bezahlen.

Und ein Mini-BHKW kauft man einfach so und stellt das in den Keller und verdient Geld damit? Keine langfristige Planung der Brennstoffversorgung erforderlich (Preisentwicklung, Verfuegbarkeit, Versorgungstraegersicherheit?) Kein Vorhalten von ausreichender Infrastruktur (Kommunikation, Stromnetz) erforderlich? Keine regelmaessige Wartung, Ueberpruefung, Abnahme erforderlich?

Waermedaemmung findet ueblicherweise oberhalb des Kellers statt...

Nein, du vergleichst deine Vorstellung von "Energie anders erzeugen" mit "Energie nicht verbrauchen".

Die These, das ein Stromhandelssystem die Produktion von Mini-BHKW foerdert, ist mehr als gewagt.

Im Sommer kann eine Waermepumpe auch zum Kuehlen genutzt werden, im Gegensatz zum BHKW kann die Waermepumpe auch "rueckwaerts" laufen.

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Karsten Roch schrieb:

Weiß ich. Damit kann man aber nicht autofahren und auch keinen Computer mit Strom versorgen.

Energieerzeugung überlasse ich gerne dem Lieben Gott. Wir kleine Menschlein müssen uns mit der EnergieUMWANDLUNG bzw. -nutzung bescheiden.

Klar. Aber wie gesagt - damit kann man weder autofahren noch seinen Computer laufen lassen.

Wenn erst das wirtschaftliche Umfeld stimmt, dann ja.

Kein Unterschied zu konventionellen Heizungen.

Ist schon da und damit kein Extra.

Wie mit der Heizung heute auch schon.

... und dann verliert das Haus seine Wärme über den Keller. Ich bin Thermograf und sehe das fast täglich... In Feststoffen, wie sie Kellerwände nun mal sind, steigt die Wärme nämlich NICHT nach oben, sondern breitet sich wie in einem Kühlblech entlang der festen Strukturen aus. Der Boden ist für Wärme ein sehr guter Abnehmer.

Welche Probleme hast du damit? Am Ende geht es doch nur darum, dass wir mit der Schadstoffanreicherung in unserer Umwelt endlich aufhören.

Behauptest du einfach anstatt mal darüber nachzudenken, welche wirtschaftlichen Kräfte damit los getreten werden und welche Wirkung sie haben werden.

Im GEGENSATZ? Wie kommst du denn darauf? Treibe einen Stirlingmotor an, dann heizt und kühlt dieser an unterschiedlichen Orten. Ist also eine Wärmepumpe. Wird z.B. in manchen Wärmebildkameras so gemacht. Damit wird in nur einer Stufe Luft verflüssigt (Siedepunkt Stickstoff -196°C).
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Christoph Müller
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On Mon, 21 Dec 2009 14:38:23 +0100, Christoph Müller

Du kannst also die Netzkosten verhandeln?
Du solltest Dich bei der Regulierungsbehörde melden. Nichtmal sie kann die Netzksoten wesentlich beeinflussen. Diese werden einfach von den Netzeigentümern festgesetzt.

Wenn man keine Bedarf für die Wärme hat dann ist diese Einnahme nur virtuell. Real sit allerdings die Einnahme aus dem Stromverkauf.

Eben, es geht nur um den Profit und nicht um die Umwelt.

Es wird keine Massenproduktion geben.

Wieso, bekommt man beim Betrieb der Wärmepumpe noch Geld?

Wirtschaftliches Denken reicht eben nicht, es gehört auch ökologisches Denken dazu.

Ein Haus mit einem eingebauten BHKW ist *kein* Nullenergiehaus. Es braucht Brennstoff für die Beheizung von außen. Wir sollten hier nicht die Begriffe vermischen und vor allem ein Konzept das langfristig die Energieverschwendung fördert nicht mit einem falschen Etikett versehen.

Damit hat man midestens für die Lebensdauer des BHKWs alle Investitionen in die Energieeffiziez blockiert. Dies ist am kurzfristigen Profit orientiert, udn ich kann mir durchaus vorstellen, dass manceh Wohnungsbaugesellschaften diesen Weg gehen.
Bevor man ein BHKW einbaut sollte man das Gebäude erstmal energetisch sanieren. Dies kappt die Wärmebedarfsspitzen in der kalten Jahreszeit. Man kann dann ein kleineres BHKW einbauen, das dann vielleicht auch nur 50 % des Spitzenbedarfes an Wärme deckt. Den Restbedarf deckt man mit einem Spitzenkessel, und das BHKW kann dann gleichmäßiger über das jahr laufen.

Gebäudedämmung und andere Energiesparmaßnahmen zählen zu den A-Maßnahmen, die Entscheidung darüber womit man den Restwärmebedarf deckt ist dan B.

Weil sie den Strom in diesem Fall mit weniger als dem halbem Primärenergieverbrauch erzeugen.

Das ist falsch. Hohe Verbrennungstemperaturen für hohen Wirkungsgrad bedeuten hohe Stickoxidemissionen.
Billiger Strom ist deshalb nicht unbedingt auch umweltfreundlicher Strom.
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Emil Naepflein schrieb:

Wenn ich von Lobbypolitik schreibe, dann meine ich auch Lobbypolitik.

Und dir geht es um technisches Spielzeug wie Gebäudedämmung, Wärmedämmung und GuD-Kraftwerke und nicht um die Umwelt.

Ist nur eine unbegründete Behauptung und somit nicht ernst zu nehmen.

Danach habe ich nicht gefragt. Ich wollte wissen, ob dir überhaupt klar ist, was Wirtschaftlichkeit überhaupt bedeutet. Sie ist - genauso wie dein oft und gern angeführter Wirkungsgrad! - das Verhältnis von Nutzen geteilt durch den dafür nötigen Aufwand.
Gute Wirtschaftlichkeit erkennt man - genauso wie den Wirkungsgrad - an einer möglichst großen Zahl.
Nun ist für dich aus für mich unerfindlichen Gründen Wirtschaftlichkeit irgendwie was ganz Schlechtes, das sich grundsätzlich gegen die Umwelt stellt.
Dann frage ich mich, was man denn da so als Nutzen einsetzen muss und was als Aufwand. Können das tatsächlich nur Euro und Cent sein, wie du mutmaßlich vermutest? Warum kaufen sich die einen Ferrari und wieso reicht anderen ein Fiat 500? Du meinst, dass das mit Wirtschaftlichkeit nichts zu tun hat? Womit denn sonst? Welchen Nutzen will ich haben und was bin ich bereit, dafür aufzuwänden? Das ist nichts weiter als Wirtschaftlichkeit. Für den Einen ist eben der Ferrari wirtschaftlich und für den Anderen der Fiat 500.
Mit dem Ökologischen Denken läuft es keinen Deut anders. Will ich ein umweltverträgliches Produkt und was bin ich bereit (in der Lage), dafür zu leisten?
Jetzt kommt der nächste Schritt: Ökologische Produkte hätten Viele gerne. Nur können/wollen sich die Meisten diese nicht leisten, weil der dafür nötige Aufwand dann doch als zu groß eingeschätzt wird. Folglich wäre es - zumindest auch meiner Sicht - sinnvoll, dafür zu sorgen, dass eben diese Produkte günstiger hergestellt werden. Damit sich dann möglichst Viele diese Produkte nicht nur leisten wollen, sondern auch können. Ein äußerst probates Mittel dafür wäre Massenproduktion. Doch um so eine Produktion hochzuziehen, sind erst mal Milliarden zu investieren, was man sicher nicht machen wird, so lange es für diese Produkte nicht einen wenigstens halbwegs sicheren Markt gibt. Also muss man erst mal diesen Markt auf machen. Das soll nach meiner Auffassung mit ASTROHS bzw. Astrail erfolgen.

Du enttäuscht mich nicht. Auf diesen Einwand habe ich jetzt gewartet und gehofft.
Wodurch zeichnet sich denn ein Nullenergiehaus aus und wieso sollte es angestrebt werden?

Nein! Denn der Heizkessel ist jetzt genauso verschrottet, wie bei einem "richtigen" Nullenergiehaus und muss folglich auch nicht mehr mit Energie versorgt werden. Lediglich ein Stück Kraftwerk wurde von der Grünen Wiese ins Haus geholt, wodurch seine Abwärme auch ohne teure Fernwärmeleitung nutzbar wird. Aber das Haus braucht wirklich keinen zu mit Energie zu versorgenden Heizkessel mehr.

Nullenergiehäuser fördern die Verschwendung aber doch noch mehr. Sie produzieren nämlich keinen Strom, was dann deshalb auf der Grünen Wiese gemacht wird. Mit Mindestens 40% Verlust, typisch sogar 60%.

Was ist denn "Energieeffizienz" für dich? Mir geht es um Zweierlei: 1. wirtschaftliche Nutzbarmachung und weiteste Verbreitung regenerativer Energien. 2. Beeinflussung der Energieströme derart, dass möglichst jede anfallende Abwärme einer sinnvollen Verwendung zugeführt wird.
Aus diesen beiden Punkten sollte ein sehr breit aufgestellter Energiemix mit massenhaft Kleinanlagen folgen. Wärmepumpen werden da im Übrigen auch gelegentlich mit dazu gehören. Sie werden allerdings kein Schwerpunkt sein.

Was dagegen? Wenn ja - WAS GENAU? Meinetwegen sollen die Leute auf den kurzfristigen Gewinn schauen. So lange sie damit keinen Schaden anrichten, soll's mir Recht sein. DAMIT sie keinen Schaden anrichten, müssen die Marktregeln stimmen. Eben deshalb schlage ich das Astrail-Konzept vor.

Damit die Wärme, die bei der Stromproduktion frei wird, auch ja durch den Kühlturm und NICHT durch das Gebäude verloren geht. Warum sollte das sinnvoll sein?
Ich schlage den umgekehrten Weg vor. Erst mal Heizkessel raus, Kraftwerk rein und mit dem gesparten Geld dann das Wohnklima verbessern. DAS läuft dann wahrscheinlich auch auf eine Wärmedämmung raus. Aber erst, wenn das Kraftwerk allmählich in die Jahre gekommen ist und ausgetauscht werden muss. Dann nämlich gegen ein etwas Kleineres wegen der besseren Dämmung.

Wen kümmern schon die Bedarfsspitzen, wenn man problemlos mit ihnen umgehen kann?

Warum sollte man das tun, wenn die Kiste kaum mehr als ein konventioneller Heizkessel kostet? Mit solchen Preisen ist mit Massenproduktion schließlich zu rechnen. Dass die heutigen Heizkessel so teuer sind, hängt einfach damit zusammen, dass sie sich schon sehr hart der Grenze des physikalisch überhaupt noch Denkbaren bewegen. Da kostet jedes zehntel Prozent mehr Wirkungsgrad schon einen ordentlichen Batzen Geld. Geht man nicht ganz so weit an die Grenzen, kann man deutlich billiger werden oder man kann den eingesparten Aufwand in andere Technik investieren. Z.B. in die Stromproduktion.

Deine hier vorgeschlagene Betriebsart wird man vermutlich nur in den Anfangszeiten realisieren, so lange die Einzelanlagen noch sündhaft wie jetzt sind. Wenn die Effekte der Massenproduktion greifen, wird man dieses Spielchen aufgeben.

Für Gebäudeheizung wird hierzulande rund 1/3 der Primärenergie aufgewändet. Mehr als 1/3 kann also selbst mit den allerbesten Wärmedämmmaßnahmen mit 100% Marktdurchdringung (die nie erreicht wird) unmöglich erreicht werden. Mit dem Astrail-Konzept wird man allerdings rund 50% Primärenergie einsparen und davon dann schätzungsweise 70% aus heimischen regenerativen Energien decken. Einfach deshalb, weil damit ganz massiv Synergieeffekte geweckt werden, die man aus wirtschaftlichen Gründen auch massenhaft (und damit auch wirklich gesamtwirksam) realisieren wird.

Was auch erst mal noch zu beweisen wäre. Es spricht aus physikalisch-technischer Sicht NICHTS dagegen, dass man auch kleine Anlagen im einstelligen kW-Bereich auf ordentlich Wirkungsgrad hin trimmen könnte. Dem Argument mit der kleineren spezifischen Oberfläche bei Großanlagen stehen die Argumente der möglichen exotischeren Werkstoffe, der höheren Werkstofffestigkeit (hervorgerufen alleine durch kleinere Strukturen!), der möglichen höheren Temperaturen, der besseren Temperaturwechselfestigkeit, der wesentlich höhere mögliche Druck usw. gegenüber. Alles eine Frage des Budgets, wie weit man den Wirkungsgrad dann tatsächlich in die Höhe treibt. Damit dieses Budget auch groß genug ausfällt, muss der Absatz der mit diesem Aufwand entwickelten Geräte halbwegs sicher sein. Dafür braucht man ASTROHS.

Die Bildung von Stickoxiden ist ein endothermer Vorgang, der unter hohem Druck stattfindet. Deshalb wird der Kat im Auto ja auch so heiß.
Mit kontinuierlicher druckloser Verbrennung, wie bei Stirlingmotoren üblich, wird der NOx-Anteil nicht sehr hoch werden. Wird er ja mit konventionellen Heizungen auch nicht.
Und sollten sich wider Erwarten doch Betriebsbedingungen die mit hohem Geldgewinn und Schadstoffen einher gehen - DANN wird man um Vorschriften tatsächlich nicht herum kommen. Das wäre z.B. dann der Fall, wenn man mit Dieselmotoren arbeitet und der Strompreis regelmäßig so hoch ist, dass man mit der Abwärme nichts mehr anfangen kann. So lange man mit der Abwärme noch was anfangen kann, wird man gerne in den Kat investieren, um eben diese im NOx gebundene Energie auch noch zu Nutzen in seiner Wirtschaftlichkeitsrechnung machen zu können.
--
Servus
Christoph Müller
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On Tue, 22 Dec 2009 14:44:11 +0100, Christoph Müller

Dann weise doch Deine Behauptung nach. Ich habe Dir schon x-mal vorgerechnet dass die aktuelle Kombination GUD-Kraftwerk/WP weniger Primärenergie für die gleiche Nutzenergie(Strom/Wärme) verbraucht als ein derzeit verfügbares Klein-BHKW.

Ich habe diese Behauptung schon vielfach begründet.

Du hast gefragt: "Was würdest du konkret machen?"
Die Antwort die Du selbst darafu gibst, passt nicht zu der Frage.

Für mich ist Wirtschaftlichkeit überhaupt nichts Schlechtes. Ich sehe nur keine Wirtschaftlichkeit beim Betrieb eines Klein-BHKWs in einem Wohngebäude. Wenn das anders wäre dann hätten wir statt den 40 Millionen konventionellen Heizungen überall Klein-BHKWs installiert.
Zudem kann Wirtschaftlichkeit nicht das alleinige Kriterium unseres Handelns sein. Es muss auch immer die Ökologie dabei sein.

Lies Dir bitte mal die Definitionen zu "Nullenergiehaus" durch: http://www.pab-nullenergiehaus.de / http://de.wikipedia.org/wiki/Nullenergiehaus
Wie kannst Du also darauf kommen dass ein Haus in dem ein BHKW installiert ist, ein Nullenergiehaus ist?
Die Energiebilanz sieht doch z.B. so aus: Import: 10.000 kWh Primärenergie als Brennstoff, 2.000 kWh Strom Export: 1.000 kWh Strom
Eingerechnet sind hier noch 1.000 kWh Strom im Eigenverbrauch.
Nach meiner Rechnung hat das Haus eine negative Bilanz von 11.000 kWh.
Ein richtiges Nullenergiehaus hat dagegen eine ausgeglichene Bilanz. Es erzeugt die in ihm verbrauchte Energie selbst aus den eigenen Resourcen. Dies kann es auf einfache Weise nur wenn es Solarenergie für Wärme und Strom nutzt.

Das Nullenergiehaus vermeidet die Erzeugung von Energie in anderen Kraftwerken zu 100 %. Es ist egal ob die nicht erzeugt kWh mit 0 oder 100 % Verlusten bereitgestellt wird.
Die nicht erzeugte Energie ist ökologisch immer besser als die Erzeugte.

Astrohs und Klein-BHKWs haben überhaupt keine Sonderstellung hinsichtlich der Nutzung von regenerativen Energie.

Dagegen ist nichts zu sagen. Nur ist es so, dass weder Astrohs noch der Einsatz von Klein-BHKWs an allen möglichen Stellen wo ein Wärmebedarf vorhanden ist, garantiert dass die Abwärme *sinnvoll* genutzt wird. Denn Bevor man sich die Frage stellt ob der Einsatz von Abwärme in einer bestimmten Situation sinnvoll ist, muss man sich vorher die Frage stellen, ist denn die Wärmenutzung in diesem Umfang in dieser Situation sinnvoll.

Das sehe ich eben nicht so: 1. Ich sehe, dass durch gesetzliche Vorgaben massiv der Wärmebedarf in den Bereichen in dem die Klein-BHKWs eingesetzt werden sollen, reduziert wird. 2. Ich sehe auch, dass die Klein-BHKWs derzeit überhaupt nicht zu Marktpreisen für Strom konkurieren können.
Aus beiden Punkten folgt für mich das nach Einführung von Astrohs der heutige subventionierte Markt für BHKWs zusammenbricht, und keinesfalls mit einer massenhaften Verbreitung von Klein-BHKWs zu rechnen ist.

Ich habe dagegen, dass man weitere 20 Jahre unnötig viel Primärenergie für die Beheizung von schlecht isolierten Gebäuden aufbringt. Während durch Energieeinsparung der Primärenergiebedarf auf 10-20 % reduzeirt werden könnte.

Den Schaden haben die Mieter. Diese müssen die immer höheren Energiekosten bezahlen.

Weil man insgesamt damit den Primärenergieverbrauch senkt.

Eben das ist der Punkt. Anstatt auf Energieeinsparung setzt Du erstaml auf Energieverschwendung. Und dies dann auch noch für einen langen Zeitraum.

Dir ging es doch um Wirtschaftlichkeit. Die Abdeckung von Bedarfspitzen kostet zusätzlich Geld. Entweder das monovalente Klein-BHKW muss auf die Bedarfspitze hin ausgelegt werden. Oder man braucht ein multivalentes System, das dann zusätzlich Geld kostet.

Die Kiste kostet eben mehr als ein konventioneller Heizkessel.

Es gibt keine Massenproduktion.

Und Klein-BHKWs bewegen sich nicht an der Grenze des physikalisch Denkbaren?

Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre ...

Du meintest doch oben, dass Klein-BHKWs soviel günstiger werden weil sie sich nicht an den physikalischen Grenzen bewegen. Jetzt also doch. Die Folge ist, dass sich der Abstand zu den Kosten einer konventionellen Heizung kaum verringern wird.

Der Stirling ist aber teuer und einen deutlich schlechteren Wirkugnsgrad als ein herkömmlicher Verbrennungsmotor.

Die Vorschriften sind schon da, oder werden noch zusätzlich kommen, wie z.B. jetzt bei den Pelletsheizungen. Durch die Zusatzkosten für die Abgasreinigung und regelmäßige Abgasprüfungen werden die Klein-BHKWs noch teuerer in der Anschaffung und im Unterhalt.
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