elektrische Energie erzeugen aus heißem Wasse r?

Hallo Leute,
das Thema klingt ein wenig banal, aber ich muss zuerst ein wenig ausholen: Ich sehe durchaus die Möglichkeit, mit thermischen
Solaranlagen auch hierzulande einen großen Teil der in den Haushalten benötigten Energie gewinnen könnte. Man müsste "nur" genügend große Speicher kostengünstig herstellen, und dort die überschüssige Wärmeenrgei im Sommer speichern und in den Winter retten. Wird ja bereits vielfach so umgesetzt. Nun stellt sich die Frage, ob es irgendwie möglich ist, mit dem erzeugten Heißwasser auch elektrische Energie zu gewinnen. Dabei ist natürlich der Wirkungsgrad der Umwandlung der entscheidende Punkt. Mir ist schon klar, dass dafür in allen Großkraftwerken der Welt Dampfmaschinen verwendet werden. Doch die Frage ist, wie man aus heißem Wasser < 100° Dampf erzeugen kann (Wärmepumpe)? Wäre die Umwandlung in elektrische Energie einfach möglich, dann könnte man zumindest vorläufig die überschüssige Energie (wenn alle thermischen Speicher im Sommer voll sind) in elektrische Energie umwandeln. Das macht natürlich nur Sinn, so lange das nicht zu viele tun, denn dann gäbe es ein Überangebot an elektrischer Energie im Sommer.
Zweite Frage zum Thema Speicherung von Wärmeenergie: wäre es sinnvoll, nicht einen großen Wärmespeicher zu laden, sondern nacheinander mehrere kleine, und diese dann im Winter nacheinander zu leeren? Gibt es außer Wasser andere preiswerte Speicher mit hoher Wärmekapazität?
Und drittens: wäre es (zumindest theoretisch) sinnvoll, z.B. in Neubaugebieten mehrere Häuser an eine gemeinschaftliche Wärmesolaranlage anszubinden, d.h. jedes Haus hat Kollektoren auf dem Dach, das aufgeheizte Medium von mehreren Häusern wird dann zentral verarbeitet bzw. die erzeugte Wärme gespeichert. Evtl. wäre hier der Wirkungsgrad durch die größeren Anlagen besser?
Meine Ideen klingen vielleicht ein wenig unausgegoren, aber ich möchte einfach mal vorfühlen, welche Möglichkeiten es gibt.
Ansonsten bleibt noch: warten auf den Fusionsreaktor. Irgendwann muss das doch mal funktionieren...
ciao
Marcus
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Marcus Woletz schrieb:

Selbstverständlich geht das, aber nur dann, wenn Geld keine Rolle spielt.

Mit genug Geld kein Problem. Wenn es wirtschaftlich sinnvoll sein soll unrealistisch.

Dampfmaschinen wohl kaum, heutzutage nimmt man Dampfturbinen, oder eine Kombination aus Gas- und Dampfturbine.

Oder ein Medium, dass bei Temperaturen <100° zu Dampf wird. Technisch durchaus machbar, aber nicht sinnvoll.
Wenn es letztenendes um die Erzeugung von Strom geht, ist die technisch sinnvollste Lösung wohl die Photovoltaik. Wobei die Annahme, man könnte damit irgendwann einmal wirtschaftlich sinnvoll Energie erzeugen unrealistisch ist.

Du willst damit offenbar die Temperatur länger auf einem hohen Niveau halten, quasi immer frisches heißes Wasser haben. Unterm Strich kommt aber exakt dasselbe raus, wie bei einem großen einteiligen Speicher.
Ein billigeres Speichermedium wie Wasser wird außerdem man wohl kaum finden.

Das geht natürlich. Der Wirkungsgrad würde durch die erforderlichen Leitungen aber eher geringer werden. Ein Kosteneinsparungspotential, z.B. durch größere Speicher könnte es aber möglicherweise geben.

Es gibt noch anderer Möglichkeiten, z.B. den THTR oder vieleicht ja auch irgendwann einmal das Rubbiatron.
Gruß
Stefan
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Stefan Brörring wrote:

.....
Hallo,
wobei der THTR, weil wohl zu gut, wieder verschwunden ist. Der Test-Reaktor hat ja gezeigt, dass das sehr gut funktioniert.
Gruß Manfred
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Stefan Brörring schrieb:

^^^^^^^^^^^^^^^^^

Ich weiss nicht, so absolut würde ich das nicht sagen, mit "in näherer Zukunft" oder "demnächst" würde ich mitgehen. Oder spricht irgendwas grundsätzlich dagegen, mit einer (wie auch immer gearteten) Photovoltaik wirtschaftlich Strom zu erzeugen. Das von Dir erwähnte Rubbiatron ist ja nun einiges weiter davon entfernt überhaupt zu arbeiten, geschweige denn wirtschaftlich.
Steffen
--
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Du hast natürlich recht.
Nur: Photovoltaik gibt es im Prinzip seit knapp 100 Jahren. Schon während meiner Schulzeit vor ca. 30 Jahren wurde darüber diskutiert, Photovoltaik zur Stromerzeugung einzusetzen.
Seitdem sind die Kosten erheblich gesunken, aber immer noch um mehr als den Faktor 10 zu hoch, um wirtschaftlich sinnvoll zu sein.
Der Strom aus Photovoltaikanlagen wird mit ca. 40 Cent je KWh vergütet. Der tatsächliche "Wert" dürfte im Durchschnitt maximal bei ca. 2 Cent liegen. Und das ist einfach Schwachsinn und Augenwischerei, mit der man versucht, uns einzureden, dies wäre ein gangbarer Weg, um die Energieversorgung zu sichern.
Da keine technologische Revolution in diesem Bereich absehbar ist, ist es eher unwahrscheinlich, dass eine Kostenreduzierung möglich ist, die zu einer wirtschaltlich sinnvollen Photovoltaik führt, zumindest soweit es die Einspeisung in ein Stromnetz angeht.
Hinzu kommt, dass die Kosten nicht nur vom "High-Tech" Material abhängen, sondern auch von dem benötigten Baumaterial, d.h. Aluminium, Leitungen, Glas und Stahl. Und dieses "Low-Tech" Material macht einen nicht unerheblichen Teil der Herstellungskosten aus.
D.h. selbst wenn es einen technologischen Schub durch neue revolutionierende Erfindungen auf dem Gebiet gäbe, könnte man keine PV Anlagen realisieren, mit denen man wirtschaftlich sinnvoll Strom erzeugen könnte.

Das ist wohl richtig. Ich könnte auch nicht behaupten, wirklich etwas von der Reaktortechnologie zu verstehen, aber es erscheint mir realistischer, ein Rubbiatron zu realisieren, als einen Fusionsreaktor, der im übrigen ja wohl auch Radioaktivität abgeben würde.
Gruß
Stefan
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Hallo!
Stefan Brörring schrieb:

wie kommste denn darauf?
was meinst du mit wert?
warum sollte die pv elektrizität einen anderen wert haben als die aus atom/kohleverbrennung?
...

und bei den anderenm Kraftwerken ist das natürlich gaaaanz anders?! ;-)
--

Viele Gruesse Klaus-Holger Trappe
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Geraten, hast du eine konkrete Zahl parat? Was kostet aktuell die KWh Wärme aus Erdgas?

Eigentlich hat sie einen geringeren Wert, weil sie nicht dann zur Verfügung steht, wenn sie gebraucht wird, sondern nur dann, wenn zufälligerweise die Sonne scheint.

Natürlich ist das da genauso. Meine Argumentation zielte aber in eine andere Richtung: Ein Argument der PV Anhänger gesagt, dass die Herstellungskosten ähnlich sinken könnten, wie bei anderen Elektronikprodkten wenn nur die Produktionsmenge hoch genug ist und wenn die Technologie weit genug entwickelt wird.
Mit dem Argument, dass ein nicht unerheblicher Teil des Preises derartiger Anlagen eben nicht im High-Tech Material Silizium, sondern in ganz profanen Materialien wie Glas und Aluminium steckt, wollte ich aufzeigen, dass die notwendige Preissenkung selbst dann nicht zu erreichen wäre, wenn es die eigentlichen Solarzellen für umsonst gäbe.
Ein qm PV-Fläche bringt nun mal im Durchschnitt nur ca. 12% * 1000W / 8 = 15W * ca. 8000h pro Jahr ergibt das: 120 KWh Geht man jetzt von 5 Cent je KWh aus, bringt ein qm PV 6,- € pro Jahr.
Was kostet ein qm Alurahmen + Glasabdeckung?
Gruß
Stefan
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Hallo,
Stefan Brörring schrieb:

ach so

nö außer 22:39 ;-)


kommt auf die anlagenkosten an.
2007: ca. 10,8 kWh/m³ und 5,4 ct/kWh zzgl. USt.

gar nicht so zufällig, und nicht so selten, und verschiedene vorteile ... deshalb energie-mix

warum behauptest du unfair erst das gegenteil?

dann argumentiere doch gleich so! oder möchtest du luftikus.2 werden? ;-)

aha, da ist was dran
nur wer sagt die preise würden sich um *_wieviel_* senken lassen? oder alles marketing-palaver?
es wurde auch schon beobachtet, dass manches um %-Förderquote teurer wurde

mal bitte erklären! so ist das ja nicht ingenieurmäßig. und beim fernsehratespiel sind wir auch nicht.

elektroe. ist aber teurer

weiß nicht, kommt auf die ausführung an, frage doch mal im handel ;-)
was kostet ein kkw oder braunkohle-kw entsprechend?
--

Viele Gruesse Klaus-Holger Trappe
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Hallo,
Stefan Brörring schrieb:

ach so

nö außer 22:39 ;-)


kommt auf die anlagenkosten an. erdgas

--

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Hallo Stefan,
danke für Deine Antwort.
Stefan Brörring schrieb:

Du schreibst das, als wäre es völlig klar, dass das nicht wirtschaftlich funktioniert. Allerdings frage ich mich, wie diese Wirtschaftlichkeit berechnet wird. Immerhin lässt sich mit einer großzügig dimensionierten Solaranlage schon ein nennenswerter Teil der Wärmeerzeugung in einem Haushalt realisieren. Und ich sehe hier nicht derart immense Kosten.
Da wir evtl. bald bauen werden beschäftigt mich dieses Thema. Ich möchte mir natürlich nicht wirtschaftlichen Blödsinn aufs Dach setzen (lassen). Aber selbst wenn es evtl. noch keinen wirtschaftlichen Anreiz gibt, so doch hoffentlich einen ökologischen.

Also nach Deiner Aussage lässt sich "wirtschaftlich sinnvoll" (was auch immer Du darunter verstehst) im Sommer gespeicherte thermische Energie in die kältere Jahreszeit retten. Warum soll das nicht mit vernünftigem Aufwand funktionieren?
[...]

Eine Turbine ist auch eine Maschine ;-)
oder eine

Bei der Photovoltaik stimme ich Dir durchaus zu. Zusammen mit Deiner obigen Aussage wäre dann Solarenergie hierzulande kein vernünftiger Ansatz. Was wäre Deiner Meinung nach ein vernünftiger Ansatz, sich von der unbedingten Abhängigkeit von politisch problematischen Staaten, die Erdöl exportieren, zu befreien. Und hier könnte man durchaus auch mal die (volks-)wirtschaftliche Seite betrachten: Jeder in Erdölprodukte investierter Euro ist zuerst einmal ein verlorener Euro.
Von der ökologischen Seite der aktuellen Hauptenergielieferanten Erdöl/Kohle/Kernkraft ganz zu schweigen. Wirtschaftlich sinnvoll Solarenergie zu nutzen mag momentan unrealistisch sein (warum auch immer) - die Verwahrung radioaktiver Abfälle über mehrere zehn- oder hunderttausend Jahre ist zumindest anmaßend.

Aber das "Laden" und "Entladen" der Speicher kann dann halt präziser gesteuert werden. Selbstverständlich habe ich das nicht ausgerechnet (da mir momentan noch die physikalischen Kenntnisse fehlen), war nur so eine Idee.

Stein?
das ist klar. Aber:

und durch möglicherweise effizientere Energienutzung und größere und damit wirtschftlichere Komponenten der Anlage.
[...]

mal schauen, was das ist...

ciao
Marcus
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Das Problem ist der Speicher. Du hattest vorgeschlagen, die Wärme in den Winter zu "retten". Um nun auszurechnen, wie groß der Behälter werden muss, berechnet man die benötigte Wärmemenge und berechnet mit Hilfe der Wärmekapazität des Wassers die Größe des benötigten Speichers. Wie teuer der dann wird, kann dir ein Architekt sagen.
Vor einiger Zeit wurde mal die Frage diskutiert, ob man einen 70m3 Behälter für sowas sinnvoll einsetzen könnte. Das Ergebnis war dann, dass man dort Energie im Wert von ca. 100,- € speichern könnte. Da macht die ganze Sache alleine schon wegen der Baukosten für den Speicherbehälter keinen Sinn. Günstiger wird es natürlich, wenn der Speicher erheblich größer wird.

Am ökologisch sinnvollsten sind immer die Maßnahmen, die auch wirtschaftlich sinnvoll sind, z.B. eine gute Wärmedämmung. Wenn eine Energiesparmaßnahme wirtschaftlich unsinnig ist, ist sie oft auch ökologisch nicht sinnvoll, z.B. das Wasserstoffauto.
Mein Vater hat z.B. ein Schwimmbad in seinem Haus. Da benötigt er das ganze Jahr über Heizenergie, um das Wasser auf einem einigermaßen geringen Temperaturniveau zu halten. Dort könnte eine Solarthermische Anlage sinnvoll sein. Zum Heizen eines normalen Wohnhauses ist es das nicht, weil die Wärme meistens dann anfällt, wenn sie nicht benötigt wird.

Du hast das Wort "nicht" vergessen.
Die Wärmekapazität von Wasser beträgt 4 Joule pro Kelvin und Gramm. Um die Temperatur von 1 Liter Wasser um 40°C anzuheben, benötigt man 0,045 KWh. In einem Qubikmeter Wasser könnte man daher ca. 45 KWh speichern. Geht man von einem "Wert" von 5 Cent je Kilowattstunde aus, macht das 2,25 € je Qubikmeter.
Die Frage ist nun: Was kostet ein Wärmespeicher pro Qubikmeter? Wenn es mehr als 20,- € sind, ist das ganze alleine wegen der Kosten des Speichers bereits wirtschaftlich nicht sinnvoll. Hinzu kommen dann noch die Kollektorflächen.

Man könnte zuerst, den Energieverbrauch deutlich reduzieren. Vor allem bei der Heizenergie läßt sich durch moderne Bautechnik sehr viel erreichen. Dann wäre da Verhalten der Menschen zu ändern. Energie ist eigentlich noch viel zu billig. Wenn man es mal realistisch betrachtet, hat es in der Geschichte der Menschheit nur sehr kurze Zeitabschnitte gegeben, in denen Energie bezogen auf die Kaufkraft der Menschen wirklich billiger war als heute.

Na ja, die Scheichst kaufen ja auch deutsche Autos ;-)

Nein, da liegt ein Gedankenfehler vor. Im Falle des großen einteiligen Speichers beginnst du mit einer Anfangstemperatur, die langsam sinkt. Zum Ende der Heizperiode hast du also ein geringeres Temperaturgefälle und damit einen schlechteren Wirkungsgrad bei der Energieumsetzung. Wenn du statt dessen viele kleine Behälter nimmst, hast du kleinere Behälter, deren Temperaturniveau nacheinander schneller sinkt. Nchteil dabei: Die Behälter mit der hohen Temperatur verlieren mehr Energie, weil bei einer höheren Temperaturdifferenz die Wärmeverluste durch die unvollkommene Isolation steigen.

Bedeutet wesentlich größere Speicher, weil geringere Wärmekapazität, schlechte Isolierbarkeit, schlechtere Wärmeleitung, dadurch erhöhter Aufwand für den Energietransport in den Speicher und bei der Entnahme.

Das macht nicht viel aus, weil bereits die theoretisch maximal erreichbaren Nutzungsgrade sehr schlecht sind. Stichwort: Carnot-Wirkungsgrad.

Der THTR war ein Atomreaktor, bei dem hauptsächlich Thorium anstelle von Uran als Brennstoff verwendet wurde. Das Ding stand in Hamm und wurde nach kurzem Versuchsbetrieb zu Schrott gefahren.
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Stefan Brröring schrieb: [...]

klar, das wird auf jeden Fall umgesetzt.

Thema heizen: ich möchte im Winter nicht im dicken Pullover im Zimmer sitzen, da bin ich ganz ehrlich. Weniger als 22°C in der kalten Jahreszeit ist ungemütlich. Das andere Problem: ich dusche täglich. Ich versuche zwar auch dort, den Wasser- und damit Energieverbrauch gering zu halten, aber das hat halt seine Grenzen.
Die Rechnung für die Energiespeicherung kann ich so, wie Du es darstellt, nicht ganz nachvollziehen. Hätte ich am Ende des Sommers z.B. einen Speicher mit 10.000 l Wasser mit 80°, dann könnte davon sicher den kompletten Winter über geduscht/gebadet und teilweise auch geheizt werden. Wäre Energie so billig wie angegeben, dann bräuchte sich hierzulande niemand wegen hoher Energiekosten aufregen. Ich denke, 10m³ heißes Wasser können sich schon lohnen. Aber wie gesagt, nachgerechnet habe ich's noch nicht. Aber der größte Anteil der verbrauchten Energie wird ja im Haushalt für die Heizung und nicht für Warmwasser benötigt. So gesehen könntest Du schon Recht haben, und mein schlechtes Gewissen beim duschen ist unbegründet?

Na ja, ich bin zwar prinzipiell schon leicht "ökologisch" orientiert. Allerdings hat das für mich Grenzen. Wenn man sich tagsüber im Beruf abrackert, um dann abends bei Kerzenlicht im klammen Zimmer zu sitzen, dann stellt sich irgendwann die Sinnfrage. Energie hat in meinen Augen eindeutig mit Lebensqualität zu tun. Die Frage ist, wie man es nachhaltig erreichen kann, mit minimaler Umweltbelastung nutzbare Energie zu gewinnen. So langsam denke ich, es ist vermutlich am sinnvollsten, einfach so lange fossile Energieträger zu nutzen, bis Alternativen (bessere Photovoltaik (bezogen auf Ressourcenverbrauch und Kosten), Kraftwerke auf dem Fusionsprinzip etc. pp.) Ich denke, Kernkraft ist nicht wegen der akuten Gefahr eines Unfalls (THTR z.B. sind ja anscheinend immanent sicherer als andere Kraftwerkstypen), sondern wegen des Problems der tausende Jahre langen notwendigen sicheren Lagerung der Abfallprodukte, auch bei THTR, keine dauerhafte Alternative zur Energiegewinnung. Was also tun? Resignieren? Leben wie im Mittelalter? Beides sind für mich keine ALternativen ;-)

Deshalb schrieb ich auch "zuerst einmal" ;-)

Wie gesagt, ich habe nichts gerechnet. Das mit den mehreren kleinen Behältern war auch nur so eine Idee. Eine andere Idee wäre ein 500t schweres Schwungrad. Damit könnte man auch direkt elektrische Energie erzeugen. Ist halt ein wenig gefährlich (und vermutlich _etwas_ zu teuer ;-)
[...]

Ja, das habe ich dunkel aus der Physikvorlesung in Erinnerung. Gefällt mir gar nicht!

ja, irgendwie seltsam halbherzig umgesetzt und unterstützt. Aber es gab halt den Super-GAU in der Sowjetunion zum ungünstigen Zeitpunkt.
ciao
Marcus
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Hallo,
Marcus Woletz schrieb:

warum nicht?

wie war es / du vor 20, 30, 40 Jahren?


"Weichei" ;-)


wieso oder für wem/wofür ist das ein problem?
...

wissen wir wie heiß du duscht und wieviel h2o du benützt? oder was dein haus für wärmemenge benötigt?

;-) zu Weihnachten

klamm könnte man mit 15-17°C nennen
...

ein blödes modewort, bzw. ein mißbrauch.
alles ist nachhaltig!
--

Viele Gruesse Klaus-Holger Trappe
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Hallo Klaus,
Klaus.Holger Trappe schrieb:

Weil es nicht meinen Vorstellungen von "Lebensqualität" entspricht.

Vor zwanzig und dreißig Jahren war das Thema Heizkosten/Heizenergie noch nicht so akut wie heute. Vor 20, 25 Jahren waren wir als Teenager zwar im Öko-Rausch, allerdings eher bei Schulheften und Klopapier aus Recyclingpapier und mit Tupperdosen beim Metzger. Und dann gabe es ja noch die Pershings...

So wie üblich halt ;-)

Das sehe ich ein wenig anders.
[...]
ciao
Marcus
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Moin,
Marcus Woletz schrub:

Es gab Zeiten, da war eine schöne Frau, 2 gesunde Kinder, eine trockene Höhle, ein Lagerfeuer und ein dickes Fell zum Umhängen das Idealbild von Lebensqualität. Es wird sicher auch mal Zeiten geben, in denen Reisen mit nur 1000km/h nicht mehr der Vorstellung von Lebensqualität entspricht.
Lebensqualität ist keine absolute Größe, sie verändert sich mit der Zeit. Es gibt sogar einige Leute, für die der Verzicht auf 'Lebensqualität' in Form von Konsumgütern einen Gewinn an Lebensqualität gebracht hat, z.B. Ordensleute. Die Entwicklung ist also nicht unbedingt immer nur eine Einbahnstraße. Und noch darüber hinaus ist anzumerken, dass Lebensqualität immer nur relativ an dem technisch und finanziell möglichen gemessen wird, an dem was man diesbezüglich überhaupt weiß: Slumbewohner in Rio de Janeiro fühlen sich genauso mies wie Obdachlose in Deutschland. Warum? Weil sie entweder via direktes Beobachten oder via Fernseher mitbekommen, wie gut es anderen Leuten auf der Welt geht. Menschen in Armut ohne Fernseher geht es vermutlich besser.
Man sollte in der Politik mal wieder darauf achten, so zu regieren, dass es den Menschen insgesamt besser geht. Beispiel: Es würde ein unheimlich teures Medikament gegen alle Herz-Kreislauf-Krankheiten erfunden werden. Das Medikament ist so teuer, dass es sich kaum jemand leisten kann. Was wäre die Folge? Ein paar Menschen könnten behandelt werden, denen würde es besser gehen. Aber geht es insgesamt allen Menschen dadurch im Durchschnitt besser? Ich behaupte: Nein. Es würde sehr viele Leute geben, die wissen, dass dieses Medikament ihnen auch helfen könnte, sie es sich aber nicht leisten können. Bevor dieses Medikament erfunden wurde, hätten sich diese Leute nicht schlecht gefühlt, weil sie gewusst hätten, dass gegen ihre Krankheit eh kein Mittel gewachsen ist. Jetzt gibt es das Mittel. Also gibt es soziale Spannungen.
Ich behaupte mal so: technischer Fortschritt fördert nicht die gefühlte Lebensqualität. In Einzelfällen sicher schon, aber nicht im Allgemeinen.
Wenn ich König von Deutschland wäre, würde ich erst mal eine Telefonsteuer von rund 1000% einführen. Damit endlich mal aufhört, dass gewisse Leute böse auf ihre Kinder sind, weil diese nicht anrufen um zu erzählen, dass es nichts zu erzählen gibt:-). Außerdem lässt es sich ohne Telefon auf dem Schreibtisch viel effektiver arbeiten. E-Mail reicht vollkommen hin, ist viel präziser, man kann sich die Antwort genau überlegen und kann antworten, wenn man Zeit dazu hat und die Zeit hat, sich eine präzise Antwort zu überlegen.
CU Rollo
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Hallo,
Roland Damm schrieb: ...

ist es teilweise auch jetzt noch objektiv, nur der manipulierte konsumkapitalistenmensch merkt nichts mehr.
...

klar, und längst nicht alles was man tun kann ist vernünftig zum tun.
...

also fernseher abschaffen ;-)
...

das gibts schon! mehr bewegung, weniger essen, gesunde lebensweise schon sparen wir bestimmt 50% der krankheitskosten
ist aber uncool auch ist es cooler sich mit selbstbewußtseinsverbessernde maßnahmen, nein kein viagra&co, eher fettes auto und sonstigen konsummüll auszustatten.

richtig, außerdem wird bestimmer fortschritt von der industriemafia blockiert (s. greenpeace pkw studie)
--

Viele Gruesse Klaus-Holger Trappe
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Moin,
Klaus.Holger Trappe schrub:

Meinst du da was bestimmtes oder nur das allgemein bekannte (Energieeffizenzklassen für Autos, die schwere Autos bevorzugen z.B.)?
CU Rollo
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Roland Damm schrieb:

Hallo,
ganz so einfach war das Leben auch in der Steinzeit nicht. Man hat regelrechte Feuersteinbergwerke ausgegraben, damit muss man damals auch Handel über grosse Entfernungen getrieben haben, sonst wären so grosse Bergwerke nicht erklärbar. Ausserdem musste man auch genügend Nahrungsmittelquellen in der Nähe der Höhle haben, musste Wintervorräte anlegen, ständig neue Pfeile anfertigen...
Bye
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*Uwe Hercksen* wrote on Mon, 08-10-06 12:16:

Nicht ganz. Die Bergwerke sind (mittel-)neolithisch, also jungsteinzeitlich, da lebten die Menschen in großen Holzhäusern und betrieben Ackerbau.
Die Höhlen gehören ins Paläolothikum, zu den Jägern und Sammlern, wobei es in den Eiszeiten wenig zu sammeln gab. Die Frage der Vorräte ist ungeklärt, aber die Größe mancher Schlachtplätze im Vergleich zur vermuteten Gruppengröße spricht dafür.
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...
Nur als Kennwert: 100 Liter Wasser unterhalb des Siedepunktes haben etwa einen Heizwert wie 1 l Heizoel. Nehmen wir einen Jahresbedarf von 1500 l Heizoel braucht man dann einen Speicher von mind. 100 m^3, den der meiste Bedarf ist im Winter. Und dann kommt noch dass Problem der Waermeisolierung...
--
Uwe Bonnes snipped-for-privacy@elektron.ikp.physik.tu-darmstadt.de

Institut fuer Kernphysik Schlossgartenstrasse 9 64289 Darmstadt
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