Zündfunke erzeugen

Hi, wie kann ich rein elektronisch einen Zündfunken wie im Feuerzeug die Piezzos erzeugen? Geht das evlt. über eine Spuleninduktion, oder muss
ich zu einem Traffo greifen?
Gruß Raphael
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Raphael Specht schrieb:

So kräftige Funken kommen erst aus einer relativ großen oder aufwendigen rein elektrischen Anordnung raus.

Es geht beides. Nimm eine dicke Spule, schließe diese an einen dicken Akku an und öffne nach einer Zeit den Stromkreis. Der Funke entsteht an der Stelle, an der geöffnet wird.
Nimmt man statt einer Spule einen Trafo (Zündspule), und brückt den Schalter mit einem Kondensator, entsteht der Funke beim Öffnen auf der Sekundärseite des Trafos. Weidezaungeräte machen das auch nicht viel anders. Auf der Sekundärseite ist dort aber auf jeden Fall eine Reihenschaltung aus 10 oder mehr Widerständen a' 1MOhm angebracht, um den Strom zu begrenzen.
Vor dem Experimentieren mit einer Zündspule solltest du dir auf jeden Fall mehr Kenntnisse dazu anlesen, sonst wird dieses Experiment unter Umständen dein letztes sein.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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Jan Kandziora schrieb:

Ich denke ich hab schon einige kenntnisse :) Hab auch schon eine Zündspule betrieben, leider nicht sehr erfolgreich. Nach meinen Prüfungen muss ich nochmal drangehn. Hatte sie halt wie im TV betrieben (Spannung an VCC und an GND der Spule ein Fet der mit 15khz schaltete). Leider nur 1mm Funken, sprich bei ner Isolation 24kV/cm in luft 2,4kV.
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Hat dein Feuerzeug einen längeren Funken? Um ein nur schwach strömendes Gas zu entzünden, reicht ein klitzekleiner Funke aus.
Felix
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Felix Holdener schrieb:

Ich brauch eigentlich schon einen recht Starken Funken. Ich werde mich nochmal mit der Spule auseinandersetzen. Bzw einer anderen, diese werd ich wohl gegrillt haben. Mal sehen. Wollte eigentlich nur wissen ob ich um den Zeilentraffo drumrum komme.
Gruß Floppy
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Raphael Specht schrieb am Donnerstag, 14. August 2008 23:09:

Du mußt zwei Dinge vorher wissen: 1. wie hoch soll die Zündspannung sein 2. wie viel Energie soll im Lichtbogen dahinter stecken (Ws).
Die Feinheiten kommen später, nämlich die Spannungsflanken, die Spannung und die Stromstärke am Lichtbogen usw.
servas
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Raphael Specht schrieb:

Für diese Frequenz ist die Zündspule nicht ausgelegt, deshalb funktioniert das nur unzureichend. Ein Ottomotor macht etwa 6000 U/m, bei einer Zündung pro Umdrehung (4-Zylinder 4-Takter) sind das also maximal 100/s.
Zündspulen haben eine sehr hohe Induktivität, denn sie sollen ja die ganze elektrische Energie speichern, die innerhalb der 10ms in den Primärkreis fließt. Die wird dann auf einen Schlag freigesetzt.
Mit der Frequenz erhöhst du zwar die Zahl der Funken, aber jeder einzelne Funke ist dann natürlich winzig, denn du nutzt zum "Laden" der Spule ja nur einen kleinen Teil der Zeit, die sie normalerweise braucht, bis sie "satt" ist. Also musst du die Spannung auf der Primärseite ebenfalls erhöhen, wenn du eine große Zahl großer Funken haben willst. Die Isolationsfestigkeit der Primärseite wird dir da allerdings enge Grenzen setzen.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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Jan Kandziora schrieb:

Du meinst wohl 200/s. (= Eine Zündung pro halber Umdrehung).
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Mit freundlichen Grüßen,
Martin Wodrich
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Denk- / Rechenfehler. 4-Takter = Jeder Zylinder macht alle zwei Umdrehungen eine Zündung. Bei vier Zylindern alle zwei Umdrehungen vier Zündungen = je Umdrehung zwei.
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Carsten Schmitz schrieb:

Aha, dann rechne ich mit sechs mal weiter...
Butzo
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Carsten Schmitz schrieb:

Wohl eher deinerseits!

Teilweise ACK - er zündet nur jede 2 Umdrehung das Gemisch.
Aber macht i.d.R. jede Umdrehung eine Zündung. Zumindest bei den vielen Motoren, die ich bisher im Betrieb hatte.

eben nicht - es sind 4.
2 davon gehen in die echte Zündung, 2 in den Auslasstakt.
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Jan Kandziora schrieb am Freitag, 15. August 2008 01:17:

nur
wenn
der
Vor vielen Jahren habe ich Thyristorzünder gebaut, die die vorhandenen Zündspulen geboostet haben.
Statt mit der Induktivität der Zündspule habe ich den Zündfunken mit einem 1 uF Kondensator erzeugt, der auf 400V= aufgeladen ist. Bei hoher Drehzahl haben allerdings 170V= gereicht, wieso das so ist, das weiß ich nicht mehr aber es ist so.
Ich habe damals Furore gemacht mit einem Doppelimpuls ca. 1,5ms hin- tereinander.
Gl
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Franz Glaser schrieb:

Der Hochspannungswicklung ist in der Regel auf die dritte Harmonische der Rücklauffrequenz abgestimmt.


Berechnung der Zündfolgefrequenz fz:
fz = 0,5 * Drehzahl (Upm)/60 * Zylinderzahl
Währen also bei 6000 U/m und 4-Zyliner, 4-Takter = 200_Hz

Der Wandler hat es in der kurzen Zeit nicht mehr geschafft den Entladekondensator vollständig aufzuladen.
Ich hatte übrigens einen 2µ Kondensator benutzt.
Ein 6V Zündspule hatte sich als besser erwiesen als die 12V Spule.

Zündenergie reichte für einen Funken aus, der vom Hochspannungsanschluß der Zündspule auf den Primärspulenkontackt überschlug. Also keine Probleme von wg. abgenuddelten Zündkerzen ;-)
iese Thyristor-Zündanlage ließ sich auch als tönender Lichbogen "mißbrauchen". Ich meine, funktionierte locker bis über 1_kHz.
-- mfg hdw
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Horst-D.Winzler schrieb:

Klar, hier wird die Zündspule nicht als Sperrwandler betrieben, die Energie kommt aus dem Kondensator, die Spule wird als Trafo verwendet.
--
mfg Rolf Bombach

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Rolf_Bombach schrieb am Samstag, 16. August 2008 20:42:

ich habe das mit den 400V aus Erinnerung deswegen geschrieben, weil irgendwo über die Spannungsfestigkeit der Primärwicklung getextet war - das hat mich angeregt. Der Rest sollte sich da- raus klarerweise ergeben haben.
Gl
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Franz Glaser schrieb:

Meiner Erinnerung lagen die Ladespannungen der damaligen Thyristor-Zündanlagen etwas über 200V. Das dürfte auch die Selbstinduktionsspannung der Zündspulen gewesen sein. Ist aber schon ein Weilchen her.
-- mfg hdw
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Horst-D.Winzler schrieb:

Kommt wohl auch auf die Zündspule an. Ich habe beim unsäglichen Nührmann mehrere Beispiele gefunden, eins mit 400V 0.68uF und zwei mit 300V 1uF.
Die Frequenzangaben deuten ebenfalls auf 2 Zündungen pro Umdrehung beim 4Takt 4Zylinder, im Gegensatz zu diesem Getrolle von Gerberclo(w)n Jens. Mag bei der Ente anders sein, bei richtigen Autos ist das so. Die Nachrüst-Drehzalmesser gehen ebenfalls davon aus.
--
mfg Rolf Bombach

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Rolf_Bombach schrieb:

Die Thyristor oder Kondensatorzündungen besaßen Sperrwandler. Nach jedem Zünden mußte der Wandler neu "anspringen".
Ich habe einen Gegentaktwandler eingesetzt. 200V/50Hz. Somit konnte ich mich auch mal unterwegs rasieren. Sozusagen eine multifunktions-Zündanlage. Mit den 200V wurde sodann eine Drossel "aufgeladen". Diese 200V plus die Wandlerspannung luden dann einen 2µF Kondensator auf 400V. Der entlud sich dann über eine 6V Zündspule. Um Zündkerzen und überhaupt Zündung mußte ich mir keine Gedanken mehr machen ;-))

Die Zündspule der Ente hatte ja 2-Ausgänge. Auf einen Zündverteiler wurde halt billigerweise verzichtet. Reduzierte halt nur die Lebensdauer der Zündkerzen. Für Ente brauchts halt keine Platin-Cu-Zündkerzen.
-- mfg hdw
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Horst-D.Winzler schrieb:

Ja. Der Einschaltmoment des Unterbrechers wurde genutzt, um einen one-shot Sperrwandler anzufachen. In einem Puls musste die Energie durch, EI54 Kern oder so. Natürlich mit einem richtigen Transistor [tm], 2N3771 oder so.

Astreine Radartechnik, das gehört so.

Die NSU-Mikrobe hatte einfach zwei 6V Zündspulen in Serie, IIRC. Weia. Billisch ist nicht neu.

Für'n Mopped mit abgelutschtem Magneten sind die meist die letzte Rettung. Naja, Kollege konnte dann eine Firma ausfindig machen, welche Magnete wieder aufpeppt. Die neue Sektredüse dort wusste allerdings noch nicht so genau was die Firma überhaupt treibt; sie hätte ziemlich verdutzt geguckt, als ihr der gammliche Zündmagnet auf den Schreibtisch gewuchtet wurde ;-] (War wohl Notwehr nach längeren dämlichen Fragen).
--
mfg Rolf Bombach

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Moin,
Raphael Specht schrub:

Anmerkung: Bei so einer Rechnung würde ich mich auf die Nachkommastelle garantiert und auf die erste Stelle nur bedingt verlassen. Wann/ob ein Funke überspringt, hängt ganz gewaltig von der Form der Elektroden und auch noch von Eigenschaften der Luft ab (Feuchte vorallem).
Ach ja: Jedes bischen Kabel hat eine Kapazität gegen Erde. Der Funke aus der Spule ist eher sowas wie ein Ladungsstoß, die Spule pumpt soundsoviel As in kurzer Zeit. Welche Spannung daraus resultiert, hängt von der Kapazität ab, die aufgeladen werden muss. Je länger das Kabel, desto weniger Spannung. Das sollte man zumindest mal überschlagen, ob das eine Rolle spielt. Der nächste Level ist dann die Induktivität des Kabels und der Spule, die zusammen mit der Kapazität einen Schwingkreis bildet. Ist der optimal abgestimmt? Die Sache kann man ganz schön kompliziert machen...:-)
CU Rollo
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