Den Unterschied kannst man wohl leider keinem Journalisten bzw. der allg. Öffentlichkeit vermitteln.
Den Unterschied kannst man wohl leider keinem Journalisten bzw. der allg. Öffentlichkeit vermitteln.
Ohne eine gewisse Portion Eigenintelligenz tut man sich halt schwer im Leben. Die DWIMNOS-Taste konnte ich bis heute nirgendwo entdecken (Do What I Mean, Not What I Say).
Servus Christoph Müller
Michael Leun schrieb:
oder alle CO2-Limonaden die weltweit konsumiert werden wird in D hergestellt. Das schafft Arbeitsplätze und D wird "CO2-freie Zone". Wir exportieren unsere CO2 in die Welt.
Am Mon, 9 Oct 2006 01:53:52 +0200 schrieb Marte Schwarz:
Hüstel! Ich habe diese Technik bislang nur am Rande verfolgt, du aber anscheinend überhaupt nicht. Wenn du allerdings meinst eine politische Haltung könnte Wissen über Technologie ersetzen bist du hier in der falschen NG. Deshalb halte ich mich in dieser NG auch mit meinem ganz persöhnlichen Senf über den ökonomischen Sinn oder Unsinn zurück.
Dann erklär uns doch bitte, wo das CO2 hinkommt.
Gruß, Nick
Am Mon, 9 Oct 2006 21:01:58 +0200 schrieb Nick Müller:
Wie ich schon sagte: Ich bin nicht der Experte für diese Technik sondern weise darauf hin das diese Technik schon im Stadium der kommerziellen Nutzung geplant ist. Aber sei es drum: Wenn ich das richtig sehe soll das Gas in Bodenschichten verpresst werden die wie bei Erdgaslagerstätten das Gas speichern können. Bekanntlich funktioniert das in der Natur seit Millionen von Jahren und wird auch zur Speicherung des aus der SU gelieferten Erdgases angewandt. Wie die Energiebilanz des Verfahrens und seine ökologische Bilanz aussieht wirst du als Experte hier ja wohl kund tun können oder?
Es entsteht also CO2. Es ist nicht CO2-frei. Das nennt man Verarschung, wie von Anderen auch bemerkt wurde.
Gespeichert ist nicht verschwunden.
Dazu braucht es keinen Experten. Der Aufwand um das CO2 zu auszufiltern und zu verflüssigen muss > 0 sein. Und das CO2 ist danach immer noch da und wird irgendwann wieder auftauchen.
Methoden die in der CO2-Bilanz neutral sind (pflanzliche dazu angebaute Brennstoffe) kann man von mir aus als CO2-frei bezeichnen.
Dein gehässiger Ton ist übrigens schwer verständlich.
Gruß, Nick
Am Mon, 9 Oct 2006 23:24:06 +0200 schrieb Nick Müller:
Habe ich das behauptet?
Nun ja: Die Dolomiten sind ein ziemlich grosser CO2 Speicher. Oder etwa nicht? Auch Erdöl und Kohle sind CO2-Speicher. Es kommt immer auf die Bilanz (rein in Speicher, raus aus Speicher) an. Da helfen deine Bemerkungen über Verarschung nicht wirklich. Du musst darlegen wie denn diese Bilanz aussieht. Mich als Überbringer der unerwünschten Nachricht zu erschiessen, bringt es nicht wirklich.
YEP! Auch die Dolomiten sind aus dem Meer aufgetaucht und bilden ein Gebirge.
Was ist daran gehässig wenn ich bemerke das in einer sci.ing Gruppe zuerst die technischen Fakten auf den Tisch gehören und nicht die politische Wertung? Und wenn ich dann bemerke das du die technischen Fakten noch weniger (eher gar nicht) als ich kennst, ist das ja wohl die Wahrheit.
Moin,
Dieter schrub:
Ebenso letztens im TV ein Bericht über einen Oldtimer-Sportwagen mit Dampfmaschinenantrieb und den Bastler, der das Ding wieder flott gemacht hat. Fazit für den unbedarften Zuschauer: Das Auto verbraucht nur Wasser, keinen Sprit.
CU Rollo
Moin,
Dieter schrub:
Hier in der Gegend wird gerade viel über das Konzept Bioenergiedorf diskutiert. Da fällt es mir auch immer schwer, den Zeitungsberichten zu folgen, in denen von einem Kraftwerk die Rede ist, dass eine Leistung von soundsoviel kWh hat. Leider macht es das ständige Verwursteln von Einheiten schwer, _Zahlen_ von Träumereien zu trennen. Man muss dann immer erst nachrechnen, was (welche Einheit) derjenige gesagt haben könnte, der vom Journalisten befragt wurde.
CU Rollo
Moin,
Marte Schwarz schrub:
Du wirst dich wundern, aber in der Tiefsee eingelagert ist CO2 flüssig und fließt dort unten einfach in die tiefsten Senken rein und bleibt dort als See liegen. Das wäre eine ziemliche sichere Endlagerung. Allerdings würde ich das Verfahren nicht empfehlen, da die ökologischen Folgen nachweislich katastrophal für die Tierwelt da unten sind und der Energieaufwand beträchtlich ist. Aber flüssiges CO2 (und in gewisser Tiefe ist es wegen dem Druck dort unten flüssig) ist schwerer als Wasser. Würdest du befürchten, dass das CO2 plötzlich als Blase hochkommt, nur weil die Abdichtung einen Riss bekommen hat, dann musst du gleiches noch viel mehr bezüglich aller tiefen Grundwasservorkommen befürchten.
CU Rollo
Ja. | Das CO2-freie Kohlekraftwerk ist durchaus kein Scherz. in Message-ID:
Doch. Hat man dort das CO2 gebunden um es dann zur Energieumwandlung freizusetzen und dann auch wieder zu binden? Nein.
S.o.
Mit der Ansicht bin zumindest nicht alleine. Aber das ist zugegeben kein Beweis.
Es ist nicht CO2 frei. Und es bindet auch nicht das CO2 um es dann bei der Energiegewinnung wieder freizusetzen. Es ist irreversibel freigesetzt.
Hatten wir schon.
Fakt ist, dass es nicht CO2 frei ist. Nicht mal in der Bilanz. Oder willst du abwarten, bis mit allem CO2 aus der Verbrennung wieder Braunkohle entsteht? Werden dafür Wälder angebaut?
Naja. Liegt wohl am Vollmond.
Gruß, Nick
Am Tue, 10 Oct 2006 00:36:47 +0200 schrieb Nick Müller:
Zum Thema fundierte Fakten:
Wobei mich diese Quelle erst recht ins grübeln bringt warum man sich nicht zuallerst schlau machen kann.
Soo streng würde ich das jetzt nicht sehen. Wenn von CO2 im Zusammenhang mit Energie die Rede ist, dann geht es ja gemeinhin um die Anreicherung IN DER ATMOSPHÄRE. Ist das Zeug im Boden, kann es schlecht in der Atmosphäre sein und dort klimawirksam werden. Energie - CO2 - Klima. Diese drei Dinger gehören doch zumindest im Sprachgebrauch längst zusammen.
Wichtig ist, dass das Gas nicht in die Atmosphäre kommt. Wird es verpresst, ist das (hoffentlich) der Fall. Aus Sicht der Atmosphäre ist es dann aber tatsächlich verschwunden.
Als Gas? Könnte sein. Es gibt aber auch Hinweise, die zur Annahme führen könnten, dass es tief im Boden tatsächlich mineralisieren könnte. So wird CO2 bereits bei Atmosphärendruck (allerdings tiefgekühlt als Festkörper) zum Reinigen empfindlicher Oberflächen verwendet. Es hat also schon eine gewisse Aktivität, die durch hohen Druck und relativ hohe Temperaturen höchstwahrscheinlich noch gesteigert werden kann. CaCO3 (Kalk) ist auch gewissermaßen mit Kalzium "verwursteltetes" CO2, das über Jahrmillionen seinen festen Zustand beibehalten kann.
Da es ja letztendlich um's Klima geht, halte ich von solchen Haarspaltereien nicht sehr viel. Es gibt Wichtigeres.
Servus Christoph Müller
Hallo Peter,
Du glaubst auch alles, was irgend eine Gesellschaft so abdruckt. Wenn mir nicht durch praktische Erfahrung jener Glauben an die Objektivität solcher Interessensverbände abhanden gekommen wäre, dann würde ich dieses Paiier auch beruhigter lesen. Die Naivität, mit der diese CO2 Lager präsentiert werden ist aber schon fast dreist. Ich kann mich an Zeiten erinnern, zu denen man Abschätzungen gemacht hatte, bis zu welchem CO2 Wert man die Luft ungefährlich verdünnen könnte. Man hatte dabei nur die Toxizität auf den Menschen betrachtet. Spürst Du, mit welchen Gedanken ich die Bunkerung auf dem Meeresgrund lese? CO2 ist vergleichseise gut wasserlöslich und eine CO2 Lösung ist auch für die meisten Tiere ungesund. Ach so... Der Ökoraum Meer ist ja unbewohnt, hab ich vergessen... Es gibt auch keinen Gasaustausch zwischen Meer und Athmosphäre... in alle Ewigkeit nie.
Man bin ich Naiv.
Marte
Auf dem linken Auge blind? :-)
Könnte man das garantieren -und nicht nur für die nächsten 10 Generationen- dann ACK.
Ja, eben. Das "hoffentlich" ist der Punkt. Würde man es chemisch binden und das Produkt dann komplett und sinnvoll nutzen würde ich auch nicht mehr meckern. Mich stört am meisten die platte Aussage "CO2-frei".
Bissl vage.
Ganz andere Baustelle. Funktioniert durch mechanischen Abrieb und Temperaturschock.
Aber was hat das mit dem Kraftwerk zu tun?
Mir ging es darum, was man als CO2-frei (zumindest nach der Bilanz) bezeichnen kann.
Gruß, Nick
DAS dürfte der eigentliche Casus Cnaxus sein.
Richtig. Den Letzten beißen die Hunde. Wenn das Zeug wieder hoch kommt, sind die Werker vor Ort dran schuld. Haben halt irgendeinen Mist gebaut. Kommt's nicht hoch, haben die Vorstände gut verdient. Dann tragen sie auch die volle Verantwortung dafür, wofür sie ja so hohe Gehälter kriegen.
Nicht nur. Ist auch hervorragendes Lösungsmittel.
Die Hoffnung, dass CO2 tief unten im Boden entsprechende Bindungspartner findet und zu Kalk wird.
Das Prinzip der anerkannten Hoffnung treibt die Managergehälter in die Höhe, die nur für die Erfolge verantwortlich sind. Misserfolge gibt's nur bei den Anderen, weshalb sie auch nicht so viel verdienen. Die letzten beißen die Hunde...
Servus Christoph Müller
Roland Damm schrieb:
Hallo,
als Picard vor Jahrzehnten mit dem Bathyscape Trieste auf den Grunde des =
Marianengrabens getaucht ist sah er dort auch Fische. Man hat damals daraus gefolgert: der Fisch braucht Sauerstoff, also gibt =
es eine Str=F6mung die Sauerstoff von der Oberfl=E4che dorthin bringt, al= so=20 bringt diese Str=F6mung auch wieder das Tiefenwasser vom Grunde des=20 Grabens zur Oberfl=E4che, also darf man dort keine radioaktiven Abf=E4lle= =20 versenken. Auch wenn das CO2 dort unten fl=FCssig ist und bleibt und schwerer als=20 Wasser ist, es kann von der Str=F6mung langsam ausgewaschen und gel=F6st =
wieder an die Oberfl=E4che transportiert werden. Es ist also keine Endlagerung sondern eine Lagerung f=FCr Jahrhunderte=20 oder Jahrtausende, aber es kommt wieder.
Bye
Für Dich macht es demnach auch keinerlei Unterschied, ob Kohlekraftwerke entschwefelt werden oder nicht, und Kläranlagen sind auch Unsinn.
Das nicht. Aber warum wird es nicht gelöst? Schon wegen des gestiegenen Anteils in der Luft wird das Meer ja spürbar saurer.
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