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Hallo,
ich wollte mal fragen, ob es ein bestimmtes Werkzeug schon gibt. Bekanntlich werden die Hochglanzoberflächen von Münzen in Sonderprägung (Spiegelglanz etc.) nicht durch spanabhebende Bearbeitung (Polieren), sondern durch Umformen erzeugt - die polierte Hochglanzoberfläche des Prägestempels formt sich auf der geprägten Oberfläche der Ronde ab.
Ich frage mich gerade, wie man "Macken" in solchen Oberflächen beseitigen kann - ideal wäre natürlich, sie nochmal unter das Prägewerkzeug zu legen, was aber aus naheliegenden Gründen nicht geht. Schleifen und Polieren scheidet ebenfalls aus, das hinterläßt unentfernbare Spuren.
Theoretisch hielte ich es für möglich, lokale Schäden durch "Dengeln" wegzukriegen - wenn man eine harte, flache Werkzeugfläche über die Schadensstelle mit dem nötigen Druck aufsetzt, müßte man Kratzer und Riefen - ggf. nach ausreichendem Anwärmen des Werkstücks - "wegdrücken" können. Allerdings wäre bei einer ebenen Arbeitsfläche des Werkzeugs eine solche "Reparatur" wohl unübersehbar, weil sich der Rand des Werkzeugs in die Oberfläche eindrücken würde.
Was man also braucht, ist eine "Werkzeugspitze", die ganz schwach konvex geformt ist und einen abgerundeten Rand besitzt, also einen Kugelkappenausschnitt mit ziemlich großem (ca. 1 m) Radius - wenn man einen solchen "Stempel" unverkantet mittig auf die Schadensstelle aufsetzt und andrückt (leichter Hammerschlag), dann müßte sich an der vormaligen Schadensstelle eine ganz flache, aber glatte Vertiefung ausbilden, und die "Macke" ist weg. (Gegenhalten natürlich erforderlich, am besten mit einer Art rheopexen "Knetgummi" - gibt es sowas, außer Pech, meine ich?)
Sind solche Werkzeuge gebräuchlich, vielleicht bei Goldschmieden?
Gruß aus Bremen Ralf