Es soll eine Trinkwasseranschlußleitung an einem recht weit entfernten einzelnen Verbraucher angeschlossen werden. Die Länge der Hauswasserzuleitung beträgt rund 2,5 km. Das Problem ist nun die Dimensionierung der Leitung. Einerseits entstehen kurzzeitige Spitzenverbräuche (30 Duschen, 50 Waschplätze), andererseits ist der restliche Tagesbedarf marginal. Wird die Durchflussrate gem DIN in Hinblick auf die Strömungsgeschwindigkeit berechnet, so folgt daraus ein entsprechend großzügiger Rohrquerschnitt. Die Befürchtung des Wasserversorgers ist nun, dass Totwasser entstehen könnte und dieser schlägt daher eine Zwangsspülung durch den Endabnehmer vor. Das würde jedoch zu indiskutabel hohen Wasserkosten führen.
Die Frage ist nun, wie mit einem wesentlich kleiner ausgelegten Durchmesser dennoch der Spitzenbedarf abgedeckt werden kann, ohne dass die Durchflussgeschwindigkeit das erlaubte Maß übersteigt. Eine andere Alternative wäre eine Wasservorlage mit Druckerhöhung nach der Wasseruhr des Hausanschlusses, das wäre dann dem Wasserversorger egal, da er ja nur bis zur Wasseruhr für die Wasserqualität verantwortlich ist.
Es wurde auch ein Membrandruckbehälter zur Sprache gebracht. Allerdings bin ich der Meinung, dass das nur bedingt funktioniert. Denkbar wäre bei dieser Variante, dass ab einem bestimmten unteren Druckpunkt ein Motorkugelhahn so über eine Durchflussmesser geschaltet wird, dass die max. Strömungsgeschwindigkeit nicht überschritten wird. Wäre diese Variante technisch und auch zu vertretbaren Kosten machbar?
Habt ihr sonst noch Ideen oder Anmerkungen dazu?
Danke und Grüße Harald