Ruhrgebiet anheben

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Moin!
Ich hätte da mal eine leicht spinnerte Idee, würde aber gerne mal wissen, ob nicht vielleicht doch oder ggf. warum eigentlich nicht...
Situation: Das Ruhrgebiet (und andere Bergbaugebiete auch) ist ziemlich abgesackt (Größenordnung 10-20 m, teilweise bis zu 40 m). Das beruht natürlich darauf, daß Kohle, Erz und Bergematerial gefördert wurden und das Volumen dann halt fehlt - das Bergematerial liegt auf Halde, die Kohle wurde verbrannt. Die Folge ist, daß die Vorflut nicht mehr funktioniert und das Niederschlagswasser gehoben werden muß, damit die Gegend nicht in der ruhrländischen Seenplatte versinkt.
Und ich frage mich jetzt gerade, ob es nicht auf die Dauer günstiger wäre, alles wieder anzuheben. Mal so als Abschätzung: In 500 m Teufe hätte man einen Gebirgsdruck von ungefähr 250 bar. Wenn man jetzt in Abschnitten von ca. 100-1000 km^2 Fläche eine Abdichtschicht ins Gebirge einbrächte und darunter Wasser mit dem entsprechenden Druck pumpen würde, dann würde sich die ganze Fläche allmählich anheben (zweckmäßigerweise ohne zusätzliche Bergschäden über Tage). Der entstehende Hohlraum müßte dann nach und nach mit Bergematerial versetzt werden, und am Schluß hat die gegend wieder ihre ursprüngliche Höhe, und es ist Schluß mit den "Ewigkeitskosten".
Natürlich müßte das behutsam geschehen, also in so einer Fläche in der Mitte erstmal vielleicht nur einen halben Meter anheben, am Rand wenige Dezimeter, versetzen und dann das Bearbeitungsfeld weiterverschieben. Um auf eine gesamte Hubhöhe von 10-20 m (ausnahmsweise natürlich auch deutlich mehr) zu kommen, müßte man dann zwanzig- bis fünfzigmal ansetzen.
Rechnung: Mal abgesehen vom technischen Aufwand: 20 m Hub mal 200 bar (50 bar kommen aus dem statischen Druck) sind 0,4 GJ/m^2. Das Ruhrgebiet hat eine Fläche von grob 3000 km^2, das wäre also ein Energieaufwwand von größenordnungsmäßig 330 TWh, um es zu heben (mehr nicht? Die Zahl kommt mir so klein vor) - ungefähr der jährliche Stromverbrauch Deutschlands.
Wenn sich die Geschichte über 50 Jahre hinzöge (kurz gegenüber der Dauer der Bergbaugeschichte der Region), dann würde das also gerade mal 2 % des Stromverbrauchs ausmachen, mit progressiv zunehmender Entlastung der Entwässerung. (Wir haben ungefähr 80 cm Niederschlag im Jahr, die über den gleichen Potentialunterschied gehoben werden müssen. Das sind ungefähr das 1/3e3-fache der zu hebenden Gebirgsmasse. Nach 3000 Jahren hätte sich das also energetisch gelohnt - naja...)
Aber andererseits: Mit den regenerativen gibt es zeitweise Energie im Überschuß, und es wird verzweifelt nach Speichertechniken gesucht. Warum sollte nicht das Ruhrgebiet als Hubspeicherkraftwerk eingesetzt werden, wobei aber systematisch mehr Energie ein- als ausgespeichert wird?
Technische Probleme sind mit schon klar:
* Man braucht eine automatische Technik, die bei 250 bar "Stempel setzen" bzw. den entstehenden Hohlraum konsekutiv versetzen kann. * Man muß sicher verhindern, daß sich das Druckwasser Wegsamkeiten sucht und über Tage ausbricht - da hätte es nämlich dann einen Überdruck von 200 bar, und das ist ungesund.
Letzteres Problem halte ich aber für nicht sehr gravierend: Über die langen Fließstrecken wird sich wohl keine deutliche Strömung ausbilden, d. h. einen gigantischen Grundbruch würde es wohl nicht geben. Und das technische Problem der Hochdrucktechnik bzw. des Unterwasser-Bergabaus sollte wohl auch lösbar sein.
Eine andere Frage wäre die optimale Teufe der Druckwasserschicht - je höher sie liegt, desto weniger Gebirge muß gehoben werden, aber gleichzeitig nimmt das Risiko von Grundbrüchen und Bergschäden zu. Gefühlsmäßig hielte ich 500 m schon für eine sinnvolle Größe.
Gruß aus Bremen Ralf
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selbst fuer deine verhaeltnisse ist das folgende *erheblich* spinnert...

bis hierhin noch nachvollziehbar.

der letzte satz hingegen macht dann auch deutlich klar, dass das hier kein ernsthafter diskussionsansatz ist, sondern irgendwas bemerkenswert beklopptes.
*entweder* man hebt die flaeche ideal gleichzeitig an, dann hat man keine bergschaeden. aber halt das kleine problem mit den stromschnellen der Emscher, Ruhr und Lippe am rande des Ruhrgebietes, spaetestens am Rhein.
*oder* man macht das stueckchenweise, und dann hat man halt waehrend der ganzen dauer der aktion das problem, das man in anderer richtung seit hundertfuenfzig jahren hatte: es geht oben einiges kaputt.
mach dich doch erst mal an die simpleren probleme. sowas wie "Quadratur des Kreises mittels Hydraulikstempeln von Ehrenreich" waere ein anfang.
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frobnicate foo

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Ralf . K u s m i e r z wrote on Mon, 12-09-24 21:55:

Das ist der entscheidende und teure Schritt.
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begin quoting, Axel Berger schrieb:

Was?
Daß Ewigkeitskosten wegfallen, ist nicht teuer.
Die fallen aber sowieso weg: selbstverständlich wird nicht über Jahrtausende gepumpt werden, sondern die Region wird entweder entsiedelt (was sieht in 500 Jahren Zeitabstand schon unverändert aus...) und säuft ab, oder sie wird aufgeschüttet.
Wenn man die Region als Siedlungsfläche erhalten will (Will man? Wer sollte denn dann "man" sein?), dann wäre das planmäßige und wahrscheinlich billigere Weg. Letztlich würde es darum gehen, das fehlende Volumen zu ersetzen - je höher das geschieht, desto billiger wäre es, also kann man es auch gleich obendrauf packen.
Finanzierbar wäre die Geschichte eben nur in Verbindung mit einem Lageenergiespeicher.
Man müßte sich mal erkundigen, welche Vorstellungen es bzgl. der Ewigkeitskosten überhaupt gibt: Macht sich darüber wohl jemand Gedanken, oder werden die einfach als gegeben akzeptiert? Pro m^2 Grundfläche sind die wahrscheinlich so niedrig, daß sie bei Standortentscheidungen keine ausschlaggebende Rolle spielen. (Wie hoch sind sie denn? Und wer zahlt sie eigentlich?)
Eine andere Frage ist, was man überhaupt erreichen will: Mal angesehen davon, daß sich ein "Naturzustand" (welcher?) ohnehin nicht mehr wiederherstellen läßt, wäre die Frage, ob das "Original" denn überhaupt erstrebenswert wäre. Die Bergsenkungen betreffen nicht die gesamte Fläche "am Stück" und gleichmäßig, sondern sind regional unterschiedlich stark, und in manchen Bereichen stören sie auch schlicht nicht, weil das Land hügelig ist und in den höherliegenden Bereichen die Vorflut nicht beeinträchtigt ist.
Also müßte ein Optimum angestrebt werden, das erst einmal definiert werden muß.
Sanierung von landwirtschaftlichen Flächen? Lohnt sich eigentlich nicht, und wenn überhaupt, dann durch Aufschüttung: Mutterboden zur Seite räumen, Fläche aufschütten, Mutterboden wieder drauf, neue Straßen usw. bauen. Und dabei wird man dann die Kosten vergleichen mit anderen Sanierungsprojekten wie z. B. aufgelassene Braunkohlentagebaue.
Das Problem sind die dicht bebauten städtischen Regionen: Was ist günstiger - nach und nach quartierweise abreißen, aufschütten, neu bauen, oder die Gegend liften? Das Essener Münster wird man wahrscheinlich nicht abreißen und neu bauen wollen, aber sonst gibt es dort - hauptsächlich in Folge der Kriegsschäden - auch kaum erhaltenswerte Gebäude. Die vorhandenen stehen nach mehr als 100 Jahren Nutzungszeit dann wahrscheinlich alle zur Disposition.
Gruß aus Bremen Ralf
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Am 25.09.2012 15:46, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

und das bräuchte nur partiell der Fall sein.

Ich wohne hoch genug. Wenn ich Wasser vor der Tür habe gibt es Holland lange nicht mehr. SCNR
Ja, ich will!
> dann wäre das planmäßige und

Die Halden sind ja da. Allerdings wäre es auch traurig sie wieder zu verlieren. Sie prägen die Landschaft und sind zunehmend Ausflugsziele - auch für Touris.

Vielleicht kommen wir auch mal auf die Idee zwei Windmühlen am Niederrhein zu stellen die einfach nur Pumpen.

Schau in die Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Ewigkeitskosten
....und Quellennachweise beachten

Exakt. Man kann deshalb auch nicht pauschal von dem Ruhrgebiet reden sondern müßte sich auf den nördlichen Teil und den Niederrhein beschränken. Also überwiegend nord-nordwestlich von Essen.

Weite Teile sind auch Waldgebiete. Deine Idee wäre dann abholzen, Berge drauf, etwas Mutterboden neue Ortschaft drauf. Anschl. ehemalige Ortschaft aufschütten und renaturieren. Eher baut man dann dene nächste Shoppingpalast drauf....
> Und dabei wird man dann die Kosten vergleichen mit

Wäre für den Südlichen Teil imho unnötig. Im Zweifelsfalle müßte man mal überlegen ob man nicht den ein oder anderen "Erbstollen" neu auffährt und Grundwasser über natürliches Gefälle abführt.
> Das Essener Münster wird man

Steht auch vollkommen unkritisch. Bis das im Wasser steht haben die Holländer uns vorgemacht wie man 100m-Deiche baut.
> aber sonst gibt es

Du hast insofern recht wenn Du dicht auf weite Teile Duisburgs, Essen und Bochum beziehst. An der Peripherie entlang dieser Linie gibt es durchaus ganze Stadteile/Straßenzüge mit Häusern die einige 100Jahre alt sind. Kirchen mal nicht mit einbezogen.
> Die vorhandenen stehen nach mehr als 100

Vielleicht weil man den Denkmalschutz und pflege einfach vernachlässigt hat. Die Kommunen haben ja nicht einmal genügend Eier in der Hose (sorry) alte Fassaden wieder freilegen zu lassen.
Aber mal ein anderer Aspekt. Evtl. kommt mal die Zeit wo wir froh sein können Millionen m³ aus dem Erdreich abpumpen zu können.
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Glück Auf - Bodo Mysliwietz
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begin quoting, Bodo Mysliwietz schrieb:

Du bist nicht "man", weil Du bis dahin längst ins Gras gebissen hast.

Die können logischerweise nicht genug Volumen bringen, denn hauptsächlich wurde natürlich Kohle gefördert, und die heizt jetzt zum zweiten Mal in gasförmiger Form.

Sorry - Stuß. Halden sind Abfalldeponien, und besser als Abfalldeponien sind keine Abfalldeponien, egal, ob grün angestrichen oder mit "Kunst" beflastert.

Das ist insofern richtig, weil man prima in Schwachlastzeiten (und das sind solche mit hohem Windstromangebot) pumpen kann - bei Flaute oder Wolken (wegen fehlendem Solarstrom) kann man auch ruhig mal eine Woche nicht pumpen, das kriegt man dann später schon wieder weg.

Ach, da steht ja was zur Finanzierung - soweit hatte ich gar nicht gelesen.

Ja, Pappi...

Hm, "gefühlsmäßig" hätte ich jetzt gesagt, es ginge (mindestens) um das gesamte Gebiet nördlich der A 430 an Dortmund. Und es sind durchaus auch weiter südlich zumindest einzelne Flächen abgesackt und versumpft, also nicht mehr wie ursprümglich nutzbar.

Nö, Wälder braucht man nicht abzuholzen, sondern kann sie "im laufenden Betrieb" zuschütten. Alle 10 Jahre einen halben Meter Schüttung auf den Boden auftragen reicht, neuer Waldboden bildet sich daraus und darauf von ganz alleine, und nach 100 Jahren liegt das Gelände dann 6-8 m höher. (Schau Dir an wie rasant Trümmerflächen von Wald überwuchert werden.) Die Ortschaften müßte man hochlegen, stimmt.

Ich denke, sowas macht man sinnvoll nach und nach, s. unten.

Schwieriges Thema. Grundsätzlich senkt der Bergbau den Grundwasserspiegel erst einmal ab - wenn er nach Betriebsende wieder ansteigt, ist das eher Renaturierung. Und den abgesunkenen Flächen kommt man nicht mit Grundwassermanagent bei, das ist Oberflächenwasser und fällt in viel größeren Mengen an. Überhaupt bezweifle ich, daß man mit Erbstaollen in der Fläche etwas werden kann - bei dem geringen Gefälle können die nur Grubengebäude trocken halten, aber nicht in der Fläche Grundwasser absenken.

Stimmt auch wieder. Ich habe mich durch "16 m abgesunken" ins Bockshorn jagen lassen. Mal schauen: Der Burgplatz liegt auf ungefähr 75 m Höhe, der Rhein bei Ruhrort auf 20 m. Das reicht eigentlich, da ist noch für ein paar Keller Platz drunter.
Andererseits: 50 m Höhenunterscheid auf ca. 20 km - das ist ja nun auch nicht das meiste Gefälle.

Er wer macht uns vor, wie man Regendächer übers Ruhrgebiet baut, damit es hinterm Deich nicht trotzdem volläuft?

Die meisten Gebäude wird es in fünfzig Jahren aus energetischen Gründen nicht mehr geben: Die Heizkostenrechnung! Alles (bis auf Denkmale), was nach ca. 1850 gebaut wurde, wird abgerissen und durch Nullenergiegebäude ersetzt werden. Und die könnten völlig anders aussehen als heutige Siedlungsformen - ich hatte mal ringwallartige Wohnburgen in Quartiergröße mit einem Durchmesser von mehreren hundert Metern bis Kilometer und einen überdachten Atrium vorgeschlagen.
Die brauchen ohnehin umfängliche "Kellergeschosse" für die Ver- und Entsorgung, einen unterirdischen Gleisanschluß usw. Diese "technischen Einrichtungen" kann man dann auch einfach auf dem "alten Planum" oberirdisch bauen und dann die "oberirdischen Bauteile" oben drauf. Spart im Ergebnis ausschachten. (In Bremen sind oberirdische Kellergeschosse vielfach üblich, weil das Grundwasser so hoch ansteht und manche Stadtbezirke nach heftigeren Wettern ziemlich regelmäßig absaufen - Bremen hat mit Walsum usw. insofern Ähnlichkeit, weil die norddeutsche Küste kontinuierlich absinkt und Teile Bremens nicht mehr durch den natürlichen Sielzug (bei Ebbe Tore auf, bei Flut wieder zu) entwässert werden können, sondern inzwischen auch kontinuierlich gepumpt werden muß. Und Bergbau und damit Erbstollen haben wir schon gleich gar nicht - wohin sollen die auch führen?)
Im Zuge der ohnehin erforderlichen Erneuerung des Baubestands zumindest in den gemäßigten Zonen ist es dann kein besonderes Problem, die Geländehöhe gleich mitanzupassen. Und genau das wird man auch in den "Ortschaften in den Wäldern" (s. o.) machen.

Die Kirchen sind auch ersetzbar, und die werden jetzt schon reihenweise umgenutzt oder abgerissen. (Irgendwann muß der Religionswahn doch auch mal ein Ende haben.) da belieben dann halt ein paar Museumsbauten übrig, aber im Ruhrgebiet gibt es kaum erhaltenswerte Kirchgebäude - viel mehr als der Essener Dom fällt mir auch nicht ein. (Ok, da gibt es in Werden noch ein paar mitzelalterliche Sachen, und die Stiepeler Dorfkirche (die liegt hoch genug) und so, aber das war's dann auch schon.)

Nee, weil man den Umweltschutz vernachlässigt und nicht nachhaltig gewirtschaftet hat. Und nun sind die Kohlenwasserstoffe alle und die Luft zu treibhausgasbelastet, um noch mehr Kohle zu verbrennen.

Wozu auch?

Zwei Dinge sind in Deutschland ganz bestimmt nicht knapp: Das sind Salz und Wasser. Nicht mal die Bundesregierung wird den Regen abschaffen oder zur Banksterrettung verpfänden können.
Gruß aus Bremen Ralf
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On 26 Sep 12 at group /de/sci/ing/misc in article snipped-for-privacy@mid.uni-berlin.de

Obersorry - Oberstuß
Halden sind Abraumdeponien und keine Abfall- bzw. Mülldeponien. Abraum ist der `Erdaushub` der zuwenig/keine Kohle enthält aber den Zugang zur abbauwürdigen Kohle verperrte.
Den Rest von Deinem Geseire spare ich mir, denn an Ahnungslosigkeit und Dummheit ist es nicht zu überbieten.
Schreib doch demnächst rein:
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und alles wird gut
Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang
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Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
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Hi, die Halden enthalten aber auch einen Teil des "Drecks", der unvermeidlich mitgefördert wurde. Ist sogar noch was Kohle oder Erz drin, so manche Halde hat schonmal gebrannt. Das Bergematerial ist leider zu locker, um damit Stollen zu verfüllen.

er ist eben ne Flachwassertonne.
Ne andere Methode wär zu überlegen, alle größeren Stollen weiter "aufbohren" und dann auszubauen, überflutungsresistenter Stahlbeton-Tunnelbau. Könnte man dann absaufen lassen und vergessen. Aufwand mit Licht und Luft muß man nicht groß treiben, ev aus den Fernstollen gar ein ruhrpottweites UBahn-Netz zusammenstoppeln. All die nutzbare Fernwärme, Erdwärme, Lagerraum, Pilzzucht, Gas-Sammler...... irgendwann wird die Technologie zur Untergrundstadt sich lohnen, auf dieser knubbeligen Karnickelwelt.
--
mfg,
gUnther
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Am 26.09.2012 17:05, schrieb gUnther nanonüm:

Der Dreck bezieht sich aber fast nur auf Kohle und das bei älteren Halden. Die ganz großen Halden die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind, sind im wahrsten Sinne des Wortes durch die (Kohlen-)Wäsche gegangen.

Das stimmt so pauschal nicht. Der sogenannte Bergeversatz/Blasversatz wurde aus techn. Kostengründen kaum praktiziert.

Stollen sind eher tagesnahe Grubenbaue, mit eher horizontalem Tagesort. Quasi einen Tunnel den man in einen Berg auffährt. Das gibt/gab es aber nur in der Pampa des südlichen Ruhrgebiets. Also nicht der heutige Großstadtbereich. Was Du meinst wären dann Strecken die durch vertikale Strecken zu erreichen sind.....

Bist Du einmal im Leben für eine Stunde ca. 1000m unter der Erde gewesen? Weißt Du was Platzangst ist? Die Vorstellung 1000m über sich zu haben? Da werden viele kneifen.

Derartige Grubengasnutzung wird schon praktiziert. Überlegungen/Studien zur Nutzung als Pumpspeicherkraftwerk gibt es schon. Z.B.
http://www.uni-due.de/imperia/md/content/wasserbau/30-11-niemann.pdf

Warum sollte ich mich in den tiefen Untergrund verkriechen, wenn Sonne und frische Luft zu Tage sind?
--
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Hi, das erzähle besser mal den Stolbergern mit ihrer Bleimine... Es gibt viele Halden, meist inzwischen bewaldet.

ja, weil man das Zeug nicht billig verdichtet kriegt. Sand geht besser.

Fast alle ehemaligen Bergwerke der 70er sind untertage miteinander verbunden. Man könnte sich den Hellweg sparen...

na und? Autotunnels in der Tiefe wären echt nonsense. Da fahren elektrische Bimmelbahnen. Also könnte man mit dem Fuhrstuhl runter.

Mach die Augen zu und stell Dir vor, auf der Oberfläche einer winzigen Erdkugel zu stehen, kaum sichtbar umgeben von einer hauchdünnen Luftschicht, und riesige Fusionsexplosionen ringsum bestrahlen Dein ärmliches Stückchen Dreck unter den Füßen...kein Fluchtweg, kein Entkommen, nur kalte Leere und tötliches Schweigen.......iiiiiich falleeeeeeee!!!!11elf.

ja, warum solltest Du? Vielleicht hängt Dich ein liebevoller Zeitgenosse zum trocknen auf? Die meisten Menschen in unseren Breiten verbringen ihre Zeit eher selten im Freien. Das wird noch abnehmen...hat Nachteile, klar, aber die hat Kleidung auch.
--
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Am 26.09.2012 21:41, schrieb gUnther nanonüm:

Wie war das Topic nochmal? Brennen Bleiminen?

Nein, weil das verbringen extrem Arbeits/Betriebskostenaufwendig ist. Beim Blasversatz ist es noch feiner als Sand.

...ich glaube Du kennst nicht wirklich die Hauptschlagadern des Ruhrgebiets. Ich freue mich auch wie Du aufzeigst wie man mit bestehenden Grubenbauen von Bochum-Stiepel nach Oberhausen-Sterkrade kommt - oder von Dortmund-Eichlinghofen nach Gelsenkirchen-Buer.

Ich glaube Du hast nicht verstanden was ich geschriben habe - evtl. nichtmal worauf ich geantwortet habe.

Ich seh' schon, Du schreibst wieder aus weiter Erfahrung. Vermutlich gehörst Du auch zu denen die man unter Tage mit 5 Mann einfangen, sichern und bepisst nach über Tage bringen muß.

Bitte erspare uns wieder Deine besonderen geistigen Ausgüsse. Ralf's ansinnen war wohl eher eine sachliche Idee. Wenn auch visionär, braucht er und andere nicht die Ergüsse die Dir scheinbar überdicke Tüten bringen.

Vielleicht sollte Dich auch mal einer an die Sonne bringen.
--
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Hi, sind Halden Halden? Gibts/gabs im Ruhrpott nur Kohle?

Du meinst, nachdem man es fein zermahlen hat? Feinstaub ist nicht dasselbe wie Sand, der enthält zuviel Luft und bindet zuviel Wasser, ist teilweise sogar löslich und rekristallisiert. Damit den Ort aufzufüllen mag leicht gehen, aber Sand wäre besser. Reines Silikat, fast so gut wie mit flüssigem Glas zu fluten :-)

Bin schon länger nicht auf dem Laufenden, aber daß der wandernde Bergbau teilweise untertage transportierte und die alten Zechen nur noch als Luftschächte nutzte sollte bekannt sein.

Wir zwei beide reden eh aneinander vorbei. Du legst es darauf an. Ist mal wieder ein klassisches Beispiel, niemand würde im Traum erwarten, daß die Grubenmäuse da unten Autobahntunnels vorbereitet haben. Ein bißchen Verhübschung bleibt schon noch zu tun. All den Hohlraum aber einfach sacken zu lassen ist Verschwendung. Oder nur kurzfristig gedacht "billiger", wie üblich. Denk etwa an Gorleben, anstatt irgendwelche absaufenden Salzstöcke zu verseuchen könnte man auf tiefster Sohle aber so richtig sicher verbuddeln. Das ist weit unterhalb jeder wasserführenden Schicht.
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mfg,
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Am 27.09.2012 22:29, schrieb gUnther nanonüm:

...und Venlo liegt im Zentrum des Ruhrgebiets....
Schau auf das Topic.

Über so ein Thema hatte wir hier vor geraumer Zeit mal diskutiert. Lassen wir es, der Bergbau ist Dir zu fremd um zu verstehen wie und was warum geht.

Das brauchst Du mir nicht zu sagen. Geh zurück zu Deiner pauschalierenden Aussage und zeige auf wo/wie Bergwerke aktuell über z.B. 30 bis 50km vernetzt sind. Das am besten noch durchgängig auf einer Sohle.

*DU* redest eigentlich immer an Themen vorbei.
> Du legst es darauf an.
...deine oft völlig zusammenhangslosen Kommentare nicht in Diskussionsverläufen zu akzeptieren.

..ich sehe, Du kennst den heimischen Steinkohlebergbau und die geologischen Formationen perfekt.
--
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Hi, und Dir fehlt es wohl an technischer Auffassungsgabe. Welchen Energieaufwand man benötigt, ganze Halden auf µm fein zu zertrümmern ist Dir wurscht.

geh Du erstmal zu Deiner hochspezifischen Einzelhalde zurück.
Was wie miteinander verbunden wird, ist doch im jetzigen Stadium nicht absehbar. Welch Trottel giftet denn vor Planlegung schon gegen den Korrektor?

wenn Du meinst. Nett von Dir, stets sehr persönliche Charakterzüge Deinerseits rauspieksen zu lassen. Nur bin ich garkein anderes Stachelsch...

und Dir solches ausführlichst und nervtötend anmerken zu lassen. Du bist wie diese Hupenheinis, die bei Gelb an der Ampel die Schlange vor sich glauben wecken zu müssen...

dann nenne doch bitte eine maßgebliche wasserführende Schicht unterhalb 2000m... Welche Stromungsgeschwindigkeit findest Du darin? Es sind (fast) alles Sedimente, ergo wasserhaltig. Das ist nicht dasselbe.
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mfg,
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Am 30.09.2012 10:42, schrieb gUnther nanonüm:

Versuche doch gar nicht erst meine Aussage zu negieren.

es war NICHT von verbunden WERDEN die Rede. Deine Aussage war "ES IST VERBUNDEN".

Du hast diese Kritik, _irgendetwas_ in Themen einzustreuen, schon von sehr vielen bekommen. Auch den Vorwurf das es Deine überwiegender "Diskussionstil" ist.
Dann nehm Dir von solcher kritik mal was an und komme nicht immer von Hölzchen-auf-Melonenbraktkartoffeln-im Betonmischer.

Wenn schon Rot-gelb.

Dann nenne doch bitte mal die Schachtanlage oder Sohle wo wir diese Teufe im RUHRGEBIET in den letzten 300 Jahren erreicht haben?
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On 26 Sep 12 at group /de/sci/ing/misc in article snipped-for-privacy@mid.individual.net

Och ich war mal einen ganzen Tag/Schicht in Ibbenbüren Nordschacht. IIRC hatte ich rund 1500m überm Kopp. Hat mich nicht gestört. Mir graut vor nix. BTW `Grautvornix` hatte ich immer als Helmaufschrift auf meinen Helmen anstatt Namensschild.
Platzangst hab ich nicht, der Transport über mehrere km (3?) bäuchlings liegend auf den Förderbändern war sehr gewöhnungsbedürftig, aber auch das hab ich überstanden. Hatte auch zwei Obersteiger als persönliche Aufpasser dabei. Einer vorne weg und einer hinter mir, damit ich ja nicht irgendwo verloren ging oder gar durchflutschte. Die Flutschgefahr sah ich eher weniger, bin schliesslich deutlich untergross für meinen Umfang :) Extra für mich haben sie die Bänder leergefahren und liessen sie etwas langsamer laufen, bis ich durch war :)
Die echten Kumpel liegen noch oben auf der Kohle und werden mit der transportiert und springen ohne Halt auf und ab. Sehr sportlich!
IIRC 3-4x umgestiegen und viele hundert Meter zu Fuss.
Vor Ort angekommen stellte sich raus, dass wegen eines Wassereinbruchs an dem Tag nicht gesprengt wurde. Eigentlich war ich mit einem befreundeten Obersteiger deswegen von Moers aus angereist. Schade, aber eben nicht zu ändern. Trotzdem ein sehr informativer Tag.
Ok, die gestellten weissen Klamotten waren hinterher nicht mehr richtig weiss, das Fell auch nicht, aber nix, was eine gute Dusche nicht hinkriegt.
Glück auf!
Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang
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Am 26.09.2012 23:33, schrieb Wolfgang Allinger:

Glückwunsch. In den Genuß kommen nur sehr wenige Nichtbergleute.
> Hat mich nicht gestört. Mir graut vor

> Die Flutschgefahr

Nicht nur für Dich. Das macht man für alle Besucher. Und Du glaubst nicht wie flach sich so mancher aus Angst und Unwissenheit machen kann (konnte). Schwupp sind sie in einem Untertagebunker (Tod). Deshalb auch die Vor- und Nachhut.

Stimmt, aber wirklich sportlich muß man dazu nicht sein. Es braucht halt ein wenig Übung des Gleichgewichtssinns und 1,5 Schritte den Geschwindigkeitsunterschied am Abstieg zu bewältigen. Sportlich wirds bei den verbotenen "Bandfahrten".

Das denke ich. Wenn man dann noch die Chance hat in einem laufenden Streb, am besten noch mit Mitgeführter Strecke zu kommen hat man richtig was erlebt.

fördernden Streb gestanden. Da weiß man anschliessen was kohlrabenschwarz ist und sich in der Nase Eierkohlen finden ;-)

In dem Sinne
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Ich bin auch dankbar dafür. Der Kumpel wollt halt auch mal erleben, wie tief geflogen wird. Knapp über 70m/s auf FL 0 :)
Ging leider nur ein kurzes Stück, dann wurd das Wetter fies. Hab ihn dann noch ein paar 1g Kringel auf dem leeren Parkplatz erleben lassen. Sowas mache ich nur auf abgesperrtem Gelände.
[...]

Da das mit der Sprengung nix war, sind sie mit mir noch in einen förderden Streb gegangen um da den neuesten Kohlehobel (eine Ibbenbürener Erfindung) in einem 1,2m hohen Flöz in Aktion zu sehen.
Hab die genauen Begriffe vergessen.
IIRC waren das 300m Verbindung zwischen zwei Förderstollen. Wo der Hobel sich wie ein heisses Messer durch die Butter frass.
Schon heftig so ein Teil und wenn man dann sieht, wie die Stützen wie von Geisterhand hydraulisch quer marschieren... Auf jeden Fall wurde da nix dauerhaft abgestützt und der ausgekohlte Teil brach nach Abbau zusammen.
Nö, auch da hatte ich keine Platzangst. War halt recht laut und staubig.
War das eine `mitgeführte Strecke` wo gehobelt wurde?
An die Eierkohlen im Riechkolben kann ich mich auch noch gut erinnern.
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Am 27.09.2012 20:00, schrieb Wolfgang Allinger:

Na, da war ja u.U. schon krabbeln und kriechen angesagt.

Die nennen sich dann Kopf- und Fußstrecke.
> Wo der Hobel

Nein, das nennt man den Streb. Eine mitgeführte Strecke wäre z.B. die Fußstrecke wenn sie als "Sackgasse" am Übergang zum Streb endet. D.h. eine mitgeführte Strecke (sagen wir der "Tunnel") wandert gemeinsam mit dem Kohlestreb mit.

...und, hat man Dich auch mit div. "Prisen" (Schupftabak o.ä.) maltretiert?
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On 28 Sep 12 at group /de/sci/ing/misc in article snipped-for-privacy@mid.individual.net

Nö, war ja bekannt, dass ich militanter Nichtraucher bin :)
Aber die beiden Obersteiger waren über Tage Kettenraucher, die zogen sich dauernd einen "Schmalzler" rein.
Ich hab viele Raucher bei den Kumpels gesehen. Versteh ich nicht. Zu dem Staub in der Lunge auch noch rauchen! Pfui bahhh!
Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang
--
Wolfgang Allinger, anerkannter Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
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