Wärmebedarf einer W ohnung.

Hallo,
ich suche möglichst verläßliche _Quellen_ hinsichlich des Wärmebedarfs
einer Wohnung. Also, mit wieviel kWh / m^2 a ( kWh pro m2 und Jahr)
zu rechnen ist.
Meine Recherche über Google ergab aus unterschiedlichen Quellen, daß
der Wert bei üblichen Raumhöhen zwischen 120 ( gut isolierter Neubau,
normales Heizverhalten ) und 350 ( Altbau, keine W-Isolation und
ältere Fenster ) liegt. Das waren meistens Herstellerangaben von
Elektroheizungen.
Für eine 78 m2 Altbauwohnung käme ich, mit dem Wert 300 gerechnet auf
23400 kWh im Jahr.
Hintergrund ist, daß mein Sohn ab Oktober zu studieren anfängt und
deshalb gemeinsam mit einem Bekannten eine 3 Zimmerwohnung ausfindig
gemacht hat, die für eine 2-3 Pers. WG von der Lage und Preis her sehr
geeignet wäre.
Es erschreckte mich aber, als ich hörte, daß die Wohnung
ausschließlich über 3 Elektroradiatoren(keine Nachtspeicher )beheizt
werden soll. ( Deren Leistung kenne ich nicht, gehe aber davon aus,
daß die ausreichend ist und die Leitungen ausreichend bemessen sind.
Besichtigung ist morgen abend.)
Mit dem Tarifrechner habe ich über Google errechnen lassen, daß der
billigste Stormanbieter mit HT /
NT eine Heizstromrechnung im Jahr von
über 3000 Euro ergibt. Damit wäre das allerdings keine günstige
Studentenbleibe mehr.
Vielen Dank für Hinweise und evtl. Tipps
Karlheinz Schmitt-Radloff
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Karlheinz Schmitt-Radloff
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*Karlheinz Schmitt-Radloff* wrote on Sun, 05-07-10 22:21:
Im Grunde nicht, das muß aber nicht so sein. Gehen wir einfach davon aus, man wolle selbst warm sein, der Rest intessiert nicht, dann sehen wir sofort die Vorteile eines Infrarotstrahlers, oder mehrerer, damit es nicht zu eionseitig wird. Es erstaunt immer wieder, wie kalt die Luft sein kann ohne daß es sich kalt anfühlt und strahlungskalte Wände und Möbel stören dann auch nicht. Zudem wirkt die Wärme sofort und ein Student ist außerhalb des Bettes oft wenig zu Hause. Dazu sind die Strahler spottbillig.
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Axel Berger
Am Sun, 10 Jul 2005 22:21:28 +0200 schrieb Karlheinz Schmitt-Radloff:
Hm, also es gibt immer die alten Faustwerte für umbauten Raum. Diese sind physikalisch natürlich mehr als ungenau. Für eine schon ziemlich genaue Überschlagsrechnung müsstest Du die k-Werte der Aussenwände nehmen und zumindest die Transmission nach Aussen und gegen unbeheizte Räume rechnen.
Also, man sagte früher mal 30 bis 50 W/m^3 sind übliche Leistungen für Wohnungen. Wenn wir mal von einer Deckenhöhe von 2,5 m ausgehen, dann hat die Wohnung eine Heizleistung von 78*2,5*50 = 9750 W also rund 10 kW.
Jetzt geht man auch für Wirtschaftlichkeitsberechnungen hin und summiert sämtliche Teilleistungen, die über einen Jahresgang der Aussentemperaturen gefahren werden und rechnet in Vollbenutzungsstunden um. D.h. man tut so, als würde die Heizung in dieser Zeit mit 100% Leistung fahren. Das muss man aber nicht selber tun, sondern diese Arbeit hat der VDI uns schon abgenommen.
Für Düsseldorf ist dieser Wert in der VDI 2067 für ein Mehrfamilienhaus mit 2000 h/a festgelegt.
D.h.: 10,0 kW * 2000 h/a = 20.000 kWh/a
Dieser Wert ist natürlich ein sowas von geschossener Wert, dass man hiermit wirklich nur grob ein Bild bekommt. Du hast also mit Deinem Wert gar nicht mal so weit davon weggelegen.
Ich hoffe, dass ich etwas helfen konnte.
Ciao
CHRiSTiAN.
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Christian Küken
*Christian Küken* wrote on Mon, 05-07-11 07:19:
Viel zu viel.
Ich habe hier in einem 1960 billig gebauten und mäßig isolierten Einfamilienhaus mit 150 m^2 Wohnfläche nie mehr als 10 kW insgesamt gemessen.
(Ich erfasse im Keller Durchfluß sowie Vor- und Rücklauftemperatur. Die Temperaturdifferenz ist erstaunlich genau, sprich nach Tausch der beiden Thermometer bleibt sie innerhalb der Ablesegenauigkeit gleich. Um es morgens warm zu haben senke ich nachts nicht ab und die Leistung ist jeweils bei starkem Frost gegen ein Uhr nachts genmessen, also die echte langjährige Leistungsspitze, die nicht überschritten wurde.)
Mehrfamilienhäuser oder allgemein große Gebäude mit einem besseren Verhältnis von Volumen zu Oberfläche schneiden grundsätzlich erheblich besser ab - unter der Wohnung ist kein unbeheizter Keller, über ihr kein Dach und nicht alle Wände sind Außenwände.
Beim Aufheizen ist die Leistung zwar höher als bei konstanter Innentemperatur, aber nicht bei der gestern empfohlenen Strahlungsheizung. Zudem reduziert sie sich auf die tatsächliche Aufenthaltsdauer.
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Axel Berger
Christian Lindecke schrieb:
..... .....
Hallo Christian,
Danke für die Angabe. Habe festgestellt, daß die gesamte Heizleistung 6 kW ist ( 3 Elektroradiatoren mit je 2 kW ) . Eventuell müssten also noch 2 weitere aufgestellt werden. Es muß ausprobiert werden.
Wahrscheinlich wird der durchschnittliche Verbrauch über 20 000 kWh im Jahr liegen. ( mit 78 m2 und 2000 h Betrieb im Jahr ) Natürlich kann es durch das Heizungsverhalten möglicherweise auch erheblich kleiner sein. Dumm ist, daß diese Radiatoren halt kaum Wärme speichern und den NT - Strom daher schlecht nutzen.
Ich danke hiermit allen für die Hinweise.
Karlheinz
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Karlheinz Schmitt-Radloff
Am Mon, 11 Jul 2005 13:38:00 +0200 schrieb Axel Berger:
ACK. Das sind Faustwerte aus der Heizungsliteratur, die natürlich immer nach dem Ingenieurgrundsatz "den schlimmsten Fall" wiederspiegeln :-)
Wie ich schon sagte sind diese Werte generell kaum aussagekräftig. Um zumindest eine qualitativ angemessene Schätzung hinzubekommen müsste man die nötige Leistung zum Ausgleich des Transmissionswärmeverlustes über die Aussenwände errechnen/abschätzen.
Das ist nicht ungewöhnlich. Aber wie oft hat man auch schon den Auslegungsfall von -12°C Aussentemperatur? Selbst wenn dieser Wert in einzelnen Nächten mal erreicht wird, so hat das Gebäude noch soviel Wärme gespeichert, dass man das faktisch nicht merkt.
[...]
Ciao CHRiSTiAN.
Reply to
Christian Küken

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