Akkupack analysieren...

Mir kommt ein Akkupack im Vergleich zum anderen etwas "komisch" vor.
Genau genommen hat ein Akkupack einen vorzeitigen Knick beim entladen,
etwas weniger Kapazität und eine niedrigere Peak-Spannung.
Zum gucken:
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(super)
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(geknickt)
Ist da eventuell eine Zelle defekt, oder wie soll ich diesen Akkupack
bewerten?
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Gerrit van der Neut
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Hallo erst mal,
also so wie ich das sehe, ist die Peakspannung doch nur 0,1V h=F6her. Das sind ganz normale Toleranzen. Ich vermute aber mal das eine Zelle in dem Pack verstorben ist. Ich habe das mal bei einem Akkupack f=FCr jede Zelle einzeln ausgemessen und dann sieht man so was schon genauer.
Robert
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Robi
Hallo Gerrit,
Gerrit van der Neut schrieb:
kannst Du in den Bereich des Knicks noch hineinzoomen, dann sieht man wahrscheinlich genauer, was ich vermute:
Der Pack fällt offensichtlich etwas vorzeitig relativ schnell von ca. 7,3V auf ca. 6,3V ab, hält dann die Spannung wieder etwas besser, um kurz darauf voll abzufallen. Dieser vorzeitige Abfall von ca 1V deutet darauf hin, daß eine Zelle eine etwas niedrigere Kapazität hat, etwa 10% weniger als der Rest. Diese Zelle wird vorzeitig entladen, umgepolt und beim weiteren Entladen geschädigt :-(
Abhilfen: 1. Evtl. ist die Zelle nur nicht vollständig geladen gewesen -> Akkupack formieren (15-20h bei 1/10 C laden), nochmal messen
2. Betroffene Zellen rausmessen und austauschen (rentiert sich nur bei halbwegs neuem Pack, ansonsten ist dann die neue Zelle besser als alle anderen
3. Pack weiterverwenden, regelmäßig formieren, nie vollständig entladen. Es sind ja vorerst nur ca. 10% Kapazitätsverlust. Wenn Du diese Zelle regelmäßig tiefentlädst + umpolst, wird sie recht schnell ganz kaputt sein...
Patrick
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Patrick Babinger
Hallo Gerrit,
Gerrit van der Neut schrieb:
Ich schlie=DFe mich den anderen an: eine Zelle ist wohl gesch=E4digt.
Ist auch kein Wunder, wenn Du Deine Packs so tief entl=E4dst. Bei 5,3V kann die schlechte Zelle bereits -0,2V haben, wenn die anderen noch auf 1,1V sind. Ein 6er Pack solltest Du nicht unter (6-1)*1,2V =3D 6V entladen (bei NiCd und NiMH, LiIon ist ne komplett andere Geschichte).
HTH Wolfgang
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Wolfgang Mahringer
Einen Ausschnitt kann ich leider nicht mehr machen, da ich die Kurven nicht gespeichert habe und momentan das Pack neu am formieren bin. Allerdings hatte ich gestern noch den Innenwiderstand der zwei 7,2V 2000mAh NiCD-Akkupacks gemessen gehabt. Einer hat 107mOhm, der andere Pack ganze 117mOhm. Gemessen mit 'nem Tamiya-Adapterstecker dran, weil ich irgendwie Kontakte zum draufdrücken gebraucht habe. Der Test-Laststrom waren 10A.
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Gerrit van der Neut
Hi Gerrit,
Gerrit van der Neut schrieb:
Ist auch nicht n=F6tig, man sah es auch so deutlich.
Vergi=DF die ganze Innenwiderstandsmesserei. Es bringt keine bewertbaren Resultate bez=FCglich Akkuzellen. Und "Tamiyastecker" und "Milli-Ohm" passen schon von vornherein nicht zusammen :-) Die Lade/Entladekurve l=E4=DFt f=FCr den ge=FCbten Blick alles erkennen, was man wissen muss. Und Du hast es ja erkannt dass mit dem einen Pack was faul ist. Was willst Du noch mehr?
HTH Wolfgang
--=20 From-address is Spam trap Use: wolfgang (dot) mahringer (at) sbg (dot) at
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Wolfgang Mahringer
Ich habe nochmals eine Frage... Und zwar habe ich hier ein paar neue 3300'er Akkupacks herumliegen. "Die Guten" bieten ca. 3000mAh und haben eine "saubere" Entladekurve, ein Pack reißt allerdings aus:
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Nur ca. 2550mAh entnehmbare Kapazität mit einer Krüppelkurve - und das trotz vorheriger Formierung mit C/10. Ist da eine Zelle defekt? War diese gerade kurz davor, sich umzupolen? Ich habe nun das 7,2V 3300'er Pack vorerst mal in den Cycle-Modus geschickt. Meint ihr, das kann man "reparieren", oder soll ich besser das Pack auf Gewährleistung umtauschen lassen? Ist ja nur wenige Tage alt.
PS: Meine Entladeschlußspannung ist 1V, da ich einzelne Zellen nicht tiefentladen will. Soll ich diese besser noch auf 1,1V hochsetzen?
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Gerrit van der Neut
Gerrit van der Neut schrieb:
Welche sind das, hochwertige oder noname? Hochwertige sollten eigentlich mehr als 3000 mAh bieten.
Bei hochwertigen sollte das nicht sein.
Die letzten 1,5 min der Entladung war sie schon umgepolt...
Ich habe nun das 7,2V 3300'er
Cyclen könnte helfen, vielleicht liegt das Pack schon ewig rum. Nachdem es aber neu ist, auf jeden Fall umtauschen, mit der Kurve als "Argumentationshilfe".
Vielleicht auf insgesamt 6,2 bis 6,3 V hochsetzen, dann stoppt der Entladevorgang, bevor der erste Zelle ganz leer ist. Andererseits: Auch das gesamte Pack geht kurz nach der einzelnen Zelle in die Knie. Die Differenz ist gerade mal 2%. Solche Kapazitätsschwankungen zwischen den Zellen hat man gerade bei billigen Packs nicht selten. Ganz teure Packs werden halt aus selektierten Zellen mit gleicher Kapazität und Ri zusammengestellt. Was aber auf jeden Fall ein Umtauschkriterium ist, ist die deutlich zu geringe Gesamtkapazität.
Patrick
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Patrick Babinger
Hallo Gerrit,
Gerrit van der Neut schrieb:
Mich würde in diesem Zusammenhang am ehesten interessieren, wie die Entladekurve nach mehreren Lade- und Entladezyklen (Formierungs- und Schnellladung) aussieht. So Tests nach nur einer Formierungsladung halte ich für wenig aussagekräftig. Gib dem Pack noch eine Chance.
Ciao Klaus
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Klaus Wensing
Klaus Wensing schrieb:
Vergiss es. Zwei Packs liegen bei ca. 2,25Ah - wenn ich die Entladeschlußspannung auf 6,6V (1,1V pro Zelle) gestellt habe. Mit geringeren Werten bekomme ich Knicke in der Entladekurve. Und diese Werte sind nach dem cyclen zustande gekommen.
Der eine Akkupack stellt mich ja zufrieden, aber die zwei anderen mit den 2,25Ah sind auf jeden Fall schonmal Oberschrott. Den dritten bin ich gerade am testen. Aber ich denke, ich werde alle zurückschicken.
Hätte ich besser auf euch gehört, und keine No Name Bomber im undurchsichtigen Schrumpfschlauch gekauft. Naja, Sanyo oder GP wirds dann wohl werden. :-(
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Gerrit van der Neut

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