Stromverbrauch - Hilft mir in meinem Fall ein Durchlauferhitzer?

Hallo Leute,
habe ein kleines Problem und hoffe, dass mir hier jemand ein wenig
Hilfestellung geben kann, da ich auf der Suche nach Stromspartricks bin.
Die Situation ist folgende. Unter meinem Waschbecken ist ein
10l-Warmwasserspeicher montiert. Die Temperatur ist fast auf ein maximum
gestellt, damit beim Spülen wenigstens die Hälfte des Beckens mit warmem
Wasser gefüllt ist. Das passiert äußerst selten und auch im ganzen, wird
kaum Warmes Wasser benötigt, da ansonsten alles in der Spülmaschine
gesäubert wird. Das Gerät heizt also 365 Tage im Jahr das Wasser auf
nutzbare Temperaturen, auch wenn diese nicht wirklich benötigt werden.
Zusätzlich ist mir aufgefallen, dass immer erst Warmes Wasser fließt,
auch wenn mann nur den kalten Hahn der Niederdruckarmatur bedient und
tropfen tut es auch andauernd, da der Druck im Garät abgebaut werden muss.
Nirgends konnte ich nun erfahren, wieviel Strom dieses Ding von Kaldewei
wirklich frisst, so dass ich mir gedacht habe, mit einen Untertisch
Durchlauferhitzer mit 5,7 kw/h würde ich deutlich besser fahren???
Ich hab an dieses Gerät gedacht:
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Warmes Wasser wird wirklich nur alle paar Wochen für wenige Minuten
gebraucht. Der Hersteller behauptet es wären 65% Ersparniss gegenüber
normalen Warmwasserspeichern, aber dem Trau ich nicht so wirklich. ;-)
"Es wird kein Warmwasser bevorratet und die sonst nötige
Bereitschaftsenergie eingespart. Im Vergleich spart der
Klein-Durchlauferhitzer bis zu 65% Energie gegenüber einem Kleinspeicher."
Hat jemand vielleicht Erfahrungen mit der Thematik?
lg
Dany
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Michael Schulze
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Am Mon, 20 Dec 2004 23:23:34 +0100 schrieb Michael Schulze :
Die einfachste Möglichkeit wäre, das Gerät auf 40° runterzudrehen, dann verbrennt amn sich auch nicht die Finger, wenn man unbedacht Händewaschen will, ein paar Minuten vor dem Geschirrspülen müß man hochdrehen und dann wieder runter. Unbequem, aber wirksam.
Einphasig gint das >20A, da wirst du eine neue Leitung legen müssen. 5,7kW (nicht kW/h, die gibts normal gar nicht) füllt ein Waschbecken auch sehr langsam. Entspricht ca. 3l/min warmes, nicht heißes Wassser.
Dann würde sich so ein Energiesparadapter anbieten (Conrad?) Man drückt einen Taster, das Wasser heizt sich auf bis der Thermostat abschaltet, man kann jetzt Wasser entnehmen, aber das Gerät schaltet sich nicht selbsttätig wieder ein sondern wartet auf den nächsten Tastendruck.
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Martin
Martin schrieb:
Genau das beschreibt mich gut - bequem. Sollte schon recht zügig gehen, wenn man es braucht. :-(
Laut Hersteller schafft das Gerät 50° bei 3,3 Litern in der Minute. Ich bin leider nicht so der Gefühlvolle, aber müßte die Temperatur nicht eigentlich reichen, wenn man nur gelegentlich spült?
Das ist geklärt. eine freie Leitung ist 30cm entfernt. Dort hatte der Vorbesitzer seinen Herd stehen. Da ich diesen an anderer Stelle angebracht hatte ist die Leitung und die Sicherung kein Problem.
Dauert das nicht recht lange, bis sich zehn Liter Wasser aufgeheizt haben? Kennt einer genaue Zahlen dieser Untertischgeräte, damit man mal vergleichen kann? Wie gesagt, ich will Komfort mit so wenig Energierverschwendung wie möglich.
lg
Michi
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Michael Schulze
Moin,
Michael Schulze schrieb...
Die Dauer richtet sich nach dem Volumen des Speichers, der=20 Temperaturdifferenz und der Heizleistung. Dies ist im Prinzip bei allen=20 Ger=E4ten so und kann n=E4herungsweise so berechnet werden:
Volumen * Delta_T * 4.19 Dauer =3D ------------------------- =20 Leistung
Einheiten: Volumen in Liter, Delta_T in Grad, Leistung in kW, ergibt Dauer in Sekunden
Wenn du also 10l mit einem 2kW Ger=E4t von 20 auf 60 Grad erhitzen willst,= =20 kommst Du auf ca 840 Sekunden, das sind fast 14 Minuten.
- Heinz
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Heinz Saathoff
Michael Schulze schrieb:
Unter deinen Voraussetzungen schein ein Durchlauferhitzer tatsächlich die günstigste Lösung zu sein. Noch zu klären wäre vielleicht noch, ob du Schwierigkeiten mit der Strombereitstellung bekommst. Herd UND der Durchlauferhitzen können ja theoretisch auch gleichzeitig Saft ziehen. Stromversorger mögen größere Leistungsschwankungen meistens nicht besonders gern. Möglicherweise musst du Herd und Durchlauferhitzer gegeneinander verriegeln. Dann hast du aber wieder ein Komfortproblem. Oder du löhnst ggf. einfach mehr an den Versorger.
Servus Christoph Müller
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Christoph Müller
Am Tue, 21 Dec 2004 01:22:30 +0100 schrieb Michael Schulze :
OK, klare Aussage :-)
Die Temperatur reicht sicher. Aber 3,3l/min sind recht wenig, das ist ein dünner Strahl, normal hast ca. das 3fache an einem Wasserhahn, es dauert 3min, bis ein 10 l Becken voll ist. Die 50° hängen vonm der Zulauftemp ab, das kannst aber selber genau messen und ausrechnen.
Dann ist schon mal die wichtigste Voraussetzung erfüllt.
Stimmt, ich hab die 10l übersehen - dauert natürlich doppelt so lange als 5l. Ich mußte an einen Feund denken, der seinen 5l immer auf "gute 100°" eingestellt hatte, weil er zum spülen soviel Wasser verbrauchte - hat mir einmal ein schmerzhaftes Erlebnis bereitet. Der W-Verbrauch hängt natürlich stark davon ab ob man unter fleißendem Wasser spült (schlecht) oder ein Becken mit Lauge füllt und das andere mit dem Schwemmwasser und das Geschirr dann zuerst im einen und dann im anderen spült. Das braucht viel weniger Wasser.
Du kannst aber die Temperaturen (vorhanden/gewünscht) nachmessen und dann genau rechnen, welches Gerät/verfahren für dich ausreichend ist.
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Martin
Das ist dann doch bestimmt 5x1,5mm² oder vielleicht sogar 2,5mm²
Schlagt mich, aber für einphasig 5,7kW ist vor allem ersteres etwas dünne. In alten Anlagen aber noch häufig anzutreffen.
Hör ich grade jemand sagen, dann nimm doch je zwei Adern parallel? *schluck*
Es gibt aber auch Klein-DLs für 2x16A mit ca. 7,5kW. Das ginge dann wohl.
Was die Wärmeleistung angeht: Nicht vergessen, im Winter ist das Frischwasser richtig fies kalt... Da muss der DL ordentlich schuften.
Gruß, Olav
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"O. Wölfelschneider"
Hallo Michael,
Da unten stehende gleichung den Wärmeverlust nicht mit berücksichtigt, und das auch nur sehr ungenau nachgerechnet werden kann würde ich dir eine Messung empfehlen. Denn ich denke das bei der beschriebene Betriebsweise der Energie- (Wärme)verlust (nachheizen des Wassers) eine wichtige Größe ist.
Wenn du es genau wissen willst kannst du nur z.B. über 1 Woche die Energie messen. Manche Energieversorger bieten dazu kostenlose Leihgeräte an, die nur in die Stedo gesteckt werden. an das Teil wird dann der Warmwasserspeicher angeschlossen.
Torsten
"Heinz Saathoff" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@news.arcor.de... Moin,
Michael Schulze schrieb...
Die Dauer richtet sich nach dem Volumen des Speichers, der Temperaturdifferenz und der Heizleistung. Dies ist im Prinzip bei allen Geräten so und kann näherungsweise so berechnet werden:
Volumen * Delta_T * 4.19 Dauer = ------------------------- Leistung
Einheiten: Volumen in Liter, Delta_T in Grad, Leistung in kW, ergibt Dauer in Sekunden
Wenn du also 10l mit einem 2kW Gerät von 20 auf 60 Grad erhitzen willst, kommst Du auf ca 840 Sekunden, das sind fast 14 Minuten.
- Heinz
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Torsten Klaus
"Michael Schulze" schrieb im Newsbeitrag news:cq7qa6$6bp$ snipped-for-privacy@online.de...
Da wär ich vorsichtig. In Wohnbereichen werden die Herde meistens nur mir 2,5 mm² Cu angeschlossen. Der Durchlauferhizer hat ca. 25 A Nennstrom, das macht eine 2,5 er Leitung nicht mehr mit. In der Regel darf eine Leitung NYM xxxx mit 2 belasteten Adern (2,5 mm²) nur mit 20 A abgesichert werden. Wenn ich mich recht erinnere gab es da nur die Ausnahme bei Verlegeart C mit In= 25A.
Selbst dann bist du mit einem B25 Leitungsschutzschalter an der Grenze, da der Nennstrom nur knapp unter 25A liegt.
Torsten
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Torsten Klaus
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Torsten Klaus schrieb:
Ach ja ... wie lange läuft denn so ein Durchlauferhitzer? Der funktioniert prima, wenn die Leitung "nur" mit 20A abgesichert ist, wollen wir wetten?
Macht sie nicht mit? 25A dreiphasig sind so knapp 14W/m Leitungslänge - meinst Du wirklich, das macht was aus, so eine Viertel- oder halbe Stunde lang?
18 kW geht auch an drei B16-Automaten, ganz ehrlich. Guck Dir mal die I-t-Kennlinien an. (Übrigens ging es um einphasige DLE, also 2,5mm^2/16A abgesichert, feddisch. Dann sind's auch nur noch 9W/m auf der Leitung.)
Gruß aus Bremen Ralf
Reply to
Ralf Kusmierz

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