Externschalter mc-22

Aug 14, 2003 5 Replies

Hallo,



leider hat sich mein Mozilla irgendwie verschluckt und nach einem erneuten Abonnieren kennt news.individual.de die beiden letzten Postings im Thread nicht mehr, hat wohl Schluckauf.



Antwort von Graupner, IMHO nicht ganz zum Problem passend:


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13.08.03 ro/fn 14.08.03


Ihre Anfrage



Sehr geehrter Herr Längerich,



wenn sich durch starke Wärmeeinwirkung (z. B. Sender im Auto bei starker Sonne) die Abstimmung des HF-Teils verändert, kann es beim Einsatz mit Wendelantenne zu wilden Schwingungen kommen, die im Service beseitigt werden können.



Bitte schicken Sie Ihren Sender mit HF-Modul und der Wendelantenne an unsere Service Abtlg. zum Nachgleich ein.



Um eine bevorzugte Abwicklung zu gewährleisten ist es von Vorteil, wenn Sie dieses Schreiben der Einsendung beifügen.


Mit freundlichen Grüßen



Graupner GmbH & Co. KG


ppa. Robitschko



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Also:


1) Wenn es "wilde Schwingungen" gibt, so heißt das, daß das HF-Teil Nebenaussendungen macht, also werde ich mal den Spektrumanalyser anwärmen. Warum die Nebenaussendungen dann aber offenbar nur die Externschalter stören, erschließt sich mir nicht.


2) Nebenaussendungen auf Grund wilder Schwingungen dürften in der Mehrzahl der Fälle mit Qualitätseinbrüchen des Modulationssignales einhergehen. Das kann aber nicht beobachtet werden, die Servos sind alle ruhig.


3) Wenn Wärme die HF-Abstimmung beeinflußt und ich den Sender neu abgleichen lassen muß, so wird auch Kälte dies tun. Das hiesse aber, daß evtl. mehrmals im Jahr das HF-Teil neu abgeglichen werden müsste.


4) Der Einsatz der Wendelantenne verschiebt die Strahlungskeule dichter an den Sender hin. Das heißt, die Kopplung der abgestrahlten HF-Energie in den HF-Teil zurück wird größer. Wenn dies die Ursache der Schalterspinnerein ist, so muß das Problem beseitigt sein, wenn ich das HF-teil der mc-22 abstöpsele und extern HF annähernd gleicher Stärke einkopple. Das werde ich ausprobieren, die mc-20 mit Wendelantenne eignet sich hierfür hervorragend.


5) Warum die spinnenden Schaltereingänge mit Kondensatoren zu beruhigen sind, wenn doch wilde Schwingungen und nicht mangelnde Einstrahlfestigkeit der Eingänge die Ursache ist, bleibt mir unerschlossen.

Ich werde nach Test weiter berichten und ggf. eine weitere E-mail an Graupner senden.



Bernd



Hallo Gemeinde,

es k=F6nnte durchaus sein, da=DF die Eing=E4nge des Prozessors nicht=20=

hinreichend geblockt sind. Gleiches gilt f=FCr die original Lehrerbuchse, hier gilt:=20 unbedingt Originalzubeh=F6r einsetzen (Opto-Link) oder falls doch=20 Eigenbau, dann ZWINGEND Optokoppler mit MINIMALER Kabell=E4nge zwischen =

Opto und Buchse. Sonst kann es sein, da=DF der Sender sich nicht mehr=20=

r=FChrt!

Weiter siehe unten.

[...]

Mich interssiert hier hauptsächlich, wie Graupner damit umgeht.

Was ich gestern noch gemacht habe: Mit dem Spektrumanalyzer das abgestrahlte HF-Spektrum der mc-22 und im Vergleich der mc-20 angesehen. Das Spektrum ist sehr sauber, Nebenaussendungen sind bis über 500MHz nicht meßbar.

Die erste Überraschung: die mc-22 macht etwa 10dB mehr Feldstärke als die mc-20, wenn beide auf dem Tisch liegen. Das Verhältnis verringert sich, wenn die mc-20 angefasst wird auf etwa 5dB. Das ist nicht verwunderlich, bekommt der Sender dadaurch doch ein besseres Gegengewicht und strahlt damit besser ab.

Die mc-22 hat praktisch gar kein brauchbares Gegengewicht, da das Gehäuse aus Kunststoff ist und keine größere Metallfläche im Inneren für eine kapazitive Ankopplung des Senders an den Piloten beim Betrieb sorgt.

Und nun kommt die zweite Überraschung: Die mc-22 lässt sich durch äußere Felder nicht beeindrucken, wie sie ein anderer Fernsteuersender bewirkt! Die Störungen sind aber sofort vorbei, wenn man einen Draht als Gegengewicht an z.B. den Massekontakt der Ladebuchse hält. Also ist die Wirkungsweise jetzt klar:

Das fehlende Gegengewicht sorgt dafür, daß die gesamte Elektronik im Sender HF-technisch "heiß" ist. Wird nun ein Externschalter einzeln an exponierter Stelle wie bei mir oben links im Schalterfeld (den habe ich aus der Mitte entnommen und umgesetzt), so wird bei Annäherung der Hand eine kapazitive Kopplung erreicht und ein großer Teil des HF-Stromes fließt über die Schalterkabel zum Körper. Dies bringt Störungen auf die Signalleitung und sorgt für die irregulären Schalterstellungen.

Richtigerweise müsste man also für eine Metallfläche sorgen, die die Massefläche vergrößert und verhindert, daß Signalleitungen als Gegengewicht herhalten müssen.

Zunächst werde ich mal die im gleichen Panel eingesetzte Schülerbuchse mittels kurzer Verbindung an Masse ankoppeln. Damit ist dann die Aluplatte auf Massepotential.

Bernd

Hallo, Jetzt hatte ich fast entschieden mir gegen Ende des Jahres die MC20 gegen die MC22 zu ersetzen, aber ich denke daraus wird nix ... ich warte dann doch lieber mal bis etwas wirklich vernünftiges wie die MC20 auf den Markt kommt. Die MC24 ist mir leider 1. zu teuer, und 2. habe ich da gewissen respekt vor weil ich bei einer Fernsehübertragung eines Jetmeet zur DM gesehen habe wie die MC24 den Dienst vor laufender Kamera eingestellt hat. Da ich ausser dem schon eine Person selber kenne , der das passiert ist habe ich Bammel vor der 24 :( obwohl die wirklich klasse ist. Und leider habe ich mich durch das PCM an Graupner gebunden ...

Grüsse Peter

Nein, auch Futaba bietet PCM. Aber Du meinst wahrscheinlich, Du hast hunderte von Graupner-PCM-Empfängern ;-)

Bernd

Und das kam diesmal von Herrn Robitschko, der sowohl technischen Sachverstand beweist als auch die evtl. Notwendigkeit, die Eingänge abzublocken:

-------- snip -------- Sehr geehrter Herr Längerich,

Fernsteuersender sind in der Regel auf eine Teleskopantenne konzipiert, das HF-Teil enthält bereits eine Verlängerungsspule.

Die Sender haben nicht 50 Ohm Fußpunktwiderstand, sondern ca.

27 kOhm.

Die Verwendung von Wendelantennen führt oft zu Problemen, da sie im Nahfeld eine sehr hohe Feldspannung aufbauen und fertigungstechnisch, durch die Einschrumpfung mit einem Plastikschlauch, in der Regel ungenau in der Induktivität sind.

Jede Antenne ist etwas anders.

Aus diesem Grunde wird der Einsatz in größeren Modellen und Helikoptern von uns nicht empfohlen, da auch durch die Einstrahlung eines Nachbarkanalsignals zur Störung der Anlage führen kann, wenn der Sender des Nachbarkanals eine Teleskopantenne benutzt und der Nutzkanal zugestrahlt wird.

Durch die hohe Leistung der HF-Teile mc-22 und mc-24 wurden diese Probleme zusätzlich noch verstärkt.

Senden Sie Ihren Sender mit der Wendelantenne an den Service und falls ein Pult benutzt wird, sollte auch dieses mit zur Abstimmung des Antennenfußpunktwiderstandes des HF-Teils beiliegen.

In schwierigen Fällen ist es manchmal erforderlich, daß die Impulsplatine mit kleinen Kondensatoren verblockt werden muß.

Falls Sie weitere Rückfragen haben wenden Sie sich bitte an unsere preisgünstige Service Hotline Telefon 01805-472876.

Mit freundlichen Grüßen

Graupner GmbH & Co. KG Entwicklungs Leitung

ppa. Robitschko

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Ich werde den Sender im Winter an den Service einsenden, wenn mir versichert wird, daß mit der Teleskopantenne weiterhin die volle Feldstärke vorhanden ist. Schliesslich sind die Probleme auch mit der Teleskopantenne vorhanden und die Wendelantenne benutze ich nur für den Nahbereich.

Mal sehen, was die dann einstellen.

Bernd

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